Einzelbild herunterladen
 

Fuldaer Anzeiger

, Werktag. Wochenbeilage:Der

U6en Werktag. Wochenberlage: 'Bezugspreis: monatlich 1,70 s

"Eierungsbehinderung durchHöhere Ee- f

-iich tionsdruck : ^Frredruh Lhrenklau, Lauter- Zulöa- und Haunetal * Zulöser Kreisblatt S^Ä®^ «Telefon A" - HedaPtfon und Geschäftsstelle: Königstraße 42 Zernsprech-flnsthluß Nr. 24-4 ^^iworilich für den Inhalt: Bernd Heim, Fulda. Nachâruck âer mir * versehanrn Frliksl nur mir <6y$üencnßabe ,$utoaer fingetgtr'gefhitttt

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg

^ 95 - 12. Jahrgang

Fulda, Mittwoch, 24. April 1935

Anzeigenpreis: 1 mm Höhe in der 48 mm breiten Anzeigenspalte oder deren Raum 4 Pf., im Textteil (90 mm breit) 12 Pf. Bei Äiederholung wird Nachlaß nach Preisliste gewährt, bei zwangs­weiser Beitreibung oder Konkurs erlischt jeder An­spruch auf Nachlaß.DA." II. SS SILZur Zeit ist Preisliste Nr. 8 gültig. Verantwort!, für de» Anzeigenteil Ferdinand Lhrenklau, LauteiLach-H,

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

Sowjetrussischer Festungsgürtel an der Westgrenze.

jerötefte von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Unterirdische Petroleumfants.

siniac englische Zeitungen bringen aufsehenerregende über den in aller Stille angelegten sowjetrussischen tunasaürtcl an der so w j etrusslschen Grenze. Die Forts sind größtenteils in äußerlich sc» Grabhügeln in Sumpf- und Waldgcbict an Eine Kette solcher Hügel zieht sich nach dem Bericht T6cr Ostsee bis zum Schwarzen Meer.

« wird ein T a n k m a n ö v e r vor dieser Forts- Mildert. Unter der Schneedecke habe man nichts gewöhnliches vermuten können. Als aber die Tanks näherten, tauchten plötzlich Geschütze auf und ein neKfeuer aus Taufenden von Rohren c jede Annäherung an die Befestigungsanlagen un- M gemacht. Die Forts seien aus Stahl und ment errichtet, mit Maschinengewehren, schweren ützen und Schnellfeuerkanonen bestückt und mit einem siliert ausgedachten Ventilationssvstem versehen, durch j jic Befestigungen gasfrei gehalten werden können, m besonderen Eindruck habe auf den Beobachter ein ober mit Tankattrappen gemacht. Man ließ sie un- inbert bis dicht an die Forts herankommen, dann aber tbcn in dem Gürtel unterirdisch angelegte kiroleum t a n k s zur Explosion gebracht und alles 5 jid) innerhalb des Gürtels befand, sei das Opfer der itzlich ausschießendcn Flammen geworden.

Das Innere der Forts sei so eingerichtet, daß e vielköpfige Besatzung die Möglichkeit hätte, viele itn von der Außenwelt abgeschnitten dort zuzu- W». Neben Lazaretten und Munitionsdepots seien Kantinen und Schankräume vorgesehen. Außerdem n in der Nähe des Festungsgürtels große Kasernen- iW geschaffen worden, mit Klub- und Speiseräumen, âern und dreistöckige, mit Zentralheizung Ver- Tcbäude.

»Es lebe die Weltrevoluüon?"

