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W?AWs§?U§ « Tageblatt für Rhön und Vogelsberg LGMMLLL ff'éLr&Ä §ulöa- un- Haunetal *§ul-aer Kreisblatt 5|K-ä»|ä^

Wiftleiter: guebr. Ehrenklau, Fulda, Konigftr^L. Re-aktion UN- Geschäftsstelle: Könisstraße 42 Zernfprech-flnschluß Nr. 2989 An^igenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

, 278 1934

Fulda, Mittwoch, 28. November

11. Jahrgang

Ein Jahr Kraft durch Freude ".

Goebbels, Heh und Ley sprachen auf der Jubiläumsfeier in Berlin.

Die NS.-GemeiufchaftKraft durch Freude" blickt jetzt auf ein einjähriges Bestehen zurück. Der ^November, der Gründungstag dieser bedeutenden und Witvcrzweigten Organisation, wurde im ganzen Reich Aldig begangen. In der R c i ch s h a u p t st a d t fand tat Jubiläumsfeier in der AEG.-Maschinenhalle statt, toter der Stellvertreter des Führers, Reichsminister i hsolf Heß, Reichspropagandaininister Dr. Goeb- I yg und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley zu den [ Nischen Arbeitern und Arbeiterinnen sprachen. Dr. Ley hrte in seiner Rede u. a. folgendes aus:

t Vor nunmehr einem Jahr verkündete ich im ehe- kiiligen Preußischen Herrenhaus den Beginn eines neuen Mes, das die kaum aus der Taufe gehobene Arbeits- smt gewillt sei, in Angriff zu nehmen:Die Neu- zchaltung des Feierabends, die Sicherung einer lvahren èiholung für den deutschen Arbeiter." Der Führer war ,«, der auch hier, wie immer richtunggebend war. Er sagte: Ich will, daß dem Arbeiter ein ausreichender Urlaub gewährt wird und daß alles geschieht, um ihm diesen Urlaub sowie seine übrige Freizeit zu einer wahren Er­holung werden zu lassen. Ich wünsche das, weil ich ein nervenstarkes Volk will, denn nur allein mit einem Volk, das seine Nerven behält, kann man wahrhaft, große Politik machen."

Dieser Wille des Führers war uns heiliger Befehl. Das, was wir bisher unbestimmt fühlten, wurde uns jetzt klar. Die marristischen und bürgerlichen Klassen- kampfinstrumente die alten Verbände selbst in staat-

öaarverhandlüugen in Berlin.

Das DNB. teilt mit: In Berlin begannen am Diens- lag zwischen der Reichsregierung und Vertretern der dgierungskommission des Saargebietcs Verhandlungen, ilc die Frage der Regelung der Verhältnisse der Beamten- lchaft bei der Rückgliederung des Saargebictes an das Deutsche Reich zum Gegenstand haben.

"ch korporativer Pervramuug durften wir iitajt weiter- destehen lassen. Deshalb

bauten mir systematisch die Organisation der Ge- mcinschaft aller Schaffenden, Unternehmer wie

Arbeiter:Die Arbeitsfront".

Lohn- und Wirtschaftskämpfe wollten und konnten wir nicht führen. Solange noch Millionen arbeitslos sind, ilinn auch nicht an eine generelle Erhöhung des Lebens- "ioeaus der arbeitenden Schichten gedacht werden. Sind °lie Arbeitlosen wieder in das Erwerbsleben eingegliedert, dann soll es unsere vornehmste Aufgabe sein, den Lebens- aandard des schaffenden deutschen Volkes zu heben. Der Führer zeigte uns auch sozialpolitisch einen neuen Weg! laè Leben ist nicht allein eine nackte Magcnfrage, ein Lohn- oder gar Dividendenproblem, sondern wir haben Wertet, und das Volk hat es begriffen: zum Leben gehört W Summe von anderen Dingen, die anständige Ge- Mnung, die Teilnahme an der Kultur, das Schauen der Schönheiten unseres Vaterlandes, die Gestaltung des lrbeitsplatzes, die Erhaltung der Spannkraft des Kor- iors, die Erweckung eines neuen Volks- und Brauchtums 'M vieles andere mehr. . . _ , <

So ist denn heute nach noch nicht zwei Zähren der Wurf gelungen.

