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Lulöaer Mzeiger

SLAM@S. t Tageblatt für Rßön und Vogelsberg &fe?£ Möa- unö Haunetal. Iâer Kreisblatt

^y èa Königprage 4^, ^eieion z»öm. ttf&fut den Inhalt: Bernd Heim, Fulda.

Re-aktion und Geschäftsstelle: Königstraße 42 Zernsprech-^nfthinß Nr. 2489

Nachdruck der mit * versehenen ÄrtiEei nur mit Quellenangabe .Zulöaer Anzeiger "gestattet.

Anzeigenpreis: 1 mm Höhe in der 46 mm breiten Anzeigenspalte oder deren Raum 4 Pf., im Textteil (90 mm breit) 12 Pf. Bei Wiederholung wird Nachlaß nach Preisliste gewährt, bei zwangs- weifer Beitreibung oder Konkurs erlischt jeder An­spruch auf Nachlaß.DA." III. 35. 910. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 gültig. Verantwort!, für den Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

Sr,99 " 12> Jahrgang

Fulda, Montag, 29. April 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

Neugestaltung des Deutschen Staatsbürgerrechts.

sührung des Staatsbürgerbriefes. Sicherung der Volksgesundheit

»Mchsinnenminister Dr. Frick gewährte der Mit- Mârin eines Berliner Blattes eine Unterredung, in Mir interessante Angaben über die Reichsreform, Uriicue Slaatsbürgerrccht und den öffent- Gesundheitsdien st machte.

Reichsinnenminister wies auf die bisher ge= ten Vorarbeiten zur Reichsreform hin K nannte dabei den Einbau aller preußischen Ministe- M in die Reichsverwaltung, die täglich fortschreitende Mimlheitlichung der Verwaltungsarbeit, den Übergang M Justizverwaltung auf das Reich und die einheitliche Mchsgemeindeordnüng. In Kürze soll auch ein ein - Mitliches Beamten gesetz für das ganze Reich werden.

Die Reichsregierung plant ferner eine N e u g e st a l - des deutschen Staatsbürgerrechts.

M neue Staatsbürger-recht wird einen schärferen Maß- Mb an jeden legen, der deutscher Staatsbürger ist oder Mden will. Die deutsche Staatsbürgerschaft wird in Zu- nicht mehr allein durch die Geburt, durch einen ge- Mbniichen Verwaltungsakt oder gar durch Zahlung einer Mdimnme erworben werden können, wie dies früher M war. Sie wird nach dem Willen des Führers och fte Recht, und

der Staatsbürgerbrief

Mrd die wertvollste Urkunde sein, die ein Deutscher in Leben erwerben kann. Die deutsche Staatsbürger- wird jedem Deutschen den Weg zu allen öfsent- MMÄntern in Partei und Staat öffnen, nur ihr.Trügcr Mnd in den Kampfformationen der Bewegung und als ^iHäger der Nation in den Ehrendienst des, Volkes eintreten dürfen, und nur er allein wird das WA und AbstimmungsrcÄt ausüuen und dadurch

Beschleunigte englische Lustrüstung

Die britischen Dominien sollen eigene Lnstrüstungen vornehmen.

[ Die englische Regierung plant, wie englische Blätter M berichten wissen, eine weitgehende Beschleunigung und Revision ihres Aufrüstungsprogramms in der Luft. Be-

m diesen Tagen werde eine Ministerbesprechung Wer die Lage stattfinden, und es bestehe wenig Zweifel, R das Kabinett das vom englischen Luftrat vorbereitete k"Nangr eiche Aufrüstungsprogramm an- rwn werde.

I Die neuen englischen Aufrüstungspläne werden vom Telegraph" nach der Methode des berüchtigten uches ausschließlich mit der deutschen Luftauf- begründet, derengroße Ausdehnung" man in ft englische politischen Kreisen erst jetzt erkannt habe. L uuf Donnerstag angesctzte Unterhaus-Aus- c .^^ die europäische Lage werde durch diese

L ganz besondere Bedeutung erhalten, und uglpche Regierung habe durchaus die Absicht,

8 StM6? Fall hinter den Luftrüstungcn irgendeines [ ° mncrhalb Reichweite der englischen Küste u zurückzustehen.

englischen Luftrat vorbereitete beschleunigte !>°^?^"6sprogramm sieht, wie der diplomatische hoi- i meldet, folgende industriellen Maßnahmen Änderungen in den Herstellungsmethoden gewisses Opfer an Sicherheitsfaktoren zu- l^ird Für gewisse Bomberklassen

Äus^ l^erweise ein höheres Ladegewicht zugelassen. MNihstM u 9 ^^ Industrie und Bereithaltung einer b^QiainL^0« Jndustriefirmen für eindtotstands- k Ausw»-/ Wiedereiüstellung vieler Spezialarbeiter, killn bn des Metallflugzeugbaues zur Erleichte- R- 2'"""'"«"Ng.

