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M-ckwortlich fm den Inhalt: Bernd Henn, Fulda. Nachdruck âer mi: * versehenen Frti?el nur mit ützreLenangab» .Zuldaer ftnzeiger'gestattet. Anzsigenteil Ferdimrnd ^SHrenkla», S<utterbach<H.

94 - 12. Jahrgang

Fulda, Dienstag, 23. April 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

mtskyrano weist neue

Diskriminierung zurück

Deutsche Protestnote an die Mitglieder des Völkerbundrats.

Die Reichsregierung hat den am Beschluß Völkerbundsrates vom 17. d. M. beteiligten Regie- zm einen Protest gegen diesen Beschluß filteren lassen.

Zn der Protestnote wird den Regierungen erklärt, sienichtdasRechl haben, sich zum Richter über Wand aufzuwerfen, daß der Beschluß des Völker­

Ker im Glashaus sitzt...

Die ü b e r r e i ch u n g der deutschen P r o t e st - oie in den Hauptstädten aller Staaten, die im Völker- indsrat vertreten sind, ist die Antwort auf die Ent- ließung von Genf, die von diesen vierzehn Staaten t Ausnahme von Dänemark unterzeichnet worden ist. Wir machen keinem einzelnen Staat einen Vorwurf unserem Protest, aber wir nehmen auch keinen von den aalen aus, die die Genfer Entschließung unterzeichnet ben. Sie alle insgesamt müssen die Verantwortung igen für die ewige Diskriminierung eines Volkes von Millionen Menschen, die alle von dem einen Willen eeü sind, frei zu sein, und die arbeiten wollen für ein chs Ziel. Dieser Wille wird auch nicht gebrochen werden ich noch so nichtswürdige Beschlüsse; die Einmütigkeit ist nur gestärkt werden können, und das deutscheN u n nade!" wird immer noch lauter ertönen, je mehr man Wtanb zu einem minderwertigen Volk zu stempeln Beck

^Wiedereinführung der allgemeinen »eiirvflicht hat der Völkerbundsrat als einseitige Wung internationaler Verpflichtungen bezeichnet, ch hat es so darzustellen versucht, als ob Deutschland ledmm wie immer der Störenfried sei, vor dem man h in acht nehmen, den man überwachen und bem man °.müsse. Und das ist das Heuchlerische an der Genfer nwhefnmg, daß sie hinter der Anklage die gene Schuld versteckt. Herr Laval, Frankreichs ^âiuister, hat im Völkerbundsrat sich als Ankläger

zugleich gefühlt, und er hat seine Rolle so

zu spielen verstanden, daß bis auf Dänemark kein mer der Völkerbundsratsstaaren sich seinerLogik" zu können glaubte. Es war eine billige An- Moe Lavals, wenn der sogenannte Angeklagte wegen -Wiwctt nicht widersprechen kann. Aber glaubt Frank- ^glauben all die anderen Staaten, die sich den fran- Standpunkt zu eigen gemacht haben, wirklich im J' fvir die Taktik von Genf nicht durchschauen? , erwartet, daß wir stumm und ergeben iiJ ^ns von Genf hinnehmen würden, ohne Meinung dazu zu sagen?

steht auch schon in "klam atro n vom 1 6. M ä r z, denn sie >ie W für alle Zeiten auf der Feststellung, daß, Proklamation wörtlich heißt,die hohen o'vineßenden der ehemaligen Siegerstaaten sich ein- Ä Verpflichtungen des Versailler Vertrages Ade Aüe Beschlüsse in Genf werden nicht im- ich, J' .i öie Wirklichkeit umzufälschen, sie werden es die anderen Staaten von der Schuld frci- «bei ? man uns in die Schuhe schiebt. Wir ^lend^^?«nes Gewissen. Wir haben, ver- 11 ehtem « .? Buchstaben der Verträge, abgerüstct bis Eldio hmr n' ?^ eines Großstaates schon nicht mehr ^nnuim s unsere früheren Regierungen, die in ihrer öMfistisch-demokratischen Idealen des laben aehniu ^ feiner Gründer restlos entsprachen, tag fjjr öaß Deutschland durch seine Selbstentüuße- ^wöen den besten Dienst leisten würde, 'ititng L? dafür gesorgt, daß die deutsche Ab- Rbe refikos durchgeführt wurde. Deutschland ären und § von Schnüffelkommissionen, denen alle leiten bMuMMC vifen standen, und die sich in deutschen "w der Sklavenhalter im Negerstaat. Web m*n die deutsche Abrüstung überwachte, Uten Ma Staaten, die die Überwachung durch- ^^setat« L. V^unÖ- Milliarden erschienen in den NW- und v Wgenmznten Siegerstaaten. Land Heer, fehle >m''i^nacht wurden vergrößert, die Kriegs- 1)011 Krüns ^" Neuerungen ein, Europa war er- b 'Wloieèi '^9e!$,rei- Und das alles sah ein ehr- kam bÄ1^ fünfzehn Jahre lang mit an. Ä Wind â^' 3 st 1111 a r 1 9 3 3. Es wehte ein L. Aiionalw,?^ Deutschland, die Menschen erwachten, des eMmus weckte sie auf, pochte an das beiiUrf, s 3 "Nd in wenigen Wochen erstand Volk, das sich die Ehre und die hebeU?Unet noi & Mm Ziele gesetzt hatte. hnti\lllt ^efriÂ,, C1} wrr ieden Vorschlag von anderer "bg^Uhaf, a^WA Europas gern entgegengenommen x Nict zu A Immer noch waren wir bereit, "^emp,, wenn die anderen dasselbe taten. 1J32 versprach man uns die Gleich-

