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Zulöaer MZeiger

<%» sws s Tagebla« für Rhön und Vogelsberg Mää ^ä» « Zulöa- und Haunetal Zulöaer Kreisblatt Ä s

Orenlm , H Ehrenklau, Lauterbach/H. Haupt- z V auf Nachlaß.DA." 1000. Verantwort!, für den

flhrifilâr: Friedr" Ehrenklau. Fulda, Königstr. 42. Reâaktivn unö Geschäftsstelle: Königstraße 42 * Zernfprech-Rnsthluß Nr. 2989 Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

241 1934

Fulda, Montag, 15. Oktober

11. Jahrgang

KacKSBeaeaeeBS

Mutig und unbeirrt in die Zukunft

rreiÄsleiter Alfred Rosenberg auf dem Heute gibt es Hunderttausende, die den Kampf nicht mehr groben (Soliparteitag in Köln.

Anläßlich der Eröffnungsfeier des Gauparteitages Mues Köln-Aachen in der Messehalle Köln-Deutz er- Rcichsleiter Alfred Rosen berg das Wort zu einer

Wren Ansprache, in der er u. a. ausführte:

Wir alle wissen, daß mit dem Jahre 1933 eine alte -Mvscvoche zu Ende ging und eine neue andersgeartete an L gtelle trat. ,Jn jener Zeit war der Kampf in erster L auf politische Polemik eingestellt. Der Kampf, der Ä setzt bevorsteht, geht um die i n n e r e G e st a > t u n g.

wissen, daß von dieser inneren Ausgestaltung das Miefs a l unserer Bewegung und damit das Schicksal ^deutschen Volkes abhängen werden. Die große Wende, dir wir heute erleben, ist keine machtpolitsche allein, son­dern sie wird ein

Wenoepunkl der Geistesgeschichtr der Völker Europas werben. Und wir fügen als Nationalsozialisten hinzu, daß iw Wert einer solchen Ideologie nicht danach bemessen sein wird, ob sie besonders logisch oder unlogisch erscheint, sondern ob eine solche Ideologie das Leben eines Volkes stnrki oder schwächt. Unsere Partei hat nicht die Ausgabe, nur ein sogenanntes Programm nach dem Maß- fteb'ber vergangenen Parteien zu erfüllen, sondern die Partei hat die Aufgabe, zu erweisen, daß das deutsche Leben fruchtbar werden kann und daß das deutsche Leben ft a r t ii n b innerlich geschlossen ist.

Das kommende Deutschland ivird ein Ordensstaat sein

Diese neue Ordensform erfordert Lebensdisziplin. Diese wollen wir herübernehmcn, weil sie einig dem -Mischen Charakter entspricht. Ein wertvoller Orden, so,wie wir ihn erstreben, war das preußische Offi- ntikorps Friedrichs des Großen. Wir *in sind die deutsche Ordcnsform, und es liegt in der Md des Führers, zu bestimmen, wann der natio- Nisozialistische Orden seinen Senat bekommt, damit biefer Orden die Garantie übernimmt, daß seine Herr- schlisl in Deutschland niemals unterbrochen, sondern von Generation zn Generation fortgeführt wer­den kann.

Wir lesen in vielen Zeitungen des Auslandes, daß über Deutschland die nationalsozialistischeHitlcr- Aarbarei" hereiNgebrochen sei. Wir glauben, daß dieseBarbarei" eine der größten Knüurtatcu des zwanzigsten Jahrhunderts ist.

Wir glauben auch, daß auch das, was sich heute in Deutschland abspielt, wieder eine Epoche euro­päischer Geschickte ist und daß alle übrigen es dachahmen.müssen. Auf-jeden Fall, wie wir auch die ^Hangenheit betrachten mögen und die Kräfte, die auch Mito noch unter uns lebendig gegen uns wirken, uns alle Bieter Kampf H i n a u s g e s ü h r t aus einer - dichtbaren Verlumpung und Versumv- Rui g in eine neue Zeit!

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Baldur v. SchiraÄ sprach zur Jugend.

