Moaer /lnzeiger
feien Werktag. Wochenbeilage: „Der Bezugspreis: monatlich 1,70 NM. S. fliÂrun^ durch „Höhere Ee-
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. 100 - 12. Jahrgang
Fulda, Dienstag, 30. April 1935
Einzelverkaufspreis 10 Pfg.
Fest der deutschen Volksgemeinschaft
3 Marschsäulen ziehen zum Staatsakt auf das Tempelhofer Feld. - Hundert Arbeiterdelegierte aus dem Reich als Gäste der Reichsregierung
>as deutsche Volk ist innerlich und äußerlich gerüstet inen Nationalen Feiertag, den dritten im neuen Wieder wird er ein großes und starkes Bekenntnis ii zum Nationalsozialismus und zu dem Führer Hitler. Aber von den gleichen Feiertagen der Vorwird sich diese Kundgebung unterscheiden, denn zu großen Ausbauwerk des nationalsozialistischen Mud gehört durch die Proklamation des Führers 116. März nun auch der Aufbau eines d c u t - kn Volksheeres.
Malb wird der 1. Mai 1935 ganz besonders durch Gedanken verschönt und verklärt sein, daß Deutsch- ! wieder in der Lage ist, auch ohne den guten Willen das Wohlwollen anderer Nationen seine Arbeit cihalb und außerhalb der Reichsgrenzen zu schützen, nil aber ist eine wichtige Stufe deutscher Weltgeltung ^gewonnen.
eine eindrucksvolle Riesenkundgebung wird der Aus- H werden, den die Reichshauptstadl am 1. Mai er- . 13 große Marschsäulen, von denen jede etwa 60 000 Teilnehmern gebildet wird, werden durch lins Straßen nach dem Tempelhofer Feld sich be
en, um dort die Ansprache des Führers zu hören, dm Morgenstunden versammeln sich die Teilnehmer dm ihnen zugewiesenen Punkten.
Etwa 100 Arbeiterdelegierte aus dem M Reich werden als Gäste der Reichsregierung an feierlichen Staatsakt auf dem Tempelhofer Feld teil- wn.
T«n Urlaub verbringt der deutsche Junge in den »eilagern der Hitler-Jugend.
Schaut auf den Führer!"
Aufruf Dr. Leys zum 1. Mai.
Reichsorganisationsleiter und Führer der Deutschen citufront, Staatsrat Dr. Ley, wendet sich in einem «I an die Männer und Frauen der Deutschen Estont, in dem er die Vertrauensratswahl 1935 mit 111 ausgezeichneten Ergebnis als ein überwältigendes Mtuis zu Adolf Hitler bezeichnet.
Wenn man bedenke, so heißt es in dem Aufruf, daß M vergangenen Jahre kaum 40 Prozent an den da- M Vertrauensratswahlen beteiligt hätten, dann « man ermessen, wie ungeheuerlich der Erfolg w Wollens ist. Dr. Ley spricht dann seinen D a n k "chs Ergebnis aus und erklärt dann weiter,
111 d'^m Jahre werde auch der letzte Arbeitswillige
Arbeit bekommen.
W in den Betrieben sei ein neuer, Anstand und M i die skrupellosen Geschäftsgebaren und das Wa Manchestertum der Vergangenheit verjagt.
Tatsache fei, daß der Arbeiter und An- - !"e besser behandelt würden. Außerhalb des "Ms sorge aber die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch O. W Kultur, Sport und Reisen. So werde der em Tag des Besinnens, des Stolzes, der ».„und der Verpflichtung. Die unerschütterliche Achtung sei in folgenden
w Punkten für die Arbeiten der kommenden Zeit Wegt:
den Führer am Morgen und danken ihm Al bat ^ cv âs Lebenswillen und Lebenshoffen «d wetteifern/dem Volksgenossen zur Linken
fein, u7 en Gutes zu tun und ein guter Kamerad zu 3 Di, " wahre und ehrliche Sozialisten sein wollen, alè kber y°?cu nic mehr von der Gemeinschaft fordern, üben. 1 "uzelne von uns bereit ist, der Gemeinschaft zu dir tofi.5 Aumpf soll unseres Lebens Inhalt sein, weil der bereit Ä der Himmel nur b'cm die Freiheit schenkt, 5. Letztes dafür einzusetzen.
^scheid» M sei unsere Ehre, und die Leistung allem . 6. einen vom anderen.
N Glück „»^^der Notion sei unsere persönliche Ehre! ^ .Wohlstand der Nation hängen mein persön- 7. Ser Persönlicher Wohlstand ab.
"vas leistet, soll fordern.
