Zul-aer MZeiger
gÖS. WL. A „ T°g°b>°«sar «H-N uni> Wtebcy gèKSSe S*» «» 6«u«tol • $«!»«“ Kreisblae schliMter: Friedr. Ehrenklau, Fulda, Königstr. 42. Re-aktt»n und Gesihästsstelle: KSnigstraßr 4S 4- §ernfpr«ch-^nfthllch Nr. r-r-
M. 228 — 1934 Fulda, Samstag, 29. September
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11. Jahrgang
Eines Bottes Dankgebet.
Ernledanklag — wir treten mit Beten vor Gott, den Gerechten, mit stillem, aber innigem Wort des Dankes dafür, dost er uns wieder das tägliche Brot bescherte. Schwer liegt das Lorn in den Scheuern, erdig duftend, wieder ist die Rührung gesichert. In herzlichem, brüderlich warmem Dank gedenken wir auch des Bauern und des Landarbeiters, die den Segen in mühevoller Arbeit bargen — was wären wir alle ohne das opferfreudige Schaffen des Landmannes, dem die Ratur selbst Arbeitszeit und Arbeitsmaß überreich zudiktiert! Zum dritten aber danken wir heute unserem Führer Adolf Hitler, unter dessen Regierung die Sicherung der Rahrungsfreiheit unseres Volkes geschaffen wurde. Laßt uns heute in ernster Besinnung auf die Ähren blicken, in betendem Dank!
Der religiöse Sinn des deutschen Bauerntums hat sich erhalten von der Heidenzeit und dem heiligen Glauben der Väter hinüber zum Christenglaube«. Das Verbundensein mit der Natur und das gläubige Vertrauen auf Gottes lebenschaffende Kruft, diese lebendige Gemeinschaft mit Gott, hat sich ebenso, wie das Blut der Vorfahren in seinen Adern fließt, in der Seele des Bauern vererbt. Am Erntedankfest faltet der Bauer die Hände im Haufe des Herrn, dessen Altäre in Dorf und Stadt mit den Früchten des Feldes geschmückt sind, und betet zu Gott, der deutsches Korn aus deutscher Muttererde gedeihen ließ, damit es dem deutschen Volke das Nötigste zum Leben, die Nahrung, gebe.
Stolz, doch ohne Überhebung, erhebt der Bauer sein Haupt als des Vaterlandes erster Sohn und völkischer Lebensquell, und das ganze deutsche Volk bekennt sich am Erntedanktag zum Bauern, der tragenden Säule des voin Bauernkanzler Hitler geschaffenen neuen Staates.
M GeMffiglkit um den Zückeberg.
Erntebäuute und bändergeschmückte Erntekronen von riesigem Ausmaß bieten den Willkommcnsgrus; am Ausgang Der Bahnhofshalle der Stadt H a «n ein, die in diesen Tagen einen großen Teil der Gäste aufnimmt, die zum Staatsakt des großen Erntedankfestes nach dem Bückeberg kommen.
Aus der Fahrt von Hameln jum Festplatz sieht man bereits rings um den kleinen Ort Tündern große Quartier- icltc errichtet, in denen die Hunderttaufende untergebracht. lierDen, die mit den 200 Sonderzügen, zu Fuß, zu Rad Ad zu Wagen inmitten werden. In ununterbrochener Felge reichen d i e Z e 11 ft ädte bis zum nächsten und lâächsten- Dorf. Dazwischen liegen die großen Ver- Mgungszelte und Verkaufs stände. Je näher man dem Meberg kommt, um so stärker wird der Verkehr. Es ist kein Zweifel, daß am Sonntag der Staatsakt von dem denkbar schönsten Wetter begünstigt sein wird. Daher ist auch die Freude an der Arbeit besonders groß.
Die Vorarbeiten sind bekanntlich zum allergrößten 4«( vom Arbeitsdienst geleistet worden. 6 0 0 Zelte Karden hier in gor nt eines großen Haken- kreuzes errichtet. Weißgekleidete Köche bereiten soeben i«s Mittagsmahl. Gesang und Musik legen Zeugnis ab den dem Geist, der im Arbeitsdienst herrscht.
In den Dörfern um den Bückeberg herrscht das beretts vom Vorjahr her gewohnte Treiben. Die Bevölke- kung schmückt die Häuser. überall noch Arbeit, überall vreude nm Leben. Auf Schritt und Tritt sieht man hier ue Verbundenheit von Stadt und Land.
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Dank an den Landarbeiier.
. Wenn das deutsche Volk sich jetzt in allen Gauen zu- Mmenfindet, um in würdiger, althergebrachter Form der Ersetzung für die Ernie und dem Bauern für seine harte Jahresarbeit im Dienst an der Gemeinschaft zu danken, so Wit mir dabei einen Stand nicht vergessen, der nur leiten in Der Öffentlichkeit genannt wird: den Land- ”whcr. Er ist eigentlich kein Stand für sich, sondern Mchichtlich und damit blutsmäßig der Teil des deutschen Bauerntums, der nicht das Glück hat, eine Scholle sein Clöenju nennen.
