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Fuldaer /Anzeiger

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Ä- A^^ Äâ mV - Ne-aktkon und Gefchäftsftelte: Königstraße 42 Zernsprech-^nfthluß Nr. 24S-

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t Preisliste Nr. 3 gültig. Verantwort!, für oen nzeiaenteil Ferdinand Lbrenklau. Lauterback-L.

^ 69 12. Jahrgang

Fulda, Freitag, 22. März 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

Deutschland weist die Proteste Italiens und Frankreichs zurück. Achsregierung beurteilt den französischen Schritt in Genf mit größter Ruhe.

daher tief bedauerlich. Wenn die englische Re­gierung dennoch den Lordsiegelbewahrer Eden nach Paris schicke, so tue sie es, um Frankreich und Italien über den englischen Ministerbesuch in Berlin zu beruhigen.

Lordsiegelbewahrer Eden wird mit dem englischen Außenminister Simon gleichzeitig in Berlin eimresfen, um die Besprechungen mit dem Führer und Reichskanzler durchzuführen. Am 26. März fährt dann Eden mit dem Londoner Sowjetbotschafter M a i s k y nach Moskau. Am 1. April trifft Eden dann in Warschau ein.

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ja italienische Botschafter in Berlin, Cerruti, k Info am Donnerstag den Reichsminister des Äußern, ^iherrn von Neurath, auf, um ihm eine Note I Nüberreichen, in der die italienische Regierung gegen | 8einseitige Abänderung des Versailler Vertrages durch ig Reichsgesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom IbNärz 1935 Einspruch erhebt. Der Reichsmini st er ns Äußern hat nach Entgegennahme der Note den geäster daraus hingewiescu, daß die dem Schritte gegebene Begründung a b g e l e h n t werden müsse, da der Versailler Vertrag durch die Nichteinhaltung des Abrüstungsversprechens der anderen unterzeichneten Mächte von diesen nicht einge- halten worden sei.

Bei der Überreichung der f r a n z ö s i s ch e n Note, in der gegen das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht Dom 16. März 1935 protestiert wird, Hal Rcichsaußcn- minister von Neurath den französischen Botschafter »ranc o i g Poncet darauf hingewiesen, daß die von der französischen Regierung gegebene Begründung für ihren Protest der tatsächlichen Lage nicht Rechnung trüge und deutscherseits deshalb abgclchnt wer­den müßte.

Fast zum gleichen Zeitpunkt, an dem der französische Sdjriü in Berlin erfolgte, ist das T e l e g r a m m der sranzösischcn Regierung, in dem die Einbe- rufung des Bölkerbunvsratcs verlangt wird, im Bölker- bundssekretariat eingcgangcn. Es handelt sich um eine lur$e Mitteilung, die aus Artikel 1 1 der Völker­bund tz s a tz u n g Bezug nimmt und um Einberufung einer außerordentlichen Tagung des Völkerbundsrates wegen der deutschen Erklärung vom 16. März ersucht. Wir im Bölkerbundssekretariat verlautet, wird die R a t 6- tagung frühe st ens Ende der nach sten Woche stattfinden.

In B e r l i n begegnet man all den Noten und dem französischen Schritt beim Völkerbund mit der größten Ruhe. Bisher hat sich der Anrufung des Völkerbundes durü Frankreich kein anderer Staat angeschlossen. Aller

hat man in Rom zum Ausdruck gebracht, daß \51 st I i e rt mit dem französischen Schritt grundsätzlich ein- bcrsianden sei. Hieraus ist jedoch nicht zu folgern, daß Mlien und Frankreich sich über die nächsten Maßnahmen Mg wären. Selb st in Paris besteht eine gewisse wWrbeit. Man könne nicht gleichzeitig versuchen, Deutschland aus dem Völkerbund zu entfernen und es auf .a,.nbcien Seite auffordern, wieder einzutreten z. D dir Pariser ZeitungI o u r n a l". Weiter roirö tn bet Pariser Presse zum Ausdruck gebracht, daß ^rantterch entweder ein Verfahren gegen Deutschland ocm Völkerbundsrat hätte einleiten oder seine "G "uf die Pariser Besprechung mit Lordsiegel- E d e n und dem italienischen Unterstaatssekretär hätte setzen müssen. Beides zu gleicher Zeit sei beglich. Diese Unsicherheit ergab sich auch in der

. des französischen Ministerpräsidenten Flandin

der die Welt von einer angeblichen französischen WWng zu überzeugen suchte. Das ist ihm jedoch Ölungen. Flandin hat ferner versucht, eine Ver- ^^ Versailler Vertrages durch Deutschland zu ?? ,^ und hat sich aus den Artikel 1 1 der Aâ,-"u ndssatzung berufen. Im Absatz 2 dieses 111615beißt es:

i^A5 topö ferner erklärt, daß jedes BundeSmitglied Kit ?^cht hat, in freundschaftlicher Weise die Ausmerksam- U,»si^^ Bundesversammlung oder des Rates aus jeden Sni.k. I lenken, der geeignet ist, die internationalen ober u»®cn öu berühren und in der Folge den Frieden brr V.: i 6Ute Etnvernehnren unter Nationen, von denen " «neben abhângt. zu stören."

