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Zul-aer Mzeiger

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Ä L 35 910. Zur Zeit Veranlwortl. für den Anzeigenteil Ferdinand Threnklav, LouterbaH-H.

5!t 52 12. Jahrgang

Fulda, Samstag, 2. März 1935

Einzelverkausspreis 10 Pfg.

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As Saarvolk jubelt seinem Befreier zu.

Überraschender Besuch Hitlers in Saarbrücken Die Begeisterung kannte keine Grenzen

Am Areitagmittag ging ein Raunen durch die Mschen in Saarbrücken: DerAührerkommt! Von Md zu rnund ging die 6stn.de. Die Augen leuchteten ffd â bewegle die Frage: Wann ist der Führer da? Mn wir ihn sehen? 20 Minuten nach eins zeigte die ltz?m Ralhau-kurm, als das Auto des Führers vor dem Drücker Rathaus unter dem brausenden Jubel hielt.

seider regnete es in Strömen, aber das störte die M gestimmte Wenge nicht. In wenigen Winuten fd)m etwa 3 0 0 0 0 Menschen aus dem Marktplatz, öftren Rührer Adolf Hitler zu sehen.

Hiller fuhr zunächst zum fjotetExcelsior" gegenüber der Lergmerksdirekkion. Nur mit Mühe konnte die Ab- Imninti unfrechtcrhalten werden, da die Begeisterung der Waffen keine Grenzen kannte. Immer wieder riefen dir vielen Tausende nach dem Führer. Sie sangen das Sevtschland- nnd das Horst-Wessel-Lied md gelobten in dauernden Zurufen dem Führer die Treue des Saarvolkes.

her Führer wurde in der Tür des Hotels von Reichs- mtritter Dr. Frick und Gauleiter Bürckel empfangen unter Inbelrufen der Menge ins Hotel geleitet. Als der Führer sich dann mit dem Reichsminister Dr. G 0 e b - dels und den anderen Reichsministern aus dem Balkon chic, du mackste die Begeisterung sich Luft im Absingen des Densi^'andliedes, des Horst-Westel-Liedes und des Saarlicbes.

Um 2.30 Uhr erschien der Führer vor dem Rathaus, stand vor» in, Wagen, die Hand zum Gruße erhoben, fetter ihm fuhren der Stellvertreter des Führers, Reichs- mDcr 5> e b, Dr. Goebbels, Dr. Frick und Gau-

V ü r ck è l. Während Hitler die Gauleiter und Sfitiyeiter benrüfve, schoß ihm von den vielen Taufen­de die auf den Tribünen und an den umliegenden Straften Zuschauer waren, jubelnde Begeisterung zu. Wer überreichten dem Führer Blumen.

2cm Führer wurde eine Schale mit Kohle und Erde der Saar übergeben.

Minutenlang stand der Führer mitten in den Volks- Nm und reichte die .Hand nach rechts und links ttnb oft nach Verstärkung der Absperrungen konnte der Führer R den Weg zu dem Wagen freimachen, von dem aus st dann öen

Vorbeimarsch der Formationen

^gcgennahm. Als erste kam die Abteilung der ^^utzpolizei mit Spielmannszug und Mustkzug. Lunn führte der Stellvertretende Gauleiter der Pfalz, '/Mor, die Formationen der PO. vor. Es folgte â mit der Kapelle Fu h sei an der Spitze, und SA. marschierten mit vielen Hunderten von ''^ukreuzfahnen und mit mehreren eigenen Musikzügelt Zvielmannszügcn am Führer vorbei. Dann kam Mi ungeheurem Jubel der A r b e i 1 s d i e n st am Rier vorbei, Staatssekretär Hierl an der Spitze des Zuges der grauen Männer mit dem Sparen. Malich folgte die L e i b st a n d a r t e Adolf v 111 e r ë.

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ton Wer die Grenze, die keine mehr ist.

« ~cr Führer war um 7.45 Ahr morgens auf dem ' aicr Flughafen gestartet. Gleichzeitig stieg der Stell« r ^ Führers, Rudolf Heß, auf. Außerdem bc« sich in der Begleitung des Führers u. a. Herr v.

E' Reichsminister Frank, Reichspressechef der Dr. Dietrich, Neichsleiter Bormann, ^'^u^penführer Brückner, Brigadeführer Schaub.

Lammers und der Adjutant der Wehr- beim Führer, Major Hoßbach.

«ui h ^'^ ^r landete Hitler mit seiner Begleitung Flughafen M annheim, wo unter der S von Brigadeführer Schreck eine Wagenkolonne u,r Weiterfabri ins Saargebiet bereitstand.

^" Führer die Rheinbrücke nach Ludwigshafen im "tönten d i e Sirenen der S ch i s f e die W e " Unter dem Geläut der Glocken ging b"r$ die festlich geschmückten Städte und Womit Schönest Pfalz. Überall, wo man den Ruhr er jubelnde Begeisterung. Kurz nach 12 Uhr Wucherte der Führer die nun endlich gefallene °^Saargebietes.

