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fuldoct Anzeiger

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Nr. 47 12. Jahrgang

Fulda, Montag, 25. Februar 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

15 Jahre deutsche Freiheitsbewegung.

Vie Weihestunöe in der Münchener Tonhalle.

Die Feierlichkeilen am Sonntag wurden mit einer nationalsozialistischen Weihe stunde in der Ton - idUe in München eingeleitet.. Kurz vor 11 Uhr be- M der Gauleiter des Traditionsgaues München-Ober- Wrn, Adolf Wagner, den festlich geschmückten M Ihm folgten der Stellvertreter des Führers, Minimster Rudolf Heß, der Reichsführer der SS., Miller, die Reichsleiter Fiehler, Grimm und Borne- «n, Ministerpräsident Siebert und Staatssekretär Sauser und eine Reihe höherer Führer der SA. und SS.

Ein feierliches Orgelvorspiel von Johann Sebastian Ach leitete die Weihestunde ein. In die letzten Klänge an Orgel mischte sich dumpfer Trommelwirbel, der den Einmarsch der Fahnen der PO. und SA. be­gleitete. Alles erhob sich von den Plätzen und grüßte mit erhobener Hand die Feldzeichen der Bewegung. Dann nahm der Gauleiter des Traditionsgaues München-Ober- bahern,

Staatsministcr Adolf Wa das Wort zu seiner Ansprache, die Sinn . ad Bedeutung des Februar 1920 in das Geschehen 'erer Tage hineinstellte.

Nachdem er des Führers gedacht und den an seiner Stelle anwesenden Stellvertreter des Führers mit einem Sieg Heil begrüßt hatte, führte Adolf Wagner u. a. fol- Mdes aus: Heute vor 15 Jahren, am 24. Februar 1920, »Endete Adolf Hitler im Hosbräuhaus-Festsaal zu Anchen die 25 Thesen, d. h. das weltanschauliche Pro- Wm der Nationalsozialistischen Teutschen Arbeiter- Mei. Der 24. Februar 1920 kann daher als der "gentliche Parieigründungstog angcspro- An werden. Diese Thesen werden in aller Zukunft un* ^»ändert bleiben, denn als Schlußsatz wurde damals ver­kündet. daß die Führer der Nationalsozialistischen Deut- wie Arbeiterpartei sich mit ihrem Leben dafür einsetzen, »ob das mit den Thesen verkündete politische und welt- »Nlchauliche Programm durchgeführt wird. Aber noch aus einem anderen Grunde wird an der damaligen Ver­kündung nichts geändert werden dürfen.

Dreihundert deutsche Männer haben ihr Leben und "»sende haben ihr Blut hergcgcbcu für die Verwirk- "lhung des politischen und weltanschaulichen Wollens

Adolf Hitlers.

® das Blut, das geflossen ist und all das Leid, das ge- !'en wurde, schreibt die Namen derjenigen, die es traf, M nur für alle Zeiten in das Buch der deutschen Ge- Achte, sondern es verpflichtet über die heutige Genera- 'A hinaus alle bis in die fernsten Geschlechter, das Ver- ^knis zu wahren und zu hüten. Erst Adolf Hitler schuf n Der nationalsozialistischen Bewegung und mit Hilfe 24. Februar 1920 verkündeten Thesen die gewaltige klianschauiing, die imstande war, das ganze Volk i »»lassen. Wenn die damalige Zeit der Feigheit huldigte, brevigik Adolf Hitler und die nationalsozialistische Be- Tapferkeit als höchste Tugend. Wenn damals das

Kalb des Materialismus umtanzt wurde, so pre» oniA '6ol?" Hitler und die nationalsozialistische Welt- i^auung den höchsten Idealismus als den Lebens-

Menschen. Wenn damals in einer faden ü!- M isdl!selei der Begriff des Internationalismus y^^/kdoktrin gepredigt wurde, so predigte Adolf Hitler i01i f*ne nationalsozialistische Bewegung den National» n'Z-smus als die Lebensdoktrin des deutschen Menschen, i^nn damals der Klassenkampf die Menschen zerriß, Eänw! 'on zerstörte und das Volk durch die inneren Hitler \ Untergang entgegenführte, so predigte Adolf te«U ^^"k nationalsozialistische Bewegung die ;,j.'^"^nschaft: Die Vereinigung des Arbeiters der mit dem Arbeiter der Faust

1001 der Weg, der in den letzten 15 Jahren dar war. Zurückschauend kaun gesagt werden, Hitler 1 ^w»chal cs gut mit uns meinte, als es Adolf keiner Bewegung diesen harten Kampf auf- ^tien fi - Cr "^1 stark blieb in diesem Kampf, blieb am . ' wrren, wer schwach wurde, wurde abgeschüttelt, wer wurde nicht geduldet. Nichts, aber auch gar % k,!, Mochte den Führer abzubringen von seinem Weg.

