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M-aer Anzeiger

leven Werktag. Wochenbeilage: Der Äa" Bezugspreis: monatlich 1,70 RM. Aeferungsbehinderung durchHöhere Ge- E r stehen keine Ansprüche. Verlag Fried- Ä Ehren kl au, Fulda, Königstraße 42. «âionsdruck: Friedrich Ehrenklau, Lauter. Ä Hauptschristleiter Friedrich Ehren, {lau, Fülda, Königstraße 42, Telefon 2989.

Wt. 62 12. Jahrgang

Wlischer Besuch am 25. und 26. März

Simon und Eden kommen als Gäste der Reichsregierung nach Berlin

Berlin, 14. März. Nachdem der Reichsminister des Mârtigen letzten Sonnabend dem englischen Botschaf- t«Är Eric Phipps mitgeteilt hatte, daß der Besuch des ^Wn Ministers in ungefähr 14 Tagen erfolgen könnte, englische Botschafter der deutschen Regierung hier- ß-m 25. und 26. März vorgeschlagen. Der englische Master wurde dahin unterrichtet, datz die englischen

De der Reichsregierung zu diesem Zeitpunkt willkommen

D Verden.

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Die englischen Berschläse

Müstungekonvention vor Rückkehr D ntfchlands in den Völkerbund unmöglich."

London, 14. März. Im Oberhaus brachte am Mittwoch »sch Ponsonby, der Führer der Opposition, gleichfalls einen Mißtrauen san trag gegen die Regie­rung ein, in dem die Veröffentlichung des Weißbuches Mauert w rd, da es geeignet sei, die internationalen KMrigke.ien zuverg.ößern und den Rüstungswettbewerb zuknrnehren. Lord Ponsonby beze chnete es als eine regel- rette Heuchelei, vor ugeben. daß die englische Wiederauf­rüstung in der Welt mit Befriedigung begrüßt werde. Seit den Tagen von Ve sa'llcs sei Eng and verpflichtet gewesen, bis auf den Stand Deu schlands ab'.urüsten, oder es sei unvermeidlich gewesen, daß eine Macht vom Range Deutschlands d e Wiederaufrüstung bis zum Stande der anderen Rationen verlangen würde. Der Mißtrauens­antrag wurde vom Oberhaus ohne Abstimmung ab» gelehnt.

Als Vertreter der Regierung wiederholte der parlamen­tarische Unterstaats 'ekretâr des Auswärtigen, Lord Stan- dope, den Wunsch der Regierung nach einer Abrüstungs- lonvention und der Rückkehr Deutschlands in den Völker­bund und bezeichnete ein Abrüstungsabkommen vor dieser Rückkehr als völlig unmöglich.

D'e britisch: Regierung bemühe sich, Abkommen nach dem Muster der Locarno-Verträge zustande zu bringen, deren Unterzeichner sich gegenseitige Hilfe für den 3aU eines Angriffes gewährleisteten. Das sei der Grundsatz, «ns dem der Luftpakt, das Ostlocarno und die anderen Vorschläge fußen, die der Außenminister und der Lord- > cgelbcwahrer Deutschland im Laufe dieses Monats vor-- Zulegrn hätten.

An der Aussprache verdient besonders hervorgehoben zu werden d e Erklärung des Erzbischofs von Canterbury, der als besonderes Merkmal der britischen Politik den x-en und ernsten Wunsch betonte, Deutschland in den Völkerbund zurückzubringen. Es müßten alle Anstren- gungen unternommen werden, um Deutschland zu über- Kren den Platz einzunehmen, ohne den weder das kollek- uve System des Völkerbundes, noch irgendein allgemeines z-driytungssystem errichtet werden könne. Es sei jetzt klar, England bereit sei, Deutschland in der Gemeinschaft "r Kationen im Geiste völliger Gleichberechti» 9un9 Zu empfangen. Dies sei seiner Meinung nach die

Die Revolution ist aus.

