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MLL- SL « «N»tae für KN« »- V°g°l-b-r» gasaas s^- m m*m sm»«« mm wmfii»*«: Friedr. Ehrenklau, Fulda, Königstr. 42. Redaktion UN- Gefthästsstettr: «sntsstraße 42 $eenfpte<^nfotaß Nr. 2989

Anzeigenpreis: 1 mm Höhe in der 46 mm breiten Anzeigenspalte oder deren Raum 4 Pf., im Textteil (90 mm breit) 12 Pf. Bei Wiederholung wird Rabatt nach Tarif gewährt, bei zwangsweiser Beitreibung oder Konkurs erlischt jeder Anspruch auf Nachlaß.DA." 1000. Verantwort!, für den Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

Nr. 259 1934

Fulda, Montag, 5. November

W

11. Jahrgang

Frankreich ist gerichtet

Frankreich für Europas Frieden verantwortlich gemacht.

Feststellungen der Deutschen Front. Disziplin aufs äußerste verschärft.

Der Landesleiter der Deutschen Front, Pirro, ver- jffentli^t einen Aufruf an die Mitglieder der Deutschen Front. Er verweist darin zunächst auf die durch Fränk­isch verursachte sehr ernste Lage des Saargebietes »d befragt die verantwortlichen Stellen eindringlich «gen der andauernden Hetze gewisser Kreise gegen Autschland und seine Regierung, ferner wegen der Nicht- ichtung der Emigranten gegenüber saarländischen Regie- : mgsverordnungen, wegen der Vorbereitungen der Emi- ! grünten zum Bande n k r i e g und ihres täglichen Terrors unter Mißbrauch des Gastrechtes und schließlich Mgen der offenkundigen B e g Kn st i g u n g dieser Um- triehe durch die französische Bergwerksdirektion. Der Auf­ruf fährt dann fort:

Als Führer der Deutschen Front im saargebiet bin ich vor Gott und dem deuischen Volk verpflichtet, eindeutig

Klarheit in der Frage der Verantwortlichkeit

zu schassen. Die Deutsche Front wird auch weiterhin der Garani für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung im Saargebiet sein. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe komm, sie aber nicht daran vorbei, den zuständigen Stellen die Schwere ihrer Verantwortung vor Augen zu halten.

Die Regierungskonnntssion steht vor einer geschichtlich hochbedrutsamen Entscheidung. E n t w c d c r sie bannt iMë ihr sehr leicht fallen wird mit ihren Machtmitteln strichen Terror, insbesondere den der Emigranten, sie zwingt endlich die Emigranten, ihre terroristische Tätigkeit zu unterlassen, sie gibt ihnen die unerläßliche Zurück­haltung in allen öffentlichen Angelegenheiten auf, sie ver­bittet ihnen das öffentliche Auftreten in Versammlungen Md das Mitarbeiten an saarländischen Zeitungen und der ganze Terrorspuk ist verflogen und endgültig beseitigt - oder sie ruft die französischen Truppen ins Gebiet taut wird das Unglück, das sie schließlich über Europa wb die abendländische Kultur bringt, unabsehbar sein.

Soll cs wieder so kommen?

das Saargcbiet zu besetzen, ruft bnn <Mnn^l'un9 an die traurige Zeit nach dem Kriege, sichtig 0 ^ 1923, wach, als auch damals unter durch- .Vorwänden französische Truppen in deutsche emmarschierten. Unsere beiden Bilder aus jenen oJ.., ieigen: (oben) einen französischen Maschinen- I-.Ä'ostcn vor dem Hauptpostamt in Essen (unten) Uta der Besatzungstruppen vor dem Kölner Dom.

d» &'^ aber, ihr deutschen Männer und Frauen an Sur n,widere ich in dieser ernsten Stunde nochmals Liters i " stcn Disziplin auf. Bewahrt Zucht auch bereit« « trotz der ungeheuren Spannung, in die euch die des ung einmarschbereiter Truppen an der Grenze ^aargebietes versetzt hat.

l »m^»ei»ig ordne ich an:

bot »... Glieder der Deutschen Front, die meinem m- "'hin» "Nudeln und keine Disziplin wahren, sind lonbetnr "us der Deutschen Front sofort auszustoßen, ^neben11^ gegebenenfalls der Staatsanwaltschaft zu

eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft in bjc P ch die Verurteilung eines Terroristen, der sich iielt, ^/-,iru der Deutschen Front cingcschlichcn hat, er »an Mx"u von der Deutschen Front eine Belohnung 1 >!ranc.

Ich treffe diese Anordnungen nicht, weil ich es für nötig halte, meine Aufforderung, weiterhin Disziplin zu wahren, gleichsam durch Strafandrohung zu bekräftigen, sondern weil ich angesichts der gewissenlosen Mache unserer Gegner zu der Annahme gezwungen bin, daß man Provokateure in unsere Reihen ein­zuschmuggeln versucht. Diesen verbrecherischen Menschen, die mit dem Frieden spielen, muß das Hand­werk gelegt werden.

Hysterische Hetze gegen Deutschland.