So gedenken wir gerade am Erntedanktag auch des Landarbeiters in treuester Verbundenheit und Kamerad- N als eines Volksgenossen, der der beste Helfer °Bauern ist und ohne den der Ermedanktag nidjt i leiert werden könnte. Über eine MillionLa « d - n'viter haben auch in diesem Jahre mitgeholfen, die . Nahrung des deutschen Volkes sicherzustellen und Damit e n?Äak Unabhängigkeit des Staates zu sichern. Über
< lon Landarbeiter sind im Ser trauen auf die Zu- II des Volkes hinter dein Kanzler und Re ich s - ' " b r e r mitmarschierl, um mit ihrer Hände n Wiederaufbau eines zusammengebrochenen Wh -uuö die blutsm-ißige Wiedererncueruna einer ^^drzustellen. Still und bescheiden haben Jie in b West, in Ost und Süd aus den Mageren eoand tau "ud den ertragreichen Marschböden ihre Pflickn gc- ^C1 Wind und Wetter viele hundert Kiloineter au, Wns ö$ Äckern hinter Pflug, Egge und Drillmaschine K’1 und haben aus viele Annehmlichkeiten vor ^ D dem Städter selbstverständlich sind. Sie haben, - Vaner, niemals einen Achtstundentag gekannt, Gi'trn" 0 * < 3 m ö l f und mehr Stunden um den
i Scholle gerungen.
s ten wir gerade an dem Tage, der der äußere örbetjj’ , Jahresarbeit des Landvolkes ist,.Dem Land dienst neuem Söhne unserer Scholle für seinen Vertun Gemeinschaft. Daß die Zeiten seiner Unter« volle W gültig vorbei sind, beweist die eindruckö- ^8boii. ^"^ der F ü h r e r u n d Kanzler in der Eltern > "'Nadi Goslar gleich den ältesten Erbbos ^Ägsten^ "Useluen Landesbauernschaften auch die Landarbeiter empfängt. Hier stehen in -"'chligl als schaffende Deutsche vor
dem Manne, der selbst aus dem deutschen Bauerntum hervorgegangen ist und der in seiner Jugend in ihren Reihen selbst mitgearbeitet hat. Und wenn der Führer auf dem Bnckebera zu den Hunderttausendcn spricht, so gelten seine Worte nicht zuletzt dem Landarbeiter, der die Ernie, für die wir danken, mit erarbeitet hat.'
Der Segen des
Aufruf zum Erntedanktag.
Recchsprvpagandaminister Dr. Goebbels und der Rcichsernährungsministcr R. W. Darrs haben folgenden Aufruf sinn Erntedauktag erlassen:
Der Deutsche Erntedanktag soll der Ehrentag des deutschen Landvolkes sein. In einem arbeitsreichen Jahre hat der Bauer für dao tägliche Brot des deutschen Volkes gesorgt; seiner Mütze und seinem Fleiß ist cs zu danke«, wenn wir auch im kommende« Winter vor Ernährungssorgen belvabrt bleiben. An dem Ehrentag des Bauern fühlen sich die Männer und Frauen der Städte mit dem Landvolk besonders verbunden. Sie wissen, daß im nationalsozialistischen Staate der Segen beS, Bauern- klcißcs auch ihnen zum Segen gereicht, daß die Sorgen des Bauern ihre Sorgen sind und daß alle schaffenden Stände des bcitHum Volkes mb nur gemeinsam den Weg zu«, Wiederau'stieg erkämpfen kvmü'N. Mit der Feier des Deutschen Ern -banhaged dan^n wir alle dem Bauern als h-r zude und BlUtguell nuferes Volkes, dem Hüter 'tügen Heimaterde
Ernledank.
Geleitwort des Rcichsbaucrnführcrs.
NSK. Zum zweiten Male int neuen Reich begeht das deutsche "Volk seinen Erntedanktag. Der dlesiahrlge Staatsakt und Ehrentag des deutschen Bauern ist ebenso wie der vorjährige ein Symbol für Die große v o l k t f ch c Schicksals g e meinschast aller schaffende ii.
Bauernart ist es, zuerst dem zu danken, c er un-' wiederum das tägliche Brot schenkte. Aber darüber hinaus danken mir deutschen Bauern R^ercm Führer und Kanzler Adols Hitler, sei das Bauerntum zur Grundlage von Reich und Volk erhob.
Oankfest -es ganzen Bottes.
Von Reichsminister des Innern Dr. Wilhelm Frick.
NSK. Die nationalsozialistische Revolution hat seit der Machtübernahme ein Staatsgebäude von groher innerpolitischer Kraft und Autorität errichtet. Die disziplinierte Gewalt des Nationalsozialismus, die von der versunkenen Welt der Systemparteien kaum geahnt wurde, hat gezeigt, daß diese Revolution des staatlichen Lebens kein gewöhnlicher Regierungswechsel, sondern die Eroberung des Staates durch eine neue Weltanschauung war.
