fulüaer Anzeiger
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S-. '* »wS LMK K Tageblatt für Rhön UN- Vogelsberg M!W.
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g!ÄM Sä ns» ZulSa- unb Haunetal «Zulöaer Kreisblatt §ÄMM|^ö hr ii- Friedrich Ehrenklau, Lauterbach/H. Haupt- v / v auf Nachlaß. — „DA. 1000. — Verantwort!. für den
schriftletter: Friedr. Ehrenklau, Fulda, Königstr. 42. Redaktion und Gefchâstsstette: Kèvtsstraße 42 ♦ Zernfprech-flnschluß Nr. 2444 Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.
Nr. 225—1934
Fulda, Mittwoch, 26. September
11. Jahrgang
Md md E-rmjs für die Wolfer der Polizei.
Denkmalsenthüllung in Berlin.
Auf dem ehemals rotesten Platz Berlins, dem heutigen .dorst-Wessel-Platz, enthüllte Oberpräsideni Gauleiter Kube in Gegenwart zahlreicher führender Persönlichkeiten aus Reich, Staat, Stadt und Partei das Denkmal für die im Kampf gegen Rot-Mord gefallenen Polizeibeamten. Das von Hans Dammann und Heinrich Rochlitz geschaffene Kunstwerk zeigt einen Polizei- hauptmann halb liegend und sterbend, einen anderen hoch ausgerichtet, dem Tod ins Angesicht schauend, ein Sinnbild her Gesahren, denen die Polizeibeamten in jener Zeit Tag wd Nacht ausgesetzt waren. Die Gruppe besteht aus Bronze, während der Sockel aus Muschelkalkstein geschaffen worden ist.
In seiner Weiherede schilderte Oberpräsident Kube noch einmal die Zeiten, in denen die Polizei von den Männern des 9. November gezwungen wurde, sich nicht mir gegen die staatszerstörenden Kräfte, sondern auch liegen die staatserhaltenden Kräfte zu wenden. Die an dieser Stelle
einem sinnlosen Mord zum Opfer gefallenen Polizei-
Hauptleute Anlauf und Send
seien unsere Kameraden, die Kameraden des nationalsozialistischen Deutschland. Den Dank der Berliner Schutzpolizei für die weitgehende Förderung des Denkmalbaues hatten deren Kommandeur, Polizeioberst Dillen- diirgcr, vorher zum Ausdruck gebracht. Am Schluß brachte Reichsinnenminister Dr. Frick nach ehrenden Worten des Gedenkens für die im Kampfe für Volk und Vaterland gefallenen Polizeibeamten ein dreifaches Sieg veil auf Deutschland und den Führer und Reichskanzler ans.
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Bolksverbundene Polizei.
Bülow platz — Karl-Liebknecht-Haus — HvZt-Wessel-Platz! Drei Bezeichnungen, die viel W sind als bloße tarnen für diesen Platz. Drei Be- zeichiMgen, die zum Ausdruck bringen den Verlauf einer Entwicklung, in der das deutsche Volk stand, durch die es gehen mußte, um zur jetzigen Staats- som, zum jetzigen Staatsinhalt zu gelangen.
Horst-Wessèl-Platz — daß wir ihn heute haben ist das Zeichen, daß der gesunde Geist der deutschen Nation am Ende Sieger blieb über Liberalismus und Marxismus; daß er zerschlug die Wunsch- träume der bolschewistischen Agitatoren und an ihre Stelle setzte jenen Freiheitswillen aus jungen begeisterten Herzen, dessen Sänger und Künder Horst Wessel uns war.
Und wenn auf diesem Platze, der den Namen des Freiheitskämpfers und Sängers des -Nationalsozialismus Horst Wessel trägt, in diesen Tagen em Denkmal für die Volksgenossen, die im Kleide des deutschen Volneibeamten ihr Leben in den Jahren des
, -Nal für die Polizcioffizierc Send und Anlauf, 1 11 Sein Horst-Wessel-Platz in Berlin enthüllt wurde
M b^ lleweiht wird, so sagt uns das, daß nun " Mtcmhnri ^d gültig vorüber ist, da wir von einer Wer in /, 'Fl sprechen mußten, die Zeit endgültig vor- Nt her cl der Polizcibcamtc, gezwungen zum Teil wüth r ln^ "nd Helfer des Volksgenossen, sondern ^Senich. H soweit er dem verflossenen System ablehnend WÄ’ r» sein schien.
^"hnai >. r mag denken, ist cs nicht seltsam, das gilbet und das Horst Wessels so dicht bei-
Wt oft LJ,, n$ Ständen Polizei und Freiheitskämpfer 6 aegeneinander und hat nicht Horst Wessel
letog meyr tue einmal unter der Polizei gelitten? Es ist dies eine Tatsache, die nicht fortgeleugnet werden kann und nicht bestritten werden soll.
