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t 104 - 12. Jahrgang
Fulda, Montag, 6. Mai 1935
Einzelverkaufspreis 10 Pfg.
Der Führer auf der „Scharnhorst".
Glänzender Verlauf der dritten Probefahrt.
»Der Führer nahm an der dritten Probefahrt des L Ostasien-Schnelldampsers des Norddeutschen Lloyd, r n h o r sè", teil, dessen Stapellaus er im Dezember freu Jahres ebenfalls beigewohnt hatte. An Bord des Mes befanden sich auf der Probefahrt, die nach Heègo- Mmd den vstfricsischen Inseln führte, u. a. der Stell- littcr des Führers, Rudolf Heß, Reichsminister
G ü e b b e l s, Reichswehrminister von Blom- Ing, Reichsbankpräsident und stellvertretender Reichs- Mchaftsminister Dr. Schacht, Reichsstatthalter Gau- mRöver, der außenpolitische Beauftragte des Füh- k von Ribbentrop, der Chef der Marineleitung, biralRaeder; ferner der Vorsitzende des Aufsichts- M des Norddeutschen Lloyd, Staatsrat Lindemann, und K Versitzende des Vorstandes des Norddeutschen Lloyd, h; außerdem der Leiter der Abteilung Seefahrt der ^MP., Klempp, sowie eine weitere Anzahl von führcn- b! Männern des Schèffahrtswcsens und die Adjutanten ei Führers.
: Beim Auslaufen aus der Wesermündung traf die LÄrnhorst" den gerade von einer „Kraft durch Freude"-
M zurückkehrenden Dampfer „Der Deutsche" auf dem «Bord die Besatzung und die Passagiere Ausstellung xiMmen hatten, um beim Passieren der „Scharnhorst" m Führer den Dank für die schöne Fahrt abzustatten, sie „Icharnhorst", deren Fahrt von herrlichstem Wetter festigt war, lief am Sonnabendabend wieder in die ZchMilndung ein und ankerte bis zum Morgen auf " Aebe. Am Columbus-Kaje hatte sich eine größere mMmestge cingefunden, die fast die ganze Nacht hin- M vis zun! Morgen ausharrte, um den Führer beim des Schiffes begrüßen zu können. Am Sonntag W halten auch
'^Dieder der neugegründeten Ortsgruppe der MAP. aus dem Dampfer „Scharnhorst"
dem Führer vorgestellt zu werden. Im Ver- ter Fahrt dankte der Vorsitzende des Vorstandes le? ^deutschen Lloyd, Firle, dem Führer im Namen âr -Mischen Seefahrt für diesen ersten längeren FH auf einem Schiff der deutschen Handelsmarine und versprach dem Führer, daß p deutsche Seefahrt stets im Rahmen des Neuaufbaues kentschlands ihre Pflicht tun werde.
~w Führer sprach sich außerordentlich anerkennend per das Schiff, das ein Wahrzeichen deutscher Werk- Ms- und Qualitätsarbeit ist, und seine Einrichtungen “-i das nunmehr das modernste und schnellste Schiff rm ^dchA Oflasienverkehr sein werde. Der Führer und die Minister verließen am Sonntag früh Bremerhaven im WM«. - Die „Scharnhorst" wird am 10. Mai voll- l£W ihre erste Ausreise nach Ostasien antreten.
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Ser Reichswehrminister nimmt an Fèotten-
Übungen teil. tz^"^^EHswehrMinister, Generaloberst v o n B l o m-
W sich nach der Teilnahme an der Erprobungs- /^Dampfers „Scharnhorst" nach Kiel begeben, öuf ^ent Kreuzer „Leipzig" zwecks Teil- (,2;'e "N Schießübungen einschiffen wird. Am .Nai sind Besichtigungen in Kiel vorgesehen.
Feststimmung in London.
Olands Hauptstadt prangt im Zubiläumsschmuü. — Ungeheure Menschenmasten durch- * fluten die City. — Verkehrsverstopfung ohnegleichen.