W buben ^rechte Interessenvertretung ist notwendig: ^wertfLk persönlichen Interessen dort aufzuhören, wo L Gemeinschaft beginnt.
zusamt' ^ niemals auseinanderraufen, sondern 10. S-i^^nraufen.
115 unei, wahrhaftig und ehrlich. Bannt Jetz, ' ^ii Hinterhältigkeit und Verrat!
Paston! die Organisation der Deutschen NÄ ''»* M- n-chd-m sich di° «S . " ^ttranoJpf durch Freude" bewährt und die ÄMÄ bewiesen hätten, daß das Flag^^werk von Erfolg gekrönt sei, müsse man
*C ^"den wir einen gerechten Lohn?"
Vor neuen sozialen Aufgaben
Der diesjährige 1. Mai wird richtungweisend.
Wie die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz in einem Artikel zum 1. Mai mitteilt, wird dieser Tag richtungweisend für neue soziale Aufgaben sein. Jetzt rückt, so heißt es dort, der Zeitpunkt näher, wo nach der ideellen Revolutionierung die Inangriffnahme der wir t= schaftlichen oder lohnpolitischen Ausgaben in den Vordergrund tritt. Das Problem der Zukunft wird nicht mehr heißen Tarif- oder Akkordlohnprinzip, sondern es wird um die Realisierung eines gerechten Lohnes gehen. Die Zeit ist vorüber, in der ein ehrlicher Unternehmer seine Arbeiter entlassen mußte, weil ein profitgieriger Konkurrent mit Hilfe eines ausgeklügelten Akkordlohnsystems auf Kosten der Arbeitskraft der schaffenden Menschen Preise zu unterbieten vermochte und mit diesen Schiebermanieren Geldsäcke zu füllen verstand. Der Gedanke der Betriebsgemeinschaft als eine der vielen Zellen der Volksgemeinschaft ist nicht nur ideell zur Vollendung zu bringen, sondern wird auch materiell verwirk
licht werden müssen. Es wird nicht darum gehen, ein allgemeines und totes Schema zu finden, sondern vielmehr darauf ankommen, den jeweiligen wirtschaftlichen Erfordernissen und Voraussetzungen gemäße Einkommensverhältnisse zu schaffen.
Der Mensch wird stets die einzige Triebkraft im wirtschaftlichen Geschehen sein und bleiben. Er hat einen Anspruch 0 n f den Erfolg seiner Arbeit, er hat das Recht auf einen gerechten Lohn in des Wortes bester Bedeutung. In diesem Zeichen wird das nationalsozialistische Deutschland am bevorstehenden 1. Mai in das nächste Arbeitsjahr gehen.
gehen. Dr. Ley fährt fort: „Ich bin gewillt, dieses größte Problem jeder Sozialordnung gründlich anzufassen, wie es der Nationalsozialismus verlangt. Deshalb habe ich die besten Männer auf diesem Gebiet zusammengerufen, damit sie uns alle wissenschaftlichen Grundlagen dazu zusammentragen." Es sei erschütternd, daß Deutschland und alle Welt Lehrstühle für alle Gebiete habe, während auf sozialpolitischem Gebiet auch nicht das geringste vorhanden sei. Das werde anders werden. Bereits am 1. Mai 1936 würden die praktischen Ergebnisse vorliegen. „Es ist mein unerschütterlicher Wille, das System der Entlohnung, des Akkords und der Arbeitsmethoden auf eine neue, gerechte und allen Teilen nutz- liche Basis zu stellen. Was dem Arbeiter nutzt, soll gleichermaßen dem Unternehmer dienlich fein.“
Das unwürdige Antreibersystem werde durch ein System b^ höchsten Selbstverantwortung ersetzt werden.
Der Aufruf schließt: „Wetteifert im Geiste der Gemeinschaft und stellt alle kleinlichen persönlichen Dinge im Interesse des Aufbaues der Nation und für die Kraft des^Existenzkampfes unseres Volkes zurück. Entscheidend ist allein ob wir uns von der Sorge unterliegen lassen oder ob wir Manns genug sind, die Sorgen zu meistern. Schaut auf den Führer! Nehmt ihn in allem und jedem zum Vorbild! Je größer die Not, um so größer der Führer! Tritt gefaßt! Vorwärts in ein neues Arbeitsjahr! Mit Adolf Hitler zur Sonne, zur Freiheit!"
Kurze Nachrichten.
Berlin. Auf ein B e g r ü ß u n g s t e l e g r a m m des Internationalen Filmkongresses , in dem von der völkerverbindenden und kulturellen Mission des Films gesprochen wird, hat der Führer in einem Telegramm geantwortet, die hohe kulturelle Mission des Films möge sich bei den Arbeiten des Kongresses voll auswirken, damit das gegenseitige Verständnis der Völker vertieft und das von ihnen allen erstrebte Ziel erreicht werde, in friedlichem Wettbewerb ihre geistige und künstlerische Zusammenarbeit immer enger zu gestalten.