In den schlimmsten Tagen des Jahres 1918, als über das erschöpfte von einer Welt von Feinden bekämpfte und von Verrätern wehrlos gemachte Vaterland die rote Sturmflut hinwegfegte, da gründeten Frontkämpfer die Sicherheitswehr. Frontoffiziere hatten die Leitung, gingen hinaus ins Land und warben für sie unter den Frontsoldaten Männer und Kämpfer. Keinem dieser Männer winkte goldener Lohn, nur Vaterlandsliebe leitete sie.
Die Sicherheitswehr lvar der Vorläufer der Schutzpolizei, war ihr Kern und ist es immer geblieben. Alle älteren Offiziere der Schutzpolizei ebenso wie alle älteren Polizeiwachtmeister haben dieser Sicherheitswehr angehört. Sie alle haben in den entscheidenden Tagen der Jahre 1918 und 1919 aus den Straßen der deutschen Städte gestanden und mit der Waffe in der Hand gegen den roten kommu- n i st i s ch e n Mob gekämpft. Horst Wessel wird in seinem Herzen an der Seite dieser Kämpfer gestanden haben, denn sie kämpften Seite an Seite mit den Wehrformationen für Deutschland.
Diplomaten waren diese Kämpfer nicht, von der Politik verstanden sie wenig. So nutzten andere ihre Siege, und festigten ein Regiment, um das diese Männer nicht gekämpft hatten. Langsam nahmen diese Männer auch aus die Sicherheitswehr Einfluß. Der mißglückte Kapp- Putsch gab ihnen Gelegenheit, tiefer in diese Organisation
Fachleute für internationale Hetze.
Empörende MöersHämèheit.
Berüchtigte internationale Greueilch- Üffler im Saargebiet.
Von dLr Separatistenpresse herzlich begrüßt, ist in Saarbrücken eine Kommission des „W e l i k o m i t e e s für die Opfer des H ttler - Faschismus" eingetroffen mit der Absicht, die Probleme des Saargebiets, insbesondere den sogenannten ständig steigenden „Terror der Deutschen Front" zu studieren. Die Mitglieder der Kommission sind Lord Marley — bekannt durch den Reichstagsbrandstisler-Gegenprozeß -, der amerikanische Rechtsanwalt W. O. Thompson, der schwedische Senator Granting und der in seiner ungarischen Heimat bestgehaßte Emigrant Gras Michael Karolyi. Natürlich behauptet die Kommission, Beweise von Terror gegen die Saarbevölkerung, von Befürchtungen der katholischen Bevölkerung, von einer Gefahr der Nichtgebeimhaltung der Abstimmung und schließlich der weitverbreiteten „Forderung" nach einer neuen späteren Abstimmung gefunden zu haben. . .
Demgegenüber stellt die „Saarbrücker Zeitung Die um frage, ob sich unter den von der Kommission befragten Personen a u dt Anhänger der Deutschen Front befunden haben, und ob die Kommission nicht von dem
Terror gegen die Deutschen im Saargebiet gehört habe. Das Blatt fährt dann fort
„Die Kommission will Arbeiter und Gewcrkschafts- mitglicdcr gehört habe». Und die sollen nichts erzählt haben vom Terror der Grube,werwaltung? Nichts von dem roten Terror? Nichts von den Provokationen durch Emigranten und moskowitische Funktionäre? Die Herren haben Beamte gefragt. Auch deutsch gesinnte Beamte? Und die sollen nichts erzählt haben von den mannigfachen Maßnahmen, die sic als Zumutung und Bedrückung empfinden? Sic haben sich mit Mitgliedern der Regie rungsluinmissiün unterhalten, doch wohl über die Bevölkerung. Wenn sie sich auch mit der Bevölkerung über die Regicrungskommifsion unterhalten haben, werden sic ja einiges gehört haben. Haben sie sich auch mit dentich- gefiunten Katholiken unterhalten? Dann milssen sie erfahren haben, wie man hierzulande über die Herrschaften denkt, die sich den Sowjetstern a »f d i e Soutane heften." .
Das Blatt schließt mit folgender Feststellung: „4 ie deutsche Bevölkerung des Saargebiets betrachtet es ak eine Unverschämtheit, daß eine Kommission, von ihr nicht herbeigerufen, mit den unzulänglichen Metho- den und
mit nicht zu überbietender Oberflächlichkeit „Feststellungen" macht, die keine andere Wirkung — und auch keinen anderen Zweck — haben können, als den, die Igarbèvölkerung in der Weltmeinung erneut su v e r» d ä ch t i g c n , dieser Weltmeinung die Verhältnisse im Saargebiet in vollständiger Verzerrung zu unterbreiten. Die deutsche Bevölkerung betrachtet diesen sogenannten Internationalen Ausschuß als ein Organ der inter- nationalcu G re u c l p r o p a g a n d a g e g c n da s
3 a a r g c b i e t und gegen Deutschland."