bundsrates den Versuch einer erneuten Dis­kriminierung Deutschlands darstellt und daß er deshalb auf das entschiedenste zurückge­wiesen wird. Gleichzeitig hat die Reichsregierung den fremden Regierungen mitgeteilt, daß sie sich vorbehält, ihre L t e l l u n g n a h m e zu den in dem Ratsbeschluß berührten Linzeifragen d e m n ä ch st bekanntzugeben.

berechtigung, aber der feierlichen Zusicherung folgte nicht die Tat. Man verwehrte Deutschland weiter, ein gleich­berechtigter Staat zu sein und ein freies Volk zu werden.

Von da an setzten die deutschen Gegenmaß­nahmen ein. Wir mußten alle jene internationalen Einrichtungen meiden, in denen wir nicht als gleichberech­tigte Vertreter saßen. Wir traten aus der Äbrüstungs- kommission, die längst eine Aufrüstungskommission ge­worden war. Wir traten aus dem Völkerbund, der ein Instrument des Friedens sein sollte, aber längst ein In­strument in den Händen der Aufrüstuugsstaateu geworden war. Dann tauchte der M a c D o n a l d - P l a n auf und wir erklärten rrns wieder bereit, den englischen Vorschlag zur Abrüstungsfragc anzunehmen, aber der Plan scheiterte an der Ablehnung durch die anderen Staaten und wurde wieder preisgegeben. Unser guter Wille wurde mit Füßen getreten, wir wurden immer noch nicht als gleichberech­tigter Staat betrachtet. Währenddessen feierte der Rüstungswahttsinn der anderen Orgien.

Jetzt war unsere Geduld zu Ende. Wir nahmen uns, was man uns verwehrte. Unsere neue deutsche Reichsregierung als Wählerin der deutschen Ehre und der deutschen Lebensrechte war außerstande, tatenlos der Entwicklung der Dinge in Europa zuzusehen. Jetzt will man es so darstellen, als hätten wir den Frieden gestört, als wären die Maßnahmen der anderen die Folge der unsrigen. Selten ist in der Weltgeschichte die Wahrheit so auf den Kopf gestellt worden. Wenn es noch eine Weltgerechtigkeit gibt, so wird sich diese Vergewaltigung der Wahrheit einmal bitter rächen. Unser Protest in den 14 Haupt-

Der Geburtstag des Führers.

Unendliche Geschenke zeugen von der Liebe des Volkes. Ein Kampfflugzeuggeschwader als Geburtstagsgabe der SA. Vorbeimarsch einer Ehrenkompanie der Wehrmacht vor ihrem obersten Befehlshaber.

Am 4 6. Geburtstag des Führers war die Reichskanzlei in der Reichshauptstadt, die in ein Fahnen- m-er gehüllt mar, das W a l l f a h r t s z i e l Tausen­der von Menschen, die den Führer sehen wollten. Vor der Reichskanzlei herrschte in den frühen Morgen­stunden schon reges Leben. Schutzpolizei zog an den Bürgersteigen entlang Taue, um ein Abdrângen ans die Fahrbahn zu verhindern. Die ersten Post­beamten brachten Glückwunsch- und Ergebenhetts adressen, Briese, Telegramme, Karten und Pakete. Die ersten Gratulanten erschienen, Hitlerjungen und BDM. stellten sich mit kleinen und großen Blumensträußen vor der Reichskanzlei aus, um ihre Geburtstagsglückwünsche persönlich beim Führer anbringen zu können.

