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^ 6 Hauptjchristleiter Friedrich Ehren- RtèaFtißn und Gefckättsfkelle' KSniaKrasjr 42 ^erufvreck-Nâluk Nr. ist Preisliste Nr. 3 gültig. Verantwort!, für den 1°?,^ Fulda, Königstraße 42, Telefon 2989. - «Hrawun» ww Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

40 - 12. Jahrgang

Fulda, Samstag, 23. Februar 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

As Wüste wird blühendes Land.

Bedeutsame Rede des Reichs­arbeitsführers im Emsland.

Acichsarbeitsführer Hierl setzte seine Besichtigungs- Mdurch die emsländischen Moore fort und Me in Meppen einem Appell der bisher dort chcnArbeitsdienstabtcilung bei. In einer Ansprache jäte er die Arbeitsmänner als die Vorhut eines i ®en Arbeitskorps, das in den nächsten Wochen nnd Men aus allen Teilen Deutschlands ins Emsland Men werde, um eine Ehrenaufgabe des latschen Arbeitsdienstes und des ganzen f Men Volkes zu erfüllen, nämlich aus dem ems- lié'ifien Moor ein blühendes Kulturland zu entwickeln. Av Wüste ohne Baum rind Strauch dehne sich wie ein Shandslecf deutscher Erde vor unseren Angen, Mend jenseits der Holläu 'chen Grenze eine blühende pwinz liege.

Jm Reich Adolf Hitlers werde nicht geredet, sondern ^handelt. Deshalb solle jetzt endlich das gewaltige Wert in Angriff genommen werden, dem deutschen 8gl! mit der Friedcnswaffc des Spatens hier im

Emsland eine neue Provinz zu erobern. jWrbeitssührcr Hierl wies auf die ehrenvolle Aus- K hin, die hier den Arbeitsmännern gestellt ist, obgleich Hier heute noch öden Landschaft viele Entbehrungen tragen müssen. Wenn aber dereinst stolze deutsche Sauer n g e f dj l e d) t e r hier als ewiger Jungquell Äms Volkes wurzeln werden, so würden diejenigen, dm Haare dann schon ergraut seien, sich mit Stolz als L Schöpfer dieses Werkes bezeichnen dürfen. Er schloß «einem Dank an den Führer, der den Deutschen Msdicnst schuf und ihm Aufgaben stellte, deren Segen Wiinbcrte überdauern werde.

Leichsarbeitsführer Hierl richtete von Lingen aus ^ck ^ st hrer ein Telegramm, in dem er noch einmal MBeginn des großen Werkes die Treue der Arbeitv- männkk zum Ausdruck bringt. In einem herzlich ge-

$ anktelcarämm anwortete der Führer.

* lmgrWe der Arbeitsmänner an den Führer

Berlin, 23. Februar.

^er Reichskommissar für den Arbeitsdienst hat aus ungen an den Führer und Reichskanzler folgendes ulegmmm gerichtet:

Deutsch-englische Besprechungen so gut wie sicher.

London, 23. Februar.

^ie bcutsche Regierung hat, wie Reuter berichtet, britischen Regierung in bestimmter Form mitgeteilt, sie udamit einverstanden, daß die in Aussicht genom- ^kn deutsch-englischen Besprechungen sich auf das ganze rb!ct^der in dem englisch-französischen Kommunique

3. Februar erwähnten Punkte erstreckten. Unmit- redeutsch-enqlische Besprechungen sind letzt so gut wie sicher.

*

. .... Klärung von »orsrase«

^'Fühlungnahme der britischen Regierung in Berlin.

