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Zulöaer /lnzeiger »3^ H . ^r°bl°«füc Rhön und »ogetebtry WMMRMM £=3^ Mf HE'^-r RwisblaB «-WKW«, bach/H. H?uptschrfftle,ter Fr. -vr, ch _ Redaktion und Geschäftsstelle: Köntgstraße 42 Zernsprechâschluß Nr. 2949 Preisliste Nr. 3 gültig. Verantwortlich für den klau, Fulda, Konrgjtraße 42, Telefon 2H»v. Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

Nr. 19 12. Jahrgang

Fulda, Mittwoch, 23. Januar 1935

Einzelverkausspreis 10 Pfg.

Adolf Hitler als Gratulant bei General Litzmann

Am 85. Geburtstag des greisen Heerführers,

Der berühmte Heerführer und treue Gefolgsmanst Adolf Hitlers, General Litzmann, feierte semen 85 Ge­burtstag. Er verlebte seinen Ehrentag in dem Berliner Vorort Nikolassee, im Hause seiner Tochter. Der Villen- ort hatte reichen Flaggenschmuck angelegt. Unbeweglich stand ein Doppelposten der SS. mit geichultertem Gewehr vor dem Eingang des Hauses. Seit den ersten Vormittags­stunden kamen in unaufhörlicher Folge bte Gra'nlanten mit Sträußen Blumenkörben und Geschenken. Vor allem waren es die Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen. Der Gauleiter der Kurmark, Staatsrat Kube hatte es sich nicht nehmen lassen, dem Vertreter der Kurmark im Reichstag und Sohn märkischer Erde persönlich seine herzlichsten Geburtstagsgrüße zu überbringen. Im Namen der damals vom

Sieger von Brzeziny geführten 3. Garde-Jnfanterie-Division und aller Mit­kämpfer der Durchbruchsschlacht sprachen Generalleutnant v o n R o e d e r als letzter Kriegskommandeur der Division und Hauptmann Krukenberg als alter Ordonnanz­offizier des Generals Litzmann dem Jubilar unter Über­reichung einer Ehrengabe Glückwünsche aus.

Um 10 Uhr eröffnete die Kapelle der Reichsschule des Nationalsozialistischen Arbeitsdienstes ihr Ständchen im Garten. Dann kam die Kapelle des Infanterie-Regiments Nr. 9 an die Reihe. Währenddessen marschierten auf der Straße in langer Front ein Ehrensturm der SA.-Stan- darte 17 und eine Ehrenabteilung der PO. auf, dahinter die Hitler-Jugend. Wenige Minuten später

erschien der Gefeierte

vor der Gartentür in Begleitung seines Sohnes, des SA.-Gruppenführers. Heilrufe grüßten ihn von allen Seiten, der Präsentiermarsch klang ans, die SS.-Wache präsentierte. Der General, der den Pour le mérite mit Eichenlaub angelegt hatte, drückte seine Freude in einer kurzen Ansprache aus, die in ein Sieg Heil auf den Führer ausklang.

Gegen Mittag erschienen als weitere Gratulanten u. a. die Reich-minister Dr. Frick und Kerrl und in 'Vertretung des preußischen Ministerpräsidenten General Göring, Staatssekretär Körner. Nach 1 Uhr marschierte Die Leibstandarte Adolf Hitler auf.

Dann wurde General Litzmann die schönste Ehrung zu seinem Geburtstag zuteil: der Führer und Reichs­kanzler selbst kam, um seinem treuen Mitkämpfer, der als erster General der alten Armee den Weg zur national- fozialistnchen Bewegung gefunden hatte, persönlich seine Glückwünsche auszusprechen.

Mit dem Führer und dessen Begleitung erschien auch sein Stellvertreter, Reichsminister Rudolf H e ß. Wenige Minuten vorher war auch der Ches des Stabes, Lutze, eingetroffen. Kurz danach erschien, von begeisterten Heil­rufen empfangen, Reichsminister Dr. Goebbels.

Als nach 10 Minuten General Litzmann vor dem Hause erschien, und der Führer ihn am Arm geleitete, glich der Jubel einem wahren Orkan. Der Führer zeigte dem Geburtstagskind das Geschenk, einen Mercedeswagen, den General Litzmann tief gerührt besichtigte. Es drückte sich in den Jubelrufen, die während dieser Szene auf der Straße vor den, Hause des Generals kein Ende nehmen wollten, nie ganze Liebe aus, die das Volk dem Führer sowohl wie seinem getreuen Mitkämpfer entgegenbringt. General Litzmann nahm probeweise in seinem Wagen Platz, in angeregtem Gespräch mit dem Führer.

Der Abschied war rührend und herzlich. Noch inmal wünschte beim Abschied der Führer seinem treuen Mit­belfer im Kamps um die Macht das Beste. General Litz- mann und Reichsminister Dr. Goebbels wechselten dann noch einige herzliche Worte. In das Mikrophon des Rundfunks sprach der Genera! folgende markige Worte: Ich bin hochbeglückt, in meinem hohen Alter noch zu er­leben. daß

Deutschland feine Ehre wiedergewonnen h«n und wieder zur Macht zurückkehri durch das alleinige Verdienst seines Führers A d o l s Hitler. Ich bin be­glückt, an meinem 85. Geburtstag diesen herrlichen Mann unter meinen Gratulanten zu haben. Deutschland muß das alte Ansehen in der Welt wiedergewinnen, und das alles wird erreicht werden durch unseren Führer Adolf Hitler!"