1 "er Blickrichtung gab es nur eines:

vlt Eroberung der Macht in Deutschland für die Mild 'wtionalsozialistische Weltanschauung.

MÄJ1, Januar 193.3 begann die große Revolution hjm^ ' iB^u Volkes. In wenigen Wochen wurde all das Alach, j ^Egt, was an Undcutschem sich in den Besitz der tute " Deutschland früher gesetzt hatte. Der Schlacht- kiiü ompfjahre:Deutschland erwache!" undDeutsch» der nun in die Tat umgesetzt wurde, ^denkx^^^isten, Liberalisten, Reaktionäre, Juden und Wie ein Aufatmen ging cs durch die ^Uen v Der Nationalsozialismus ivird das Reich ^teiinb deutschen Grundsätzen zur Erfüllung deutscher ""ttlwn Müdigkeiten. In dem gleichen Maße, wie sich ^lvtibi'n, Tnrlschlands das Selbstvertrauen und der ^Ach», dw Zukunft hebt, in demselben Maße steigt auch tite l'- ®!« unserem deutschen Volke von der Zeit ent» wird.

ich wurde all das

Die Geschichte der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei und des nationalsozialistischen Deutschland ist und wird anders sein als das, was bisher von deutscher Geschichte geschrieben wurde.

Die Geschichte der Bewegung und die Geschichte des neuen Deutschland ist die Geschichte Adolf Hitlers.

Ohne ihn wären wir nicht, ohne ihn wäre Deutschland nicht. Fünfzehn Jahre führt uns nun Adolf Hitler, und zwei Jahre führt er die ganze deutsche Nation. Das gütige allmächtige Geschick hat ihn und damit uns alle auf seinen Weg begleitet. Möge es ihm auch in aller Zu­kunft zur Seite stehen, zum Segen für Volk und Vaterland.

Nachdem das Sieg Heil des Gauleiters auf die Natio­nalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, auf das deutsche Volk und Vaterland, auf den Führer und Reichskanzler verklungen war, spielte das NS.-Reichsshmphonieorchester den vierten Satz aus der Ersten Brahms-Symphonie. Dann' intonierte die Kapelle die Nationalhymnen, das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied, unter deren weihevollen Klängen der Ausmarsch der Fahnen erfolate.

*

Vatteigröndungskrer im hosbräuHaur

Zum machtvollsten Höhepunkt der Feierlichkeit zur Er­innerung an die 15. Wiederkehr des Tages, an dem Adolf Hitler den Grundstein legte für das große Befreiungswerk des deutschen Volkes, gestaltete sich die Parteigründungs- Feier am Abend des historischen 24. Februar im Festsaal des Hosbräu-Hauses in München. Die Kunde, daß der Führer selbst kommen und sprechen werde, hatte schon lange vor Beginn der großen Kundgebung eine gewaltige Menschenansammlung auf den Zugangsstraßen zum Hof­bräuhaus zur Folge. Der Festsaal zeigt denselben einfa­chen Schmuck wie an jenem 24. Februar 1920. Keine Gir­landen, keine Kränze, keine Hoheitszeichen schmücken oen Saal. Nur eine einzige Hakenkreuzfahne hängt von der rechten Seitenwand des Saales herab und davor steht das Pult, von dem aus der Führer und sein Stellvertreter sprechen werden. Im Saal selbst die 2000 alten Kamera­den, die Inhaber des Blutordens und des Goldenen Par­teiabzeichens mit wenigen anderen Teilnehmern, Frauen und Männer, alle Kämpfer und Kämpferinnen, die Adolf Hitler nahe waren, als er sein Werk begann. Welche Gedanken sind es doch, die die hier Versammelten beseelen. Mancher alte Kämpfer blickt an diesem Abend stolzer Er­innerung in die Runde und grüßt die Kameraden von einst. Mancher Parteigenosse und manche Parteigenossin ist grau geworden in den 15 Jahren. Die Erinnerung' rauscht durch den Saal, eine heilige, tiefe Ergriffenheit er­füllt alle. Mitten unter den Kameraden sitzen die füh­renden Männer des heutigen Staates, so Stabschef Lutze, Reichssührer der SS Himmler, der Führer des NSKK.

Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß

nimmt das Wort. Er bereitet auf die Vereidigung vor:

Meine Kampfgenossen und Genossinnen aus acker Zeit! Deutsche Volksgenossen, deutsche Volksgenossinuen! Ueber- all in Deutschland sind wieder die Männer und Mädchen angetreten, die sich dem Führer im Treneschwur für ihren Dienst an Volk und Bewegung verpflichten wollen. Politische Leiter, Führer der HI, Führerinnen des BdM, Führer des Arbeitsdienstes, Führer der Arbeitsfront legen den Eid dem Führer ab, an dem Tage, an dem er vor 15 Jahren die deutsche Revolution durch die Verkündung des nationalsozialistischen Programms einleitete, in dem gleichen Saal, in dem damals der Führer sprach, als er zum ersten Mal sein Programm verkündete, aus dem gleichen Raum, in dem er stand, als vor ihm die jungen Stoßtrupps der Bewegung, die werdende S'ck, den ersten Kampf lieferte und zur Sprengung kommandierte Marxi­sten das erste Mal das Kampffeld räumen mußten unter den Hieben nationalsozialistischer Kämpfer, aus dem glei­chen Saal, in dem das erste Blut der Bewegung floß. Die Frauen nnb Männer hier tragen die Ehrenzeichen der Bewegung als Sinnbilder dafür, daß sie dem Führer und seiner Bewegung die Treue hielten, daß sie für ihn und für Deutschland kämpften und darbten, daß sie am 9. Novem­ber 1923 für den Führer marschierten, Verfolgungen er­trugen und vom Führer uicht ließen, als alles verloren schien. Diese alten Kämpfer und Kämpferinnen sind Vor­bild für alle, die heute angetreteu sind, in deutschen Lan- den ben Schwur auf Hitler zu leisten. Sie sollen und sie 'werden die Treue halten, wie die alten sie hielten.

Hier in diesem Raum stand der Führer einst im zer- schUs^enen feldgrauen Rock, kaum mehr sein eigen nennend als diesen, denn er gab ja alles wieder hin für die Bewe­gung, und bis heute ist er auch der gleiche geblieben, ederzeit bereit, alles zu opfern für das Werk, dem er Ment Was die wenigen damals in ihm sahen, sieht heute die Welt: den große» Führer, der seinem Volte lebt und der nichts kennt als sein Volk. Wie er als Frontsoldat einst lämbfc für fein Deutschland, so kämpfte und wAdy

Die Kranzniederlegung für Horst Wetzel an vcm Mahn­mal in der Münchener Fcldhcrrnhaüe.

Korpsführer Hühnlein, die Reichsleiter Dr. Ley, Schwarz, Rosenberg, Darrë, Fiehler, Epp, Dr. Dietrich, Buch. Grimm, Reichsjugendführer von Schirach, Gauleicer ,Streicher, dann die Mitglieder der bayeriichen Staatsre­gierung mit dem Ministerpräsidenten Siebert an der Spitze, der Generalinspekteur für das deutsche Ltraßenwe- sen, Dr. Todt, hohe SA- und SS-Führer, der Befehls­haber des Wehrkreises 7, Generalleutnant Adam, und Offiziere der Landespolizei.

er heute als der erste Soldat der Revottttron zur Rin Deutschland. Sein Kampf gilt der Erfüllung dessen, wofür die Millionen an der Front des Weltkrieges ihr Leben ließen. Sein Sieg gibt ihrem Tode Sinn sowie sein Ei a auch Sinn gab dem Tode derer, die ihr Leben opferten, damit das neue Deutschland werde.

Im Erinnern an die toten Kämpfer legt ihr heute ben Eid ab, der euch an Adolf Hitler bindet, der euch ein­reiht in Adolf Hitlers Führerschaft, der euch zu kämp»e- rischem Einsatz verpflichtet, jederzeit bereit zu fein für das heutige Deutschland und die nationalsozialistische Revo­lution.

Ihr sollt schwören, stets dem Befehl des Führers zu folgen. 3hr sollt schwöre«, stets in seinem Geiste zu

handeln. *

Vergeßt nie: das Handeln in seinem Geiste gereicht eucy zur Ehre, das Handeln wider keinen Geist gereicht ihm zum Leid. Seid würdig eures Führers, daß er stolz auch auf euch sein kann, und daß ihr nicht in Unwürde ver­geht. Trotz eigenen Willens schwört ihr den Eid; brecht ihr ihn, schließt ihr euch durch eigene Schuld aus der DolksgemeinsckMt aus. Bedenkt euch, ob ihr den schweren Eid zu leisten vermöget, ob ihr ein Leben lang halten könnt, was ihr heute schwört. Und wir alle, die wir einst Adolf Hitler die Treue schworen, nutzten diese feierlichen Augenblick des Bedenkens, um uns zu fragen, ob wir zu jeder Stunde und in jeder Handlung die Treue hielten, ihm und seinem Geist. Bedenkt euch um eurer selbst wil­len, bedenkt euch um des Mannes und dessen Werk^ willen, dem ihr dient. Bedenkt euch nm Deutschlands willen und bedenkt euch um der Toten willen, die rürbic es Deutschland ihr Leben gaben. Gedenkt in diesem Angcn- Hict Horst Wessels, der seinen Eid vor fünf Jahren mit seinem Leben besiegelte.

Ich gebe euch jetzt Bedenkzeit. Niemand soll Schaden daraus erwachsen, wenn er seine Hand nicht zum Schwur erhebt und dann bi meist, sein Amt niederzulegen. Wehe dem. der schwört und seinen Eid bricht!