Der überwältigende Sieg der nationalsozialistischen Bewegung war nur möglich, weil die ganze Nation dem Rufe Adolf Hitlers folgte, weil Städter und Bauern, Arbeiter der Stirn und der Faust nach schier unerträglich langem Kampfe aller gegen alle erkannten, daß das Schicksal des Reiches ihr eigenes Los und die Ehre der Nation ihre eigene Ehre ist. An die Stelle der unfruchtbaren und trügerischen Solidarität der Internationale tritt nunmehr die lebensvolle G e m e i n b ü r g s ch aft der Volksgemeinschaft. In tiefster Not erkennt der deutsche Mensch die Wahrheit des Satzes, daß alle leben können, wenn jeder zu opfern bereit ist.
Aus dem Volkstum und seinem Lebenskampf geboren, entstanden in der SA. und SS. die großen Kampftruppen der Bewegung, die das leuchtende Symbol der H a k e n k r e u z s a h n e durch Kampf und Tod znm Siege trugen. Als der Nationalsozialismus an die Machi gelangte, schuf er^dann den nationalsozialistischen Arbeitsdienst, in dem Stadt und Land, Bauern und Arbeiter im Kampf um Arbeit, Frieden und Boden sich die Hände reichen. Wie aus den natürlichen Kräften der Bewegung ihre Kämpfer wuchsen, so formten sich aus dem lebendigen Sein des Volkes ihre großen Sinnbilder und Feste: Die großen Parteitage — der Tag der deutschen Arbeit — das Erntedankfest.
In diesen Tagen feiert das ganze Volk das Slaats- fest des deutschen B a u e r n t u m s. Wie am 1. Mai die deutsche Arbeit im Mittelpunkt eines Staatsfestcs und einer großen Kundgebung der Nation steht, so bildet den Mittelpunkt des Erntedankfestes der deutsche Bauer. Das ganze deutsche Volk aber darf an diesem Tage mit einstimmen in das erhabene Lied der Freude am Erntesegen und am Frieden unserer Zett.
An diesem Tag des Erntedankfestes soll sich das ganze deutsche Volk zurückerinnern an die Zeit, in der Brnderkämpfe Städte und Dörfer Deutschlands durch- tobten, und Unrast selbst in die ruhigsten Landsitze des deutschen Bauerntums cingezogen war. An diesem Tage wird das ganze deutsche Volk dem Führer dafür danken, daß er cs aus Not und Elend hinausführt in eine Zen ruhiger Sicherheit und innerpolitischen Friedens. Erntedankfest — das ist der Tag, an dem der gottlob auch in diesem Jahre über Erwarten reiche Erntesegen eines Jahres der Arbeit in den Scheunen geborgen wird, und es soll däs Dankfe st des ganzen Volkes sein
Vauernsleihes.
Am Erntedanktage gilt es, Rückblick und Ausblick zu halten, Überprüft man die Geschehnisse des letzten Jahres auf dem Gebiete unserer nationalsozialistischen Bauernpolitik, so treten zwei Ereignisse deutlich hervor: das Reichserbbofgesetz und das Rcichsnähr - st a n d s g e s e tz mit seinen M a r k t r e g e l u n g s v c r - ordnunge n. Durch das Reichserbhofgesetz haben wir den Bauern vor dem Zusammenbruch gerettet und endlich die alte Sehnsucht nach einem arteigenen Bauernrecht erfüllt, das die Sicherheit der Scholle für aUe Zukunft gewährleistet. Durch das Rcichsnährstandsgesetz haben wir dem deutschen Bauern eine einheitliche, ständische Vertretung geschaffen und ihm durch eine Kette wirtschaft- licher Maßnahmen das Leben gesichert, ohne den Verbraucher — vor allem den Arbeiter — nennenswert zu belasten. Das Bauerntum steht heute nach einjähriger nationalsozialistischer Agrarpolitik gesund da w i e wohl kein anderes Bauerntum in Europa.
So soll nun dieser Erntedanktag ein Bekenntnis des deutschen Bauerntums zu seinen Pflichten gegenüber Führer, Volk und Staat und auch gleichzeitig ein Bekenntnis der Volksgemeinschaft gegenüber seinem Bauerntum sein.
R. Walther Darre, Reichsleiter der NSDAP., Reichsminister und Reichsbauernführer
Rücktritt Zelenys als Stellvertreter deS NeichShandwerks- führers.
Berlin. gm Vollzüge der Neuordnung und deS Ausbaues des deutschen Handwerks hat Pg. Karl Selent) im engsten Einvernehmen mit dem Reichsbandwerksführer diesem sein Amt als Stellvertreter des Reichsbandwerksführer zur Verfügung gestelli. In einem Schreiben bat der ReichshaiidwerkS- führer Zelen» seinen Dank für die von ihm geleistete Arbeit ausgesprochen und ibn gleichzeitig in den Fuhrerrat " 'S Reichsstandes des Deutschen Handwerks berufen — Der <-eichSmi rtschâ slSiniinsker bat Zelenn in den Handwerkerbeiral beim NeichSwirlfchaitsministcrium als Mitglied bestellt