Einzelbild herunterladen
 

Zul-aer Mzeiger

s-LL-L VS 5 T-s-dla« für Wn m» v°g->-b°r» ^jSS M» ui» Haunetal. $nWw mUM Wiftleiter: Friedr. Ehrenklau, Fulda, Königstr. 42. Ne-aktion und Geschäftsstelle: Königstraße 42 * Zernfprech-^nschluß Nr. 2989

Anzei breiten

enpreis: 1 mm Höhe in der 46 mm nzeigenspalie oder deren Raum 4 Ps., im

Textteil (DU mm breit) 12 Pf. Bei Wiederholung wird Rabatt nach Tarif gewährt, bei zwangsweiser Beitreibung oder Konkurs erlischt jeder Anspruch auf Nachlaß.DA." 1000. Verantwortl. für den Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

52t. 247 1934

Fulda, Montag, 22. Oktober

11. Jahrgang

Lustrennen über drei Erdteile

Der Wettflug England- Aufiralien.

Prreißprobe über 20 000 Kilometer.

England

M gewaltige Luftrennen

-.Malten begann mit dem Start von zwanzig Oiiimaffinen auf dem englischen Militärflugplatz zSdnihall bei London. An dem Wettbewerb dieser Pio- des modernsten Sports nehmen leider keine -lisch e n Maschinen teil. In einem der holländischen Ameuge befindet sich jedoch als Passagier die bekannte «tsche Journalistin und Fliegerin Thea Rasche.

Rennen der Flieger geht über drei Erdteile und um- W eine Strecke von rund 2 0 0 0 0 Kilometer mit ganz kurzen Zwischenlandungen. An die Nerven Rieten werden bei diesem Weltflug die größten sordcrunqen gestellt. Für ihre Maschinen bedeutet Kcttbewcrb eine erbarmungslose Zerreißprobe.

nur der An­der

Aber Meere, Wüsten und Dschungel.

Der Wettbewerb, dessen Endziel Melbourne in liistralien ist, besteht aus einem Schnelligkeitsrennen int, einem Handicap-Rennen. Für freiwillige Zwischenlandung e n sind eine ganze Anzahl von hiGlützen vorgemerkt, und zwar in Europa Marseille, hm und Athen Die Z w a n g s l a n d e p l ä tz e für leben Teilnehmer sind Bagdad, Allahabad, Singapore, jiwt Darwin in Nordaustralien, Charlcville in Queens- «d und Melbourne.

Ein Bild von den gewaltigen Anforderungen des Luftrennens gibt die Tatsache,

MB allein die Strecke, die aus der Etappe S i N g a - nue-Port Darwin über offenem Ozean be- Nitiqt werden muß, g r ö tz e r ist als die von Europa ich Amerika über den Atlantik. Die Etappe B a g d a d lila h a bad ist bei den Fliegern besonders wegen der in Beludschistan auftretenden, tückischen Wind- ithm ngen n n d W i r b e l b i l d u n g e n berüchtigt. Etappe von Allahabad nach Singapore führt dmchwcg über unbewohnte Gegenden, Sümpfe, Ur­wälder und Wüsten, wo jede Notlandung den Tod bedeutet.

Einer der Besten ging heim!

SAWeMhnès Mr HmemoKerA von %^C

, 5er F ü hrcr und Reichskanzler trat für den ver âbcnen Generaloberst von K i u ck , den hochverdienten wer der deutschen ersten Armee ni Beginn des Welt

ein Staatsbegräbnis ungeordnet. Die -wuerparade wird aus einem Bataillon, einer Eskadron ® einer Batterie bestehen. Sie wird vom Komman- âiiten von Berlin. Generalmajor Schaumburg, konunan Zeit und Ort der Beisetzung wird noch bekenn' Wen. .

