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Nr. 1 12. Jahrgang

Fulda, Mittwoch, 2. Januar 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

Wünsche und Ziele für 1935.

Der Führer an die Partei.

19 3 5 verstärkter Eifer des Kampfes und der Arbeit für unser Volk.

Der Führer hat zum Jahreswechsel folgenden Ausruf an die NSDAP, erlassen:

Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen, Partei­genossen! Ein für Deutschland ereignisreiches Jahr ist zu Ende gegangen. Zum zweitenmal feiern wir in unserem Staat den 1. Januar. Mit Stolz kann die Bewegung auf ihre Leistungen in den letzten zwölf Monaten zurück- blicken. Denn die staatliche und moralische Regeneration sowohl wie die wirtschaftliche Wiederausrichtung unseres Volkes sind i h r Werk! Wohin wäre Deutschland ge­kommen ohne sie?

Die Nachwelt wird dereinst die Größe dieser allge­meinen Umwälzung geschichtlich feststellen, die im zweiten Jahr des nationalsozialistischen Regimes fortgeführt und befestigt wurde. Noch vor zwölf Monaten prophezeiten unsere Gegner für das Jahr 1934 den unausbleiblichen Zusammenbruch des neuen Reiches.

Deutschland und das deutsche Volk sind aber auf allen Gebieten ihrer nationalen Existenz und Selbstbehaup­tung stärker geworden!

Trotzdem uns in diesem Jahre die Vorsehung in dem Generalfeldmarschall den großherzigen Vermittler ge­nommen hatte, ist die geistige Übereinstimmung zwischen der Idee der nationalsozialistischen Bewegung, ihrem Wollen und dem deutschen Volk eine immer innigere geworden. Nach der im letzten Sommer vorgenommenen Säuberung der Partei von unwürdigen Elementen ist sie heute mehr denn je der tatsächliche politische Willensträger der Nation, und dies nicht etwa aus unberechtigter und damit überheblicher Anmaßung, zoudern zu Recht, vestärigt um 49 nie entern fest­gestellte Willcnsmeinung der überwältigenden Mehrheit unseres Volkes.

Ich weiß, meine Parteigenossen, daß dies im kommen­den Jahr nicht nur so bleibt, sondern sich noch verstärkt, denn die große reformatorische Arbeit an Volk und Reich wird weitergeführt! Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und soziale Not wird fortgesetzt!

Den Feinden und Phantasten aber, die soeben wieder glauben, durch eine Flut von geschriebenen Lügen _nnb

Die Neujahrsempfänge beim Führer.

Die Wehrmacht gratuliert.Ansprache des Führers an das Diplomatische Korps,

Die Neujahrsempfänge beim Führer und Reichskanzler fanden auch in diesem Jahre in der beim verewigten Reichspräsidenten Generalfeld- marschall von Hindenburg üblichen Weise statt.

Die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel wurden ein­geleitet durch das Beziehen der neuen Wacht- räume des Heeres in der Reichskanzlei. Hierzu marschierte tun; vor 10 Uhr vormittags mit klin-

Das Diplomatische Korps in Berlin beglückwünschte den Führer.

Nach alter Tradition fand auch in diesem Jahre ein feierlicher Neu­jahrsempfang derDip! omaten statt. In der beim verewigten Reichspräsidenten üblichen Weise überbrachte der Dopen des Diplo­matischen Korps die Neujahrs­glückwünsche. Unser Bild zeigt den Führer während seiner Erwide­rung an die Diplomaten.

gendcm Spiel eine Ehrenkompagnie des Wachtregiments vor dem Hause Wilhelmstraße 78 auf. Nachdem der Kom­mandant der Stadt Berlin, Generalmajor^ ^Schaumburg, Meldung erstattet hatte, schritt der F ü h r e r die Front' der in Paradeaufstellung stehenden Ehrenkom- Pagnie a b und nahm ihren Vorbeimarsch ab.

Hieran schloß sich tun 11 Uhr der

Empfang der Vertreter der Wehrmacht

imHause des Reichspräsidenten", Wilhelmstraße 73 Dort waren erschienen: Der Reichswehrminister, ©eucratobei|t

Verdächtigungen das nattoualsoziattsttschc vemzcye von und Deutsche Reich entzweien und das ihnen verhaßte Regiment stürzen zu können, wird die harte Wirklichkeit nach zwölf Monaten die gleiche Widerlegung zuteil wer­den lassen wie in dem Jahre, das hinter uns liegt.

