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ichrisilciter: Friedr. Ehrenklau, Fulda, Königstr. 42. NeöaktivN und GrlLaKsK^ll». a c _ Nachlaß. -DA." X. 34. 910.'- Verantwort!, f. d.

^'byaslSflelle. Konigsiraße 42 * §ernsprech-Ins<hluß !1r. 2939 Anzergenterl Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

zir. 264 1934

Fulda, Samstag, 10. November

11. Jahrgang

Auf der Walstatt von 1923.

Flammende Toèenmale.

$0 r der Feldherrnhalle in München.

Schon Stunden vor dem Beginn des Münchener Meraktes an der Stätte des Bintopsers von 1923 stand ^ Ztratzcnbild vollkommen im Zeichen der alten âfer, die in einfachern Braunhemd mit dem Vtutorden

9. November oder bescheidenen Herbstblumen am Ml als einzigem Schmuck zu JI) rem Sammelplatz Au. Im Umkreis der F c l d h c r r n h a l l e war der «seiner Einfachheit doppelt eindringliche Schmuck ganz

Der Führer im Krèisc seiner Mitkämpfer vom

9. November 1923.

Sin Schnappschuß von -der Gedenkfeier der alten Mit- liimpser des Führers im Bürgerbräufeller zu München zur Erinnerung an den' 9. 'November 1923: der Führer im Kreise seiner Getreuen: in der Mitte der' Stellbar­ster des Führers, Reichsminister Rudolf Heß rechts Gruppenführer S ch a u b , der zweite Adjutant, des Führers.

uns die Trauer um die Toten abgestimmt Von der 3tcfi= dcnz, den Hvsgartcn Arkaden und den angrenzenden Ecbâudcn wallt Trauerflor in riesigen Bahnen bis zur Erde herab. In 20 schwarz verkleideten hochragenden Klonen sind die Feuer entzündet, die den Toten zum Gedächtnis in den klaren Himmel lodern. Von den beiden sahncnmasten vor der monumentalen Feldherrnhalle Zuchten trauerumfiort die riesigen Banner der Bewegung.

In der Halle selbst hob sich im Mittelteil von tchwar- R® Grund in silbernem Kranze ein gigantisches Haken- r°uz, gleichfalls in Silber, plastisch ab. Auf einer Opser- Mle auf hohem, schwarz verkleideten Sockel, dessen <shrn= Rite Silber und Lorbeerkränze schmücken,

loderten die Flammen den Toten zum Gedächnis empor.

Schon eine Stunde vor Beginn des Traueraktes l'en die Gehsteige, die den alten Parteigenossen vor- Mlten sind, dicht gefüllt. Ehrfürchtiges schweigen ««» sich über den Platz, als eine Abordnung SS. die Wien Kränze in Lorbeer und Schwarz vorubcr- Men, die bei dem Gedächtnisakt niedergelegt wurden.

*

Die Totenehrung.

... ^R die Mittagsstunde beginnt der Anmarsch > do

. en Kämpfer und der Formationen, die im Mile -

^^ Zierlichen Aktes stehen. Mit Front SAe

d dherrnhalle rückt feierlich der Zug der alten S»»* b ; ^ "ut den Feldzeichen, die den tragischen Marsch ''-3 begleiteten,

< die Blutfahne

El>lk^^-^"l), geleitet von zwei SS.-Führern, an eer K '""führt. Vor der Feldherrnhalle nehmen du stx-.^'h^origen der Hitler-Jugend und des BDM. -W ES die am Jahrestage des Blntopfers von E

^^ Partei, SA. und SS. ausgenommen

^atihV2-£5 Uhr Hallen kurze Kommandos über den 2 Die: Formationen stehen still. Aus den Ho.cn der uJ'.W kommend erscheint der F ü h r e r, um sich daraus, geleitet von seinem.Stellvertreter dem Reichsführer der SS. Himmler, dem blionâ? Stabes Lutze und dem Gauleiter des --ra

Adolf Wagner, zu der Stätte vor b » bet Ä 3 begeben, die vor elf Jahren das Blutopfer Freiheitskämpfer sah. h erste hpr^L Trommelwirbel setzt ein und während d ^"nh n/^dlehn Salutschüsse gelöst wird, die die sechzehn turnen nun 1923 ehren, legt der Führer am Mahn­

mal einen riesigen Lorbecrkranz mit Schleife in den Farben der Bewegung zum Zeichen des Gedenkens au die Toten nieder. Unter dem Donner des Trauersaluts widmen der Chef des Stabes und der Reichsführer der SS. den toten Kämpfern ihre Kränze, während, von einem plötzlichen Windstoß angefacht, die Flammen in den Pylonen hoch zum Himmel emporlodcrn. Kein Laut unterbricht die weihevolle Stille, in der Tausende der Toten von 1923 gedenken.