Mit der Vertretung des Führers und Reichstag .ero ; "tt Chef der Heeresleitung, General der Artillerie, Herr von Fritsch, beauftragt. Der von Berlin . ^eitde Reichswehrminister wird durch Generalleu! J Liebmann vertreten werden. An der Trauerserer Men außer Abordnungen des Reichswehrministerinms ' M Truppe die Generale und Admirale des Stand ^Groß-Berlin teil.

^ Beüeiö der Wehrmacht zum Tode V^ Klucks.

den ^cichswehrmittister von Blomberg hat an ^ss verstorbenen Generalobersten von Kluck ^-!um^.deileidstelegrainm gesandt:Im Ramen der ^ spreche ich Ihrer Frau Mutter und allen An- mehl aufrichtigstes Beileid zum Htuscheideu N Vaters aus.' Die deutsche Armee gedenkt mit M im«-* -?!e r c u Soldaten dreier Kriege, iinä klHMlnijen Lehrmeisters in langer Fnedensarbctt ^iolgreichen Heerführers im Weltkriege.

Ein hochgeachteter Gegner.

persönlichen Ansehen der verstorbene General- »ein luck auch bei seinen früheren Gegnern au» die ga./^ ,^a»d, gebt unter anderem daraus hervor, hab ^ßndxx lische Presse die Todesnachricht an hervor Me r ^meidet hat. Die Blätter bringen «ach- seine '"^" Heerführer, in denen sie ihre hohe Achtung An hrinn' V?.6 'einen soldatischen Fähigkeiten zum Aus- d«tch tz -i ". General Spears erklärte abends tu einer - Rundfunk verbreiteten Rede u. a-: ^>e>> SoIbntLboü- Kluck wird den englischen und sranzo ersten Tagen des Krieges Pe- h'Oien. als ein hochherziger Feind im Gedachtnt» .""'Vier." ^"ar ein großer Alami, tapfer und ein guter Armee Klucks kämpfte bekanntlich 1911 Erpeditionsarmee. m einen ?111c rF i g a r o" ehrt den roten GcgnP Äitt^eu ri1 und nennt ihn einen energischen, ent L ^Oen sei " '"'al, der der Tvp des preußischen Offtzrerv

Zu Indien hat man deshalb beschlossen, den gesährlichsteu teil der Strecke von Maracht nach Rangoon nachts durch riesige Scheinwerfer zu erleuchten, um den Fliegern einen sicheren Flug zu gewährleisten. Aber auch die Wüsten Vorderasiens bergen viele Gefahren für )ic Piloten. In Aleppo und Bagdad hat man große Tank­tationen für die Flieger errichtet. Bei den dortigen Flng- üätzen sind zahllose Angehörige der W ü st c n st ä m m e wn weither erschienen, um die aus England kommenden Piloten begrüßen zu können.

Der Gtmt im Morgengrauen.

Im Morgengrauen hatten sich auf dem englischen Flugplatz Mildenhall Abertausende von Zuschauern ein­gefunden, um den Beginn des sensationellen Luftrenncus mitcrlebeu zu können.

Bereits nachts begann der Anmarsch der Massen nach Mildenhall, und gegen sechs Uhr morgens waren die Land­straßen zwischen dem Startplatz und den umliegenden kleinen Städten von endlosen Autoreihen nahezu verstopft. Unter begeisterten Rufen der Zehnlausende startete dann pünktlich um 6.30 Uhr die erste Flugmaschine.

Es war der kleine, ganz in schwarzer Farbe gehaltene Apparat des bekannten englischen Fliegerehepaars Mollison, der den NamenBlack Magic" trägt.

Dann donnerte eine rote Maschine in den Morgenhimmel hinauf, die von dem amerikanischen Ozeanflieger Turner geführt wurde. In Zwischen­räumen von 45 Sekunden starteten darauf unter tosendem Jubel und unter den Rufenglückliche La n d » n g" die meist silbergrauen Flugzeuge der übrigen 18 Teilnehmer, englische, amerikanische und holländische Piloten.