Kilo I ^ftleunigung der englischen Luftanfrüstttng per ennsifA? bevorstehenden Besprechungen zwischen s^gsjiw N Legierung und den anläßlich des Regie- i'eiiteii b/r < Smâ. N London anwesenden Ministerpräsi- !.Sai[h n,./obnnien eine beträchtliche Rolle spielen. Wie ( Ordertmeldet, sollen die Dominien aufge- pftultQ ?En, sich in größerem Maße an d en Luft- K°"eilia" nu britischen Weltreiche zu lÄe, bie Mak .^"mit würden dann englische Flug- i TWibiA.,^ Ul Übersee stationiert werden mußten, für lang des englischen Heimatlandes verfügbar.

Dns ^uu"6 an die englischen Flieger.

Nen Luftfahrtministerium hat an alle eng- "nuliw /^^^lide Warnung ergehen lassen:Wir I x uUerrichtet worden, daß englische Flieger der I ^Mfenh»» A,u u g deutschen Gebiets, kürzlich . ^Whrer »»/ . ^Unnnungcn verletzt haben. Die Flug" I Nte^ aufmerffam gemacht, daß tm I J afciiah ?"^°ße gegen diese Bestimmungen ernste end ne Folge sein können."

mittel- oder unmittelbar an der Führung des dieicyes leu- nehmen können. Die deutsche Staatsbürgerschaft wird in einem feierlichen Akt und mit einer weihevollen Vereidigung auf die deutsche Volks­gemeinschaft, das Deutsche Reich und seinen Führer verliehen und wird Unwürdigen oder Staats­feinden abgesprochen werden.

Besonderes Augenmerk wird auf den

Schutz der Familie

gelegt. Nachdem durch das Gesetz vom 3. Juli 1934 der gesamte öffentliche Gesundheitsdien st des Deut­schen Reiches umgestaltet worden ist, sind alle Voraus­setzungen für die Gesundheitsämter geschaffen, damit sie die Erb- und Rassenpflege überwachen und die Bevölke­rungspolitik leiten können. Die Bevölkerungspolitik wird nicht nur in Negativen, also in der Ausmerzung oder Ver­hütung erbkranken Nachwuchses, sondern ebenso sehr in der

Pflege, Beratung und Förderung erbgesunder deutscher Familien

bestehen. Diesen gesunden deutschen Familien muß eine Aufbesserung ihres Nahrungsspielraumes verschafft wer­den, damit sie in der Regel drei bis vier Kinder groß­ziehen können. ,

Der Minister verwies darauf, daß gerade dre Aus­stellungWunder des Lebens" sehr deutlich die Richtung weise, in der sich die deutsche Gesundheitspflege und Rassenpolitik bewege. Die Aufgabe des Staates fer es, die Erkenntnis der Wissenschaft und dia Ergebnisse der Forschung zum Wohle des Volkes auszuwerten. Der nationalsozialistische Staat habe nur eine Aufgabe und die heiße:Die deutsche Nation groß und stark zu machen."

Sienfizcitverlängerung. - Heuer Kriegs- flugplatz.

Die Beschleunigung der englischen Luftaufrüstung yat bereits begonnen. Wie das englische Luft­fahr tm i n i st e r i u m mitteilt, wird einebegrenzte Anzahl" englischer Kriegsflieger über ihre Dienst­zeit h i n a u s für eine Zeitdauer unter den Fahnen zu­rückbehalten werden. In der amtlichen Mitteilung wird folgende vorsichtige Ansdrucksweise benutzt:Die An­sprüche aller zur Zeit dienenden Flieger, deren Gesuche auf Verlängerung ihrer Dienstzeit bisher abgelehnt wur­den, werden je nach Verdienst einer neuen Prüfung unter­zogen. Der Luftausschuß hat beschlossen, eine begrenzte Anzahl von Fliegern weiter zu verpflichten." Gleichzeitig wird mitgeteilt, daß sofort mit der Errichtung eines neuen Kriegsflugplatzeszwecks Aus­bau der englischen Heimatverteidigung" in Cranfield in der Grafschaft Bedfordshire begonnen wird. Im dies­jährigen Haushalt ist eine Summe von 335 000 Pfund für den Bau eines großen Kriegsflngplatzcs bereitgestellt worden.

Das ttmBM-rusWe Militärbündnis.

Der Draht spielt zwischen Paris und Moskau.