1^ "Freie Durchfahrt zur freien Saar"

Uii|Cte v Aufschrift des dort errichteten Transparentes. ^arlSn^ vsubel der nach Zehntaufenden zählenden Wer et' ^' die Straßen umsäumten, durchfuhr der sich zu«"" Glockengeläut Homburg. Nun wiederholten bei tut, ^Hterungäftürme in jedem Ort und jedem Dorf Äenu;»« Saargebietes, das der Führer so über« 5tQ passierte Tausendevon Girlanden und Ute gW Renten waren über die Straßen gespannt, Ultm», mit Tannenbäumen umsäumt, die Häuser ie W > v 0 » Flagge n. Von St. Ingbert ab glich M Führers einem Trin m v h 3 u g.

Bei der Ortschaft Scheid wurde die Wagenkolonne des Führers vom zweiten Adjutanten des Führers, Hauptmann a. D. Wiedemann, abgeholt und in die Stadt geleitet. Die Saarbrücker hatten zwar mit dem Erscheinen des Stellvertreters des Führers gerechnet, als aber der Führer im Wagen aufstand, kannte die über« raschung keine Grenzen. Vor der Polizeidirektion, in der bis vor wenigen Wochen der Emigrantenkommisiar Machts hauste, hatte eine

Ehrenbercitschaft der nun befreiten Snarpolizei- beamten

Aufstellung genommen, die aus ihrer deutschen Gesinnung niemals einen Hehl gemacht hatten. Vor dem Hotel Ercelsior stand ein Kommando der Leib st and arte Adolf Hille r.

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Alte Saarkämpfer begrüßen den Führer.

Adolf Hitler trug sich in das Goldene Buch der Stad? Saarbrücken ein.

Nach dem gewaltigen Vorbeimarsch der For­mationen auf dem Rathausplatz in Saarbrücken, der ein glänzender Beweis der ganz außerordentlichen Diszi­plin des nationalsozialistischen Deutschland und der

Der Führer spricht

Die große Areiheitslmtdgebung amAbend

Die große Freiheitskundgebung in Saarbrücken fand dann am Abend auf dem Rathausplatz statt, aus dem die Hunderttausende in unbeschreiblichem Jubel zu­sammengeballt waren, um die Rede des Führers vom Balkon des Rathauses von St. Johann zu hören.

Ein Trompetensignal kündigte die Rede an. Der Führer tritt hinaus auf den Balkon. Vier bis fünf Minuten ist das Volk nicht mehr zu halten. Die Liebe und Begeisterung wirkt wie eine flammende heilige Lohe, die aus dieser Menschenmasse emporschlägt. Nun tritt Ruhe ein, und der Führer beginnt:

Deutsche, Volksgenossen und Volksgenossinnen! Vor zwei Jahren, 1933, redete ich zum ersten Male vor vielen Zehn- tausenden Saarländern am Niederwalddenkmal. Damals, noch inmitten des schwersten Kampfes zur Durch­setzung unserer Gedanken und Grundsätze im neuen Deutschland, erfüllt von banger Sorge um die Zukunft des Saarlandes. Ein Jahr später, da traf ich schon Hun- derttausende in Koblenz. Wieder bewegte mich und wohl Sie alle, tiefe Sorge um die Zukunft dieses dem Reiche entrissenen Gebietes. Damals gaben wir uns ge­genseitig zwei Versprechen:

Ihr habt mir versprochen, daß, wenn die Stunde kommt, ihr eintreten werdet, Mann um Mann und Frau um Frau für Deutschland! (Bravo-Rufe.) Ihr habt euer Ge­löbnis gehalten! Ich gab euch das Versprechen, daß Deutschland von euch nicht lassen wird, niemals und nim­mer! (Stürmischer Beifall.)

Damals versprach ich euch, in den ersten Stunden eurer Freiheit zu euch zu kommen, _unb nun bin ich glücklich, mitten unter euch zu sein. (Stürmische Heilrufe, immer wiederkchrrnde Kundgebungen.) Ich glaube, wir alle dür­fen dem Himmel danken, daß er es ermöglicht hat, daß unsere dritte Begegnung nicht euch als Gäste im Reich sah, sondern daß nun ich als des Reiches Kanzler und euer Führer zu euch in eure Heimat in unser deutsches Saar­land kommen konnte. (Lebhafter Beifall.) Es ist der letzte Termin, den internationale Instanzen für eine Kundge­bung in diesem Gebiet ansrtzen konnten. And ich glaube, daß sich deshalb auch der Himmel verhängte und es regnen ließ. Wir sind durch diesen Regen nicht gestört worden, denn wenn auch der Himmel weint, heute haben wir die Sonne in unserem eigenen Herz gehabt. In dieser Minute hören unzählige Mil- Honen Deutsche im ganze» Reiche mit. Ein Glückstag für die ganze Nation: Endlich, endlich seid ihr wie- der bei uns.