A*e Arbeitsfront ist der Exerzierplatz, aus dem täglich b'c Gemeinschaft geübt tllird, und ,K r a f t d u r ch »r e u d e' ist dasReglement, nach dem wir exerzieren.

Dr. Ley zählte sodann einen Teil der Erfolge des s en JahresKraft durch Freude" kurz aus. Er bezeichnete N das Prachtstück das A m t fürReisen u n d Wandern". Hier zeige sich der ungeheure Erfolg von Aast durch Freude". Insgesamt 2 168 032 Arbeiter

auf Reisen geschickt, davon 1% Millionen auf urlaubsreifen von sieben bis vierzehn Tagen. Von der .^ordnttug der Arbeit könne man sicherst einen «' . wachen, wenn man bedenke, daß für die Vefotde^

Volksgenossen rund 36 000 Eisenbahnwagen io °^"llch waren. Reiht man diese Waggons aneinander, Ä'M ein riesiger KdF.-Sonderzug, bei dem ÄÄln Berlin und der letzte Wagen in Breslan leitcr >Ulirtlc' Der am letzten Wagen stehende «vahrtdrcnsü ke^urde vier bis fünf Stunden in N-Zug-Geschwmdlg- StaiE^^Wen müssen, um dem Lokomotivführer das Anzeichen geben zu können.

und "^Jährigen Pläne des Amtes Reisen, Wandern Urlaub beabsichtigte,! eine Verdoppelung und

Wit ^^«"st des diesjährigen Programms n tla .^Niger a l s drei bis vier M l l l, o N ett hal, solle ein Urlaubs- oder Wochenendanfent- lavdk^MM werden. Dabei sollten in erster L^medn öebicto 1 $ besonders schönen Notstands- und Grenz KLerückstchtigung finden. f berttärft * 6le Hochseefa h r t e n würden wesenil"

" .werde». Die Hochseefahrten Würden un kom».

menden Frühjahr eine sehr mterc]|ante Bereicherung da­durch erfahren, daß einzelne Schiffe in den Vorfrühlings- zeiten Fahrten nach den südlichen Zonen unternehmen würden, z. B. nach Portugal, Madeira und den Azoren.

Als zweites Amt mit geradezu sensationellen Er­folgen nannte Dr. Ley das Sportamt.

Gerade der Sport sei es, der mit wenigen Hilfs­mitteln in wenigen Stunden Kraft durch Freude

Hervorrufen könne.

Von sämtlichen Sportämtern wurden bisher 8500 Sport­kurse durchgeführt und etwa 70 000 Unterrichtsstunden abgehalten, an denen insgesamt 450 000 Besucher teil­genommen haben. In Zukunft würden die Sportämter der RS.-GemeinschaftKraft durch Freude" noch mehr mit den Vereinen des Reichsbundes für Leibesübungen auf gemeinsamem Wege marschieren, um das große Ziel zu erreichen, nämlich den Sport zur Lebensgewohnheit des deutschen Volkes werden zu lassen.

Dr. Ley sprach sodann über die Arbeiten des Amtes für Schönheit und Würde der Arbeit, über die Gestaltung der Betriebe und des Arbeitsplatzes.

Von dem Amt und seinen Unterorganisationen wurden bisher 4139 Betriebe bearbeitet. Unbeanstandet konnten von uns nur knapp 10 Prozent verlassen werden. In 50 Prozent der Bearbeitungen konnten sofortige Ver- besserungsdurchführungcn veranlaßt werden. Der Rest wurde für das Frühjahr 1935 in Aussicht gestellt. Die bisher hierdurch in Umlauf gesetzte Summe beträgt 8 Millionen Mark.

