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KÄSL « MH sät »Hain» Wtabnp ^“Kffi ;°>»°-un»y°u°°tal. SuKa« kni-bla« ^Ä'"" bauptschrlftleiter Friedrich Ehren- * Ä Anigstraße 42, Telefon 2989. - sämtlich für den Inhalt: Bernd Heim, Fulda.
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m 86 -12. Jahrgang
Fulda, Donnerstag, 11. April 1935
Einzelverkaufspreis 10 Pfg.
Göring vor dem Traualtar.
M Führer Trauzeuge / Zehntausende bildeten Spalier auf dem Wege « Standesamt und Kirche / Der Reichsbischof vollzog die Trauung
s M Berlin stand am Mittwoch im Zeichen der Meier Hermann Görings und der Staats- | Sirrin Frau Emmi Sonnemann. Wâh- f Ljcr Himmel noch grau und bedeckt war, wurden in k y*n Morgenstunden die letzten Vorbereitungen für ( Uzeierlichteiten getroffen, Absperrungstaue gezogen, Esie einzelnen Formationen marschierten zur Spalter- M auf. Ganz allmählich brach die Sonne durch die Allen, strahlte freundlich auf das hochzeitliche Getriebe in Berliner Innenstadt, aus das festliche Gewoge in den Strogen und auf den Plätzen, die der Brautzug durch- W Auf Straßen und Dächern, an Fenstern und aus
Aufnahme Keystone.
Nach der standesamtlichen Trauung.
Dem Brautpaar werden nach der standesamtlichen rmuung in Berliner Rathaus von zwei Kindern Rosensträuße überreicht.
Milanen stand eine schier unübersehbare Zuschauer- W. Manche harrten schon seit dem frühen Morgen Ä Treppen und an erhöhten Stellen aus, um ja einen « in auf den Festzug werfen zu können.
I Düs RorgenUndchen.
besondere Ehrung bereiteten die vereinigten b” Reichswehr, des Regiments Göring, der Jn- wn Brandenburg der Landespolizei, der Leib- Adolf Hitler, des Luftsportverbandes, des Feld- des Arbeitsdienstes und der SA. und SS. „..""'^Präsidenten. Die ungefähr 200 Mann starke . fachte dem Bräutigam das Morgen- k ®n dar. Während die Kapelle spielte, öffnete fc. " dem Balkon im ersten Stock die Tür Der Mii'rr r^etu erWen und begrüßte die angetretenen ^M’ , . nn klangen vier Märsche auf mit einem ä .Pte.CI "ur von deutschen Soldatenkapellen dar- We ^^ kaun. Sichtlich erfreut über die eindrucks- ,,'d'^ung ergriff später der Ministerpräsident im fe ^ »Ich danke euch allen", sagte er, „für . Mbni,»T^'" meinem Ehrentage, mit dem ihr zum hub T' Schiet, wie eng verbunden wir alle zusammen ?ßtcn der Wehrmacht, der Polizei, des Wfkiün I.M der SA., der SS., der Partei und der Unb öVnri të ?""" die Einheit des Deutschen Reiches Mm ni-v M Willen zur Selbstbehauptung mehr : gen ^ d'e Zusammenstellung der heuti- üm Aührnr ^"' in der niemand fehlt von denen, die Mftien' x .^Wessen folgen wollen zu Deutschlands hoffe, bo6 'ih dunke euch noch einmal, Kameraden, und UM oft das 'Spiel rühren könnt an Wolkeè." Oor "Üem an Freudentagen des deutschen ; fliehten '"^schielten mit klingendem Spiel die Mr der ^,^"""'oncn ab. Die ersten Flieger kreuzten Men Ministerpräsidenten und brachten â Erliche Einholung Der Braut.
['s itiib fetj' ''dt stand das Spalier in der ganzen Stadl q/1 üb e n ^' „ V ^ Uhr verließ der M i n i ft e r- e’hMei wu«, '" feinem Adjutanten sein Haus am â'^ani, Ll’M l"hr zur Bendlerstraße, um Frau , Men ’^V1 Wohnung abzuholen. Hände enm™? ""^^r Fahrt dem Ministerpräsidenten Mft". Sprechchöre riefen „Wir gratulieren b LMriin' -M1 kaufe von Frau Sonnemann nahm , B'Mnt Görin» ^?^ende Formen an. Als Minister- i '"" Frau Sonnemann das Haus ver- i . jungen, dichten Ketten die Flugzeuge %,.Mr "Z e s ch w aders und anderer Ge- M bei bie n- & ^ Ein herrlicher, majestätischei «roße Menschenmenge immer erneut zu
Jubelrufen veranlaßte. Daun ging es zur Reichskanzlei, wo das Brautpaar den Führer und den zweiten Trauzeugen, Reichsminister Kerrl, abholten, um sich zur standesamtliche« Trauung ins Rathaus zu begeben.
Pit Ankunft im Rathaus.