An der Disziplin und Treue der nationalsozialistischen Partei und ihrer Anhänger sowie am unerschütter­lichen Willen sowie der Beharrlichkeit der Führung wird jeder Versuch, Deutschland zu schädigen, am Ende ergebnislos sein.

Nach dem Abschluß dieses Jahres danke ich all meinen Mitarbeitern und Führern der Politischen Orga­nisation der Nationalsozialistischen Partei, den Führern der SA., SS., des Arbeitsdienstes, der Hitler-Jugend und des NSKK., den Führern unserer Bauern- und Ar­beiterorganisationen sowie den Führerinnen der Frauen­schaften und des BDM. für die unentwegte Treue und den blinden Gehorsam, die sie mir ent­gegenbrachten und in denen sie mir folgten!

Ich danke damit aber auch den Millionen der Partei­genossen uiib Anhänger, den zahllosen braven SA.- und SS-Männern für die treue Anhänglichkeit an meine Person als ihren Führer, für die Hingabe an die Be­wegung, für ihre Opfer und für ihre Arbeit im Dienste unseres Volkes und damit für ihren Glauben an Deutsch­land. Ich danke auch den Millionen Unbe­kannten und Namenlosen, die die Erfüllung unseres Wollens durch ihre fleißige, sachliche Mitarbeit ermöglichen halfen.

Das Jahr 1935 soll uns alle erfüllt sehen von einem verstärkten Eifer des Kampfes und der Arbeit für unser Volk. Diesem aber wollen wir nichts Besseres wünschen als ein Leben in Ehre und Frieden. Denn dann wird cs unserer Arbeit mit Gottes _ Hilfe gelingen, der Nation auch das tägliche Brot zu sichern.

Am heißesten aber wünschen hm für dieses Jahr 1935 die ckkehr jenes deutschen Gebietes, das durch feine Stimme des Blutes am 13. Januar die unlösbare Gemeinschaft mit dem Deutschen Reiche vor aller Welt bekunden wird.

Es lebe die nationalsozialistische Bewegung! Es lebe unser einiges deutsches Volk und Deutsches Reich!

München, den 1. Januar 1935.

gez. Adolf Hitler.*

von Blomberg, der Chef der Heeresleitung, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, und der Ches der Marineleitung, Admiral Dr. e. h. Raeder. Außerdem nahm an diesem Empfang teil General der Infanterie Göring.

Nachdem der R e i ch s w e h r m i n i st e r in kurzer Ansprache dem Führer die Wünsche der Wehrmacht zum Ausdruck gebracht hatte. tauschte der Führer mit jedem

der erschienenen Herren 'N eitjahrsglückwünschc aus. Die Ehrenwache imHause des Reichspräsidenten" erwies bei der An- und Abfahrt der Vertreter der Wehrmacht die vorgeschriebenen militärischen Ebrenbezeugungen.

Um 11.15 Uhr empfing der Führer eine Abordnung derSalzwirker Brüderschaft im Thäte zu Halle".

die ihm nach altem Brauch der Halloren Salz, Schlack­wurst und ein Glückwunschgedicht, den sogenannten Neu­jahrscarmen. überbrachte. Der Führer dankte mit freund­

lichen Worten und sprach der Abordnung zugleich für ihre Brüderschaft seine besten Neujahrswünsche aus.

Alsdann folgte der feierliche

Acujahrèempsang der Diplomaten durch den Deutschen ReichdkanÄr.

Der Führer und Reichskanzler empfing imH aus des Reichspräsidenten" in der traditionellen Weise sämtliche in Berlin beglaubigten fremden Bot- schafter, Gesandten und Geschäftsträger, um ihre und ihrer Regierungen Glückwünsche zum Jahreswechsel ent- gegenzunehmen und letztere für die fremden Souveräne, Staatsoberhäupter, Regierungen und Völker im eigenen Namen und im Namen des Deutschen Reiches zu erwidern.

