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Zul-aer Anzeiger

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Nr. 304 11. Jahrgang

Fulda, Montag, 31. Dezember 1934

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

Wegweiser ins Jahr 1935.

Aeojahrserlasse an die Wehrmacht.

An die Wehrmacht!

Zum neuen Jahre übermittele ich allen Angehörigen der Wehrmacht meine Glückwünsche. Ich verbinde mit ihnen meinen Dank und meine Anerkennung für die in treuer vorbildlicher Pflichterfüllung geleistete Arbeit des vergangenen Jahres.

Unser Dienst soll auch in Zukunft nur ein Ziel kennen: Deutschlands Wiederaufstieg in einem Frieden der Gleich­berechtigung, der Ehre und gesicherten Freiheit.

Berlin, den 31. Dezember 1934.

Der Führer und Reichskanzler. Adolf Hitler.

An die Wehrmacht!

Allen Angehörigen der Wehrmacht meine besten Wünsche für das neue Jahr

Vorwärts mit den alten Soldatentugenden im Sinne des neuen Reiches! . s h von Bromverg, Generaloberst, Reichswehrminister.

An das Reichsheer!

Dank und Anerkennung für die Leistung im ver­gangenen, beste Wünsche für die Arbeit im kommenden Jahr!

Wir wollen uns des Vertrauens unseres Oberbefehls­habers würdig zeigen.

Der Chef der Heeresleitung: Frhr. von Fritsch, General der Artillerie.

An die Rcichsmarinc!

Der Reichsmarine und allen ihren Angehörigen wünsche ich für das kommende Jahr erfolgreiche Fort­führung ihrer Arbeit zum Besten unseres Vaterlandes im

Ra eder.

Admiral, Dr. e. h., Chef der Marineleitung.

*

Grußwechsel zwischen dem Führer und dem Papst.

Der deutsche Botschafter beim Heiligen Stuhl, von Bergen, hat Seiner Heiligkeit dem Papst herzliche Neu- jahrsgrüße des Führers und Reichskanzlers aus­gesprochen. Papst Pius XI. hat den Botschafter gebeten, dem Führer und Reichskanzler mitzuteilen, daß er für seine Glückwünsche aufrichtigst danke und sie wärmstens erwidere.

*

Der Führer an die Frontsoldaten.

Der Bundesführer des NS. Deutschen Frontkämpfer­bundes (Stahlhelm), Reichsarbeitsminister Franz S e l d t e, erhielt vom Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm:

Für die mir im Namen des NS. Deutschen Front- kämpferbundes (Stahlhelm) übersandten Weihnachtsgrüße danke ich Ihnen aufrichtig. Ich bitte Sie, meine besten Wünsche für das Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel cntgegenzunchmcn und diese auch den alten Frontsoldaten zu übermitteln. Adolf Hitler.«

*

Der Aeujahrswunsch Seldtes

an den Frontkämpser-Vund.

Der Bundesführer des NS. Deutschen Frontkämpfer- vundes (Stahlhelm), Reichsarbeitsminister Franz S e l d t e, erließ an seine Kameraden folgenden Neujahrs­aufruf:

Das Jahr 1934 geht zu Ende. Dankbar erkennen wir, daß es für alle schaffenden Deutschen ein Jahr des Fortschrittes war. Wir alten Frontsoldaten haben nach bestem Können am Aufbauwerk Adolf Hitlers, des Führers, mitgearbeitet. Wir werden a u ch i m kom­menden Jahr nicht nachlassen, mit allen Mit­kämpfern in den Reihen der nationalsozialistischen Be­wegung opferbereit, arbeitsfreudig und kameradschaftlich zusammenzustehen. Ich danke allen meinen Kameraden für ihre Treue und ihren selbstlosen und zähen Einsatz. Für das kommende Jahr 1935 wünsche ich Ihnen Freude an der Arbeit des Alltags, Freude sm Dienst des Bundes und Freude am großen, sich vollendenden Werk des Führers für Reich und Nation. Front Heil Hitler!"