Wieder Ruhe in Griechenland. Schärfste Strafen für die Aufständischen. Achtung des Rebellenführers Venizelos.

v. Griechenland ist nach einer Mitteilung der k?cJ ßriecbHcf)en Gesandtschaft die Ruhe völlig wieder-

. Eisenbahn- und Schiffsverkehr nehmen wieder ^''Sewohnlen Verlauf, so daß Geschäfts- bzw. Vcr- R"?9Sreifenbe frei und ungehindert reisen können.

griechische Regierung hat zur Sicherstellung des Sieges über die Aufständischen mehrere Ver- 'ungen getroffen. Sie ist fest entschlossen, ihre poli- Gegner rücksichtslos zu vernichten. Es ist bereits allein"?011 'crun0$flstion begonnen worden, die sid) vor 8». W den Senat richtet. Der Präsident des Senats, »n> ^, m " " * as , wurde verhaftet. Auch bie Richter prüf. i?,k mtenfAoft sollen auf ihre Zuverlässigkeit ge» stritt ft n- Die Regierung wird außerdem in kürzester bailn x"Z" c r >v a b l e n ausschreiben. Man Hoist, daß von tic/qi lntncr "' ihrer neuen Zusammensetzung ein !assn ni.'i?-"""^ vorbereitetes Gesetz ü >er eine.P e r- soll " h r r u n g annebmen wird Dieses Gesetz - biajaffung des Senats vorsehen.

^kiindin« ^^^ifdje Kriegsminister Kondylis hat an* Zinsen hoQK ^^ Aufständischen zu exemplartschen ^fahren ^^leilt werden. Gegen Venizelos wird ein luni iDjyh '" ^wiumseinm eingelcitei werden, sein Eigeu- «voknunn "^lteigerl, sein Privatsitz in Athen zur Amts- Verben ' Athener Bürgermeisters Iinigewandelt Torben *Cn Aame ist in bet Bürgerliste gestrichen ?^ch ein,>!^' ".^ ist in Rhodos an Land gegangen, ^l" """llchen italienischen Auslassung ist er sein WXm?n kann nach Belieben Rhodos wieder vor- 1(1 holten eluretien. Ein Auslieferunasaeiuch

Tageblatt für Rhön un» »agelabety WWL^âLL $utoa. un» Haunetal > $ut»a« »rei-blatt ZZWWKWM

Redaktion und Geschäftsstelle: Königstraße 42 Zernfprech-^nsthluß Nr. 1989

Fulda, Donnerstag, 14. März 1935

Der Führer empfängt

Max Schmeling.

Der Führer traf am Dienstag, dem 12. März, am Starnber­ger See mit Max Schmeling zusammmen u. beglückwünsch­te den Exweltmeister noch­mals persönlich zu seinem großen Erfolg.

Auffassung, mit der sich der Staatssekretär des Auswärti- gen nach Berlin begebe und in der ihm alle Erfolg wünschten.

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MacDovalb zum Weißbuch

Vorsichtsmaßnahmen im Dienste des Friedens".

London, 14. März. Der Premierminister hat einer An­zahl von Korrespondenten, die in der Frage des Weiß­buches über be Wehrvoranschläge an ihn geschrieben haben, eine Antwort übersandt, in der erangesichts der falschen Auslegung des Weißbuches und der daraus vor der Debatte gezogenen falschen Scylüsje" vor allem auf folgende Punkte hinweist: Die britische Regierung hegt nicht den geringsten Zweifel, daß ber_ Einfluß Englands zugunsten des Friedens riesig geschwächt werden würde, wenn England in der augenblicklichen Lage der Welt ver­suchen würde, eine Politik einseitiger Abrüstung bis zu einem Punkt zu verfolgen, wo England als verhältnis­mäßig wehrlos und unfähig angesehen werden würde, seine Beiträge zur kollektiven Sicherheit zu leisten. Die talsächliche Erhöhung der Voranschläge be­schränkt sch auf die Vergrößerung der britischen Luft­streitkräfte, die im Juli und November letzten Jahres im Parlament mitgeteilt dwurde. In der Haltung der Re­gierung gegenüber dem Völkerbund ist keine Aende­rung eiugetreten. Die gegenwärtige Lage, so schließt Mac- Donald sein Schreiben, sei natürlich für die Regierung und alle Friedensfreundetief enttäuschend", die britische De­mokratie habe jedoch ein Recht, die wirkliche Lage zu er­fahren. Die Regierung würde ihrer ernsten Verantwortlich­keit nicht nachkommen, wenn fie_ es unterlasse. Vorsichts­maßnahmen zu ergreifen. Diese Schritte würden von vielen Ländern als "ein Dienst am Frieden angesehenund von einigen als eine Drohung".

der griechischen Regierung, mit dem man nicht rechnet, würde, so heißt es, von Italien abgewieM werden.