Um 11.30 Uhr begann die Aussahrt der ausländischen Missionschefs, denen im Ebrenhof des Palais die Ehren­wache des Heeres die vorgeschriebenen militärischen Ehrenbezeugungen durch Präsentieren des Ge­wehrs und beim Nuntius und bei den Botschaftern außer­dem durch Trommelwirbel erwies. Der Führer und Reichskanzler, in dessen Begleitung sich u. a. der Reichs­minister des Auswärtigen, Freiherr von Neurath, die Staatssekretäre Dr. M e i ß n e r, v o n Bülow und Dr. Lammers, der Chef des Protokolls, Graf von V a s s e w i tz , sowie der Adjutant der Wehrmacht beim Führer, Major Hoßbach, und der persönliche Adjutant, Obergruppenführer B r ü ck n e r, befanden, betrat um 12 Uhr den großen Saal, in dem die Diplomaten bereits Aufstellung genommen hatten.

Nuntius Orsenigo übermittelt die Glückwünsche der Diplomaten.

Der Doyen des Diplomatischen Korps, der Apostolische Nuntius Monsignore Cesare Orsenigo, Erzbischof von Ptotemms, richtete an bett Führer eine französische Ansprache, in der er u. a. sagte:

Herr Deutscher Reichskanzler! Eine schöne Tradition weiht den heutigen Tag dem Austausch von Glückwünschen zwischen den Völkern. Wir, als Vertreter der Staaten, die mit Deutschland diplomatische Beziehungen unterhalten, sind glücklich, Euerer Exzellenz im Namen unserer Souveräne und Staatsoberhäupter sowie in unserem eigenen Namen die besten Wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen und für das Gedeihen Ihres Volkes ent­bieten zu können.

Unter den Gütern, die die Menschen heutzutage am meisten begehren, erhebt sich ohne Zweifel über alle an­deren der Weltfriede mit all seinen Auswirkungen auf politischem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet. Euere Erzellenz! Wir verhehlen uns nicht, daß sehr ernste Hindecknisse dem Weltfrieden noch im Wege stehen. Aber wir sind überzeugt, daß, so schwer sie auch sein mögen, sie sich nicht als unüberwindlich er­weisen werden dank des Zusammenwirkens aller Men­schen, die guten Willens sind, und unter dem Zeichen der Gerechtigkeit und der Menschenliebe, dieser Tugenden, die für die Erreichung einer weltweiten Verständigung uner­läßlich sind. Mit diesem Wunsche, den sicherlich jedermann teilen wird, geben wir der Hoffnung Ausdruck, daß das neue Jahr uns diese Annäherung der Geister bringen möge, die die beste Gewähr für den Frieden ist.

' In diesem Wunsche, Erzellenz, sind zugleich die besten Wünsche für Ihr Land ausgedrückt; beim gerade durch wohlgefestigte brüderliche Beziehungen zwischen den Völkern wird man diese reiche Blüte­zeit wieder herbeiführen können, die einer der Haupt­punkte Ihres machtvollen Programms für den Wieder­aufbau Deutschlands ist. Möge der Allmächtige dazu seinen Segen geben. Möge der gute unb gerechte Wille aller Menschen sie zur Wirklichkeit werden lassen!"

Der Reichskanzler antwortet und dankt für die Neujahrswünsche.

Der Führer und Reichskanzler antwortete hierauf:

Herr Nuntius! Mit aufrichtigem Danke nehme ich die Glückwünsche entgegen, die Euere Erzellenz im Namen des Diplomatischen Korps und zugleich im Namen Ihrer Souveräne und Staatsoberhäupter zum Beginn des neuen Jahres dem deutschen Volke und mir dargebracht haben.

Sie haben, Herr Nuntius, von dem heißen Wunsche der Menschheit nach Erhaltung des Friedens gesprochen und mit Recht hervorgehoben, daß ohne die Gewiß­heit des Friedens auf keinem Gebiete menschlicher Tätigkeit ein gedeihlicher Fortschritt zu erhoffen ist. Sie können überzeugt fein, daß diese Worte der Auf­fassung des ganzen deutschen Volkes entsprechen.

Kein Land kann das Bedürfnis nach Frieden tiefer empfinden als Deutschland, das nach schweren Jahren voller Not und Leid alle Kräfte für seinen inneren Wiederaufbau zusammengcfaßt hat,

das diesen Wiederaufbau in Ruhe vollziehen will, und das für seine Lebensrechte von den anderen Ländern nur die gleiche Anerkennung und Achtung for­dert, die es ihnen selbst entgegenbringt. Mit seiner Politik, die unverrückbar auf diesen Grundsätzen beruht, wird Deutschlaud stets ein sicherer Garant des Friedens sein.