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^ 84 - 12- Jahrgang
Fulda, Dienstag, 9. April 1935
Einzelverkaufspreis 10 Pfg.
Die Wehrmacht ehrt den Feldherrn Ludendorff
total der Infanterie v. Ludendorff wurde an I Geburtstage eine besondere Ehrung durch die I Wehrmacht zuteil. Das deutsche Bolks- I L hem die ganze Arbeit seines Lebens aalt, ist im I Reich wièdcrerstanden, und die Wehrmacht feiert I L Sofien Feldherrn aus dem Weltkriege dadurch, daß I Wwehrminister Generaloberst v. Blomberg und I sâf der Heeresleitung, General der Artillerie Frei- ierr v. Fritsch, persönlich nach München kamen, um i Anal Ludendorff zu seinem 70. Geburtstag die I Mimmsche der Wehrmacht zu überbringen.
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; M Vorabend des Geburtstags Ludendochs
I Sii^ing (Am Starnberger See), 9. April. Die Gemeinde I Ji^iiig prangt im Flaggenschmuck. Vor dem Hause des »Kemals Ludendorff staute sich am Montag eine zahl- I wiche Menge, um den großen Heerführer aus dem Welt- I frieg am Vorabend seines 70. Geburtstages zu ehren. I Um 1914 Uhr fährt eine Abordnung des Kyffhäuser- I iundès vor. Unmittelbar danach kommen Vertreter der k'Hmschützen von Tutzing. Später marschiert mit bren- tmden Fackeln der Liederkranz von Tutzing auf. Hun- drängen sich vor dem Tor, das der General darauf Wen läßt. Chöre erschallen zur Begrüßung Ludendorffs. W General forderte in einer Ansprache auf zur Einig- Wund Geschlossenheit. Es folgten bei Scheinwerferlicht »Ärsührungen des Turnvereins Tutzing.
I Hause Ludendorffs1 sind im Laufe des Sonntags kmd Montags ganze Körbe von Glückwunschtelegrammen Md Briefen aus allen Schichten des deutschen Volkes | ^gegangen. Unendlich groß ist auch die Anzahl der Ge- I U. a. telegraphierte Reichsminister Dr.
I >,Dem großen Feldherrn des Weltkrieges, der vier ; öahre lang die schwerste Verantwortung trug, die jemals I Menschcnschultern lag, dem mutigen Bekenner einer Mm völkischen Weltanschauung, dem unerbittlichen Strei- 'm Kampf gegen die überstaatlich eil Mächte zum 70. ochâage meine ergebensten und aufrichtigsten Glück- Milsche.
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B Vor dem Hause des Generals in Tutzing waren am U^knstag früh Doppelposten des Ne ichs Heeres aus- ^'w Ehrenkompanie mit den Fahnen des ehe- I ^üsilierregiments General Ludendorff (Nieder
Nr. 39 Halte in Anwesenheit des Befehlshabers ■ v^ sowie der übrigen Vorgesetzten der
■ A Aufstellung genommen. Eine Abordnung des r ehemaligen FüsilicrrcgimcutS 39 war an der beteiligt. Der Reichswehrminister und der Chef W schritten gemeinsam mit General
■ 'm k^ ^ron1 der Ehrenkompanie ab. Danach VorWnarsch der Truvve statt
■ «0611"^.^l6)S ^ i in inisier hatte für den 9. April bet Wdit -schellen Appelle angeordnet, bei denen des Feldherrn Ludendorff
Oie alten Soldaten an Ludendorff.
I °' o ^y^-fni^ des Kyffhüuscrbuudes, Oberst I solgenv-ü “ T b ’. richtete an General L u d e u d o r f f Glückwunschtelegramm:
Das Reichsluftsahrtministerium entsteht 8ront von 280 Meter Breite. — Der Ehrenhof der Flieger. — 1. April 1936 fertig.
<ölC1“^ in der Wilhelmstraße in fast alle wichtigen Ministerien unb' Weti n v befinden, erhält gegenwärtig eine Be- Wfdieih^ das Bild dieses Stadtviertels von eines Andeutung ist: Hier entsteht auf der Breite fahr 'mit”: Häuserblocks das neue Reichs! uft- Senerni Ul6 r ’11 m. Der Reichsluftfahrtminister, 2"^." Göring, erhält damit eine zentrale ’ für sein außerordentlich bedeutsames ^'PIci Plan zu diesem gewaltigen Gebäude- ^8eb ^.don dem Architekten Dr.-Jng. Ernst beeile hnn L, Front in der Wilhelmstraße hat eine
Ul das Neichsluftsahrtmiuisterium das Set ^(nr 'nvsste StaatSAebände in Berlin.