Das B r r l i n e r Rathaus zeigte reichen Fest« schmuck. Die Treppe war mit schwarzem und rotem Sami belegt. Das große Foyer des Sitzungssaales der Berliner Ratsherren, in dem die Trauung stattfand, hatte sich über Nacht in einen einzigen Blumenhain verwandelt. Punkt 12 Uhr kündeten knappe militärische Kommandos das Nahen der Wagenkolonne des Führers und des Ministerpräsidenten an. Von der Straße her erschollen brausende Weltrufe, die sich fortpflanzten von Haus zu Haus, von Mund zu Mund und sich immer mehr steigerten zu begeisterten Ovationen für den Führer und den preußischen Ministerpräsidenten. Im Eingang des Rathauses wurden der Führer, General Göring und Frau Sonnemann von Staatskommissar Dr. Lippert und .Oberbürgermeister Dr. Sahm begrüßt und in den Großen Sitzungssaal geleitet. Vor dem Tisch, an dem als oberster Standesbeamter Berlins Oberbürgermeister Dr. Sahm saß, nahm das Brautpaar Platz; rechts davon der Führer, links der persönliche Freund des Ministerpräsidenten Göring, Reichsminister Kerrl, als Tr-»"- zeugen, dahinter die Begleitung des Brautpaares.
Die ftandeèamtliche Trauung.
In einer kurzen Begrüßungsrede wies Staalskom- missar Dr. Lippert darauf hin, daß die Begriffe Ehe und Familie im nationalsozialistischen Staat wieder zu den natürlichen Grundlagen volklichen Lebens geworden seien. So, wie ganz Berlin seiner Freude über den heutigen Festtag Ausdruck gegeben habe, so nehme das ganze deutsche Volk freudigen Anteil an dem hohen Fest
des heutigen Tages. Dann nahm der Oberbürgermeister die Trauung vor^ verlas das Aufgebot und das Protokoll und bat dann das Brautpaar und die Trauzeugen um Unterschrift. Und so las man dann zum ersten Male, mit fester Hand geschrieben: „Hermann Göring, Emm» Göring geb. Sonnemann."
Der Whrer drück w Neuvermählten die Sand
Glückwünsche folgten von allen Seiten. „Möge der am heutigen Tage beginnende Lebensweg, den Sie, die Neuvermählten, nun Hand in Hand beginnen", so führte Sahm aus, „durch hellen warmen Sonnenschein zum vollsten, tiefen Glück führen. Gottes reicher Segen ruhe aus dem Lebensbunde" Dann drückte
(Scherl-Bildmaterndienst.)
Das Brautpaar Göring vor dem Traualtar.
Ein Bild aus dem Berliner Dom, wo am Mittwoch im feierlichen Rahmen in Gegenwart des Führers und Reichskanzlers die Trauung General Görings mit Frau Emmi Sonnemann durch Reichsbischof Müller vollzogen wurde.
der Führer den Neuvermählten die Hand und nach ihm die anderen Teilnehmer an dem festlichen Akt
Nach Ablauf einer Viertelstunde erschienen der Führer, das Brautpaar und seine Begleitung wieder vor dem Rathaus. Als erster, lachend und von stürmischer Freude empfangen, der Führer, dann Hermann und Emmi Göring. Zwei kleine blonde Knaben überreichten große Rosensträuße. Das junge Paar unterhielt sich mit ihnen, die vor strahlender Verlegenheit und Glückseligkeit gar nicht recht zu antworten wußten. Während der Führer immer wieder die begeisterte Menge grüßte, setzten sich die Autos schon in Bewegung. Als erster fuhr wieder der Führer ab, während im zweiten Wagen eine Minute nach der Trauung Deutschlands jüngstes Paar durch die Straßen .Berlins fuhr. Als die Wagen abgefahren waren, formierten sich die Züge der Schutzpolizei und Feldpolizei und marschierten mit klingendem Spiel in der Richtung zum Dom.
Die EinsieiSungsN in die Lustwaffe.
Das Reichsluftfahrtministerium teilt mit:
Seit der Bekanntgabe des Aufbaues einer deutschen Luftwaffe und der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht häufen sich beim Rcichsluftfahrtministe- rium die Gesuche um Einstellung in die Luftwaffe oder um Vormerkung dafür derart, daß schon aus Mangel an Personal ihre Beantwortung durch das Ministerium nicht mehr durchführbar ist. Alle Gesuche werden deshalb an die L u f t k r e i s k o m m a n d o s zur Bearbeitung abgegeben. Es liegt also zum Vermeiden von Zeitverlust im eigenen Interesse der Gesuchsteller, sich nur an eine dieser Stellen oder an eine Reichswehrwerbestelle zu wenden.
Luftkreiskommandos befinden sich in K ö n i g s b e r g, Am Stadtgraben 61/63; Berlin W 35, Von-der-Heydt- Straße 12; Dresden, Bismarckstraße 16/18; Münster in Westfalen, Hansaplatz 2; Münche n, Prannerstraße 20; Kiel, Düsternbrooker Weg 98. Der Sitz der nächsten Reichswehrwerbestelle kann bei der Ortsbehörde erfragt werden.
Die Anfahrt vor dem Dom.
Unter dem Geläut der Domglocken vollzog sich die Anfahrt der Ehrengäste, die an der kirchlichen Trauung teilnahmen. Ein Wagen nach dem andern rollte heran, und oftmals brauste der Jubel der wartenden Menge auf, wenn bekannte und beliebte Mitglieder der Partei dem Wagen entstiegen und die Domtreppe hinaufgingen. Man sah die Uniformen der Diplomaten und die der einzelnen Waffengattungen, die vielen, vielen Fahnen und Standarten der angetretenen Formationen der Partei — alles in allem ein selten farbenprächtiges Bild. — Kurz vor 14 Uhr kam, von brausenden Heilrufen angekündigt, der Führer an. Er schritt die Front der Fliegertruppe, die mit Stahlhelm angetreten war, ab und begab sich, vom Reichsbischof Müller empfangen, durch das Seitenportal in den Dom.