Saarbrücken. Der im Oktober 1933 im Einvernehmen mit dem Herrn Reichswehrminister geschaffene, vom Gauleiter Oberpräsident und Staatsrat Schwede (Koburg) in Stettin geführte R e i ch s t r e u b n n d hält seine diesjährige Führertagnng, verbunden mit einer großen öffentlichen Kundgebung, am 4. und 5 Mal m Saarbrücken ab. Nack einem Erlaß des Herrn ReichswehrmlNlsters kann den Soldaten, Beamten, Angestellten und Arbeitern der Wehrmacht die Mitglieder des Reichstreubundes siild, für die Teilnahme an der Tagung Dienstbefreiung gewährt werden.
(Scherl-Bilderd i enst.)
Dr. Goebbels besichtigt das Berliner Aufmarschfeld. , Der Minister mit seiner Begleitung auf der Ehrentribüne.
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Fünf junge Leuie
Opfer eines Booisunglücks.
Im Sturm auf der Flensburger Förde gekentert.
Auf der Flensburger Förde ereignete sich ein schweres BootHnn 8 lü ü ,. dem fünf deutsche Ruderer aus So «verbürg zum Opfer fielen. Sie waren in einem Vierer mit Steuermann in Begleitung anderer Boote nach dem beliebten Ausflugsort Schelde in der Südostspitze der Broackerhalbinsel gerudert, und auf der Rückfahrt kenterte das leichte Boot bei schwerem Wetter.
Der deutsche Ruderklub „Germania", dem viele deutsche Handwerker und Gewerbetreibende aus Sonderburg angehören, veranstaltete mit fünf Booten einen Gemeinschaftsausflug nach Schelde. Gegen 7 Uhr abends bereiteten sie die Rückfahrt vor. Inzwischen hatte sich ein heftiger Wind aufgemacht. Nach gemeinsamer Beratung beschloß man, einen der Vierer mit Steuermann — einen sehr leichten Outrigger — in Schelde z u r ü ck z u l a s s e n, bis das Wetter sich beruhigt hätte. Die übrigen vier Boote traten trotz des hohen Wellengangs die Rückfahrt an und kamen nach anstrengender Arbeit auch wohlbehalten in Sonderburg an. Die Besatzung des zurückgebliebenen Vierers — der Elektriker Herbert Richter als Mannschaftsführer, der Zimmermann Hans C h r i st i a n s e n, der Drogist Franz Ruhme d d e r, der Gärtner Kückelhahn und der Kaufmann Krabbenhöft — warteten bis gegen 8.30 Uhr abends,
fuhren dann aber ebenfalls ab, da sich inzwischen der starke Wind etwas gelegt hatte.
Auf telephonische Anfrage in Schelde erfuhr man gegen Mitternacht, daß der Outrigger seit dreieinhalb Stunden unterwegs war Mehrere Motorboote, mit starken Scheinwerfern bewaffnet, machten sichauf die Suche, doch blieben alle Nachforschungen vergeblich. Erst am nächsten Vormittag hatte man Gewißheit über das tragische Schicksal der jungen Leute, als die Leiche des Z nnnerm^nns Hans Christiansen am Strand von Schelde von Fischern geborgen wurde.
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ane Vesurcytungen, daß vas fett Sonntag abend vermißte Boot des deutschen Ruderklubs „Germania" bei der aufgekonunenen steifen Brise gekentert ist, hat sich jetzt bestätigt. Die am Montagmorgen ausgelaufenen Fahrzeuge, die sich auf die Suche begaben^ haben das vermißte Boot kieloben treibend aufgefunden. Die Leiche eines der Vermißten konnte von ihnen geborgen werden. Von den übrigen vier Insassen des verunglückten Bootes fehlt dagegen noch jede Spur.
Klagenfurt. Der Rechtsanwalt Dr. Arnulf Z e n k l hat sich in seiner Wohnung vor den Augen seiner Frau mit einem Revolver erschossen. Gegen Dr. Zenkl war wegen angeblicher nationalsozialistischer Propaganda eine Untersuchung im Gange. Er befürchtete, daß ihm die Praxis entzogen würde. Die Kanzlei Dr. Zenkls war eine der größten in Kärnten.
Windhuk. Die im September vorigen Jahres ver- boteite deutsche Jugendbewegung in Südwestafrika ist unter der Bedingung wieder erlaubt worden, daß sie sich des Charakters als Hitler-Jugend entledigt und rein kulturelle Bestrebungen verfolgt.' Sie soll nunmehr als Pfadfindcrbewcgung aufgebaut werden.