8m Rahmen des Gauparteitages fand dann auf dem ^tiiiuarft in Köln ein Jugend appell statt. 75 000 ''^hingen und Jungvolk und 25 00(1 Mädel füllten weiten Platz. Stürmisch begrüßt, ergriff dort ! ch s j n g e n d f ü h r e r von S ck i r a ch das Wort. Reichsjugendführer begrüßte besonders die vielen Mntouscndc, die in den letzten Monaten aus den Reihen katholisch c u Jiigendverbände zur Hitler- Acnd gekommen seien. Sie wüßten nun aus eigener Nahrung.

iM es sehr wohl möglich sei, innerhalb der Hitlcr- »«gend der religiösen Überzeugung treu zu bleiben !t6 doch gleichzeitig den großen Dienst an Deutsch­

land zu tun.

Wir haben, so betonte dann Baldur von Schirach, ?ch keinen Zwang und durch keine Macht, einzig und ->a durch unseren Glauben und durck unseren Führer -"chend in Deutschland in unseren Reihen geeint, und "'"üc. wir werden auch den letzten kleinen k hinter unsere F ahne bringen Und fein 6ann' wenn sie sich eingefügt haben in die stolzen in 5'! nuferer Jugend, unsere Fahnen in ein neues ° ° zialistisches Iahrtausend tragen.

$r Goebbels und Or. Ley auf dem Gaukongreß desSonntag fand der Parteitag mit der Fortsetzung eichen K a n k o n g r e sses in der Festhalle der mit dem großen General a p p e l l der ge- 2 " â, SS., PO., des Arbeitsdienstes und der Ab- hch. ^cn der Deutschen Arbeitsfront aus dem Adolf- li, V?"'de in Köln Müngersdorf seinen Höhepunkt.

Gaükongrèß nahmen auch Reichspropaganda Dr »è Goebbels sowie der Stabsleiter der PO., tciL Als Dr. L c y an das Rednerpult trat, C " begeistert begrüßt.

Dr. Ley betonte in seiner Ansprache u. a..

$te Bewegung ist die G e in c i n s ch a f t der Scene ,.J""d wo könnte ich mehr von Kauicradschast und v ! ntë in diesem Saal, nw Sie mit mir zu ä>o ml,- 7^°" großen Stampf durchgefübn haben, und Sassen hpT e Bewegung aus den diunpfen und engen lVar fön, K^boltén. Der Kampf der vergangenen Jahre bürt, und manchmal überstimmt uns Wehmul.

halb notwendig, daß wir immer wieder b i e alten Kämpfer zusammenholen, daß wir ihnen immer erneut klarmachen, daß der Kampf weitergehen muß. Wir müssen immer wieder das Symbol des Opfers und des Kampfes herausstellen. All das Ringen, der ganze Aufbau von heute bedeuten ja nichts anderes als Kampf. Es darf unter uns keinen Unterschied geben und wir müssen genau dieselbe Gemeinschaft bleiben wie sie in den Kampfjahren war. Damals halten wir anch keine Rangabzeichen. Heute sind sie notwendig, weil eine große Organisation sie verlangt. Aber inner­lich müssen wir Kameraden bleiben

Die Bewegung mutz hart fein und der Führer mutz hart sein.

Wenn er von Selbstdisziplin spricht, so ist das kein Moralpredigen, sondern ein Erkennen, daß er die Be­wegung seiner Männer davor bewahren muß, daß sie letzten Endes in einen Rausch verfallen und die Dinge nicht mehr sehen wie sie sind. Tie Gefahr ist vorbei, denn den Höhepunkt haben wir am 3 0. J u n i erlebt. Und ebenso glaube ich, daß die Gefahr, daß wir Mönche und Asketen werden, vorbei ist. Wir bleiben uns s e l b st treu.

Dr. Goebbels: Wenn wir fiert bleiben, bleibt das Volk stark.

Anschließend nahm Reichspropagandaleiler Dr. Goebbels das Wort. Auch ihm brandete eine Welle stürmischer Begeisterung entgegen, als er ans Mikrophon trat.