Ein Eiüüstag für Europa

Aber es ist nicht nur ein Glückstag für Deutschland, ich glaube, es ist auch ein Gliickstag für ganz Europa. Es war ein segensreicher Entschluß, endlich diesen aag fcstzn» setzen, und sein Resultat 311 respektieren. Dieses Gebiet, das so leicht zu einem ewigen Streitapsel hätte werde» könne», bem Deutschen Reiche wieder zurückzugeben, dem man es wider Recht und Vernunft eit tri [je« hatte. Ein Glückstag für Europa besonders deshalb, weil durch diese Rückkehr' des Saargebietes vielleicht gerade die Krise am ehesten behoben werden kann, unter der zwei große Na- Honen am meisten z» leiden haben. Wir hoffen, datz durch diesen Akt einer ansgleichenden Gerechtigkeit, der Wieder­einsetzung natürlicher Vernunft, wir hoffen, daß durch diesen Akt das Verhältnis zwischen Deutschland und

Bewegung gewesen wär, bègäb sich 5er F^L hier in das Rathaus.

Trotz des strömenden Regens hat Adolf Hitler, bar­häuptig in feinem Wagen stehend, den endlosen Zug der Hunderttausende an sich vorbeiziehen lasiert. Helle Freude zeigte sein Gesicht über die immer wie­der erneut emporbrausenden Begeisterungsstürnte.

Im Rathaus trug sich dann der Führer in das Goldene Buch der Stadt Saarbrücken ein, und be­grüßte dort die Mitglieder des Dreierausschusses. Anschließend schrieben ebenfalls ihre Namen in das Buch die anwesenden Reichsminister und Reichsleiter der Partei. Dann empfing der Führer eine Abordnung der alten Saarkämpfer und unterhielt sich lange Zeit mit ihnen. Der Führer ließ sich dann auch auf Wunsch mit ihnen zusammen photographieren. In der Unterhaltung drückte er feine Freude darüber aus, daß es ihm vergönnt gewesen sei,, diesen Tag zu erleben.

Draußen vor dem Rathaus wich und wankte die Menge auch im strömenden Regen nicht. Immer scholl es zu den Fenstern des Rathauses herausW i r wollen unseren Führer sehen-, und der Führer will­fahrte dieser Bitte gern und erschien immer wieder mit Reichsminister Heß, Reichsminister Goebbels und Gauleiter Bürckel auf dem Balkon des Rathaufes.

Frankreich sich enbgültig bessert. So, wie wir den Frieden wollen, müssen wir hoffen, daß auch das große Nachbar- volk gewillt und bereit ist, diesen Frieden mit uns zu suchen. Es muß möglich sein, daß zwei große Völker sich die Hand geben, um in gemeinsamer Arbeit den Nöten cntgegenzutreten, die Europa unter sich zu begraben drohen.

Blut starker als papserae Dokumente

And dieser Tag soll zugleich eine Lehre sein, eine Lehre für alle die, die in Unkenntnis einer ewigen geschichtlichen Wahrheit sich einbilden, durch Terror oder Gewalt ein Volk seines innersten Wesens entkleiden zu können, eine Lehre für die, die sich einbilden, aus einer Nation einen Teil herauKreißen zu können,^ um ihm seine Seele zu stehlen. Möchten doch alle Staatsmänner aus diesem Ergebnis das eine. ersehen, daß es zwecklos ist, mit

Der ReiEsstatthalter in Hessen übernimmt die hessische Regiernng.

Darmstadt, 1. März. Tas Staaispreffeamr teilt mit: Der Reichsstatthalter in Hessen übernimmt ab 1. März 1935 die Landesregierung. Ter Führer und Reichskanzler hat unter dem 28. Februar 1935 an Reichsstatthalter Sprenger verfügt: Auf Grund des § 4 des Reichsstatthaltergesetzes vom 30. 1. 1935 (RGBl. 1 Seite 65) beauftragte ich Sie, nachdem ich unter dem heutigen Tage den bisherigen Staatsmini­ster Jung aus seinem Amte entlassen habe, mit der Führung der Landesregierung in Hessen.

solchen Methoden Völker und Staaten zerreißen zu wol­len. Am Ende ist das Blut stärker als alle Pa­pier n e it Dokumente. Was Tinte schrieb, wird eines Tages sonst burd) Blut wieder ausgelöscht. Diese tiefste Stimme wird am Ende alles andere hell und klar über­tönen. Wehe dem, der aus diesen Tatsachen nicht lernen will. Er wird Not und Sorge über die Menschen bringen, ohne sein Ziel zu erreichen. Er wird vorübergehend Leid und Not über die Völker bringen, am Ende aber schmählich besiegt sein.

Erst am Anfang des Weges...

Ihr habt durch diese feierliche Abstimmung und dieses Bekenntnis zum Reich aber auch ein weiteres, großes hi­storisches Verdienst erworben. In einer schlimmen Periode des Bingens um die Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches, habt ihr durch dieses Bekenntnis mir meine Ar- beit erleichtert! And Gott kann mein Zeuge sein: Diese Arbeit hat kein anderes Ziel, als Deutschland wieder frei und glücklich zu machen! Heute mag uns das Glück und die Freude erfassen, morgen wollen wir wieder an die