*

Tagesbefehl an die SA.

Der Chef des Stabes Hai an die SA. den folgenden Tagesbefehl zum Jahreswechsel erlassen:

In einem dreizehnjährigen erbitterten K a m p f c u m d i e S t r a ß e hat die SA. dem National­sozialismus Bahn gebrochen und die Tore geöffnet zur Macht im Staat. Es gäbe kein nationalsozialistisches Deutschland ohne den selbstlosen, fanatischen Einsatz der SA.

Die Neuordnung Deutschlands aus dem Geiste des Nationalsozialismus hat vorübergehend andere Auf­

gaben wichtiger erscheinen und andere Gliederungen der Bewegung mehr in den Vordergrund treten lassen. Die Ablösung aus bet vordersten Front des politischen Kampfes und die Umstellung auf die neuen Formen feines Einsatzes hat manchen SA.-Mann zeitweilig irre werden lassen an dem Zweck und an der Notwendigkeit seines Daseins. Das Schwanken einiger höherer Führer und ihren Versuch, die SA. Wege zu führen, die ihr nicht zukamen, hat der Oberste SA.-Führer Adolf Hitler mit harter Hand unterdrückt. Die Front der SA. ist da­von unberührt geblieben.

Der SA.-Mann hat in den Kampfzeiten oftmals einen Befehl nicht verstanden und hat doch gehorcht, weil er gläubig auf den Führer vertraute, der ihm das Banner des Nationalsozialismus mit glühendem Herzen in starken Händen vorarttrug. Niemals ist der SA.-Mann in diesem rückhaltlosen Vertrauen auf den Führer wankend geworden. Ihm hat er seine Treue geschworen, ihm wird er sie immer halten.

Das nationalsozialistische Deutschland steht nun im Innern unangreifbar und gefestigt da. Seine granitenen Pfeiler sind die Gliederungen der NSDAP. In ihrem Rahmen ist es die künftige Aufgabe der SA., wie sie es immer war, für alle Zeiten die soldatische, kämpferische Grundlinie des Nationalsozialismus auf seinem weiteren Wege zu verbürgen. Von niemandem wird die SA. sich je übertreffen lassen in ihrer leidenschaftlichen Liebe zu Volk und Vaterland, in ihrer fanatischen Einsatzbereit­schaft und Opferfreudigkeit für die Ziele des National­sozialismus und in ihrer bedingungslosen Treue zum Führer.

Wir haben einen Glauben: . das nationalsozia­listische Deutschland! Wir folgen in Treue und Gehorsam einem Führer: Adolf Hitler!

Es lebe Adolf Hitler, der Oberste SA. - Führer! (gez.) Lutze.

*

Göring an die SA. und SS.

Der preußische Ministerpräsident Hermann Göring hat an den Chef des Stabes, Lutze, folgendes Telegramm gesandt:

Der gesamten SA. und ihrem treuen Stabschef wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest. Ich danke Ihnen und der SA. für all die Hingabe, die mir im vergangenen Jahr erwiesen wurde Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen und der SA. das denkbar Beste. Stolz, in ihren Reihen zu stehen, werden wir auch 1935 für Führer und Reich treu zusammenhalten."

*

An den Reichsführer der SS.. Himnller, richtete Göring folgendes Telegramm:

Ihnen und der gesamten SS. wünsche ich ein frohes Wcihnachtsfest. Ich danke der SS. und ihrem Reichs­führer für alle die treuen Dienste im vergangenen Jahre und wünsche für das fommenöe ein glückhaftes weiteres Zusammenarbeiten."

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Kameradschaft der Tai!

Ncujahrskundgebung des KyffhäuscrbundcS.