Die Zustände in zahlreichen anderen Landern der Welt mit" ihren Unruhen, Streiks, Revolutionen, Atten­taten und dergleichen setzte Dr. Goebbels in Gegensatz zu der Ruhe und Ordnung, die heute in Deutsch­land herrscht und die allein eine Wiedergesundung des deutschen Volkes und der deutschen Wirtschaft ermöglicht. Denen aber, die längst vergessen haben, welche Zustände noch vor zwei Jahren in Deutschland herrschten, denen das Gespenst des Bolschewismus heute nur noch eine Erinnerung an fernste Zeiten ist, und die heute plötzlich sich zur Kritik berufen fühlen, sagte er:

Wir haben es jedenfalls nicht vergessen, daß Deutsch­land einmal am Rande des Abgrundes gestanden hat, und wir wollen, daß das deutsche Volk auch nicht vergißt, daß wir das Land vom Abgrund zurückgerissen habem Unser Werk zu werten hat nur der das Recht, der selbst daran mitgearbeitet hat. Wenn wir allein die Kraft hatte!!, Ordnung zu schaffen, dann haben auch wir allein die Kraft, Ordnung zu erhalten.

Wenn heute überkluge meinten, wir hätten letzt wenig Devisen und Rohstoffvorräte und es sei schwer, über diese Schwierigkeiten hinwegzukom- men dann müssen wir sagen: Wir haben wenig Devisen und Rohstoffe, weil du dich nicht beizeiten gegen die Regierungen gewehrt hast, die

Laval zum Nachsolger Barthous ernannt

Die Kabinettsumbildung in Paris

In Paris trat unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik ein Miuisterrat zusammen, in depen Verlauf der bisherige Kolonialmintstcr Laval zum Nachfolger dc-.- er mordeten Außenministers Barthou ernannt mürbe

Der ehemalige Wirtschaftsmm:stcr und Abgeordnete Lonis Rollin wurde zum Nachfolger Lavale- ms K ol o n i a l m i n i st e r i u m berufen. Der Bürgermeister

Der neue französische Außenminister Laval.

von Reims und Abgeordnete M a r ch a n d e " "^Radikal- foiialift) übernimmt an Stelle Sarrauts das ^nnen- miniV m. Justizminister Ehèron hat dem M niltervräsidcnten seinen Rücktritt angeboten um S Z zu erleichtern Der Ministerpräsident oabm den Rücktritt an, und die -Neubesetzung des üustiz- ministeri'mls wird Anfang dieser Woche vorgenonunen werden.

Deutschland in diese aberwitzige V e r s ch u l- d u n g h i n e i u st ü r z t e n. Da unken jetzt die Emi­granten: Es wird ein s ch a r s e r Winter kommen, und in diesem Winter wird das nationalsozialistische Regime zusammenbrechen. Möglich, daß ein scharfer Winter kommt, aber unmöglich, daß w i r vor einem Winter kapitulieren.

Dr. Goebbels sprach dann über die B c d e i^l u n g der Partei:Die Partei muß innerhalb des Staates sozusagen der ruhende Pol in der Erscheinungen Flucht sein. Die Partei ist die Quelle unserer Kraft. Die Partei ist nicht für ein paar Jahre oder Jahrzehnte gegründet, sondern sie ist gegründet worden, um Deutschland für einige Jahrhunderte in Form zu bringen und ihm die Kraft zu geben, sich unter den anderen Völkern zu behaupten, sein nationales Leben zu verteidigen und seine nationalen Grenzen zu schützen. Denn diese Partei trägt ja den Staal.

Wir haben den Staat erobert, mir durchtränken ihn mit unserem Geist und er ruht auf den starken Schul­tern der Partei. Sie muß ihre besten Männer in den Staat hineinschieken, damit sie auch im Staate für die Durchsetzung des Volkes mit nationalsozialistischem Geist sorgen.

Das Voll wird uns nur die Liebe entgegenbringen, die wir ihm geben, aber es gibt doch m a n ch e i n e Rot, die für den, der davon betroffen ist, u n g e h e u e r g r o ß und oft mit geringster Mühe von uns zu beheben ist. Jeder Parteigenosse sieht in seinem Wirkungskreise solche Fälle, und es darf ihm nie zuviel sein, zu helfen.

