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ÄSE. W 5 «Tageblatt M RN» an» Dogetebety Ä-H»«L N»o= und Haunetal. $ul»aet Rtefoblatt & ^SSe^! iÄ Sr - Ueüaktion und SeMstsstette: Königstraße 42 ♦ Zernfprech.^nsthlG Nr. 24S4 »"tsortiich für den Inhalt: Bernd Heim, Fulda. «achSruck âer mit * versehenen Artikel nur mit Hyellenattsabe .Znldaer /lnzeigrr'gefiattet.
109 — 12. Jahrgang Fulda, Samstag, 11. Mai 1935
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sie Frau gehört der Familie.
Zur Eröffnung der Ausstellung „Frau und Volt"
Gleichsam als sichtbare Ehrung für die deutsche Satter zum Muttertag eröffnet die Stadt Düsseldorf erste große Ausstellung der nationalsozialistischen ruschen Frauenarbeit „Frau und V 0 l k". Die Aus- Mig gibt ein anschauliches Bild von dem Weg und dem & nationalsozialistischer Frauenarbeit und legt Zeugst ab von dem Schaffen und dem Willen der deut- k Frau.
Reichsminister Dr. Frick äußerte sich in einer Unter mit Worten hoher Anerkennung über die Tatkraft Entschlossenheit, mit der die nationalsozialistischen M — und besonders die des Gaues Düsseldorf — Führung ihrer Reichsfrauenschaftsleiterin Frau isoltz-Klink dieses Werk in Angriff genommen und Met hätten.
„In diesen Anstrengungen und Leistungen deutscher bauen erblicke ich", so sagte Dr. Frick, „den Ausdruck der Martert dasür, daß
hieran grundsätzlich ihren natürlichen Platz, nämlich den der Mutter, zurückerhalten
k der zugleich ihr höchster Ehrenplatz ist. Jn- Äi ist schon etwas sehr Wesentliches von der Aufgabe, kittet Reichsausstellung „Frau und Volk" zufällt, er »tont die Ehrenhalle den Müttern der Gefallenen k Krieges und des nationalsozialistischen Freiheits- 1*8 gewidmet ist wie in Düsseldorf."
I Reichsminister Dr. Frick äußerte sich dann über die frage b erFra u e n arbeit. Fast zwei Fünftel aller , Wkibètätigen sind, so stellte er fest, Frauen. Nach dem pi* ist die Frauenarbeit gewaltig gestiegen: Die
Nachkriegszeit hat tausende Frauen gezwungen, sNAe ihres Mutterberufes oder neben ihm einem Er- I to*(ugeben. Das ist vielfach eine Ursache von |**i Folgen für die Familie und für die Frauen I RNorbert; Der ureigentlichste Beruf der Frau ist I ® ® einmal, als Mutter und Erzieherin der Kinder
I Mn Dienst an der Nation zu obliegen.
^üotionalsozialismus will die Frau wieder der
I Familie zurüâgeben.
I itntstbat die Reichsregierung bei allen S t e u e r m a ß- I ^men. bei den Ehestandsdarlehen, bei der
Erste deutsche Kundgebung
| der Antijüdischen Weltliga.
Reden von Julius Streicher und dem französischen Frontkämpfer Voissel.
Nürnberg stand in diesen Tagen ganz im Zeichen der M großen deutschen Kundgebung der Antijüdi- ltliga, in der der französische schwerkriegs- Frontkämpfer Jean B o r s f e l und der Julius Streicher sprachen.
L'Wiuâ Streicher führte u. a. aus: Wer die Mage kenne, der wisse, daß der wahre Feind der l -Ä sei, der kein Vaterland, der das Gold zum 'habe. Streicher kam u. a. auch auf den Kirchenstreit v °'e außenpolitische Lage zu sprechen. Nach eingehen- Muegungen in denen er unter lautem Beifall der Mr die politische Tätigkeit der Geist- m Deutschland als untragbar bezeichnete, k. cr sich an den anwesenden französischen Front- L erklärte: „Unser Gast, der französische Front- k ;V,nn mit in sein Land eines hinübernehmen: I n b will den Friede n."