Als einer der ersten Gratulanten erschien am frühen Vormittag der Abgesandte der ostpreußischen SA., der Oberscharführer Ma x Wolf, der vor. zehn Tagen in Königsberg gestartet war und zu Fuß in 50-Krlometer- ^aaesetavven die Strecke bis Berlin zurückgelegt hat, um dem Führer die Glückwünsche der ostpreußischen SA. selbst darbringen zu können. Unterdessen kamen die zahllosen Gratulanten mit den Geschenken. SS. nahm sie in Emp­fang, geleitete die Alten und die Jungen in das Innere der Reichskanzlei, wo

in der Vorhalle ein riesiger Geburtstagstisch auf- gebaut

war Aus einem zweiten Tisch innren etwa ein Dutzend Qiftèn . ausgelegt, in die sich jeder Besucher eintragen durfte Währenddessen türmte sich der Berg an Geschenken. (Sin Auto fuhr vor, besetzt mit weißgekleideten Konditor- gesellen die eine riesigeGeburtstagstorte aus dem Wagen hoben, über der ein Osterhase aus Schokolade in Lebensgröße thronte! Möbelwagen luden metergroße Wandgemälde aus, und zwischendurch wuchs der Geburts­taastisch auf dem alles zu sehen war, was man überhaupt schenken konnte: Holzschnitzereien, Geburtstagskuchen und Osterlasen in jeder Form und Größe, kiloweise Konfekt, Bilder und Briefe, Lampen, Notizbücher und Bleistift- zeichnungen, Photos mit Widmungen von kleinen Mädels,

städten schreit noch einmal die Wahrheit hinaus. Wir lassen uns unser Recht nicht nehmen, und wir rufen es denen zu, die es uns verwehren:Ihr habt längst durch euer eigenes Tun die Berechtigung verwirkt, über uns zu Gericht zu sitzen!"Wer im Glashaus sitzt, soll nicht

Aufn. Scherl. In Begleitung von General der Flieger Göring und dem Chef des Stabes, Lutze, schreitet der Führer die Front der Ehrenkompanie der Flieger vor dem Jagd­geschwaderHorst Wessel" in Staaken ab.

mit Steinen werfen", sagt ein altes Sprichwort. Hier Hai es von neuem seine Berechtigung erwiesen.

Es hat nicht an Versuchen gefehlt, die deutsche Verhandlungsbereitschaft zu sondieren. Man glaubte in verschiedenen Staaten, uns doch vielleicht noch einmal nach Genf zurückzubekommen an den Konferenz­tisch. Aber scheinbar sind die, die diesen Glauben hatten, sehr schlechte Menschenkenner. Sonst hätten sie sich sagen müssen, daß man nicht jemand zur Verhandlung bereit- finden wird, wenn man ihm vorher Fußtritte versetzt Hai. Deshalb hat der Völkerbundsrat dem Völkerbünde selbst einen schlechten Dienst erwiesen, als er die Entschließung gegen Deutschland annahm. Wir wären ein ehrloses Volk, wenn wir heute so täten, als habe man uns nie Unrecht getan. Wir sind ein Volk der Ehre, und werden es mehr denn je bleiben. Und unsere Ehre sagt uns, was wir tun müssen, was wir lassen sollen.

Kunstgewerbliches und Nützliches, Strümpfe und Ohren­wärmer, Handschuhe und vor allem Blumen in solcher Menge und Pracht, daß man eine Ausstellung damit be­schicken könnte.

Unter den Geschenken bemerkte man weiter ein Bild Friedrichs des Großen von Pesne, zahlreiche Büsten und Plastiken, darunter die Plastik eines Feuers aus Kohle, in Bronze getrieben das Wappen der Familie Hitler, von General Litzmann einen wundervoll modellier­ten Adlerkopf, vom Reichsausschuß für Volksgesundheits­dienst die Ahnentafel d e s F ü h r e r s , vom Reichs­kriegsopferführer O b e r l i n d o b e r ein Bild der Reichsautobahnbrücke über den Inn an der Strecke MünchenBerchtesgadenSalzburg, von der Deutschen Arbeitsfront das Modell einer Hamburger Kogge. Man sah ferner Modelle deutscher Panzerschiffe, herrlich aus­geführte E h r e n b ü r g e r u r t u n b e n von Städ - t e n. vom Arbeitsdienst einenSpaten der deutschen Broi- frciheit" mit dem Wappen des Arbeitsdienstes. Sogar Stiefel sind dem Führer geschenkt worden.

Aus allen beigefügten Handschreiben aber spricht die ungeheure Liebe und Verehrung, die dem Führer an diesem Tage besonders entgegenklang. ,

, Eines war auffallend: Die Gratulanten sandten diesmal nicht wie früher Weinflaschen und Zigarren, denn sie wissen, der Führer raucht nicht und genießt auch keinen Alkohol! Die Besucher in der Reichskanzlei warfen immer wieder rasch einen Blick auf die vielen Geburtstags­geschenke und vernahmen staunend von einem SA.-Mann, daß dieser Tisch nur den dreißigsten Teil der Gaben und Geschenke zeigt, die aus dem ganzen Reiche eingegangen sind.

Der größte Teil der Geschenke werden, wie immer, vom Führer gemeinnützigen Zwecken zugeführt. Und so machen ihm sicher besondere Freude auch jene Geschenke, die von vornherein zur Weitergabe bestimmt sind. Die Art dieser Geschenke fängt an mit Paketen von Kinder­kleidern und anderen nützlichen Gegenständen, durch die nun wiederum Hunderten Freude gemacht werden kann.