, London, 23. Februar. ((J.^Sebenber englischer Stelle wird bestätigt, daß die Legierung nunmehr erneut mit den Regierungen eutschland, Italien und Sowjetrußland genommen hat, nachdem die englisch-französischen iinb $un8cn schon seit einigen Tagen wieder im Gange Èric err lln $en britischen Botschafter in Berlin, Sir Siemn« gerichteten Anweisungen der Londoner Re- ciiicr ® ,^'eben sich, wie verlautet, auf die Klärung einer ?on Vorfragen über den Gesamtplan bmd,^"seinen Befriedung in Europa. In bieferiBer* voraussichtlich nicht nur der Luftpakt, son- Tcäm»^ ^ Problem der Rüstungen im Rahmen des H ines angeschnitten werden. England, so heißt feine« Meldung der Preß Association, lasse durch ^nb-^osichofter in Berlin den Umfang des Fra» ber bri'nl, ch e s feststellen, über den für den Fall, daß Monhiu Außenminister Berlin einen Besuch abstatte, tttictn 771 ^ben könne. Simon werde wahrscheinlich von i vermutlich von dem Großsiegel- ^vvn, begleitet werden.

Wer beim Zapfenstreich

. _ in Frankfurt a. d. 0.

n k des Besuches der Standorttruppen in durch den Führer bildete abends ein Reuben k ' su dem die Musikkorps aus hon um- ^nmdortcn gugejogen worden waren. Das

2000 Arbertsmänner als Vorhut des aus allen deutschen Gauen gebildeten Arbeitskursus im Ems - land eingerückt, um mit dem Spaten unserem Volk neuen Boden zu erobern. Wir sehen in dieser Arbeit ein Vorrecht des freien deutschenMannes, insbesondere der im Ehrendienst der Arbeit stehenden Jugend, und grüßen bei Beginn unseres Werkes den Führer als seine treuen, gehorsamen Arbeits­männer."

c Wagenborg-Bildmaterndienst.) Reichsarbeitsführer Konstantin Hierl feiert am 24. Februar seinen 60. Geburtstag.

Der Führer hat hierauf telegrafisch wie folgt geant­wortet:

,Ihnen und den heute ins Emsland eingerückten Arbeitsmännern danke ich für den mir telegrafisch übermittelten Treuegruß. Ich bin überzeugt, daß die zu diesem großen neuen Werk an der Ems eingesetzten deutschen Iungmänner der gesamten deutschen Jugend ein Vorbild sein und eine M u st erle i st u ng vollbringen werden. Ihnen allen Keil!"

nächtliche Schauspiel hatte wieder Tausende von Menschen angelockt. Die Frankfurter Bevölkerung, die Bewegung in allen ihren Gliederungen unb Formationen, bereiteten dem Führer unter dem nächtlichen Himmel einen be­geisterten Abschied. Immer wieder brandete der Jubel auf, als Adolf Hitler aus den mit Scheinwerfern hell beleuchreten Balkon hinanstrat.

Trommelwirbel leiten den Zapfenstreich ein, und als dann die Klänge des Chorals ertönen, entblößt, wie zu einem stillen Gelöbnis, die Menge das Haupt, Gelöbnis und Dank zugleich an den Führer, der

auch der Ostmark wieder die Hoffnung auf eine bessere Zukunft gegeben

hat. Aus der Ferne erklingt gedämpft die Retraite der Artillerie. Nachdem die letzten Takte des Deutschland­liedes verklungen sind, bricht der Jubel von neuem los, der sich sortpflanzt durch die Straßen, die der Führer aus dem Wege zum Bahnhof passiert. Als dann nach 11 Uhr der Zug die Halle verläßt, begleiten stürmische Jubelnlfe, Tücher- und Huteschwenken den Führer.

Der Führer besuchte die Wehrmacht in Frankfurt an der über.

^cr Führer und Neickslansirr Adolf Hitler bcfudne als Oberbefehlshaber der Wehrmockt in Begleitung des Rèickâln Ministers, Generaloberst von Blomberg, die Truppen der Garmsonsiadt Aran Hurt a. b. O. Bild zeigt pen Führer beim Abschreiten bot Jnsanleriesormationcn am Bahnhof; links Generaloberst v. Blomberg.

Er hob das Schwert.

Zur Erinnerung an den 24. Februar 1920 und an den 27. Februar 1925.

Ein Feuer war entzündet, aus dessen Glut dereinst das Schwert kommen muß, das dem germanischen Siegfried die F r e i h e i t, der deutschen Nanon das Leben wiedergewinnen soll. Und neben der kommenden Erhebung fühlte ich die Göttin der unerbittlichen Rache schreiten für die Meineidslai des 9. November 1918.