Dasfriedliche", bündnisfähige Sotvjetrußlaud, tn Vertreter Litwinow im Völkerbund große ""s von Frieden und Eintracht sprach, und das die Wiche Politik gegen Deutschland ausspielt, enthüllt Imer kurzen Meldung seines Regierungsorgaus Mstija" sein wahres Gesicht. DieJstwestija" be^ »flt sich in einem großaufgemachten Leitartikel ein- W mit den Losungsworten zum 1, M a i. Das Blatt 1 ausführlich auf die einzelnen Punkte der Erklärung und verweilt dabei auch bei dem Aufruf, der sich ""Proletarier aller Länder r i ch t e t. Es et dann:Proletarier aller Länder, folgt den Fahnen wnununistischen Internationale, die euch zu neuen

Die Insel des Schreckens

Die furchtbaren Verwüstungen des Erdbebens auf Formosa.

^ lapanische Insel F o r m o s a ist durch das schwere h N 'u kinen Trümmerhaufen verwandelt worden

ictzten Berichten hat das Beben etwa 35 00 "fi ö r t "^iiengesordert und 2 8 0 0 0 Hituf c r Ä ®e^rben versuchen, mit Unterstützung der bm » , - ^" Polizei, allmählich Ordnung in das Üfltebr * M ir Qcn und die verängstigten Bewohner zur Nè2 Siedlungen und zur Aufräumungsarbeit fett . J' Diese chinesischen Bauern stellen den Haupt rKhi 'f -PVlcrn der Katastrophe. Die Lehmhäuser r %b e,n i"'d im Gegensatz zu deu leichten Häusern bin Kartenhäuser zusammengefallen und oben6 ai o0*5 uiele ihrer Einwohner unter sich be- »viiuukii , ^strophc hätte noch größeren Umfang am hodjcupL m^"u cs nicht gelungen wäre, die aus- Ach in rn?e fast überall schnell zu löschen. Da^ 011 %n i \firNcr Teil des Katastrophengebietes jetzt '"uuten bedroht.

Ä?° ^"^

111 *l Nahrungsmitteln und Medizin

etc en.

»?.»«rmec von Ärzten und Kranken- 7 ^ibem ^ in das Innere des Landes begeben, !^0|tnen J" verhindern. Man impft alle Ein- ^u habhaft werden kann. Auch größ kN ?nd in das Innere entsandt Word ^csc Helfer nur sehr langsam vor- N Poße Ei send ahnst recken vom Erdbeben |UlO,

$ ^M, ^^beben in Iran. m^bbtrn ' Funkmeldung.) In der Provinz /Ntt So?-'n $r ü 11 stnt> in den letzten Tagen °'^". Di« ir?T1 e durch Erdstöße verwll st e t 'c ^"schütterung trat bereits in der Mitte

Kämpfen und Siegen vorwärtsführen. Es lebe die sozialistische Wellrevolution!"

Die LtNisrhrechung der französisch- ruffischen Bündnisverhandlungen.

Der sowjetrussische Außenkommissar Litwinow, der wohl darauf gerechnet hatte, sein kühnes Genfer Auf­treten mit dem Abschluß des französisch-sowjetrussischen Militärbündnisses krönen zu können, ist bitter enttäuscht worden. Die Verhandlungen, die einen so verheißungs­vollen Anfang nahmen, sind plötzlich unterbrochen worden, und zwar scheint es sich um ernste Schwierigkeiten zu handeln. Nach einer halbamtlichen Moskauer Meldung konnten sich Litwinow und Laval nicht über das Ein­setzen gemeinsamer Aktionen einigen. Laval soll die Auffassung der französischen Regierung verteidigt haben, wonach gemeinsame Aktionen gegen einen An­greifer erst nach einer Prüfung des Streitfalles durch den Pölkerbundsrat möglich seien. Demgegenüber habe Litwinow einen sofortigen Entschluß verlangt und cs auch abgelehnt, in eine Frist von 48 Stunden einzu­willigen.