Arti^k a^ich Hut Flandin vermieden, etwa auf ben yche». X er Völkerbundssa tz ün g einzu- ^rundi'^^? 'Mitglieder des Bundes bekennen sich zu dem Utia m?^°^ die Aufrechterhaltung des Friedens es be tm ' ^11' nationalen Rüstungen ausdas M i n - Heß,r. herabzusetzen, das mit der nationalen Sicher- ioineè , °cr Durchführung der durch ein gemein- üen httjUf , auferlegten internationalen Verpflichtun- bitnbeè S ^* Frankreich hat innerhalb des Völker- »ichts getan 1 ^ ^"r die Durchführung dieses Artikels hie^nkâ h"l die Abrüstung sabotiert und hat durch daß ^lUbrung der zweijährigen Dienstzeit bcivicscn, Bftl^ U'Nt gewillt ist, seine in der Präambel der undssahung eingcgangcnen AbrüstungSvcr- Gtft g» . Pflichtungen zu erfüllen.

^sührun? E dieser Tatsachen hat Deutschland mit der ^sha^ der allgemeinen Wehrpflicht geantwortet. Äff Wei« in Genfer Völkerbundskreisen peinlich r -Wlü.n iveiß, daß durch die Schuld ^Un!b, è die GenferAbrüstungsbespre- °u ba^H '^"hrzeit ein klägliches Ende gefun« ,61Dci[t J.; ®?6 Frankreich gar nicht an Abrüstung beult, der Vorstoß des französischen Lust- her «55 General Denain, der im Luftsahrtaus ituwer forderte, nie Herstellung des Materials

stung sabotiert und hat durch niâhrigen Dienstzeit bewiesen,

für die Luftmacht, besonders der schweren Verteidigungs- Maschinen, zu beschleunigen. General D e n a i n teilte daraufhin dem Ausschuß mit, daß er dem Parlament unverzüglich eine neue Kreditforderung vor­legen werde, diesichaufl % MilliardenFranes belaufen würde. Dem Luftfahrtminister stehen also für 1935 Kredite in Höhe von 3^ Milliarden Francs zur Verfügung.

Die jetzt in Frankreich vorhandenen 1100 Militär­flugzeuge sollen aus eine Stärke von 1500 gebracht werden.

Nach den Meldungen aus London scheint die englische Regierung ihre Teilnahme an den Pariser Besprechungen am Sonnabend mehr als eine Höflichkeitsgeste gegenüber Frankreich zu betrachten. Der Beschluß der französischen Regierung, den Völkerbund mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland zu befassen, wird in England fast einmütig verurteilt. DieTime S meinen,

nichts sei besser geeignet, eine Rückkehr Deutschlands nach Gens zu verhindern, als eine Anklage vor dem

Völkerbunds rat,

der nichts weiter als eine formale Erklärung abgeben könne. Der Völkerbund werde in den deutschen Augen noch mehr das Ansehen einer deutschfeindlichen Vereini­gung erhalten. Der französische Beschluß sei

Der Führer dankt für die Treue.

Dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler find aus dem ganzen Reich und von Deutschen aus allen Ländern der Erde anläßlich der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht zahllose Kundgebungen zugegangcn, in denen die Treue zu Volk und Vaterland und das Gemeinschaftsgefühl der Deutschen lebendigen Ausdruck finden. Da es dem Führer wegen der ge­waltigen Zahl dieser Briefe und Telegramme nicht mög­lich ist, jeden, Einsender persönlich zu antworten, sagt er auf diesem Wege allen, die ihm ihre Gefolgschaft und ihre Freude bekundet haben, herzlich st e n Dank.

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Der Kyffhäuserbund zur alkgemeinen Wehrpflicht

Das Reichsblatt des Kyffhäuserbunoes veröffentlicht einen Gruß an die neue Wehr­mächte In dem Artikel, der die Stimmung des Welt- kriegssoldaten zur Einführung der allgemeinen Wehr­pflicht zusammenfaßt, heißt es:

Als Hitler am Tage von Potsdam dem Marschall des Weltkrieges die Hand reichte, da war der Umbruch des deutschen Volkes vollendet, seine Wandlung zum heroischen Geiste vollzogen, und der Weg ins Freie begann. Kaum

(Wagenborg Bilderdienst)

Die Triumphfahrt des Führers durch Süddcutschland. überall, wo der Führer in diesen Tagen binkommt, ob Augsburg, Stuttgart oder im Rhein Neckar Gelstet. wird er begeistert von jubelnden Masten begrüßt. Unser W> zeigt den Führer auf der FabN durch Augsburg.

