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Antwortlich für den Inhalt: Bernd Heim, ^ulba. Nachdruck der mir * versehenen Artikel nur mit DueUenansabr .Zuldaer Auzeigrr'sestottet.
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)!r.82-12. Jahrgang
Fulda, Samstag, 6. April 1935
Einzelverkaufspreis 10 Pfg.
anzig tritt an die Wahlurne
Letzter Appell der Minister Heß und Goebbels.
M Wahlkampf in Danzig hat am Vorabend der I Minen Höhepunkt erreicht. Nachdem Ministerpräsi-- Bring in einer begeistert aufgenommenen Rede Donnerstag zur Danziger Bevölkerung gesprochen rüttelten der Stellvertreter des Führers, Rudolf I und Minister Dr. G o e b b e l s die Wähler in - Ml Stunde noch einmal auf. Die Rede von Heß «de als Gemeinschaftsempfang durchgeführt und auf H größeren Plätze und Säle Danzigs übertragen.
Dr. Goebbels beschloß mit seiner Wahlrede den Mlkampf. Er wurde von Gauleiter F o r st e r empfangen und durch Ehrenstürme der SA., SS. und der HI. begrüßt. Der Minister machte eine Rundfahrt durch ric Stadt und sprach dann auf dem Marktplatz in Neu- W zu den Bauern und Landarbeitern.
Aus dem Reich sind sehr viele stimmberechtigte Wlizigèr in ihrer Heimat eingetroffen, um ihre Ver- dmdenheit mit der Danziger Heimat zu bekunden. Alle Mn eine freudige Stimmung mitgebracht. Zuversichtlich leben sie der Wahl am Sonntag entgegen, an dem das Deutschtum Danzigs, geschlossen in der nationalsozialisti- wn Bewegung vereint, mit der Wahl für die Liste 1 seine Stärke bemessen wird. Soweit die Wablberecktiateu
Auf Auhenposten des Deutschtums!
Rudolf Heß spricht
Deutschland legt sich unerhörte Zurückha' ung auf, M den Frieden Europas nicht zu gefährden." — Sowjet- kchand als Vertragspartner. — „Wenn Deutschland einen Vertrag eingeht, so kann die Welt sich darauf verlassen, daß es ihn ernhält."
Danzig, 6. April.
Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, leitete seine Ansprache zu den Danziger Wahlen m Kurhaus Zoppot mit dem Hinweis ein, daß Danzig »rdeutsch sei, aber demjenigen, der aus dem Reiche komme, Mr nicht deutsch anmute, weil er zurückversetzt werde in »>è in Deutschland völlig überwundene Zeit des Parteien- Mpfes. Gerade in Danzig sollte wegen seiner besonderen M als Außenposten des Deutschtums Einiget notwendiger sein als anderswo und alle kleinen Ein- Zelmteressen mehr noch als im Reich überbrückt werden. M wollte," betonte Rudolf Heß, „jeder Danziger 9lr» Wer, der glaubt, seine Klassenpartei mit ihrem Haß Mn Hitler und das neue Deutschland sei notwendig, W an der Fahrt durch die befreiten Saarlande iineymen können, ich wollte, er hätte sehen können, mit e.cyer Begeisterung die Arbeiter der Zechen und Gruben ?Aen blauen Arbeitskitteln das „Heil Hitler" riefen " das Horst-Wessel-Lied sangen. Der deutsche Arbeiter ,/"nProIetarier mehr, er ist einfach Deutscher,
^s der wertvollsten Mitglieder der deutschen i!- ^Eeinschaft. An Stelle von Verbitterung und Haß ' >» Leutschland ein neuer Glaube getreten:
JF ^â an die Notwendigkeit der Gemeinschaft
. " der Glaube an die Führer dieser Gemeinschaft.