Rufe von der Menge draußen:Wir gratulieren!' erwiderte der General freundlich grüßend mit den Worten: Ich danke euch!'

Einige Zeit vor dem Eintreffen des Führers waren als Gratulanten auch General der Landespolizei, D a - ! " e 6 e, der Befehlshaber der deutschen Polizei, und oer Kommandeur der Landespolizei Inspektion Branden­burg, General der Landespolizei, Wecke, erschienen

*

Unter den zahllosen Gratulanten, die durch Geschenke, Glückwunschschreiben, Telegramme usw. vertreten waren, (eien noch genannt der Reichswehrminister Generaloberst v o n B l o mb e r g , der Reichs- und preußische Minister Innern Dr. Frick zugleich in seiner Eigenschaft als Führer der Relchstagsfraktion der NSDAP., der preußische ..limiterprafibcnt Göring, der durch SS.-Gruppen- Hhrer Staatssekretär Körner eine Ehrengabe überreichen

Reichsstatthglter Ritter von Epp zugleich als Reichsleiter des WchrvolUischen Amtes der RSDAV.

Hand in Hand!

Unser nebenstehendes Bild bringt die herzliche Verbunden­heit des Führers und Reichs-

kanzlers mit General des Vorkämpfer Reiches zum

dem 85 jährigen Weltkrieges und des Dritten Ausdruck. Wir

sehen neben dem Kanzler Ge­neral Litzmann, der in dem ihm von Adolf Hitler zum Geburts­tagsgeschenk gemachten Auto Platz genommen hat. Ein Leben des Kampfes und der Ehre liegt hinter dem ehr­würdigen Greis.

Reichsstatthalter Loeper Persönlichkeiten.

*

Des Führers Besuch bei General Litzmann

Berlin, 23. Januar. Der Führer wurde, als er in Be­gleitung des Reichs Ministers Hrß und Dr. Goebbels sowie seiner Mitarbeiter am Dienstag mittag dem greifen Ge­neral Litzmann seinen Besuch abstattete, im Innern des Hauses von General Litzmann und dessen Sohn, SA- Obergruppenführer Litzmann, sowie den übrigen Familien­mitgliedern empfangen. In einer kurzen, überaus herz­lichen Ansprache beglückwünschte der Führer den General im Namen des ganzen deutschen Volkes zu seinem 85. Geburtstage. Er dankte ihm für seine bewunderungs­würdigen unvergänglichen soldaftscheu Leistungen im Dienst des Vaterlandes und ebenso auch für seine mutige und tapfere Haltung, die er im Kampfe für die national­sozialistische Bewegung in so hervorragender Weise gezeigt habe. Als Ausdruck des Dankes übergab er ihm heute per-

Grenzer im Kampf

Gepanzertes Schmugglerauto von Scharfschüßen abgeschossen.

Die Insassen verwundet, aber geflüchtet.

Zwischen Hassum und Kessel (Kreis Kleve, Rhein­provinz) gelang es einem Zollpolizisten, einen gepanzer­ten Schmugglerwagcn unschädlich zu machen, der ver­schiedentlich die Zollschranke in höchster Geschwindigkeit durchbrochen hatte. Ein Scharfschütze durchschoß aus einiger Entfernung den Hinterrcifen, so daß das Auto ins Schleudern geriet und umstürzte. Die Insassen konn­ten jedoch entkommen. Der mit Panzerplatten von sechs Millimeter Stärke ausgeschlagene Wagen hatte zehn Zentner Kaffee und Tabak geladen.

Schon seit längerer Zeit lagen die Beamten des Be- zirkszollkommissariats Goch auf der Lauer, um den ver­dächtigen Kraftwagen zu erwischen, der von Holland a u s in Höchstgeschwindigkeit die Grenze passierte. Jetzt waren wieder einmal alle Vorbereitungen zu seinem Empfang auf der Landstraße zwischen Hassum und Kessel getroffen worden. Eine Autofalle war aufgestellt und an einer besonders geeigneten Stelle ein Scharf­schütze mit einem Karabiner postiert worden.

Gegen 19 Uhr kam der Kraftwagen mit unheimlicher Geschwindigkeit in Sicht.

Haltesignale wurden nicht beachtet und die Autofalle überrannt. Nun trat der Schütze in Aktion. Von Drei abgegebenen Kugeln erreichte eine trotz de rDunkel- b e i 1 aus 150 Meter Entfernung ihr Ziel, und zwar wurde ein Hinterreifen durchschossen. Der Wagen geriet ins Schleudern unb schlug schließlich u m.

Als die Zollbeamte« an der Unfallstelle anlangte«, »nutzten sie fcftfteöen, daß die Insassen, wahrschein­lich $mci Personen, noch die Möglichkeit gehabt hatte», sich auS dem umgeschlagenen Wagen zu be­freien und zu flüchten. Nach den Blutspuren zu urteilen, dürften sie sich Verletzungen zugezogen haben.