Neuer EMützdvuner in Stit i eulanS

Schweres Gefecht zwischen Regier,mgstruppen und Aufständ'schen.

Sofia, 14. März. Wie aus P e t r i t s ch an der bulga­risch-griechischen Grenze von den bulgarischen Behörden gemeldet wird, war dort am Mittwochnachmittag von 3 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit anhaltendes star­kes Geschütz- und Maschinengewehrfeuer zu vernehmen. Nach Mitteilungen griechischer Grenzposten handelte es sich um ein schweres Gefecht zwischen griechi­schen Regierungstruppen und dem zum aufständischen vier­ten Armeekorps gehörenden 22. Infanterieregiment, das bisher seine Uebergabe abgelehnt hat. Ueber den Ausgang des Kampfes, der sich in der Gegend von Drama abgespielt hat, liegen hier bis zur Stunde noch keine Meldungen vor.

Sewftmo» 0ver uch eines griechischen U-Booi- Kommandanten.

Auf der italienischen Dodekancsiufel P a, m o s ver­suchte der Kommandant des grioch,schon U Zoots Kat-onls", der dort seine Zuflucht genommen batte, sich durch Erschießen das Leben zu nehmen. Er wurde schwer verwundet in einem italieuischeu ^sannaisfiugzeug nach dem Lazarett aus Rhodos gebracht.

Das U-BootKatzonis* liegt immer noch m Patmos fest da die venuelismchen Di siliere die i erfuyrung bietet letzten Rebelle"scb>sfcs noch Alben bi .weigern und ba sie Mauufchaft das Boot nicht steuern tamr.

ivruch auf Nachlaß. DA." I. 35 910. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 gültig. Verantwort!, für den Anzeigenteil Ferdinand Threnkla«, Lauterbach-H.

Einzeloerkaufspreis 10 Pfg.

(Scherl Bildmaterndienft.)

Deutschland und Griechenland.

Eine bemerkenswerte Erklärung des griechischen Kriegsministers.

Athen, 14. März. (Funkmeldung.) Der Kriegsminister General Kondylis ist nach der Niederwerfung des Aufstandes nach Athen zurückgereist und hat den Vertreter des Teut- schen-Nachrichten-Büros am Mittwoch empfangen und gab folgende Erklärung ab:Dank der Hilfe und des Ver­trauens des griechischen Volkes liegt ein schweres Aben­teuer hinter uns. Unsere Gegner verübten systematische Sabotage gegen das Werk der Regierung und versuchten, mit brutaler Gewalt die Regierung an sich zu reißen. Jetzt aber gehen wir einer neuen Wiedergeburt der Nation und einer StärkungderStaatsgewalt entgegen. Das Vertrauen des Volkes zur Regierung ist bewiesen durch seine Stimme und die Haltung, die es letzt­hin dem Ministerpräsidenten gegenüber eingenommen hat. Diesem halten wir, Volk wie Militär, Disziplin.

Wie der große Führer der edlen befreun­deten deutschen Nation, so führte der griechische Kriegsminister weiter aus, auf den Willen des Volkes sich stützend, Wunder in der Neuorganisation vollbrachte, so wollen auch wir versuchen, aus das Vertrauen des Volkes gestützt, der griechischen Seele neues Leben und zeitgemäße Ideale einzuflößcn. Alle Zwistigkeit und Uneinigkeit muß in Zukunft verschwinden, und unser Programm wird sich nicht viel unterscheiden von dem Programm des großen Formers des deut­schen Volkes, AdolfHitler.

Dabei gebrauchte General Kondylis, der im übrigen der deutschen Sprache unkundig ist, das deutsche Wort Führer mit besonderem Nachdruck. Ter Kriegsminister sprach wei­ter seinen Dank für die objektive Berichterstattung über die griechischen Ereignisse aus und schloß: Gleicher Gesinnung werden wir versuchen, die glücklicherweise bestehenden Be­ziehungen zu dem großen Deutschlmw noch weiter auszu­bauen und dem Wirtschaftsaustausch zwischen Deutschland und Griechenland im Interesse beider Völker einen neuen Auftrieb zu geben.

tAufn. KevstoneI

Nach Beendigung des Bürgerkrieges.

Eine griechische Mutter feiert mit ibrem Sobn, der von den Kämpfen gesund nach Hause fam, sreUdigeS Wiedersehen.