Merkwürdige Begriffe über Gleichberechtigung

Auf der Tagung der Demokratischen Allianz in Arras ging der Annahme der bereits gemeldeten Entschließung eine historische Rede des Abgeordneten Fabry, des Vor­sitzenden des Heeresausschusses der Kammer, voraus. Der Abgeordnete Fabry, der sich bekanntlich wiederholt durch gänzlich unbegründete

törichte Angriffe gegen Deutschland hervorgetan hat, führte u. a. aus, die Landesverteidi­

gungsfragen verdienten um so größere Beachtung, jenseits der Grenze das deutsche Volk sich gegenwärt

gungsfragen verdienten um so größere Beachtung, als jenseits der Grenze das deutsche Volk sich gegenwärtig an dem Gedanken begeistere, daß ihm eine besondere A u f g a b e für diè Wiedergeburt Europas zufalle. Diese mystische Vorstellung äußere sich durch militärische Vor­bereitungen (?), die nicht einmal mehr verheimlicht würden (!). Fabry konstruiert dann eine für seine Zwecke

Deutscher Appell an die Juristen der Welt

Eine Rechts-Denkschrift über die SKaraLstimmung.

Der Präsident der Akademic ^. Deutsches Recht, Reichsjustizkommissar Dr. Hans Frank, und der Vor­sitzende des Ausschusses für Völkerrecht an der genannten Akademie Prof. Dr. B r u n s veröffentlichen eine an die Juristen der ganzen Welt gerichtete umfangreiche Denk­schrift, die eine eingehende Darstellung aller mit der Saar­abstimmung zusammenhängenden Rechtsfragen enthält.

Es werden darin auf Grund der maßgeblichen Artikel des Versailler Vertrages und der in Übereinstimmung damit festgesetzten Ausfübrungsbestimmungen die dem Völkerbund zugewiesenen Rechte und Pflichten heraus­gearbeitet und darüber hinausgehende Auslegungs­versuche zurückgewiesen. Insbesondere wird im einzelnen einwandfrei der Grundsatz klargelegt, daß

die Entscheidung über den künftigen Souvcränitâts- inhaber der Bevölkerung einzig und allein zusteht, die in ihrer unbeeinflußten Abstimmung darüber zu be­stimmen hat,unter welchem endgültigen Regime sie

Aufruf des Reichsjagermeisters zum Wmierhitfswerk.

Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat zum Winterhilfswerk 1934/35 aufgerufen. Bereits im Vor­jahre haben sich wohl die meisten Jäger an dem Winlcr- Hilsswerk beteilig, und so ihre soziale Verbundenheit gerade mit den Schichten unseres Volkes bewiesen, dic nur dadurch vor der Not bewahrt bleiben, daß jeder hilft, der zu helfen vermag.

Ich rufe daher die deutsche Jügerschaft aus, sich, daS Winterhilfswerk 1934/35 mit aller Kraft einzusctzcn Ich bestimme, daß bte Jagdcrträgnissc einer Woche, unt zwar der Woche vom 9. bis 15. Dezember, demWinter hilfswerk zur Verfügung gestellt werden damit durch das Wildbret gerade in den Wcihnachtstagcv den notleidenden Volksgenossen eine Freude bereitet wird

Wegen der Ablieferung des Wildes setzen sich die Kreisjägermeister mit den zuständigen Kreisbeauf- lragten des Winlerhilsswerkcs in Verbindung und treffen die für die Ablieferuna notwendigen Vereinbarungen über den Erfolg des WiNterdilfSwerkes baben^nir di, Kreisjägermeister auf dem Dienstwege zum 1. Februa, 1935 zu berichten unter möglichst genauer Zahlenangabe welche Mengen von Wild aus den einzelnen Kreisen dem Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt worden sind.

Ich verlasse mich auf die bisher bewährte Volksver­bundenheit der deutschen Jägerschaft und erwarte, daß jeder deutsche Jäger seine Pflicht tut. aez. Göring.'

Geleitwort zurWoche

des deutschen Buches".

Schönste Erholung nach des Tages Arbeit ist für mich bas Buch; die Bücher sind meine besten Freunde. Aber es genügt nicht allein das Lesen des zufällig in die Hand fallenden oder geliehenen Werkes Reinste Freude vermag erst der Besitz eines guten Buches auszulösen, dessen Wert darin liegt, daß es nicht e i.n m a l, sondern immer wieder gelesen wird. Ich glaube, daß die Menschen inner­lich reicher und glücklicher werden, wenn sie diese Freude am Buch verstehen lernen. gez. v. Blomberg.

kunstvoll zurechtgelegte Gleichberechtigungsthese, die wirklich als erstaunlich bezeichnet werden muß. Er stellt die kühne Behauptung auf, zwischen zwei unterein­ander so verschiedenen Ländern wie Deutschland und Frankreich könne sich die Gleichberechtigung nicht durch Gleichheit der Streitkräfte äußern. (!) Deutschlands Be­völkerungszahl, die L e i st u n g s f ä h i g k e i t der deut­schen Industrie und der in Deutschland vorherrsckende Geist (?) bewirkten, daß eine theoretische Gleichheit sich für Deutschland in einet ausgesprochenen Überlegenheit äußern würde.