Der Wagen, eine 110 PS Simoufinc (8 Znlinder), Der eine Geschwindigkeit bis zu 120 Stundenkilometer entwickeln kann, war schwer g e p a n ; e r t. Tank, Kühler, Windschutz, Rückenlehne und Seitenwände hatten Panzerplatten von 6 Millimeter Stärk c. Das Fahrzeug war verhältnismäßig wenig beschädigt.

Der Schmuggel über die niederländisch-deutsche Grenze bietet immer noch s o höbe Gewinnmög l i ch k e i 1 e n, daß sich trotz des erheblichen Risikos immer wieder verwegene Burschen dazu bereit finden, derartige Fahrten auf Tod u nd Loben zu unternehmen-

und viele weitere führende

sönlich und im Namen der Partei als Geburtstagsgc"Henk einen Kranwagen. und stellte den dazugehörigen Fahrer. Die Reichsminister Heß und Dr. Goebbels 'owie Stabs­chef Lutze überreichten dem Jubilar Blumen und Ge'chenke. Die Bescheidenheit des Geburtstagskindes, die schon in seiner Antwort an den Führer zum Ausdruck kam, zeigte sich abermals, als er sich in Gegenwart des Führers in den ihm geschenkten Kraftwagen, ein 11 60 Mercedes-Cabrio­let. setzte. Der alte Herr, der seit Jahren an einem Ltock geht und zumeist von seiner Tochter gestüzt wird, hat trotzdem in den Jahren des Kampfes, ohne jede Rücksicht ruf seine Gesundheit, unter schwierigsten Bedingungen für die nationalsozialistische Bewegung fast Abend für Abend in Versammlungen gesprochen, einen Kraftwagen aber hat :r nie besessen. Er war dadurch in seiner Beweglichkeit ganz natürlich in der letzten Zeit stark behindert. Der Führer und die Bewegung statten ihm nun durch die "es Geschenk ihren Dank ab und geben ihm damit die Mög­lichkeit, an seinem Lebensabend ohne Behinderung wie bisher teil zu haben am deutschen Ausbau und am Wer­den einer deutschen Volksgemeinschaft.

Der in Goch unschädlich gemachte Kraftwaaen, der Kaffee und Tabak geladen hatte, hätte im Falle eines

Gelingens der Tat einen Gewinn von immerhin rund 1500 Mark gebracht, alle Unkosten abgerechnet.

Hat ein Schmugglerwagen erst einmal die Zoll- Iper r e durchbrochen, so ist es sehr schwer, die Spur im .Hinterland wieder aufzunebmen. Die L a d u n a wird meist entweder in den Großstädten des benachbarten Jndustriebezirks abgesctzt, oder sie gebt nach Hamburg oder Bremen, nm dort an den Mann gebracht 51t werden. Die Finanzierung des Schmuggels erfolgt durch G roß s ch i e b e r , die meist in Holland sitzen, zum Teil jedow auch in Deutschland ihren Wohnsitz haben.

In rasender Fahrt durch die Autofalle.

Ergänzend wird noch folgendes mitgeteilt: Seit der vergangenen Woche batte das Bezirkszoukommiffariat Goch auf der 22 Kilometer langen Grenzstrecke, die wegen ihres gebüschreicken Geländes ein bevorzugtes Betäti­gungsfeld von Schmugglern ist, eine Anzahl A u t o - falle n eingerichtet. Zwischen Hassum und Kesse! waren an einer bewaldeten Stelle drei Beamte postiert, die plötzlich ein schweres Personenauto die Straße passieren sahen.

Der Wagen hatte vorne nicht weniger als vier große Scheinwerfer und ein Suchlicht.

Als der Wagen sich auf einer Entfernung von 250 Meter den Posten genähert hatte, sprang einer der Beamten auf die Straße und -ab rote Haltesignale. Mit einem- mal beschleunigte der Wagen sein Tempo. In rasen­der Fahrt passierte er den Posten

Einer der Beamten gab von vor.- Schüsse auf den Wagen ab, der zweite von der Seite, der dritte be­schoß den an ihm vordeirascnden Wagen von hinten.

Der erste Beamte, der Z o l l g r e n z a n g e st e l l t e Voll m a n n , der zunächst von dem Scheinwerfer ge­blendet wurde, feuerte dann den woblgezielten Schuß auf den Reifen des linken Hinterrades ab, so daß der Wagen schließlich umschlug. Wie sich herausstellte, haben die In­sassen durch die zufälligerweise durch den Sturz her­an s g e r i s s e n e Tür flüchten können.

Oer Führer empfing das Diplomatische Korps.

Der Führer und Reichskanzler empfing Dienstag abend, wie amtlich mitgeteill wird, imHaus des Reichs- präsidenten', wie alljährlich das bei ihm beglaubigte Diplomatische Korps. An dem Empfang nahmen sämtliche in Berlin anwesenden Botschafter, Gesandten und Geschäftsträger mit ihren Damen teil.