Fuldaer /lnzeiger
âint jeden Werktag. Wochenbeilage: „Der - mitaa" Bezugspreis: monatlich 1,70 RM.
ojeferungsbehinderung durch „Höhere 6e= ^ât" "bestehen keine Ansprüche. Verlag Friedrich flau Fulda. Königstraße 42. Rotations- ® Friedrich Ehrenklau, Lauterbach H. Haupt- Mtleiter: Friedr. Ehrenklau, Fulda, Königstr. 42.
258 — 1934
Tageblatt für Rhön und Vogelsberg ^ää äsä K.^ E ' - Textteil (00 mm Breit) 12 Pf. Bei Wiederholung
Zulöa-unö Haunetal. Zulöaer Kreisblatt
v v auf Nachlast — „DA." 1000. — Verantwort!, für den
Redaktion und Geschäftsstelle: Köniöftraße 42 ❖ Zernsprech-Rnschluß Nr. 2484 Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.
Fulda, Zamstag, 3. November
11. Jahrgang
Deutsche Friedenskundgebung an der Saar
Iustus an die SA. und SS. des Saargrenzgebiets.
In Saarbevollmächtigte des Reichskanzlers, Bürckel, Mcntlicht folgenden Aufruf an die SA- und SS- MM des Saargrenzgebietes:
Znstreich droht mit der militärischen Besetzung des LraPifetes. Man sucht auch euch in das gefährliche S einzubeziehen und malt das Schreckgespenst eines ^msches der SA- und SS-Männer des Saargrenz- ^Ä ins Saargebiet an die Wand. Ich verwahre mich mcm Namen gegen diese ungehörigen Vorwürfe. Ich -c^M vor aller Welt eure Zucht und eure Verläßlichkeit :.:: denke euch für die disziplinierte Haltung, die ihr WBÄ auch dann gewahrt habt, als ihr täglich hören inA, wie der Führer unseres Reiches und die orraat- i:: Len Männer in Reich und Bewegung den ger.uiit- ir r Berieumdune^n und Veschimp-uageu in Presse und tTMSÄMlgeu durch die Emigranten und RückasseLe- Tk^ßrer preiZgegeben waren, ohne Lag ein wirèsaineZ
; :'r::i:rn der Reatcrungskomm Dou des Saargeb.eres
M an He MOS des MMHerr!
ZD Linne unseres Führers, der um des europäischen WttS toilien bis an die Grenze des Möglichen geht, ich ich an eure Haltung und Disziplin nun noch höhere s krerderuRgen stcil^ um so vor aller Welt das Anbe- ; Me der frauzö lischen Adchren ruadzuiun. sich ordne I Wt au:
Holland kündigt das Verrechnungs- Abkommen mit Deutschland.
e ?ie niederländische Regicrun g hat den '■-"tag über den deutsch-niederländischen Berrech- liiißs v e r ke h r vom 21. September 1934 uekün - ^ft Der Vertrag tritt mit Ablauf des 16. November gärest Bis zum Tage des Außerkrafttretens voll- ^äw der Zahlungsverkehr in der bisherigen Wei.e ^r Maßnahme, daß auf teatjeber Sein Deo-ien- , étini gnn gen bis zur H-âlkte der für den ganzen *c November" vorgesehenen Beträge erteilt werden.
Bietersättbiidse Regierusg stütz» sich bei ibrer stuf fine bei Unierzr w^u : des Vrrte-rg: s ^^'l--!. Vereinbarn ag, wonach sie KunsigNus f^? mp wenn Sen 3nieteiten des niederläns-. - :r en '^chansels nicht in gebührender wLe:»e 3ic±rurj
wird. Bekanntlich find Sie s e u r j ch e n R o b - i ’ . ^Aporieure infolge der geringen Zureitnna ^."«devifeu mehr und mehr bam übergegangen, dre Rohstoffen durch Tausch-Berres- ,, H»$ ef (6 a f t e vorzunehmen. Die niederländische ^Ang vertritt nun den Standpunkt, daß hierdurch
^ Führer grüßt die deutschen Gäste aus Polen.
^. läßlich des Besuches mehrerer hundert Deut« ;A "us Polen bat der Thorner Heimatbund ein
an den Führer und Reichskanzler gerichtet, ie^n .sch u. a. heißt: „Rach jahrelanger Abgeschlossenheil i^, ^ w Brüder und Schwestern zum erstenmal das iif^L^chland und grüßen es in Ergriffenheit. WHt Suu,' Lasten dank t der Thorner Heimatbund dem ?Hj, ?nö Reichskanzler für d i e Besser u n g de r «ü . j u n Oe n zwischen den Nachbarvölkern. Mehr ^ Ssth Teilnehmer am Begrützungsabend senden •^e&L ter in Verehrung und Liebe ihre Grüße und Tr ^r Gelöbnis der Treue."
brer und Reichskanzler bat hieraus ’^ gesandt: „Dem Thorner
«Sim ^ und seinen Gästen danke ich für ihr Telc-
1 - ^ie Grüße, die ich herzlichst erwidere. Ich <ig über öen Besuch der deutschen Landsleute aus T^lli ^^kn Deutschland und Hosse, daß fk nach ihrer ^tz ^^ Vertiefung der Beziehungen A ^x/" leiben Nachbarländern beitragen werden. bitt er/
^^^idigung der Michsstatthalter durch den Führer.