Der Gedanke einer Gleichberechtigung zwischen Deutschland und Frankreich sei ein reines Trugbild, ja sogar ein Verbrechen gegen das französische Volk. Ent­weder behalte Frankreich die Überlegenheit der Streit­kräfte, die die Verträge ihm hätten zucrkennen wollen, oder Deutschland werde die Überlegenheit besitzen, und das würde Frankreich in eine fürchterliche Lage versetzen, deren Ausgang niemand voraussehen könne.

Man müsse sich übrigens bereits fragen, ob Deutsch­land diese Überlegenheit vielleicht nicht schon erreicht habe. Die Stärke des einen ergebe sich vor allem aus der Schwäche des anderen. Ein uneiniges Volk sei eine leichte Beute für den Nachbarn, der ihm "feine Reichtümer und seinen Wohlstand mißgönne. (?)

In einem Schlußwort berief sich Fabry noch aus den vaterländischen Geist und bezeichnete es als die schlimmste Gefahr, wenn man es zulassen würde, daß die Landesverteidigung geschwächt würde. Doumergue habe gesagt, der Bürgerkrieg wäre der Vor läufer des Krieges mit dem Ausland. Dies möge man beherzigen.

ihre Rechte und ihre Wohlfahrt wahrzunehmen wünscht".

Die von gewisser Seite vertretene Auffassung, daß oer Völkerbund das Recht habe, für bestimmte Teile der Msümmungsberechtrgten oder der Gebietsbewohner eine Sonderregelung zu treffen, ist völlig willkürlich und widerspricht allen juristischen Grundregeln.

Daß es mit dem Grundsah der Freiheit der Abstim­mung völlig unvereinbar wäre, während der Abftim- inungspcriodc in das Saargcbiet militärische oder polizeiliche Kräfte eines an der Abstimmung inter­essierten Staates hineinzuzichen, bedarf, so heißt es weiter in dem Gutachten, keiner Begründung.

Die Denkschrift untersucht die drei Möglichkeiten, die sich je nach dem Ergebnis der Abstimmung ergeben, im einzelnen. In dem einzigen nach der ganzen Lage über­haupt in Frage kommenden Fall, nämlich der Wieder­vereinigung mit Deutschland, hat dies bedin- gungs- und vorbehaltlos zu geschehen. Dem Völkerbund ist danach auch nicht die bescheidenste Möglichkeit zu dar­über hinansgehenden (auch rein technischen) Anordnungen aeacbcn.

Die Ausgaben der deutschen Frau.

Reichsminister Rust sprach in Hannover.

Bei einer Kundgebung in Hannover im Rahmen der Gauschulungstagung der NS.-Frauenschoft des Gaues Südhannover-Braunschweig sprach im Hindenburg- Stadion Gauleiter R e i ch s m i n i st e r Rust über die Aufgaben der Frau in der nationalsozialistischen Bewe gung. Der Minister betonte in seiner Rede u. a.: _

Wir haben die Frau wieder hingeführt zu unseren heiligen Herden, an die Wiege des Kindes, in das Heim der Familie, in dem auch in Zukunft und in alle Ewig­keit die Völker ihre Kraft immer wieder von neuem schöpfen müssen. Mit der Frage, ob die Frau nun völlig daheim wirken soll, oder ob sie viele Organisationen bilden soll, ist eine zweite Frage verbunden, nämlich die:

Was soll aus der deutschen Mädchenerzichung und Mädchenbildung werden?

Es ist nicht wahr, daß zwischen Mann und Frau kein Unterschied der Aufgaben ist Es ist aber auch nicht so, als ob beide nichts miteinander gemeinsam haben. Der deutsche Mann und die deutsche Frau sind D e u t s ch- la n d und aus ihrer Vereinigung wächst das Deutschland von Morgen. Wenn sie das neue Deutschland erringen sollen, müssen sie i n demselben Geist mitein­ander verbunden sein, müssen sie sich in der neuen Welt des jungen Deutschland gleichberechtigt und gleich stark zurechtfinden. Daraus ergibt sich,

daß die Pflicht der deutschen Frau sich mit dem nationalsozialistischen Gedankengut vertraut zu machen noch nicht beendet ist.

Ich wünsche aus der M ä d ch e n s ch u l c das heraus zutnn, was das Mädchen belastet und hineinzutun, was es stark macht, in vollem Bewußtsein sich selbst inmitten der deutschen Geschichte als lebendiges Glied zurück;» finden. Jedem das Seine? Es gibt aber auch etwas, was als besondere Aufgabe gegeben ist, und diese Bezirke dürfen nicht miteinander vermengt werden.

Vor Reichsminister Rust hatte die Führerin der deut­schen Frauen Gertrud Scholtz-Klinck dem heiligen Willen der Frauen Ausdruck gegeben, mit ihrer ganzen Kraft die Arbeit dès Führers, jede an ihrem Platze, zu unterstützen.