pbii/^ Hauptstadt prangt im vollen Schmuck MM" fc Q."^ewandes und eine festliche Stimmung liegt M»nja",^wattigen Stadt. Das Königsjubiläum am Iod; , ungeheuere Menschenmassen nach London ge- treffen „° 'wnter neue Scharen von Festteilnehmern 2r< > "^ "^' Teilen des britischen Weltreiches ein. ^cird-Fs. , nüchterne und graue London ist in eine ^ l\l«mcnbc und fröhliche Karnevalstadt ver Mteb M und in den von riesigem Verkehr über- »oii strömen Tag und Nacht Hunderttausende Men dn.i ^n, die alle ihrer Freude darüber Ausdruck ^^chmeii dürfe, ^^" prächtigen Krönungsfeie^ichkeiten ^°r^°"^eträge sind für die Musschmücküng
^ct tonfs V n gestiftet worden. In manchen Straßen dich; bn\-?cr surbigen Tücher, Banner und Girlanden i M fier’ 9r„vnan ^uum noch den Himmel sehen kann. ^cheraiiQ ^ner Innenstadt herrscht infolge des Be- Ä^ivvpM eine phantastische Verkehrs- - "âevlw^!-? ' wie man es selbst bisher bei der .hoch nicht erlebt hat. Sämtliche Fahr- l^ârrs. °L N.nur noch i m Schnecke n t e m p o ^^ ^uuf Kilometer langen vier- bis sechsten fab man die Fahrzeuge steheu. die uä;
Der Führer in Bremen bei der Besichtigung des neuen Ozeandampfers „Scharnhorst".
Tag der deutschen Seefahrt.
Am 20. und 26. Mai veranstaltet die Auslandsorganisation der NSDAP., Abteilung Seefahrt, den Tag der deutschen Seefahrt in Hamburg. Namhafte Vertreter der nationalsozialistischen Bewegung und des Staates werden an den einzelnen Veranstaltungen, die über alle deutschen Sender als Neichsfendung übertragen werden, tcilnchmen und das Wort ergreifen. Wie im Reich, werden auch auf allen Schiffen, die in diesen Tagen in ausländischen Häfen liegen oder auf hoher See sich befinden, Parallelveranstaltungen durchgeführt, die durch gemeinsamen Empfang des deutschen Rundfunks an die Veranstaltungen in Hamburg ungegliedert sind. Aus dem Binnenland werben zahlreiche Sonderzüge und Nrlaubsfahrteu von „Kraft durch Freude" große Massen von Teilnehmern zum Tag der deutschen Seefahrt heranbringen. Rund 24 00(i Mann Marine-SA. und Marine- HI. werden am 26. Mai auf der Moorweide einen großen Aufmarsch durchführen. Am 25. Mei abends findet eine Großkundgebung in der Hanseatenhalle statt mit an^ schließendem Fackelzug der Verbünde der Bewegung, der besonders dadurch reizvoll sein wird, daß parallel zu den Kolonnen auf dem Lande, auf dem Wasser eine Auffahrt von Barkassen, die ebenfalls mit Fackelträgern bemant sind, stattfinden wird. Den Abschluß bildet ein Riesen- feuerwerk auf der Alster.
öst nicht schneller als einen Meter in der Minute vorwärtsbewegen konnten.
Seit den Äasscnstillstandsscieru 1918, so stellen die Blätter übereinstimmend scsi, seien nicht mehr solche Mensche,unasfeu in den Straßen zwischen der City und Weitend versammelt gewesen. Die Zahlen wer= beii in der Presse auf über 1 % Millionen auswärtiger Besucher geschätzt.
Unter den Festteilnebmern aus Übersee befindet sich her einzige Vertreter der „c insa m st e n Insel her Welt" Christian da Cunha, der im Namen seiner Landsleute dem König eine Glückwunschadresse zu Er erregte Aufsehen durch seine Klei- buna ber Bitte seiner Inselbewohner der
Mode von 1900 entspricht.
faß auf englischem Boden zum erstenmal mehr- fiörfLe Häuser und meinte. daß England doch ein fertige sehr reiches Land sein müsse.
Der Vertreter der Insel, der erst 27 Jahre zählt war fas sungs > os überrascht über die Aus- ânüârna der Londoner Straßen und äußerte gegen- übèr von Pressevertretern seine freudige Erwartung hm- s änlich der ^iuac. die seiner in London warten wurden.
Die düsteren Befürchtungen, die man hinsichtlich der Witterung hatte, sind durch die strahlende Maisonne verscheucht. Man glaubt berechtigte Hoffnungen zu haben, die königliche Familie, die Maharadschas, die Jmpirc- vertreter und die anderen britischen Würdenträger auf ihrer Fahrt durch die Londoner Straßen in offenen Karosserien ieben zu können. An dem Programm des Festzuges soll unter keinen Umständen etwas geändert werden. In der Nacht zum Sonnabend wurde zum ersten Male vor Hunderttausenden von Zuschauern die
großartige Scheinwerseranlage
des Buckinghampalastes, des Wohnsitzes des englischen Königspaares, eingeschaltet. Auch alle Türme der repräsentativen Bauten Londons und alte schöne Architekturen der Stadt erstrahlten im ungewohnten Lichte der Scheinwerfer.