Und als letztes sei nun der vielen tausend Ver­anstaltungen gedacht, die die Güte der Kultur und des Brauchtums vermittelten.

In dem ersten Jahr wurden in allen Gauen Deutsch­lands 66 739 Veranstaltungen vonKraft durch

Freude" durchgcftthrt.

Dr. Ley schloß:Da wir eine lebendige Volksgemeinschaft bilden wollen, in der r^er ein vollwertiges Mitglied sein soll, muß auch jeder sein Bestes dafür hergeben, so wollen wir auf dem bisherigen Wege fortfahren, den uns der Führer gewiesen hat, denn der Erfolg beweist seine Richtigkeit."

Die Ansprache von Dr. Goebbels.

Reichsminister Dr. Goebbels, der die Jubiläums- lagung der NSG.Kraft durch Freude" eröffnete, betonte in seiner Ansprache u. a.:

Nicht ohne Absicht haben wir die Kundgebung zum einjährigen Bestehen des WerkesKraft durch Freude" in einen der großen Berliner Industriebetriebe hineingelegt. Denn dieses Werk ist ein Werk nationalsozialistischer Arbeitergesinnung, ein Werk, das die nationalsozialistische Bewegung und die Deutsche Arbeitsfront für das schaffende deutsche Volk gegründet haben. Wir National­sozialisten haben uns nicht viel mit theoretischen Pro­grammen abgegeben, sondern wir sind an die Arbeit gegangen.

Wir wollten nicht einen Sozialismus, der aus blut­losen Phrasen und Doktrinen bestand, wir wollten einen Sozialismus der Tat.

Wir sind ans Werk gegangen und ich glaube heute bei der ersten Jahresbilanz können alle Mitarbeiter an diesem

Bon Valkanterroristen vergiftet.

Rätselhafter Tod eines Südslawen in London.

Er sagte den Tod König AleranderS voraus.

In einem Londoner Hotelzimmer wurde ein süv- slawischer Journalist Petrowitsch gasvergiftel aufgefunden Zcitungömcldungen zufolge scheint die Untersuchung des Todes des Journalisten sensationelle Ergebnisse zu zeitigen Wie die Blätter melden, soll sich Petrowitsch ständig durch Agenten einer balkanischen G e h e i in g e i r l l j ch a s, bedroht gefühlt haben.

Über die g c b e i in ii i s v o l l e n H i n i e r g r ü n d e bringtDailn Erpreß"

eine aufsehenerregende Unterhaltung

eines seiner Mitarbeiter mit einem Freund des Ver- fiiibene^ ^ Petrowitsch im Britischen Museum kennen­lernte" so erzählt er,teilte ich ihm mit, daß ich einer der ersten sein werde, um K önig A l e r a n d e r meine Grüße zu senden, wenn er nach England kommt, denn er ist mein Oberbefehlshaber im Weltkrieg gewesen. Ich war erstarrt über die Antwort, die mir Petrowitsch dar- ""f ^, König Alexander wird niemals nach England

großen sozialen UnternehmenKraft durch Freude" mit berechtigtem Stolz aus die vergangenen Leistungen zurück­blicken.

Die Schätze unseres Landes, seine landschaftlichen Schönheiten, die Güter deutscher Kunst und deutscher Kultur, der Segen deutschen Familienlebens, die Größe unserer Geschichte und die erhabenen Denkmäler unserer Tradition werden am besten vom Volk verteidigt, wenn das Volk sie kennt. Deshalb haben wir Möglichkeiten und Mittel geschaffen, um dem Volk die Kenntnis seines eigenen Seins, seiner geschichtlichen Vergangenheit und keiner geschichtlichen Leistungen zu vermitteln. So

haben wir das Nationalbewußtsein, das wir auf die breiten Massen verlagert haben, fester fundiert als cs ehedem in Deutschland begründet war.

Denn für uns war der Nationalsozialismus keine Phrase, sondern eine heilige, leidenschaftliche und idealistische Überzeugung, eine Überzeugung, die aus der Erkenntnis beruhte, daß wir dazu berufen sind, dieses Land zu be­schützen, und daß es in uns allein auch seinen Schutz findet.