Dann klingt machtvoll, einem Gelöbnis gleich, das Horst-Wessei-Lied auf. Der Fsihrer begibt sich, als die erste Strophe verrauscht ist, mit seinen Begleitern zum Rednerpodium vor der Halle, wo der Reichsjugendführer Baldur von Schirach das Wort nimmt. Dann spricht der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, um diese Jugend, die zur gleichen Stunde in allen Städten und Dörfern des Reiches angetreten ist und durch den Rundfunk das Erlebnis dieser weihevollen Stunde teilhaftig wird, in den Orden der Partei aufzunehmen.

Wieder breitet sich erwartungsvolle Stille über den Platz. Der Führer spricht zu den alten und jungen Kämpfern, die sich in erinnerungsschwerer Stunde um ihn geschart haben. Geleitet von den Hcilrufcn der Tausende verläßt dann der Führer die Stätte der Feier. Unter klingendem Spiel sammeln sich die Verbände zum Vorbeimarsch am Mahnmal, an dem auch die Staats- regierung ihre Verbundenheit mit den Gefallenen durch die Niederlegung eines Lorbeerkranzes bekundet hat.

*

Vorbeimarsch der allen Kämpfer vor dem Vrannen Saar.

Das Braune Haus in München war am 9. No­vember Mittelpunkt und Ziel der Erwartung vieler Tausender. Aus der Ferne trägt der Wind abgerissene Töne eines Marsches näher. Dann formt es sich zu einer wuchtigen Melodie, und das Pflaster dröhnt vom festen Tritt marschierender Kolonnen.

Die Kämpfer vom 9. November 1923 kommen heran, alle im einfachen Braunhemd und barhaupt, auf der rechten Brustseite Ben Blutorden vom 9. November. An der Spitze wieder jene Fahne, die am 9. November 1923 getränkt wurde mit dem Blute von 16 Toten. Der Führer ist aus den Balkon des Braunen Hauses hinausgetretcn und ariikn seine Kameraden von einst. Kolonne um Kolonne

Die Rekruten der Partei.

Feierliche Aufnahme in Die NSDAP.

Aus der HI. und bem BDM.

Auf der Gedenkfeier an der Feldherrnhalle am 9. November hielt der Reichsjugendführer Baldur von S ch i r a ch eine Ansprache, in der er u. a. sagte:

Seit Bestehen der Hiller-Jugend ist der 9. November der Tag des Eintritts der Jugend tn die NSD AP So wie hier stehen heute in allen Teilen des Reiches Mädels und Jungens angetreten. Für sie alle spreche ich, wenn ich Jbnen, Rudolf Heß, als deni Treu­händer des Führers, in dieser Jungen Ramen ein Ver­sprechen gebe. Nehmen Sie

unser Gelöbnis

entgegen, daß auch wir das Leben setzen wollen an das Werk Die Jugend, die hier Ihrer Worte harrt, begreift das Heiligtum der Feldherrnhalle als eine Forderung unserer Toten an das lebendige Reich. Blut und Ehre, Kameraden, das ist der Wahlspruch unserer Gemeinichaft.

Rudols Heß, ich übergebe Ihnen hiermit dre in ganz Deutschland ««getretenen 18jährigen Hitlcrjungen und 21jährigen BDM.-Mädel und bitte in ihrem Namen um Aufnahme in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeitcr-

^ Dann erklärte der Stellvertreter des Führers, Reichs- niinister Rudolf Heß u. a.: ,

Im Namen des Führers nehme ich euch in weihe­voller Stunde und an gcweihtcr Stätte in die Reihen her NSDAP, aus. Ihr dürst eintreten in die Parte,, die Deutschland ist.

Die besten Gefolgsmänner dreies iialionallozialistl- schen^rdcns sind berufen, Deutschlands politische Geschicke L leiten. Ihr sollt als die Jüngsten dleses Ordens dre tapfersten und aufrichtigsten, die ehrlichsten und leiden- schaftlichsten Kämpfer für das beutle politilch- Glaubensbekenntnis sein: für den Nationalsozialist dessen Künder lind Jünger im Orden der NSDAP. gc- Cmt Seid euch stets bewnßl, die NSDAP, bat Deutschland aus tiefster Not, aui tiefster Erniedrigung aus furcht- -rlier innerer Zersplitterung, aus dem Zustand des Ver- aus der ganzen Linie hochgerissen. Künftig wird deutsche Geschichte nicht geschrieben werden können, »bne

daß dieses

deutsche» Wllndcrö

_hnd)1 wird, ohne daß damit gedacht wird der Rational Ä Partei und damit gedacht wird des Mannes, [Ä wi schuf und zum Siege fübrte: A d o l s Hitler.

zieht vorbei. Man sieht die alten Fahnen der damaligen Verbände.