Der große Dankgottesdienst in der St.-Pauls-Kathe- drale am Montag, der den Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten darstcllt, wird mit Mundfunk nach fast sämtlichen Ländern der Weft übertragen.
2lus Deutschland und anderen Ländern sind eigene Rundfunkberichter st alter nach London gekommen, die auf den Stufen der St.-Pauls-Kathedrale ins Mikrophon sprechen werden. Auch die Rundfunkrede, die der englische König am Montagabend vom Buckinghampalast aus „An seine Völker" hält, wird nach dem gesamten englischen Weltreich und nach vielen anderen Läüdern übertragen werden.
Der e n g l i s ch e K ö n i g hat im Geheimen Rat in Anwesenheit von MacDonald, Baldwin, Hailsham und Simon die Akte unterzeichnet, nach der anläßlich seines 25jährigen Regierungsjubiläums Erinnerungsmünzen zu 5 Schilling geprägt werden.
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Glückwunsch des Führers an König Georg.
Der Führer und Reichskanzler hat an den König von England aus Anlaß dessen Regiernngsjubiläums f o l - gendes Telegramm gerichtet:
Cure Majestät blit,- ich meine und der Reichsregierung aufrichtigsten Glückwünsche zum 25. Jahrestag der Thronbesteigung Eurer Majestät, verbunden mit den besten Wünschen für Eurer und Ihrer Majestät persönliches Wohlergehen, entgegenzunehmen. Das deutsche Volk verfolgt mit warmer Sympathie alle Bestrebungen Eurer Majestät und der Königlich Britischen Regierung zur Festigung des Friedens; es hofft, daß diese Bemühungen erfolgreich sein mögen zur Wohlfahrt des Britischen Reiches und zum Segen für die ganze Welt.
Adolf Hitler
Deutscher Reichskanzler.
VoK der atten zur neuen Hanse.
Eine Betrachtung zur bevorstehenden 2. Reichsnährstands- ausstcllung in Hamburg.
Der 1. Mai hat dem deutschen Volke und der Welt erneut in überwältigender Weise gezeigt, daß es in Deutschland keine Klassentrennung und keinen Klassenkampf mehr gibt. Aber auch für ein Gegeneinander der verschiedenen Berufe, Stände und Wirtschaftszweige ist im nationalsozialistischen Staate kein Platz. Symbolhaft hierfür wird die 2. Reichsnährstandsausstel- lung, die vom 28. Mai bis zum 2. Juni 1935 in Hamburg stattfindet.
Schon die Wahl der deutschen Außenhandelsmetropole als Veranstaltungsort für die Leistungsschau des deutschen Bauertums geigt die Verflechtung der gesamten deutschen Wirtschaft. Und unter dem Motto: „Von der alten zur neuen Hanse" wird der Besucher der Ausstellung
die sozialistische Organisation der Hanse mit der vom Reichsnährstand zum Nutzen der Gesamtheit des deutschen Volkes und der deutschen Wirtschaft durch- geführten nationalsozialistischen Ordnung der Agrarpolitik vergleichen können. Ebenso wie die Hanse nur durch geregelte Zusammenarbeit großgeworden ist, ebenso können heute Außenhandel und Binnenwirtschaft, Landwirtschaft und Industrie nur im Rahmen einer Ordnung organisch gesunden, die alle Einzelinteressen den Bedürfnissen der deutschen Nationalwirtschaft nnterordnet. Wie wenig hier in Wirklichkeit von Gegensätzen die Rede sein kann, gebt schlagend daraus hervor, daß es sich die Ausstellung des Reichsnährstandes zur besoudereu Aufgabe gemacht hat, in nicht weniger als 5000 verschiedenen Maschinen und Geräten die Erzeugnisse von rund 350 Firmen der Industrie zur Geltung zu bringen.
Der herrschende Grundgedanke der Gcsamtschan besteht darin, das Bauerntum als Blutsquell der Nation und die Bedeutung der Arbeit für das Bauerntum als Sicherung der Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes zu zeigen.
Von der Zeit des germanischen Odalsrechtes an wird das Auf und" Nieder des deutschen Bauernstandes dem Beschauer nahegebracht. Brauchtum und Sitte finden ihre Darstellung in einer Eindringlichkeit, die wohl selten erreicht wurde. Daneben kommt aber auch die Arbeit in der Gegenwart und für die Zukunft nicht zu kurz. Sie beschränkt sich nicht nur, wie die früher übliche Jnteressen- politik, auf reine Agrarfragen, sondern sie macht den Sinn des Wortes und der Verbundenheit von Blut und Boden deutlich.