Allgemeines Aussehen erregte es, daß in der Start­linie der grüne Apparat des irischen Obersten F i tz -- maurixe fehlte,

Fitzmaurice, der bekanntlich als Gast des Hauptmanns Köhl und des Freiherrn v. H n n e f e l d an der ersten Überquerung des Atlantischen Ozeans von Osten nach Westen teilgenommen hatte, war zwölf Stunden vor dem Startbeginn von der Teilnahme an dem Rennen aus­geschlossen worden, weil ihm aus irgendwelchen technischen Gründen die Erlaubnis verweigert wurde, mit einer Ladung von mehr als 8000 Pfund zu fliegen.

An Kriegergräbern.

Steffen noch in seiner Todesstunde gesprochen Denn hinein ließ ihn der Gedanke Picht los, was geschehen sollte, wenn Deutschland an die unau^- blechluhc^ kriegerische Rechten

berantreten bie Entscheidung.

Än Ä °-m e« in d-n ersten »cMen>6erl«.Kn

Generaloberst von Kluck auf dem .totutbett.

im

v o

r hieb daß die Kavallerie seiner Armee

S ? Generaloberst von Kluck % übt«Ver 1. Armee des Weltkrieges, ist mee eing e g a n gem

Weltgeschichte ersteht, wenn man diesen Namen ? l Oftizierstum, so wie ein Friedrich der Ä alte Kaiser es haben wollten, verkörpert sich Große und c c a e ^ '^c^ ^gm, die zur Einigung führten hat er gefochten als Unteroffizier Deutschla ds l l nb 1870 wurde er schwer verwundet: und als Le tna-. Kugel im Bein. Aber

5.» die militärische Laufbahn führte, er war l°rtieb bet Mann der selbstlos arbeitenden, der und blieb oer .. ()feitben Front", wie er einmal schwitzenden u, l i ben letzten sechs Jahren

korps geführt, und ein russischer General, der unerkannt einer Besichtigung dieses Korps durch den General von Kluck beiwohnte, hat in seinenErinnerungen" ge­schrieben, er sei überzeugt, dieser preußische General würde den eigenen Sohn verabschieden lassen, wenn dieser als Offizier seine Aufgabe mangelhaft erfüllen würde. So hart und streng er gegen sich selbst war, ebenso hart und streng war er in allem, und immer gegen alles, was den Dienst betraf! Denn als Kommandierender an des Reiches bedrohter Ostgrenze mußte er von seinen Truppen das Letzte verlangen, um dann sehen zu dürfen, daß das Unmöglichste in den Augusttagen 1914 von ihnen geleistet wurde.

Mit hartem und strengem Griffel hat er damals als Führer der 1. Armee seinen Namen in die Weltgeschichte eingetragen. Er mußte wieder von seinen Korps, von der Infanterie bei dem glorreichen Vormarsch durch Belgien und Frankreich, das erreichen, was im preußischen Ererzierreglement mit strengen und harten Worten gesagt wird:Die Infanterie trügt die Hauptlast des Kampfes, dafür winkt ihr aber auch der höchste Ruhm!" Diese deutsche Infanterie hat General von Kluck geführt bis 30 Kilometer vor Paris. Und erhabenstes Frontschicksal setzte seiner Soldatenlaufbahn ein Ende: den Armeeführer traf in vorderster Stellung, mitten unter seinen Soldaten, die volle Ladung eines französischen Schrapnells; schwer ver­wundet mußte der Generaloberst zurückgezogen werden.