Dr. Goebbels wies dann auf die nun wieder- geschaffene Einheit der nationalsozialistischen Bewe- gung hin, in der jetzt alle Säulen im edlen Wettstreit miteinander ihre Pflicht tun. Jeder werde in der natio­nalsozialistischen Bewegung so geachtet, wie er sich für die Bewegung e i n s e tz e, ganz gleichgültig, ob er zur PO.. SA., SS., zum Arbeitsdienst oder zur Hitler- Tugend gehöre.Alle zusammen sind wir Mitglieder eines großen Ordens des Nationalsozialismus, über uns steht ein streng geordnetes Führerkorps, und wir alle sind Kadellenderneuen Zeit."

Auf euren Schultern, meine Parteigenossen, ist die Nation aufgebaut. Und wenn eure Schultern nachgeben, dann bricht das deutsche Gebäude in sich zusammen. Des­halb wollen wir mutig und unbeirrt den Sorgen und Ge­fahren ins Auge sehen. Das Volk schaut auf uns. Wenn wir stark bleiben, bleibt das Volk stark.

Ungeheuer viel bat sich in diesen beiden letzten Jahren in Deutschland geändert durch ungeheure Opfer an Gut und Leben. Aus einem zerfallenen, dem Bolsche­wismus scheinbar geweihten Volk ist eine stolze Ration geworden. Es lohnt sich Idealen nachzugehen und an Deutschland und seine Zukunft zu glauben. Es lohnt sich den Sorgen wieder ins Auge zu sehen und gegen sie zu sümpfen. Am Ende steht der große Sieg und die herrliche A u s e r st e h '»n g unseres Volkes. (Stürmischer, nicht aufhörcnwollendcr Beifall.)

Der Staatspräsident begibt sich nach Belgrad.

Der Ministerrat hat ferner beschlossen, daß sich Staatspräsident Lebrun nach Belgrad begibt, um Frankreich bei den Beisctzungsseierlichkeiten für den ermordeten König A l e r a n d e r. zusammen mit Kriegsminister Marschall Pstain, Kricgsmarine- minister Piâtri und Luftsahrtministcr Dcnain zu vertreten. Der Luftfahrtminister wird sich an der Spitze eines f r a n- fischen F l u g z e u g g c sch w a d c r s nach Belgrad begeben. . ... ..

Innenminister Sacraut gab im Mmisterrat offi­ziell seinen Rücktritt besannt. Ferner machte er Mitteilung von den S t a a t s in a ß n ah m cn , die er gegen drei hohe Beamte wegen des Versagens der polizeilichen Maßnahmen in Marseille getroffen hat. Der General Kontrolleur bei der allgemeinen Licherheitspolstzest ^-steron, ist bekanntlich ebenso mir der Präfekt des Departments Bonche de Rhone und der Direktor der allgemeinen Sicher­heitspolizei seines Postens enthoben worden.

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Morre «aval, der jetzt zum Außenminister Frank­reichs berufen wurde, ist aus der Zeit seiner Minlsterprap- u/ntMwft im Jahre 1931 und 1932 für uns Deutsche noch grtt in Erinnerung. Im Herbst 1931 kam Laval bekannt- iüh als erster französischer Ministerpräsident zu einem NkuL nack Berlin.' Obwohl Laval keiner bestimmten S<i"<* W. W er doch durch Inn- Freundschaft mit Tardieu der R eckten nahe. Der bisher von" Bartholi in der Außenpolitik eingeschlagene Kurs dürfte "auch" von ihm im Wesentlichen aufreckt, erhalten werden.

Absturz eines polnischen Militärflugzeuges. Zwei Tote.

Warschau. Aus dem Alngplap Skoki bei Pulaivu, Kreis Lublin, stürzte bei einem Übung Fluge ein mit zwei Offizieren besetztes Militärflugzeug ab. Der Flieger war sofort tot, der Beobachter starb uad) Einlieferung ins Krankenhaus