c ’ ^ é' ft a 11 h a i t e r mürben am DonuerS dk>? Ä '•’ einer gemeinsamen Sitzung in Berlin ^ibinf T^hver und Reichskanzler Adolf Hitler ' ^umtlichc Rcichsftatthaltcr waren bei der Bcr-
Lsm 18. 8aMsrN^M.^ebruar1835 istinner- hM einer Zsne'om 48 MoMetern längs des Snargebiets das Tragen jeder Amlorm verboten. Annslie, MjWärMe oder ZniaNmenMnste jeglicher Art Wen unter das gleiche Verbot.
Sie Wett W Zeuge sein
Ich werde an die Schriftleitei; der namhaftesten Zeitungen des Auslandes Einladungen ergehen lassen, sich vor, während und nach dieser Verbotszeit als Gast des Reiches im ehemaligen Grenzgebiet au-zuhalten, damit sie sich von der Abwegigkeit der gegen die LA und LS erhobenen Vorwürie aus eigener Schau der Dinge überzeugen können.
Wir ersteren feierlich, daß wir niemals Vutichabfichien gehabt haben. Für Ter- rorirren ist in un'eren Reihen sein Raum. Wir haben zu Der ungeheuerlichen Vrodolatian, die in der Bereitstellung rusländischer Truppen zum Einmarsch in deutsches Gebiet zum Ausdruck kommt, auch nicht den geringsten An- aß gegeben. Wenn ich ein neues Opfer von eurer Haltung ordere, so tue ich es um des europäischen Friedens willen Den wir mit letzter Ehrlichkeit wollen.
Der SaarbevoUmächtigte des Reichskanzler» (gcz.) Bürckel.
Reustadt a .d. Haardt, 2. November 1931
die Interessen des niederländischen Zwischenhandels eine Schädigung erfahren und verlangt, daß für den niederländischen Zwischenhandel in einem angemessenen Umfang Bardevise« zur Verfügung gestellt werden.
Dies lehnt die deutsche Regierung ab. ite ist der Auffassung, daß der niederländische Zwn'chen- banDel aus Grund der erwähnten Vereinbarung nur Gleichstellung mit dem übrigen Handel in einem o r^ armen e ne n Umfang verlangen kann. In sei ZurserfügnngSeSnng »s» Bardevffeu. M. w ne rar übrigen Handel verlegt, werden.^ .âge arer eine Bevorzugung Des nrrsrrlänDisân Zwns-N- hansers. . .
nenbar b-äes: fei Dem sreDerlanSrichen Auxen- hnndcr sie Befärchruma, raß,, äbuliS wie Bieète. Dem früheren deslfâ-nieDer .änDischeu AbkoMnicu ^oer Den Zahlungsverkehr Der Fall war. mit einer Verzögerung bei »er Auszabluna geretbnet werden muffe. »« diese Bèfürchluns liegt aver nach deutscher Auffassung kein Grund vor.
cidigung anwesend. Die Reichsstatthaltcr leisteten den gleichen Eid wie die Reichsunnister. Im Anschluß an die Vereidigung sprach »er Führer über die politischen und wirtschaftliKcn Tagksfragen
Unter dem Vorsitz des Reichsministers des Innern. Dr. Frick, fand dann eine eingehende Aussprache über die Landwirljchafls- und Ernährungspolitik statt, an der sich auch der preußische Ministerprästdent Göring und der Stellvertreter oes Führers, Reichsminister Heß. beteiligten. Staatssekretär Backe vom Reichsernäh- rungsministeriuvi gab zu den verschiedenen Fragen, die von den Reichsstaithaltern vorgebrachi wurden, die gewünschten 91 ins! ärungen
Der Berliner SA.-Gruppenführer- appell beendet.
Der SA.-Gruppenführerappell in Berlin würbe sort- zeseyl und abgefchlosfcn. Im Mittelpunkt des zweiten Teils standen Ausführungen des Chess des Stabes, V utzc, in denen er zu allen Gebieten der TA.-Arbcit Stellung nahm. Die 'imrschcfs der Obersten SA.-Füb- mna dchandeltcn in Referaten ihre Arbeitsgebiete, und die einzelnen Gruppenführer erstatteten Bericht über die Entwicklung in den einzelnen Gruppen während der letzten Monate.
In den Besprechungen kam insbesondere die Entschlossenheit zum Ausdruck, die Erziehungsaufgabe, die der SA. vom Führer gestellt ist. in konsequenter Weise in lösen. Insbesondere . die Auswahl des SA.- F ü h r e r k o r p s wirb mit besonderer Schärfe durch geführt werden.
Dr. Goebbels besichtigle das Mnterhilfswerl derReichshauptstadt
Reichsminister und Gauleiter Dr. Goebbels besichtigte, begleitet von dem stellvertretenden Gaulcitc.- Görlitzer, das Berliner Winterhilfswerk.