begrüßt trat dann Jean Boissel ans hU ®t führte u. a. aus: Mehr als jemals habe Frauen gehabt, daß der Tag der Wahrhe:! an dem die Lügen fliehen, jene bummen aus Frankreich und Deutschland Erbfeinde hifl,^ Lüge ist es, wenn interessierte Verlenm- Deutschland als den allein Verantwortlichen ItzlM^gen am Weltkriege hinstellen will. Und noch-
I auch jener Schandvertrag, welcher den Lebens- n und dem höheren Menschlichkeitsgefühl über
■inne &... Haupt nicht Rechnung trägt.
die sich gegen eine Verständigung mit sind nicht Frankreich, das denkt, das Idas leidet und diildet.
IMJJ heute zu euch gekommen, als Franzose, als und Kriegsbeschädigter, um den Feind zu I 'kib'g f unser Feind und euer Feind ist: I 41/2 Jahre im Felde gekämpft. Wir alle I MEnde die Betrogenen. Unsere vereinten I A ausziehen müssen zum Kampfe bis aut D »egen die Weltgeißel des Judentums, dann I ? »llein Z ^ weit gekommen, daß die geheimen Mächte, U verantwortlichen am Weltkriege, die „Frei- und das Judentum", sich non neuem
Die kinderreiche Mamille ist dar ßunda-
ilirvt der Staates.
(Scherl Bildmaterndienst.)
Besoldung ihrer Beamten, Angestellten und Arbeiter immer darauf Rücksicht genommen, die Lebenslage der Familien so zu gestalten, daß die F r a u e n n i ch t gezwungen werden, einem Beruf n a ch z u - gehen, sondern sich der Familie widmen können.
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PPD. Der Muttertag sog uns allen, dw mir in täglicher Gewöhnung das Werk der Mütter empfangen, erinnern, wie erhaben und groß die Ausgabe der deutsch e n F r a u ist. Die M ü t t e r selbst sollen diesen Tag tn stolzem Frohsinn feiern, ihrer Sendung und ihrer Mntterfreudcn gedenkend, die Kinder aber sollen ganz besonders an diesem Tage sich der Ehrfurcht vor Mutter und Frau bewußt werden.
Reichsminister Dr. Frick.
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ausbreiteten, mit einen Frieden zu konstruieren, dessen alleinige materielle Nutznießer sie sind. Unddannder K o m m u n i s m n s ! Er hat nur den Zweck und gehm- men Wunsch, den Planeten Erde in ein großes Gefängnis zu verwandeln, in dem die Inden die Gefängnisaufseher wären. Boissel ging dann aus
die nationalsozialistische Revolution
ein und bezeichnete den Frontkämpfer Adolf Hitler im Hinblick auf sein Ringen um die deutsche Seele als einen Titanen Leider kenne und verstehe Frankreich das neue Deutschland noch nicht. Das zu erreichen, bedürfe es einer beharrlichen weiteren Aufklärungsarbeit.
Als Boissel in seiner Rede noch einmal auf das gigantische Aufbauwerk Adolf Hitlers zu sprechen kam, grüßte er mit leidenschaftlichen Worten die Bewegung, ihre Toten und den Führer.
Ich grüße heute Ihre Fahnen und Ihre Toten! Ich grüße den Führer und seine Truppen! Und ich grüße das Hakenkreuz, das schon den Weg um die Welt gemacht hat!"
Dann ergriff noch einmal Iulius Streicher das Wort zu einer Schlußansprache, die in ein mit stürmi- scker Begeisterung aufgenommenes Sieg Heil auf den Führer ausklang. Das Deutschland- und das Horst-Wessel- öjed beendeten die Kundgebung.
Litauen verzögert die Wahlen im Memeltand.
Obwohl die Periode des Memellandtages bereits nri 1 Mai abgelaufen war, hat der Gouverneur des Memellandes erst für den 2 9. S e p t e m b e r Neuwahlen anaesetzt Dieser späte Termin wird „mit Rücksicht auf die Bedürfnisse der Landwirtschaft" begründet.