Der Nationalsozialismus ist nicht eine Erscheinung, die auf Jahre, auch nicht auf Jahrzehnte, sondern die auf Jahrhunderte, berechnet ist. Sein soziales Programm ist so umstürzend, so revoulutionär und so grundlegend in feinen volksmäßig gebundenen Forderungen, daß es Zeit gebraucht, um sich zu verwirklichen.

Wir brauchen neue Menschen, die dem Voll dienen, weil sie das Volk kennen, und die sich Deutschland verpflichtet fühlen, weil sie in Deutschland die Mütter ihres Lebens, ihres Denkens, ihres Fühlens und ihres Arbeitens gefunden haben.

Plastiscker Ausdruck dieses im wahrsten Sinne nationalsozialistischen Denkens ist unser WerkKraft durch Freude". Wir gehören nicht zu jener Gilde von Spaß­verderbern, die da glauben, eine neue Weltauffassung müsse sich mit Miesmacherei und übelnehmerc: kundtun. Wir sind Menschen, die das Lebei» so sehen wie es ist, und die versuchen, es auf ihre Art umzugestalten, und darum ist der Titel unseres Werkes auch ein Programm.

Freude sollte das Besitztum aller deutschen schaffen­den Menschen werden, und in der Freude der Ferien und des Feierabends sollten sie Kraft suchen und Kraft finden, um mit dem Leben und seinen schweren Forderungen fertig werden zu können.

Jene Miiionen, die wir zu Schiff oder auf der Eisen- bahn durch die Schönheiten deutschen Landes und deutschen Meeres führten, jene Hunderttausende, die durch uns in die Theater hineingebracht worden sind, jene Hundert­tausende, die durch dieses segensreiche Werk eine würdige und kraftspendende Ausfüllung ihres Feierabends und ihrer Ferien gefunden haben, sind Zeugen dafür, daß wir Nationalsozialisten aus dem Sozialismus eine Tat, eine Gewißheit und eine Einlösung unserer programmatischen Forderungen gemacht haben.

So möge dieses Werk bleiben, was es ist. So möge cs fortsctzen, was wir gebaut und geplant haben, als wir es gründeten, und so möge es auch in aller deutscher Zu­kunft Millionen Menschen das geben, was sie zum Leben gebrauchen und was ihnen Mut und Hoffnung gibt, das Leben auzusaffen und das Leben zu meistern: Kraft durch Freude! (Lebhafte Beifallskundgebungen.j

kommen er wird sterben, bevor er den Boden Jirank- reich verläßt!"

Ich fragte ihn, was das zu bedeuten habe, und er antwortete:Genau das, was ich sagte. Ich kann doch nichts dafür, wenn ich etwas höre, was andere Leute be­sprechen!"

Der Gewährsmann desDaily Erpreß" fügt hinzu, er hätte nicht den Eindruck gehabt, daß Petrowitsch selbst ein Mörder oder Angehörige! einer Mordorganisation sei, aber er wußte sicherlich mehr über

die Gcheimgcsellschaft des Balkans, als sonst irgendein Mann in Europa. Seine genauen Kenntnisse von dem M o i d i n S e r a j e w o l 9 i 4 waren geradezu erstaunlich. Er wußte auch eine Menge über die Tätigkeit derSchwarzen Hand" in Serbien Nach dem Kriege wurde er mit einer Reibe anderer mächtiger Leute aus Serbien ausgewiesen und kam als Flüchtling nach ' England.

Petrowitsch bat ferner feiner Wirtin erzählt, die ge­heimen Gesellschaften beseitigen ihre Opfer mit einem geheimnisvollen orientalischen Gift.

das keine Spur im Körper zurückläßt Er werde de. nächste fein, Der diesem Gift zum Opfer falle. Tatsächlich hat dann Petrowitsch mehrfach telephonische Drohungen erhalten.