Der Kyffhäuserbundesführer, Oberst a. D. Rein­hard, richtet zum Jahreswechsel eine Kundgebung an die Mitglieder des Bundes, in der er ihnen kameradschaft­liche Grüße entbietet.Bevor wir", so heißt es in dem Aufruf,die Schwelle zum neuen Jahr beschreiten, senken wir noch einmal unsere Fahnen und gedenken unseres dahingegangenen Schirmherrn, des unvergeßlichen Führers im Weltkriege und großen Marschalls Hindenburg. In diesem Jahre werden die alten Aufgaben weiterverfolgt, bei denen ich von allen Kame­raden restlosen Einsatz ihrer Persönlichkeit und vorbild­liche Willensstärke erwarte.

Kyffhäuserdienst war und ist Dienst am deutschen Vaterlande! Beispielgebend sollen die Männer, die der Kyffhäuserbund aus allen Schichten unseres Volkes um­schließt, auch weiterhin vorangehen in der

Pflege der Kameradschaft der Tat.

Den Kameraden rastlose Helfer und allen Volksgenossen treue Kameraden zn sein, ist uns Kyffhäusermännern eine hohe Ehrenpflicht im Sinne der echten Volksgemeinschaft, wie sie von uns durch lange Jahre der Schmach und Zerrissenheit ersehnt, in dem auf soldatischer Grundlage aufgebauten Dritten Reiche Wirklichkeit geworden ist. Mit Befriedigung haben wir alten Soldaten im abgelaufenen Jahre feststellen können, daß

der Froutgcist nicht nur bei uns, sondern auch im Auslande sich immer mehr durchzusetzen beginnt. Wir haben den unerschütter­lichen Glauben, daß das gemeinsame Kriegserlebnis aller Frontkämpfer dazu berufen ist, die Brücke der Ver­ständigung zwischen den Völkern zu schlagen. Die Männer des Kyffhäuscrbundes kennen den Krieg, und gerade des­halb werden sie unablässig daran arbeiten, daß der Leit­gedanke ihres Frontkameraden, des Führers Adolf Hitler. Erfüllung findet:

Kein Deutscher für den Krieg, aber für die Ver­teidigung des Vaterlandes das ganze Volk!«

So wünsche ich den Kyffhäuserkameraden in allen Gauen des Reiches von ganzem Herzen ein hoffnungs­starkes, von soldatischem Willen und vaterländischer Opfer­bereitschaft erfülltes neues Jahr."

Es geht auswärts!

Nenjahrsaufruf von Dr. Ley.

Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Leh erläßt einen Neujahrsaufrnf an die Männer und Frauen der Arbeit, in dem es heißt:

Millionen des Werktags, gesteht es heute mit mir vor aller Welt und bekennt es mit mir:

Führer, was vor einem Jahr Hoffnung und Glaube war, ist heute Gewißheit, unumstößliche Tatsache gewor­den. Es ging in diesem Jahre aufwärts und geht wei­ter aufwärts, gewaltig aufwärts.

Die Schornsteine rauchen wieder, Millionen Arbeits­loser haben Arbeit, Millionen Arbeiter haben ihren Lebensstandard verbessert, Millionen Handwerker und Mittelständler haben das Gespenst des Zusammenbruchs gebannt, Millionen Bauern schreiten wieder stolz und sicher auf ihren Äckern. Es geht aufwärts!

Wo in der Welt genießt der Werktätige einen der­artigen Schutz? Wer sorgt mehr für den Arbeiter als das neue Deutschland? Welches Land kann sich rühmen, dem Schaffenden die Schönheit der Meere und Berge, der Täler und Höhen in diesem Ausmaß erschlossen zu haben?

Es geht aufwärts!

Haß und Dünkel, Zwietracht und Neid sind gebannt. Einsicht und Vernunft beherrschen die Menschheit. Deutschland kann heute bereits der Welt mit Stolz ver­künden: Wir haben den Klassenkampf überwunden. Wir sind euch allen um Jahrzehnte, vielleicht um Jahr­hunderte voraus.

Es geht aufwärts!