Preußisches Offizierstum , also selbstver­ständliche Pflichterfüllung, war dieses Mannes innerster Wesenskern. Und er hat in entscheidendster Stunde die Nerven nicht verloren. Von Westen her bei dem Vorbei­marsch an Paris, der ihm von der Obersten Heeres­leitung befohlen war, von weit überlegenen französischen Streitkräften bedroht, hat er die gegen Süden gerichtete Front seiner Armee herumgeworfen. Und hat mit die­sen Korps an der Ourcq den Feind so völlig ge­schlagen, daß die Trümmer nach Paris zurück- fluteten. Als Sieger stand der General von Kluck und seine Armee auf dem Schlachtfeld, kein Gegner mehr vor ihm und da erhielt er den Befehl zum Rück­marsch. Er hat lange erwogen, ob er diesem Befehl nicht einfach zuwiderhandeln sollte. Aber schließlich siegte auch in ihm das preußische Offizierstum, das, meist im Guten, bisweilen aber auch im Schlechten, erteilte Befehle zir befolgen gebietet. Des General von Yorcks Tat bei-Tauroggen ist eben nur einmalig geblieben.

Als vor einigen Jahren in Berlin das Schauspiel Die Marneschlacht" aufgeführt wurde, da saß der Ge­neraloberst von Kluck in der vordersten Reihe. Der Dich­ter läßt den Gencralstabsoberst Hentsch, der den Befehl zum Rückzug überbringt, mit dem General von Kluck persönlich reden, was der historischen Wahrheit nicht entspricht. Denn cs war der damalige Gencralstabschef der 1. Armee, Oberst von Kuhl, dem dieser Befehl der Obersten Heeresleitung gegeben wurde. Nach Ende des Schauspiels sprach der alte Generaloberst von Kluck welche Gedanken mögen ihm als Zuschauer wohl beim Anblick dieser Szenen durch den Kops gegangen sein! zu den ihn Hinausgeleitenden das schwere Wort:Ich konnte und durfte damals doch nicht anders handeln!"

So hat der nun Verstorbene den Griffel in der Hand gehalten, der in entscheidendster Stunde deutsches Schick­sal schrieb. Andere, die vor der Geschichte und dem deut­schen Volke die Verantwortung zu tragen haben, nahmen ihm diesen Griffel aus der Willensstärken Hand. Vor Klucks Reitern zitterte Paris. Ein unverdientes Schicksal entriß ihm den höchsten Ruhm des Feldherrn, den Sieg bis zum entscheidenden Erfolg durchgeführt zu haben, wie es Hindenburg beschieden war, der ihm zur Großen Armee vorangegangen ist. Aber jetzt, da Generaloberst von Kluck, der Führer des glorreichen Vormarsches vom August und September 1914, einzieht in Walhall, marschieren hinter ihm die Kolonnen jener Feldgrauen, die am Wege dieses Vormarsches liegen bis dicht vor Paris. Wenn das Wort wahr ist, das selbst unsere Feinde von damals uns neidlos sagten, daß nämlich das deutsche Heer das beste ist, was die Welt je sah, so war Generaloberst von Kluck in dieser Armee einer der B c st e n ! Und wenn wir jetzt durch den Gedenktag ^er Kriegsgräberfürsorge unsere Erinnerung durch die Tat hinlenken lassen an jene Gräber der zwei Millionen ge­fallener Deutscher, dann steht als leuchtendes Zeichen deutschen Siegens nun auch vor uns der Name des Mannes, der jetzt mit ihnen vereint ist. des Führers der 1 Armee des Weltkrieges, des Generalobersten von Kluck. Dr. Pr.

5,1 Millionen Zentner Kartoffeln für das Winterhilfswerk.

Von den Bauern gespendet,

<^er Reichsnährstand hatte vor acht Tagen eine So­fortaktion für das Winterhilfswerk beschlossen. Diese hat zur Folge gehabt, daß die deutschen Bauern in diesem Winter nicht weniger als 5,1 Millionen Zent- n e r S p e i s e k a r t o f f e l n zur Verfügung stellen werden. Diese enorme Zahl ist besonders bemerkenswert, wenn man weiß, daß die Leitung des Winterhilfswerkes als ä il tz e r st e Schätzung 4,5 Millionen Zentner ange­nommen hatte. Also auch diese schon sehr hoch gegriffene Zahl ist noch um 0,6 Millionen Zentner überboten worden.