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Es ist wirklich ein tolles Stück von Anmaßung und Überheblichkeit, das sich diese bunte Kommission da im Saargebiet leistet. Der Titel ihrer Gesellschaft erinnert auf eine fatale Weise an die berüchtigte „Liga für Menschenrechte", die in den Zeiten der Systemherrschgft in Deutschland mit nachweislichem Erfolge alle möglichen
einzugreifen. Es wurden einige neue Führer eingesetzt, deren man politisch sicher zu sein glaubte. Es mußten Mannschaften übernommen werden, die in den Parteien der Linken organisiert waren. Man beeinflußte den Nachwuchs und die Heförderungsverhältnisse bei den Ossi- zieren. Die Politik drang in die Reihen der Schutzpolizei, der Kern der alten Frontoffiziere und Soldaten blieb gesund.
Mit Erbitterung haben die alten Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Schutzpolizei die Entwicklung getragen, die ihre Organisation durchmachen mußte. Manche schieden aus, weil ihnen die Verhältnisse unerträglich wurden, und weil sich ihnen die Möglichkeit eines anderen Berufes bot. Die meisten blieben und behielten in ihrem Herzen das Ideal, für das sie als Soldaten im Weltkriege gekämpft hatten: Deutschland!
Dann folgte eine schwere, finstere Zeit deutscher Geschichte. Müssen wir nicht dankbar anerkennen, daß die Polizei in den ersten Jahren nach 1918 an dem Kampf gegen den Kommunismus führenden Anteil hatte? Müssen wir uns nicht beugen vor den fast 500 gefallenen Polizeibeamten, von denen an 200 im unmittelbaren Kamps gegen Marxisten fielen?
Dieses Denkmal auf dem Horst-Wessel-Platz, es soll nicht nur ein äußerlichesZeichen des Dankes, sondern darüber hinaus ein Symbol der neuen deutschen Gemeinschaft, deren Band alle Volksgenossen umschließt, sein.
Die deutsche Polizei steht heute unter der Führung eines alten nationalsozialistischen Kämpfers, des Polizei- generals Pg. Kurt Daluege. Im nationalsozialistischen Geist führt er jetzt die Männer genau so, wie er einst SA. und SS. für Adolf Hitler befehligte und zum Siege führte.
politischen und unpolitischen Verbrecher unter ihre schützenden Fittiche nahm. Ein Teil der Mitglieder der Kommission hat sich ja auch schon aus Anlaß des Prozesses gegen die Reichstagsbrandstifter einen unrühmlichen Namen gemacht. In England trieb man es damals so weit, daß man eine förmliche „Untersuchung" parallel zu dem deutschen Prozeß und gegen die deutsche Gerichtsleitung durchsührte. Infolge dieses frechen Versuches der Einmischung in die Hoheitsrechte eines fremden Staates gab es damals so etwas wie einen kleinen politischen Skandal in England, so daß sich schließlich der englische Außenminister gezwungen sah, vor dem Unterhause die Erklärung abzugeben, daß die englische Regie rung mit jener „Untersuchung" nichts zu tun habe. Wenn die famose Kommission jetzt das Saargebiet nach angeblichen deutschen Greueln durchschnüffelt, dann bedeutet das mehr oder weniger offen eine Inschutznahme jener üblen separatistischen und marxistischen Elemente, die die landfremde Regierung Knor auch heute noch als Werk zeug zu gebrauchen sich immer noch nicht zu schämen scheint. Und das inmitten einer Bevölkerung, deren Disziplin aller Welt bekannt ist!
Kurze politische Nachrichten.
Die am 1. November 1933 angegebenen Wob l sahrtsmarken zu 3, 4, 5, 6, 8, 12, 20, 25 und 40 Ps. mit Bildern aus den Werken Richard Wagners und die Wohlfahrtspostkarte mit dem Bildnis Wagners im Wertstcmpcl verlieren mit Ablauf des Monats September 1934 ihre Gültigkeit. Nichtverbrauchte Wertzeichen werden weder umgetauscht noch zurückgenommen.
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Nach dem Ausweis der R e i ch s b a n k vom 22. September 1934 hat sich in der verflossenenJSanf Woche die gesamte Kapitalanlage in Wechseln und Schecks, Lombards und Wertpapieren um 49.9 Millionen au{ 4232,8 Millionen Mark vermindert. An R e i ch s b a n k n o l e n und Rentenbankschcincn zusammen sind 98,0 Millionen Mark in die Kassen der Reichsbank zurück geflossen Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 40,9 Millionen auf 1385,0 Millionen Mark ab Die fremden Gelder zeigen mit 811,9 Millionen Mark eine Zunahme um 89,0 Millionen Mark. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 0,1 Millionen auf 78,9 Millionen Mark erhöht.
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Die italienische Kronprinzessin Maria von Savoyen schenkte einem Mädchen das Leben» do-.- den Namen Maria Pia führen wird.
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Das^Politische Departement der Schweiz ist beauftragt worden, dein Vö7kerbundssekretariat mitzntcilcn, der Bundesrat wünsche, daß die Regierungskommission be« Saargebiets darauf verzichte, in der Schweiz geeignete Kräfte zur Verstärkung der s a a r l ä n d > s ch c n Polizei oder Schutzmannschaft zu suchen. Der Präsident der Regierungskommission des Saargebietes. K nor, hat daraufhin sofort geantwortet, daß er unter diesen Umständen von der Anwerbung von Polizisten in der Schweiz a b s e h c n werde