Nun schließen sich Standarten und Fahnen des Standortes München an. Bunt leuchten dann die Mützeneinsätze: SA.-Führer aus allen deutschen Gauen, die augenblicklich zur Neichsführerschule der SA. kom- mandiert sind, marschieren vorbei. Es folgen die Fahne der Obersten SA.-Führung, der Gruppe Hochland und dann die Formationen des Standortes München. Die politische Bereitschaft München der SS. beschließt den Zug.

Nun konzentriert sich die ganze Aufmerksamkeit der Massen auf den Balkon des Braunen Hauses, w o d e r Führer steht. Die Sperren werden durchbrochen: von allen Seiten recken sich die Arme zu einem Punkte empor, strecken sich die Schwurhände dem Führer entgegen.

*

Der 9. November in Danzig.

Auch das deutsche Danzig trauerte mit dem ganzen deutschen Volke um die Toten der national­sozialistischen Bewegung. Mittags fand auf dem Langen Markt eine Trauerkundgebung statt. Gauleiter F o r st e r hielt die Gedenkrede aus die Gefallenen des 9. November 1923 und die übrigen Toten der Bewegung. Auch die Danziger Parteigenossen erneuerten den Schwur, im Geiste der gefallenen Helden der Bewegung weiter­zukämpfen. An sämtlichen Danziger Gefallenen­denkmälern standen während des ganzen Tages Doppel­posten.

*

Die Trauerfeiern auf den Münchener Friedhöfen.

Überaus würdig und eindrucksvoll gestalteten sich die Trauerfeiern auf den drei Münchener Friedhöfen für die Helden von der Feldhcrrnhallc.

Mächtige Lorbeerkränze mit der AufschriftDurch euren Heldentod ist Deutschland auferstanden" wurden unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden niedergelegt. Besonders erschütternd wirkte am Grabe des Gefallenen von Stransky die Anwesenheit seiner weinenden Kinder und am Grabe des im Alter von 19 Jahren dahingerafften Laforce die Anwesenheit seiner greisen Eltern.

Hitlerjungen! Deutsche Mädchen! Es mahnen euch unsere Toten, furchtlos und opferbereit der neuen deut­schen Idee zu Bienen und Treuezu halten dem Führer. Die Treue zu Adolf Hitler, die Treue zu seinem Geiste ist das Fundament für alle Zeiten, auf dem die nationalsozia­listische Bewegung, auf dem damit Deutschlands Zukunft steht. Diese Treue soll euer Lebensinhalt sein.

Mein Führer! Wir, Ihre alten Gesolgsmänner, die Jugend der NSDAP., zu der Sie jetzt sprechen wollen, wir alle grüßen Sie, wir grüßen Sie an diesem Tag des ernsten Erinnerns dankbar und treu mit dem Kampfruf der Bewegung: Adolf Hitler Sieg Heil!

*

Der Führer spricht zu den jungen Parteigenossen.

Der Führer hielt bei der Gedenkfeier vor der Feldherrnhalle folgende Ansprache:

Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen! In^tiefer Ergriffenheit stehen wir heute wieder an diesem Pl^e. Er ist die Mahnung an die ersten Toten unserer Be­wegung, und es ist ein Symbol, daß auf diesem Platze

die Vereidigung der Rekruten der Partei stattfindct. Der Platz des Todes wird damit zur Schwur- stätte des Lebens. Und wir können keine schönere Er- innerungsfeier an dieser Stelle abhalten, au der untere Kameraden einst gefallen sind, als die Vereidigung der­jenigen, die sich zu ihrem Werke als deutsche Jugend wiederbekennen. . ' . .......

Ihr werdet, ich weiß eS, genau so treu sein genau so tapfer sein, wie unsere alten Sameraben. Und ihr werdet Kämpfer sein müssen. Denn noch sind viele, viele Gegner unserer Bewegung in Deutschland vorhanden. Sie wollen nicht, daß Deutschland stark fcr Sie wollen nicht daß unser Volk einig sei. Sie wollen ntcht, daß unser Volk seine Ehre vertritt. Sie wollen nicht, daß unser Volk frei sein soll. Sie wollen es nicht, aber wir wollen es und unser Wille wird sic niederzwingen.

Und euer Wille wird mit uns sein und ihr werdet mithelfen, den Willen von damals zu erhalten und zu verewigen. Wir werden auch diese Letzten beugen unter diesen Willen. Wir werden dafür sorgen daß die Zeit, die diese Opfer einst forderte, in Deutschland nach mensch­lichem Gemessen niemals Wiederkehr!!