Seine Dölkerbundssonderfitzung vor den- englischen Besuchen.

In englischen Regierungskreisen wurde die Ansicht vertreten, daß voraussichtlich keine Sondersitzung des Völkerbundes einberufen werde, bevor die britischen Besuche in Berlin, Moskau und Warschau stattgefunden haben. Lordsiegelbewahrer Eden erklärte in Beantwortung einer Anfrage im Unter­haus:Der Völkerbundsrat wird am 13. Mai zu einer ordentlichen Sitzung zufammentreten. Soweit ich unter­richtet bin, sind bisher noch keine Vorbereitungen zur Abhaltung einer außerordentlichen Sitzung getroffen worden."

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Eden besucht auch Prag

London, 22. März.

Von feiten des britischen Auswärtigen Amtes verlautet, tag Eden, der nach Beendigung seines Besuches in Berlin, Moskau und Warschau Polen in der Nacht zum 4. April mit der Bahn verlassen wird, die Einla­dung der Tschechoslowakei, den Vormittag des 4. April in Prag zu verbringen, angenommen hat. Er beabsichtigt, im Lause des Nachmittags mit dem Flugzeug nach London zurückzufliegen.

sind zwei Jahre seit jenem denkwürdigen 21. März ver­gangen, da hat der Führer dieses deutschen Volkes die tiefste Bresche in den Widersinn und Ungeist von Ver­sailles geschlagen. Ein Volk steht hinter ihm mit reinem Herzen und mit reinem Antlitz vor Gott und her Welt uno der Kampf gegen Versailles ist der Kamps um das heilige Recht einer Nation, die ihre Ehre nicht preisgibt und ihren Lebenswillen behauptet. Die Verkünd ung der allgemeinen Wehrpflicht am Vorabend des Heldengedenktages hat im alten Soldatentum eine beispiellose, stolze Befriedigung ausgelöst. Sie ist der größte Dank der Nation an die Opfer des Krieges, sie bat den letzten Fleck von dem Ebrcnschild des deutschen Volkes getilgt. Das Vermächtnis der zwei Millionen, die für Deutschland starben, ist nicht mehr Wunsch und Wille geblieben, es ist zur Tat und zur lebendigen Kraft geworden. Wir haben die S ch a n d e des Versailler Vertrages abaeworten."

Arbeitsdienst von der Wehrpflicht nicht berührt.

Der Rcichsarbeitsführcr Staatssekretär Hierl teilt mit: Durch die Einführung der Allgemeinen Wehrpflicht wird der F o r t g a n g d e s A r b e i t s - dien st es nicht berührt. Die zum 1. April 1935 ab - geschlossenen Verpflichtungen zum Eintritt in den Frei­willigen Arbeitsdienst bleiben deshall» unter allen Um­ständen gesetzlich bindend.

Weiterer Schutz der Partemniformen, Fahnen nnd Abzeichen.

Am 16. März 1935 ist die Dritte Verordnung zur Durchführung des Gesetzes gegen b e i m t u ck i s a, c Angriffe auf Staat und Partei und zum S ck u tz der P a r t e i u n i f o r m e n erlassen worden. Nach ihr wird der R e ick Ssch a tz m eistcr d er NSDAP, ermächtigt, bei Zuwiderhandlungen gegen das Verbot der Herstellung und des Vertriebs von partei­amtlichen Uniformen usw. die nach dem Gesetz erforder­liche Zustimmung zur Strafverfolgung zu erteilen. Für die Erteilung der Erlaubnis zur Herstellung und zum Vertrieb von parteiamtlichen Uniformen und Abzeichen erhebt der Reichsschatzmeister der NSDAP, eine Gebühr. Die Verordnung bestimmt im einzelnen, welche Fahnen und Abzeichen zu den parteiamtlichen Fahnen und Abzeichen gehören.

Der Reichsschatzmeister wird ermächtigt, Vor schristen über die Herstellung von parteiamtlichen Uni­formen, Fahnen und Abzeichen zu erlassen. Zuwiderhand hinten gegen diese Vorschriften werden mit Geld­strafe oder Haft bestraft.

Ferner trifft die Verordnung Bestimmungen darüber, roaS mit den Uniformen von Mitgliedern ge schiebt, die aus der Partei oder ihren Gliederungen aus- scheiden.

^M" Die deutsche Arbeitsfront hat ihrer Gefolgschaft als äußeres Zeichen der Zusammengehörigkeit ein Symbol gegeben:Das Hakenkreuz im Zahnrad". Trägst Du auch das Mzeichen der Deutschen Arbeit?