Die litauische Regierung glaubt doch wohl selbst nicht, dieser Grund maßgebend ist. Die Verzögerung der läkt allzu sehr die Taktik in Kowno erkennen: Litauen will Zeit gewinnen, will den Memelland- taa über Sommer los sein, um ungehemmt sein Willkür- regtmen* im Memelland weiterMühren So hofft man
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in Kowno, daß es gelingen wird, bis zum Ende September das Wahlergebnis im litauischen Sinne zu beeinflussen. — Was sagen die Signalarmächte des Memelstatuts dazu? Wollen sie sich weiter von dem Zwergstaat, dem ewigen Friedensstörer, auf der Nase herumtanzen lassen?
BerzWsLfeliL Lage der Deutschen in Noröschleswig.
Pastor Schmidt-Wodder vor dem Folkething über das deutsch-dänische Verhältnis.
Bei der dritten Lesung des Nachtragshaushalts kam es im dänischen Folkething zu einer politischen Aussprache, in deren Verlauf auch der Vertreter der deutschen Minderheit in Nordschleswig, Pastor Schmidt-Wodder, zu dem deutsch-dänischen Verhältnis Stellung nahm. Er erinnerte an die bemerkenswerte Selbständigkeit, mit der der dänische Außenminister sich in Genf geäußert habe, als man geglaubt habe, über Deutschland zu Gericht sitzen zu sollen. Der Minister habe eine männliche Haltung ein- genommen, weil er es gewagt habe, allein zu stehen und der Ansicht Ausdruck zu geben, man könne Deutschland nicht verurteilen, weil es die allgemeine Wehrpflicht im Streit mit dem Versailler Vertrag eingeführt habe,
Auf Fragen der dänischen Politik in Nordschleswig eingehend, beschäftigte sich der Redner zunächst mit dem Bodenkampf, wobei er feststellte, daß die deutsche Bevölkerung rund ein Drittel ihres Bodens verloren habe. Unverständlich sei es daher, daß man unaufhörlich von deutschen Angriffen auf dänischen Boden spreche und damit die Stimmung zwischen der dänischen und deutschen Bevölkerung hochpeitsche. Pastor Schmidt wandte sich entschieden gegen die Behauptungen über eine planmäßige deutsche Einwanderung nach Nordschleswig. Zur Wirtschaftslage in Nordschleswig führte der Redner unter Hinweis auf die immer schärfer zum Ausdruck kommende Bitterkeit innerhalb der Bevölkerung eine Reihe von Tat fachen an, um aufzuzeigen, wie ernst, um nickt zu sagen verzweifelt, die Lage sei. Dänemark sei jetzt gezwungen, anzuerkennen, daß Nordschleswig in einen besonderen und gefährlichen Not zu st and geraten sei. Notwendig sei es daher, etwas Durchgreifendes zu tun, um Nordschleswig auf gleichen Fuß mit dem übrigen Land zu stellen.
Erste Ausreäse der „Scharnhorst".
Der Schnelldampfcrdicnst nach Ostasien eröffnet.
Der deutsche Schnelldampferdienst nach Ostasien wurde am Donnerstag mit der erste n Ausreise der „Scharnhorst", des jüngsten Schiffes der deutschen Handelsflotte, eröffnet. Nachdem die „Scharnhorst" am 8. Mai in Hamburg Fracht genommen hatte, die in Bremerhaven ergänzt wurde, hatte das Schiff jetzt an der dortigen Columbuskaje festgemacht, um die Passagiere aufzunehmen. Es hatte sich eine zahlreiche Menschenmenge zum Abschied eingefunden, während gleichzeitig die „Europa" nach Nordamerika auslief. Auf dieser ersten Reise der „Scharnhorst" sind bis Genau alle Kabinen belegt. Die Reise endet am 19. Juni in dem japanischen Hafen K o b e, von wo aus sofort die Rückreise angetreten wird. Am 29. Jilli wird das Schiff in Bremerhaven zurückerwartet.
Dr. Eckener erkrankt
Stuttgart, 11. Mai. Wie erst jetzt bekannt wird, ist Dr. Hugo Eckener seit drei Wochen erkrankt. Er hält sich in Eßlingen bei Stuttgart auf. Wie der behandelnde Arzt mitteilt, befindet sich Dr. Eckener auf dem Wege der Besserung. Aller Voraussicht nach dürfte er seine Arbeiten in Friedrichshafen in etwa einer Woche wieder aufnehmen.