. J Ergebnis dieses Glaubens ist der Erfolg, und der - mL große Erfolg, auf den alle Deutschen gleich- ktooL u ^’ das ist die durch den Führer wieder
; deutsche Wehrhoheit, ist die Einführung
! Außenpolitik übergehend, erklärte in hJJH; ®lc wissen, daß selbst heute noch da und dort
Kutsche mehr oder weniger als vogelfrei boEV können. Sie wissen, daß es heute noch Mohrn ,’ v j Menschen deutschen Blutes in Gerichts- ki ZV; nach dem Urteil englischer Rechtsanwälte I »nb ka " d f * ? ken Gerichtsverfahren sind, I kgen Z "ânswen, durch Folterungen erpreßten Äus- I Wh-S ,^ode verurteilt oder zu jahrzehntelangen I «bet in u K” verurteilt werden können. Nichts spricht I SeutViJs .st" die Friedensliebe des heutigen s» zum L °? die Tatsache, daß es seine Mittel nicht I Woi!ftci4, VV'!. seiner Söhne einsetzt, wie es England, r im gleichen Falle getan haben würden. < um ssch diese unerhörte Zurückhaltung Mgâ auck^;/^den Europas nicht zu gefährden. Aller- ^nten Erwartung, daß die Mächte, die die Edlich ihkoi-ar^^^kes in dem betreffenden Gebiete sind, BnteiVt, i.E/dflichtung nachkommen — wiederum V* sich Friedens — auf daß nicht der Glaube n*n «11/;’ derartige internationale Verpflich- M die MZ? 'dem Papier stehen und letzten Endes ^èavciekE' " "? den Schutz von Minderheiten und "ikmug, ^^igen in fremden Landen zu garantieren $ ist
öu viel an internationalem schwer^? ^rtan worden dadurch, daß gewichtige ZMg bern-h«C9Z^er Verträge, wie die im Versailler »z^chiauds Ä Zusage der Abrüstung der Welt nach Dm ^^kung, nicht erfüllt werden. Kann ^hchland verübeln, wenn es mit größter asten Plänen aeaenübersteht. in denen
aus Deutschland nicht von Verwandten oder Bekannten ausgenommen worden sind, haben sie in zahlreichen Privatquartieren Unterkunft gefunden.
*
Audols Keß vor der Sämiger Jugend.
Mit der gleichen Begeisterung wie Ministerpräsident Göring wurde der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, von der Danziger Bevölkerung begrüßt, der bald nach der Landung im Danziger Flughafen vor rund 10 0 0 0 Hitlerjungen auf dem Wiebenwall sprach. Auf dem Wege zum Aufmarschgelände wurden Rudolf Heß immer wieder Ovationen dargebracht, und als er die Rednertribüne betrat, kannte der Jubel keine Grenzen.
Rudolf Heß überbrachte dann die Grüße des Führers und ging auf die großen Aufgaben ein, die unsere Jugend zu erfüllen hat.
Vor ihm sprach von der Reichsjugendführung Stabsführer Lauterbacher. Am Abend fand dann mit Rudolf Heß eine K u n d a e b u n a im Zoppoter Kurhaus statt.
Deutschland internationale Verpflichtungen aus sich ney- men soll, ohne eine Gewähr zu haben, daß die Vertragspartner ihren eigenen VerpsttHkmgen jinb Versprechungen besser nachkommen wie von 1918 bis heute?
Kann es insbesondere die Welt Deutschland verübeln, wenn es allen Abmachungen, an denen Sowjet- rußland beteiligt ist, mit abwartender Vorsicht gegenütnrrsteht?
Haben doch die sowjetrussischen Politiker verschiedentlich erklärt, daß der Rätestaat Verträge mit den sogenannten kapitalistischen Staaten — zu denen Moskau vermutlich doch wohl auch Deutschland rechnet — nur zu dem Zwecke schließe, um auf diesem Wege diese Staaten und deren Wirtschaft zu schädigen und die Weltrevolution vor- • anzutreibenl Daß sie damit als Vertragspartner einer internationalen Abmachung zur Erhaltung des Friedens in unseren Augen eine schwierige Rolle spielen, dürfte selbstverständlich sein. Dennoch anerkennen wir die Bemühungen der englischen Staatsmänner um die Schaffung einer dauerhaften Basis eines europäischen Friedens und erhoffen Erfolg von ihnen — auch wenn wir uns über die Begleitumstände des englischen Besuches in Moskau eines leichten Zweifels nicht erwehren können. Es ist nämlich nicht ohne Reiz, zu lesen, wie die Vertreter der Weltrevolution Trinksprüche auf den König von England auswechseln, den Verwandten des Zaren Nikolaus, der von Vertretern der gleichen Revolution in Jekaterinburg auf eine in der Weltgeschichte immerhin seltene Weise beseitigt worden war, nur weil er ein Monarch gewesen ist. Die Erinnerung an den Vorgang von. Jekaterinburg erzeugt natürlich zusammen mit dem | jetzigen in Moskau gleichfalls gespielten Lied „God save the fing“ in uns gefühlsmäßige Dissonanzen.; Aber wenn Deutschland sich schwer dazu entschließen kann, zu glauben, daß Verträge mit einem Staat, der die Welt-. revolution mit allen Mitteln, betontermaßen auch mit i den Mitteln der Gewalt, vorantreiben will, wirklich den
Wie es zur
Noch einmal sei kurz zusammengefaßt, worum es bei oer Wahl zum Danziger Volkstag geht Dw nahonaL sozialistische Regierung hatte den Volkstag aufgelost, obwohl l uter ihr eine Mehrheit von 56 Prozent tm Volkstag stand Aber die Nationalsozialisten wollten der Danziger Bevölkerung am 7. April die Möglichkeit geben, wr Arbeit der Regierung Stellung zu nehme». Dre Bevölkerung erkennt die Arbeit der ^^^^^u^^,^^^^^^^^ Reaiernng auf allen Gebieten der Politik an, abei die Führer der in Danzig immer noch bestehenden Parteien wollten sich mit der naiionalfo3talifiqd)en Politik natürlich nicht einverstanden erklären. Unter dem Schutze des VÄke bundes kritisiert die Opposition von links bis rechts an allen unseren Maßnahmen und Gesetzen herum. Durch ihre haltlose Kritik und noch mehr durch fort- wäbrende B e ' ch w e r d e n über Maßuahmen und Geselle H e i m V ölkerb und machten sie der Regierung die Arbeit schwer. Sie schämten sich nicht, das Deutschtum vorzuschützen und trotzdem über ihre eigenen Volksgenossen bei internationalen Instanzen Beschwerden ein- zurelchem ^, umstände hatte sich der nationalsozialistische Senatspräsident bei der letzten Ratstagung in Genf verpflichtet, mit den Parteien zu verhandeln, um m erreichen daß die Beschwerden beim Völkerbund zurück- JS» D°è Sentrup fMtc fidt jedoch aus den Standvnnkt. Pah viele Maßnabmeu unb ©elcie gb-
Von der Reise Görings nach Danzig.