Nachdem der russische Botschafter in Paris, Potem- f ' fast rwei Stunden lang mit dein französischen Außenminister L a v a l über den ftanzösisch-russischen Pakt verbandelt batte, wurde zum Abschluß der Besprechungen d ^Preff- erklärt, daß sich vollständige Einigkeit ü b e r d i c G r u n d l i n i e n ergeben hatte, daß aber bte ^ormnlienlng des Textes noch einige Schwierigkeiten vmw Am Wochenend fand im Pariser Außenamt dann "-«. an »« auch d!- ft«,Wchm nb russischen juristischen Sachverständigen teilnahmen.

B zeichnend für den Standpunkt der französischen WrnH-uiia' ist eine Proklamation, die Außenminister â a anläßlich der Kommunalwahlen in dem Vorort Aubervilliers er Bürgermeister ist. Hat plakatieren Wn In den. Aufruf beiß- es ". a: Den Pakt, den ich oemetnsam mit der Regierung von Moskau im Ange habe, bezweckt den Krieg zu verhindern und nicht ihn herbet- ülren Es ist ein Pakt, der einen Teil der für die kollektiv/ in Europa notwendigen Organisation barstellen soll, der aber gegen kein Land gerichtet sein t - Dazu verlautet, daß das gesamte Kabinett â Außenminister Laval Wert darauf legt, daß der Text SsST ^ W. °»i d°s «Momm |<I<>

RuMänischsr Aufrüstungsplan.

Eine Rüstungsanleihe. Neue Steuern.

Der nationale Verteidigungsrat Rumä­niens trat unter dem Vorsitz seines Präsidenten König Carols zu einer Sitzung zusammen, an der, wie aus Bukarest berichtet wird, die Mitglieder der Regierung und Vertreter der Militärbehörden teilnahmen. Minister­präsident Tatarescu und General Paul Ange- l e s c u, der Kriegsminister, erstatteten über das Rüstungsprogramm der Regierung ausführlich Bericht. Das Programm verteilt sich auf mehrere Jahre. Ihm liegt ein fester Finanzierungsplan zugrunde. Und zwar soll die Finanzierung durch eine nationale Rüstungsanleihe und durch neue Steuern er­folgen. Am gleichen Tage unterzeichnen Ministerpräsi­dent Tatarescu den endgültigen 'Vertrag mit den Skodawerken.

Donau-Vorksuferenz in Venedig.

Wie nun verlautet, wird am Sonnabend, dem 4. Mar, in Venedig eine italienisch-ö st er reichtsch- ungarifche Konferenz zur Vorbereitung der Donaukonferenz stattfinden. An ihr werden der italienische Staatssekretär des Äußeren, S u v i ch, der österreichische Außenminister, v. Berger-Waldenegg, und der ungarische Außenminister, d e K a n y a , teilnehmen.

Der Führer besichtigte das Nürnberger Reichspatteitagsgeiände.

Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler be­sichtigte, wie aus Nürnberg gemeldet wird, am Sonntagvormittag das Reichsparteitagsge­lände. In seiner Begleitung befanden sich außer seinen beiden Adjutanten, SA.-Obergruppenführer Brüchner und SS.-Oberführer Schaub, der Reichs- Pressechef der dtSDAP. Dr. Dietrich und Amtsleiter Speer. An der Besichtign:' 1 der neu in Angriff ge­nommenen Anlagen und der Pläne zur Neugestaltung des Neichsparteitagsgeländes nahmen auch der Franken­führer Gauleiter Julius Streicher, der bayerische Innenminister Wagner und Oberbürgermeister Liebel-Nürnberg teil.

Aeichsführer SG. Himmler in Osipreußei

In zwei Sonderflugzeugen der Lufthansa trafen am Sonntagmittag Reichsführer SS., Himmler, in Be­gleitung seines Chefadjutanten, SS.-Oberführer Wolfs und eine Anzahl SS.-Gruppenführer auf dem Flug­hafen in .Königsberg ein. Der Neichsfübrer nimmt mit den Gruppenführern an der Hochzeit des SS.- Gruppeüführers Prützmann mit Fräulein von Boddien in Leissienen in Ostprenßen teil.

Wen dürfen dieNeichSfahnen nicht Riffen!

Die Hissung der R e i ch s f a h n e n durch jü­dische Geschäfte und Privathäuser hat, wie das Deutsche Nachrichtenbüro mitteilt, wiederholt zu Störungen der öffentlichen Ruhe und Ordnung geführt. Um derartige Zwischenfälle für die Zukunft zu vermeiden, hat der Reichsminister des Innern bestimmt: Die Hissung der Reichsfahnen, insbesondere der H a k e n k r e u z f l a g g e , durch Juden bat zu unter­bleibe n. In Zweifelsfällen trifft die örtliche Polizei die ( >xdglichen Anordnungen

(Keystone.)

Die feierliche Verpflichtung der Rcichsinnungsmeistcr. Neichshandwerksmeister Schmidt nimmt im Bürgersaal des Rathauses in Frankfurt a. M. die Verpflichtung vor.