Litwinow scheint sehr siLgessicher bei den Verhandlun­gen mit Laval ausgetreten zu sein und einen Ton an­geschlagen zu haben, der den Franzosen denn doch allzu keck zu sein scheint. So meist dasJournal" auf die eigen­artige wenig korrekte Methode Moskaus hin. Nachdem

Litwinow sich selbst zum Frühstück im Pariser Außen­amt eingetadrn

yabe, und zwar zur Unterzeichnung eines Abkommens, das in Genf besprochen worden sei, sei er plötzlich verschnupft ge­wesen, nachdem die Grundzüge des Paktes klar zu Papier gebracht worden seien, ohne die Z w e i d e it t i g f e i t e n, die die russischen Diplomaten lind Juristen hätten hinein- gleiten lassen wollen.

Aus gutunterrichteter Pariser Quelle verlautet dazu, daß die im letzten Augenblick entstandenen Schwierig- kcitcn außer aus Meinungsverschiedenheiten besonders daraus entstanden seien, daß

Außenminister Laval, um England nicht zu vcr« stimmcn, alles zu vermeiden sucht, was an eine Ein­kreisung Deutschlands erinnern könnte.

In Paris wartet man daher die in der deutschen Protestnote augekündigten Erläuterungen ab, die ge­gebenenfalls zur Basis für neue Verhandlungen dienen könnten, wonach sich eine Änderung in der Einstellung Rußland gegenüber ergeben könnte.

des Monats auf. Sie nahm später an Heftigkeit zu. Zahl­reiche Häuser stürzten ein und begruben die Bewohner unter sich. Bisher sind über 280 Leichen geborgen worden. Die Nachforschungen werden unter den Ruinen bet zusam- mengestürzten und vielfach in Brand geratenen Häuser

(Magenborg Bilderdienst.) Karte von Formosa.

fortgesetzt. Der Direktor des Gesundheitsamtes in Teheran hat eine Reise durch die am schlimmsten heimgesuchten Be­zirke unternommen.' Zur Unterstützung der betroffenen Be- völkerung ist ein nationaler Hilfsausschuß gebildet worden.

Raffe und Schule.

Von Dr. W. Groß,

Leiter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP.

Mit Beginn des neuen Schuljahres treten an die Erzieher wieder neue Aufgaben heran. Der Schule ist die Pflicht im nationalsozialistischen Staate auf­erlegt, Menschen heranzuziehen, die allen Anforde­rungen des Lebens gewachsen sind. In dieser Rich­tung liegen auch die letzten Erlasse des Reichs­erziehungsministers, die im engen Einvernehmen mit dem Rassenpolitischen Amt der NSDAP, entstanden sind.

Die Beziehungen zwischen dem nationalsozialistischen Nassegedanken und dem Schulwesen sind wechselseitiger Natur: Einerseits beeinflußt die rassische Erkenntnis er­heblich unser Bild von den Aufgaben und Grenzen der Schule, andererseits wird die Schule selbst wieder wesentlich zur Verbreitung und Vertiefung des Nasfegedankens im Volk beitragen können und müssen. Die Forderungen, die sich aus dem Rassegedanken an die Schule ergeben, mögen im ersten Augenblick unbequem erscheinen. Die Erkenntnisse der Vererbungswissenschaft, die uns die überragende Be­deutung der Erbanlagen gegenüber allen Umweltwirkun­gen gelehrt hat, schränken die Möglichkeit der Erziehung und Bildung des Heranwachsenden Menschen in gewissem Sinne ein. Alle Erziehung und Bildung setzt das Vor­handensein entsprechender Erbanlagen voraus, die entwickelt und gefördert werden wollen; sie kann aber nichts von sich aus schaffen, was anlagenmäßig nicht vorbereitet ist, und sie kann auf der anderen Seite auch nichts endgültig beseitigen, was an Erbanlagen etwa unerwünschter Natur im Menschen schlummert.