Aus der Durchreise in Marienburg wurde der Ministerpräsident am Zollhaus Kalthof von Marienburger Parteigenossen begrüßt. Aufn. Scherl.
Friedert Europas garantieren können, so nehmen wir bewußt für uns in Anspruch, daß unsere Skepsis auf der Sorge um diesen Frieden, auf der Sorge um die europäische Kultur beruht.
Wenn das nationalsozialistische Deutschland Verträge abschkießt, will es den Glauben haben, daß die Vertragspartner sich genau so innerlich an die Verträge gebunden fühlen wie Deutschland.
Denn Deutschland wägt kritisch jede mögliche Auswirkung eines Vertrages ab, bevor es ihn eingeht. Ist es aber einen Vertrag eingegangen, so kann die Welt sich darauf verlassen, daß es ihn unbedingt einhält. Wenn Deutschland nach gerechten Abmachungen mit seinen Nachbarn strebt, so auch auf Grund der guten Erfahrungen, die durch den Vertrag mit Polen gemacht worden sind. Dieser Vertrag gilt der Befriedung der beiden Völker, aber auch dem Frieden der Welt, und ich glaube, daß es nützlicher ist für die Sache des Friedens, ihn zu studieren und von ihm zu sprechen, als täglich in der Weltpresse die Gefahren eines drohenden Krieges aufzuzeigen. Ein vergleichender Blick in die deutsche Presse mit der Auslandspresse zeigt jedem, wo mit dem Gedanken des Krieges am häufigsten gespielt wird.
Der Stellvertreter des Führers schloß seinen Appell an die Deutschen Danzigs mit der Betonungj daß der Sieg, den sie dem Nationalsozialismus in Danzig erkämpfen, ein nationaler Sieg sei. Jede Stimme der NSDAP sei ein Bekenntnis zu dem herrlichen Geist, ■ der heute Deutschland beherrscht.
In den Gruß an den Führer, den alten Kampfgruß der Bewegung, „Adolf Hitler Sieg-Heil!" stimmte die Versammlung jubelnd ein.
Wahl kam.
geschafft werden müßten. Die nationalsozialistische Regierung in Danzig mußte diese Forderungen des Zentrums ablehnen, da sonst die ganze Aufbauarbeit zerstört worden wäre. Damit man aber der nationalsozialistischen Regierung von Genf aus nicht den Vorwurf machen konnte, daß sie von sich aus die Verhandlungen abgebrochen hätte, benachrichtigte der Senatspräsident die nationalsozialistische Volkstagsfraktion von dem Stand der Verhandlungen und überließ ihr die Entscheidung. Die nationalsozialistische Fraktion kam zu dem Entschluß, die Forderungen des Zentrums unter allen Umständen abzu lehnen und, da das Zentrum auf seinem Standpunkt bestehenblieb, die Bevölkerung Danzigs durch die Neuwahl zu befragen. So kam es zur Auflösung des Volkstages. Seltsamerweise lehnten nun alle Oppositionsparteien den Nuflösungsantrag ab, obwohl sie doch durch Unterstützung des Auflösungsantrages Gelegenheit hatten, mitzukelfen, daß die nationalsozialistische Regierung verschwindet. So kam der Auflösungsäntrag nur mit den uatloualsoziallstischen Stimmen durch.
Nürnberg. Der Führer und Reichskanzler hat den Reichsmini st er Kerrl zum Leiter des Zweckverbandes Neichsparteitaa Nürnberg und den Bayerischen Staatsminister Adolf Wagner zum Stellvertreter des Leiters bestimmt.