So leerte sich langsam der Saal.

Die Bewegung nahm ihren L anf"

Mit diesen Worten endet die Schilderung Adolf Hitlers selbst inMein Kampf", die er vier Jahre später als Festungsgefangener in Landsberg über die Vorgänge des 24. Februar 1920 niedergeschrieben hat. Die Riesenversammlung im Münchener Bürger­bräukeller bedeutete gewiß nicht den Anfang der Be­wegung des deutschen Nationalsozialismus, aber dieser Tag gab ihr durch die Verkündung ihres Programms nun auch vor der großen Öffentlichkeit den festen Ausgangs­punkt. Partei und Programm beides ist durch H i t l e r s e l b st geschaffen worden, dem nur ein paar Ge­treue seit dreizehn Monaten zur Seite getreten waren; und nun stand ein Saal voll Menschen vor mir, zu- sammengeschlossen von einer neuen Überzeugung, einem neuen Glauben, von einem neuen Willen."

Seitdem sind nun fünfzehn Jahre verflossen. Aus dem weiteren Kreisen ganz unbekannten, nun erst voll in die Öffentlichkeit getretenen Mann ist der Führer des ganzen deutschen Volkes zu einer neuen Überzeugung, zu einem neuen Glauben, zu einem neuen Willen geworden. Am 24. Februar 1920 haben ihm etwa 2000 Mann zuge­hört, nein, haben ihn anhören müssen! Denn erst erzwingen konnte er es, daß sie ihm überhaupt zu- b orten. Hitler selbst hat es erzählt:Die größere Zahl der Teilnehmer an jener Versammlung waren als aus­gesprochene Gegner hingekommen: es waren Unab­hängige und Kommunisten. Doch nack einer halben Stunde begann der Beifall das Schreien und das Brüllen langsam zu übertönen." Und als nun dieser doch fast un­bekannte Mann das Programm erläutert hatte und die . fünfundzwanzig Thesen vorlegte, da wurden sieeine nach der anderen unter immer mehr sich erhebendem Jubel an­genommen, einstimmig und immer wieder ein­stimmig . . . ."

Diese 2000 Zuhörer hatte er aus Gegnern, ja aus Feinden zu Anhängern der neuen Überzeugung, des neuen Glaubens, des neuen Willens gemacht. Adolf Hitler selbst und nur er selbst! Er hatte an die harten Felsen geschlagen mit dem Zauberstab seiner Persönlichkeit, und da sprang der Quell heraus, aus dem binnen dreizehn Jahren ein Bächlein, ein Fluß und dann der breite Strom der nationalsozialistischen Bewegung geworden ist.

Eine neue Überzeugung, ein neuer Glaube, ein neuer Willen", das sagt ja nichts anderes alseine neue Weltanschauung!" Ihren Ausdruck, ihre Formu­lierung, ihren Geist fand sie in jenem Programm der NSDAP., das Hitler selbst den 2000 Zuhörern am 24. Februar 1920 zum ersten Male vortrug und erläuterte. Ein harter Kampf begann damit gegen die alten Götzen, die die Parteien des 9. November 1918 aufgeriebtet batten, und dieser Kampf einer Bewegung konnte nur gelingen, weil er erstens und vor allem geleitet und vorgekämpfl wurde durch die einzigartige zwingende Fübrerper- s ö n l i ch k e i t eines Adolf Hitler selbst, und weil dieser Mann und die Bewegung in den Angriff hineingingen, in der heiligen Überzeugung, daß eine neue Welt- a u s ch a u u n g von prinzipieller Bedeutung vorangefteßt werden sollte".

Aus beidcm beraub ergibt es sick auck, daß das Ver­bot der Partei nack dem 9. November 1923 nur äußerlich ein Hemmnis bedeuten konnte. Denn der Führer wurde ihr erhalten und dieheilige ü b e r z e u - g u n g" war nur noch gestärkt. Am 2 7. Februar 1925, als die NSDAP, von neuem gegründet wurde an

(Fortsetzung auf Seite 2.)