Die zweite Forderung rassischen Denkens au eine Neuausrichtung des Schulwesens betrifft die rassische Ha r m o n i e z wi sch e n Lehrer, Schüler und Lehrstoff. Es ist ganz selbstverständlich, daß eine förderliche Erziehungsarbeit mir dann statthaben kann, wenn der Lehrer und seine Schüler wesentlich die gleiche rassische Grundhaltung aufmeifen. Der fremdrassige Lehrer ist uns ganz sachlich eine unmöglich" Vorsiellu.ig geworden; ebenso unabdingbar ist auch die Forderung, daß die K l a s s e n g e >n e i n s ch a f t selbst, an der der Erzieher zu arbeiten hat, eine rassische Einheit darstettt. Frcmdrassige Schüler müssen zwangsläufig die Erziehungsmöglichkeit in einer Klassengemeiuschaft herab- mindern, weil sie unvermeidlich Dissonanzen in der Ge- samthaltnng bedeuten. Deshalb ergibt sich die Forderung, die unter uns noch lebenden fremdrassigen Bevölkerungs­gruppen, insbesondere also die Juden, im Schulunterricht von den Kindern unserer eigenen Art grundsätzlich ab- zusondern.

Daß im Mittelpunkt aller Erziehungsarbeit, die ja nicht Wissen an sich vermitteln soll, sondern Eharakter- werte h e r a n b i l d e n muß, das Wcseu des eigenen Volkstums und der eigenen rassischen Art zu stehen hat, er­scheint uns selbstverständlich. Wir werden niemals ein deutsches Volk und eine deutsche Führerschicht heranbilden können, wenn mir als Mittel zu diesem Zweck hauptsäch­lich das Studium fremder Kulturen, Sprachenund Geschichten setzen, statt vom eigenen Volkstrun auszugehen und stets mieber zu ihm hinzuzielen.

Eine letzte Forderung rassischen Denkens an die Neu­gestaltung unseres Schlttwesens betrifft ein praktisch bevölkerungspolitisches Gebiet. Die einseitig intellektuelle Eutwicklttttg mit ihrer uferlosen Vermehrung immer neuer Fächer hat dazu geführt, daß insbesondere für die akade­mischen Berufe der Ausbildungsgang länger, das Alter bei der Erreichung des Berufseiutritts immer höher ge­worden ist. Die Folge war die Heraufsetzung des Heirats­alters, die ihrerseits wesentlich an dem erschütternden Gc- burtenriickgaug gerade der führenden Schichten der Nation schllld gewesen ist.

Wir müssen heute verlangen, daß der Eintritt auch in den akademischen Beruf mib damit die Heiratsmöglichkeit wieder in einem Alter erreicht wird, das wieder den natür­lichen wie den bevölkerungspolitischen Anforderungen ent­spricht. Schule unb Hochschule werden hier eiusehen müssen, daß sich eine verständige Kürzung ihrer Ausbil- duttgsjahre durch die Erhaltung hochwertiger Begabung belohnt machen wird, die heute infolge der verspäteten HeiratSmöglichkeiten (Generation um Generation dem Volke verlorengehen.

All diese Gedanken und Forderungen sind nur dem verständlich und dann freilich auch selbstverständlich, der biologisch unb rassisch denken gelernt hat. Um so notwen­diger ist, daß die Schule selbst die Heranwachsende Gene­ration mit den Grundlagen dieser neuen Gedankenwelt von vornherein so vertraut macht, daß sie wenigsteus in Zukunft über jede Erörterung erhaben sind und zur selbst- verstättdlicheu Grundlage alles öffentlichen Lebens werden.

Die bekannten Erlasse des R c i ch s e r« z l c h u n g s m i n i st c r s, die im engen Einvernehmen mit dem Rasseupolitischen Amt der NSDAP, entstanden sind, geben die Grundlage, die diesen Forderungen gerecht wird, für eine Neuordnung der Schullvesens ab.

Weitere Grabungen an den Externsteinen.

Die Atlsgrabiittgeu an den Externsteincn sollen in diesem Sommer fortgesetzt werden. Außerdem soll mit der Neugestaltung der Umgebung der altgermanischen Weihestätte nach dem Plan des Professors Schultze-Naum­burg begonnen werden.