^r Architekten sieht vor, daß die lange From ^ochc« s', ^((^'."straße von einem Ehrenhof unter» dem zwei 20 Meter hohe Pylonen mit ZIvdc» "7fs^, Ziehen. An den hinter der Hailptfront V1'ntfrvJ ue:u.wsen werden die Statuen be- ^sickc unh 1 1 ch er Flieger, wie Immelmann, aufgestellt. Die Ausgestaltung n ^oll am „Tag der Flieger" und anderen “Wii. Heu den Aufmarsch großer Verbände er- ^^rvorraaend ist die GeÜaltuna der Front
„euerer csrzellenz, dem großen Feldherrn des Weltkrieges, namens der im Deutschen Reichskriegerbund -Kyffhäuser' vereinigten drei Millionen Soldaten ehrerbietigste und treukameradschaftliche Glückwünsche zum 70. Geburtstag auszusprechen, gereicht mir zu ganz besonderer Ehre und Freude. — DieTatenderdeut- schen Armee im Weltkriege bleiben für alle Zeiten mit dem N amen Euer Exzellenz untrennbar verbunden. — Mit Stolz erfüllt es uns alte Soldaten, in einer Armee gedient und gekämpft zu haben, die einen solchen Feldherrn den ihren nennt. — In Verehrung und Dankbarkeit gez. Reinhard, Oberst a. D. und Führer des Deutschen Reichskriegerbundes -Kyffhäuser'."
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Neichskriegsopserführer Oberlindober hat an General Ludendorff folgendes Glückwunschtelegramm gesandt: „Die in der Nationalsozialistischen Kriegsopfer. Versorgung bereinigen Frontkämpfer und Krieasovker entbieten Euer Exzellenz zum 70. Geburtstag ihre aufrichtigen Glückwünsche. Diese gelten dem Bezwinger von Lüttich ebenso wie sie den Dank für den Feldherrn in sich schließen sollen."
Die in Dresden tagende Bundesleitung des VDA. hat an General Ludendorff ein Glückwunschtelegramm gesandt, in dem es heißt: „Dankbar gedenken wir des Mannes, dem gerade auch in den Kriegsjahren jenseits der Reichsgrenzen immer das Schicksal der auslandsdeutschen Volksgenossen am Herzen lag und auf dessen gewaltige Leistungen für Reich und Volk auch unsere auslandsdeutschen Volksgenossen mit Bewunderung blicken."
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^Wir gedenken dankbar des großen Soldaten..
Der Retchsverstand deutscher Offiziere gedachte in seiner Verbandszeitschrift mit folgenden Worten des 70. Geburtstages des Generals Ludendorff:
„An seinem 70. Geburtstage gedenken wir dankbar ves großen Soldaten Ludendorff, insonderheit: seiner treibenden Kraft bei der letzten Heeresvorlage vor dem Weltkriege, des tapferen Frontsoldaten und energischen taktischen Führers bei Lüttich, des Organisators und Strategen von höchster Initiative und fast übermenschlicher Arbeits- und Willenskraft im ganzen Kriege. Sein Name kann in Deutschland nur mit dem Andenken an den Weltkrieg überhaupt vergessen werden."
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Beflaggung aller Siaaisgebaude am 9. April.
Eine Anordnung des Führers zu Ehren Ludendorffs.
Der Führer und Reichskanzler hat folgenden Befehl erlassen: „Am 9. April feiert General Ludendorff seinen 70. Geburtstag. Mit den Gefühlen tiefer Dankbarkeit erinnert sich das deutsche Volk aus diesem Anlaß der unvergänglichen Leistungen fcines größten Feldherrn im Weltkriege. Unter dem Eindruck dieser Empfindung nationaler Dankesschuld befehle ich daher für den 9, April die Beflaggung aller Staatsgebäude. gez. Adolf Hitler."
dieses Gebäudes. Sie wird aus hellgetöntem Donau- sandstein gefertigt. Auch die Front des benachbarten Kriegsministeriums wird diesem Monumentalbau an- geglichen um so den Eindruck noch zn verstärken. An der Ecke der Leipziger Straße entsteht ein großer freier Platz auf dem ein tiefergelegter Parkplatz für Autos angelegt wird. Für die Dienstwagen des Reichslnstfabrt- ministèriums selbst sowie für die Kraftwagen der Besucher und Gäste ist ,
ein unterirdisch in dem Park hinter dem Gebäude liegender Parkplatz
vorgesehen Dieser Park ist von dem Architekten planmäßig in den künftigen Gebäudekomplex mit einbezogen worden Vier Anbauten ragen zahnartig in den Park hinein Zwischen ihnen werden niedrige, verandaähnliche Vorbauten entstehen, die u. a. den Speisesaal und ein Sinsen in beherbergen sollen. Der Bau wird außerordentlich gefördert, da schon die erste Hälfte im Oktober 1935 ertiggestellt und beziehbar sein soll. Der Rest soll dann am l. April 1936 schlüsselfertig sein. ^an ein halber Häuserblock muß aber vorher abgebrochen werden Sowie der Abbruch vollendet ist, wird die Grundsteinlegung zu dem Hauptgebäude erfolgen. Ein gewaltiges Werk entsteht hier. Bald werden in zwei Tagesschichten je
Scherl - Bilderdienst
Der Neubau des Reichsluftfahrtministeriums.