Aus der Unzahl der Verbände, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, wurde die größte organische Ein­heit aller Länder und Zeiten, dieDeutscheArbeits- front.

Führer, wir melden, daß am Ende des Jahres 1934 der letzte Verband, die Deutsche Angestelltenschaft, voll­kommen eingegliedert ist. Wir melden dir, Führer und Kanzler des Reiches, daß diese organisierte Volks­gemeinschaft keinerlei nach außen schön erscheinende Konstruktion darstcllt, sondern tief in den Herzen der deutschen Arbeiterschaft verankert ist. Diese Gemeinschaft der Anständigen und Ehrbaren beherrscht heute bereits das Leben der Fabriken und Kontore.

Wir melden Adolf Hitler, unserem Führer und Meister, daß für das Jahr 1935 alle Vorbereitungen getroffen sind, um aus der Volksgemeinschaft eine Leistungsgemeinschaft zu schaffen, und daß der Zeitpunkt nicht mehr fern ist, wo jeder Deutsche nicht nur einen Arbeitsplatz, sondern jeder Deutsche seinen Arbeitsplatz haben wird.

Es geht aufwärts!

Und wenn heute nach nicht zwei Jahren Hitler- Deutschland Lloyd George, einer der früheren grim­migsten Gegner Deutschlands, im englischen Parlament erklärt: Niemand kann es wagen, Deutschland ungestraft anzugreifen, dann, deutscher Arbeiter, begreife:

Adolf Hitler holte dir die Ehre zurück!

Adolf Hitler gab dir die Achtung der Welt wieder!

Adolf Hitler erkämpfte dir die Gleichberechtigung unter den Völkern der Erde!

Ehre und Brot, das gab Adolf Hitler dem deut­schen Arbeiter im Jahre 1934!

Es geht aufwärts mit Adolf Hitler, unserem Nübrer!«

*

Der Arbeitsdienft lebt!

Ein Ausruf des KetchsarbcitSführers.

Reichsarbeitsführer Hierl veröffentlicht einen Nenjahrsaufruf an die Angehörigen des Frei­willigen Arbeitsdienstes, in dem es heißt:

Allen Widerständen und Schwierigkeiten zum Trotz hat sich der nationalsozialistische Arbeitsdienstgedanke im Jahre 1934 siegreich durchgesetzt. Der Arbeitsdienst hat sich einen Platz im Herzen unseres Volkes errungen und selbst früheren Gegnern Achtung abgenötigt. Über unsere Ziele und Aufgaben, über das, was wir wollen, herrscht in unseren ~ Reihen Klarheit und Einheit der Auffassung. Zwischen dem Erstrebten und dem Erreichten besteht aber in mancher Beziehung und mancherorts noch ein zu großer Abstand. Das Wichtigste ist, daß über aller unserer Arbeit der rechte Geist waltet. Es handelt sich darum, im Arbeitsdienst die

freudige Frische und den seelischen Schwung unserer nationalsozialistischen Jugend zu vereinen mit der stahlharten Zucht,

der straffen Ordnung und blitzblanken Sauberkeit alt­preußischer Überlieferung. Ich habe beim Appell in Nürnberg im Namen von euch allen dem Führer ver­sprochen, daß der Arbeitsdienst stets ein zuverlässiges, scharfes und sauberes Werkzeug seines staatsmännischen Willens sein soll. Beim Eintritt in das neue Jahr er­neuern wir dem Führer dieses Gelöbnis. Jeder einzelne an seiner Stelle stehe jederzeit treu zu diesem Wort.

*

Der Preußische Ministerpräsident Göring hat an oen Reichsjugenoführer von Schirach ein Telegramm gerichtet, in dem es heißt:Ihnen und der von Ihnen ge­führten gesamten deutschen Jugend wünsche ich ein frohes Fest und ein glückliches neues Jahr. Wir wollen auch künftig fest z u s a m m e n st e h e n."