Er überzeugte sich davon, daß eine Versorguna aller Bedürftigen in der Reichshauptstadt mit Kohlen und Kartoffeln für diesen Winter in ausreichendem Maße gesichert ist. Alle vom Winterhilfswerk Betreuten können damit rechnen, daß sich die Leistungen mindestens in den- felben Ausmaßen wie im Vorjahre bewegen werden. Dr. Goebbels besichtigte u. a. die Kleidersammlung. Vor allem aber ließ er sich auch eingehend Bericht erstatten über die Maßnahmen für das Hilfswerk „M utter und ft i n b". Dem Gauamtswalter der NSA., Pa. S Pie- Wok, und seinen Mitarbeitern beim Winterhilsswerk sprach Dr. Goebbels seinen besonderen Dank aus.
Dr. Goebbels besuchte ferner das Frauen werk am Maybachuser, wo ihm Pan. Scholtz-Klink über die Ausgaben und Arbeiten - ihrer Dienststelle eingehend Bericht erstattete.
Gegen Zreisstejgerungen
Ci e Aro d u ig des Wiuistrrpräsibenten Gör-nz.
Berlin, 2. November-.
Der preußische Ministerpräsident Göring hat folgenden Erlaß an die Oberpräsidenten, Regierungspräsidenten und Vokizeipräsidenten gerichtet:
In Ver'olg der vom Führer am Donnerstag abgehaltenen Beiprechuug mit den ReichsstatlhaKern ordne ich an:
Die Oterpräsidenten, Regierungspräsidenten und Poli- zeipräsikenten haben in aller^ Fällen von P:eissteigerun- gen, die nicht offiziell von Staatsstellen genehmigt sind, besonders bei Preissteigerungen aas Lebensmittel, un= ocrzüglich und in schärsster Form einzugreise^ Bereits oordcuqcnd sind Versuche solcher Preissteigerungen zu unterbinden. Die Leben.smittelpreise sind tausend zu überwachen. Ich mache auch darauf aufmerksam, daß ich nicht dulden werde, daß in irgendeiner Form versucht wird, durch künstlich herbeigeführte Warenknappheit höhere Preise zu epe’ex Nachdem die meisten Lebensmsstelpreie geregelt sind, beitest auB für den ^a del teiver ter Anlaß, irgevdei» Risiko eiv-- $Mfaliufieren, um dadurch zu höheren P:e-:n zu gelangen. In einer Zeit, da alle Opfer bringe« soffen, und gerade die toerftätige Bevörkernag berei s ihre Oo'er- Éilligieü für den Neusaiara des PaterkanLes bewiesen hat, ist es ein Verbrech r«, wenn von einzelnen Leiten ser ucht wird, tea prioa:wsna:isti>chrn V.vi r âbrr Das rkigerveine Bvltswshl zu Rl er. Die Strafe hierfür kos» gar nicht scharf geexg beneifeu sein.
Äh hs^e «nd erwarte, daß bei schärfster Brsäachrnng der PrersentwLttis«- u - 7 Ser Verv-gargr agr »eiten» der BehSrärs leise »sesSwie geriere Lese: enerang ssrksnemrn htm Soff» ich Lypen irzrsDwo eine 5er« èesersvg bemerkbar marry >» ist mir persönlich darüber umgehend telegeasiich zs berichten, damit ich in der Lage bin, selbst «azuzreisen. Es geh- setzt nicht am Len Profit einzelner, Dübern um das Wohl ailer, insonderheit um das Wohl der schtv-rarbeuenoea und nichtsegütceten Volksgeno- ira.
Blutiges Ende eines kommunistischen Agenten.
Der Fünfkirchencr Bergarbeiterstreik das Werk Moskaus.
Wie die Budapester Geheimpolizei feststellen konnte, geht der seltsame Fünskirchener Bergarbeiter streik auf die Tätigkeit landfremder kommunistischer Agenten zurück. Es gelang der Polizei, in einem Budapester Wirtshaus drei Personen zu verhaften. Es handelt sich um wegen schwerer Verbrechen in verschiedenen Staaten mehrfach vorbestrafte k o m in u n i n i s ch e Arbeiter. Von den drei Agenten gaben zwei im Verhör an, daß sie zur Unterstützung des Anfüdrers der Gruppe, eines gewißen Otto Hoffmann, von Moskau nach Ungarn entsandt worden seien. Hoffmann, der gleichzeitig verhaftet worben ist, leugnete im Verhör jede Beteiligung am Beigarbeilerstreik ab.
Mitten im Verhör warf er sich plötzlich mit einem Satz Lurchs geschlossene Fenster auf bie Straße, wo er mit einem Schädelbruch und zerschmetkcrlcn Gliedern aufgefunden wurde. Kurz nach seiner Einlieferung ins tAefängnisspital erlag Hoffmann seinen schweren Verletzungen.
Auf Grund des Verhörs der drei Moskauer Agenten und von der Polizei elf weitere Personen verhaftet worden. Nach Auffassung der Polizei steht einwandfrei fest, daß der Fünskirchener Bergarbeiterstreik von Moskau aus vorbereitet und durch von dort entsandte kommunistische Agenten geleitet worden ist.