Die Parkseite des Neubaues mit den schon vor der Vollendung stehenden vier Anbauten Die dahinlerliegenden Häuser werden alle abgerissen.
1000 und in einer Nachtschicht 500 Arbeiter daran werken, damit der gesetzte Termin eingehalten werden kann. Im Jahr der Olympischen Spiele wird der Bau vollendet sein, an dessen Plan der Führer Adolf Hitler und Reichs- luftfahrtminister Göring, wie stets bei großen Bauwerken des Reiches, entscheidenden Anteil genommen haben.
Dr. Goebbels
morgen 20 Uhr in der
Festhalle zu
Frankfurt a. M.
Zusammen'asiung der So!datenoerdii«idr?
Bayreuth, 9. April. In drei Riesenkundgebungen, die am 6. und 7. April in Hof, Bayreuth und Bamberg stattfanden, kam spontan der einmütige Wunsch aller Frontsoldaten zum Durchbruch, an Stelle der z-hllosen Krieger- und Militärdereine am Geburtstag des Führers einen einzigen deutschen Soldatenbund unser nationalsozialistischer Führung zu erhalten.
In unerschütterlicher Treue ständen bereits alle deutschen Kriegsopfer geschlossen unter der Führung des Pg. Ober- lindober hinter dem unbekannten Soldaten des Weltkrieges, dem Volkskanzler Adolf Hitler. So wie ehemals in nahezu 20 Organisationen zersplitterte Kriegsopferorga-- nisationen, die sich gegenseitig bekämpften, zu einem grasten Verband nach dem großen Tag von Potsdam im Jahre 1933 zusammengeführt werden könnten, so hoffe man auch, ein großes Einigungswerk aller Frontsolda- tenorganisatiouen zur Tatsache werden zu lassen. Für Uneinigkeit und Zerrissenheit gebe es im Dritten Reich keinen Raum mehr.
Für die Riesenkundgebungen hatte die Gauleituug Bayerische Ostmark eine Reihe von führenden Mitgliedern der NSDAP als Redner gewonnen.
Einmütige Zusammenarbeit.
Dr. Ley spricht zu den Webern des Eulcngcbirges über Betriebsgemcinschast.
Von Köln kommend traf Reichsorganisaüonsleiter Dr. L e y am Montag auf dem Breslauer Flugplatz ein. Zum Empfang war der Landesleiter der DAF., Parteigenosse Kulisch, mit seinem Stäbe anwesend. Dr. Ley begab sich mit den Herren sofort im Auto nach L a n gen- b i e l a u , )vo er bei der Firma Christian Dierig einen Betriebsappell besuchte und zu den, bevorstehenden Vcr- trauensratswahlen das Wort ergriff.
Von großem Beifall mehrfach unterbrochen, forderte Dr. Ley die einmütige Zusammenarbeit zwischen Betriebsführer und Gefolgschaft und brachte in beredten Worten die Friedensliebe des deutschen Volkes zum Ausdruck.
Dr. Ley beschäftigte sich bann mit der marxistischen Ideologie und dem, >vas sic Gewerkschaft nannte.
Er führte aus, daß auch hier sich die Geschichte nicht mehr znrückdrchen lasse. Dafür sei die Revolution von 1933 zu tief gewesen. Der ansschlaggebende Erfolg der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände und der Parieren habe schließlich doch nur Zn den 7 Millionen Arbeitslos« bestanden, die am Ende der Sbstcmzeit die nationalsozialistische Regierung vorgefunden habe. Wenn letzt Deutschland nur noch 2^ Millionen Arbeitslose zahle, ein Jahr früher als der Führer 1933 es verlangt habe bann sei das ein überwältigender Erfolg. Unter dem begeisterten Beifall sämtlicher Belegschaftsmitglieder schloß Dr. Ley seine Rede mit dem Kommando: „Stillqestandcn! Fahnen hoch! Adolf Hitler ist Deutschland und Deutschland ist Adols Hitler! Adolf Hitler, unser Führer, Sieg Heil!"