, leven Werktag. WochenbeUage: „Der ^L- Bezugspreis: monatlich 1,70 RM.
Lieferungsbehinderung durch „Höhere Ee- bestehen keine Ansprüche. Verlag Fried- Ä Ehrenklau, Fulda, Königstraße 42. âtionsdruck: Friedrich Ehrenklau, Lauter- W Hauptschriftleiter Friedrich Ehren- Wulfen Königstraße 42. Telefon 2989. — Ans ......Heft für den Inhalt: Bernd Heim, Fulda.
^ 110 — 12. Jahrgang
Tageblatt für Rhön unö Vogelsberg Zulöa- unö Haunetal ^Zulöaer Kreisblatt
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Fulda, Montag, 13. Mai 1935
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Einzelverkaufspreis 10 Pfg.
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„In Deutschland finden Sie offene Herzen."
Der Reichs- und preußische Verkehrsminister bei der A. Z. A. C. R.
Die internationale Vereinigung der anerkannten Womobil-Clubs (Association Internationale des Anto- mobilcs-Clubs Reconnus), die zur Zeit in Berlin ihre Ta- ynp Mall, war dieser Tage Gast des Führers des stiiIschen Kraftfahrsportes. Nach einer 'Begrüssung Sprache des Korpsführers Hühnlein hieß Reichs- und preußischer Verkehrsminister Freiherr von Eltz- zjübenach die Gäste namens der Reichsregierung in Berlin willkommen. In seiner Ansprache betonte der Minister die erhöhte Bedeutung der Vereinigungen von Sport und Verkehr, welche auf Jnternationalität ange- mesen sind. „Was immer auf dem Gebiete des Sports und Krkelns dazu beitragen sann", so versicherte der Minister, „nie internationalen Beziehungen zu pflegen und festigen: in Deutschland werden Sie offene Herzen sinden. Auch aus dem Gebiet der Touristik sichere ich Anen als Reichsverkehrsminister jede Erleichterung zu. DaSneueDeutschland ist kein Freund büro- iiaiischer Formulare, mit denen sich ein Kraft- iotim ausstaffieren muß, bevor er sich an das Steuer eines Automobils setzt oder gar über eine Landesgrenze iä^rt. Die meisten dieser Papiere beruhen auf einem v e r- alteten Polizeigeist und tragen die Farbe des Mißtrauens. Das junge Deutschland möchte jedem einer ausländischen Nachbarn im freien und stolzen Vertanen freundschaftlich die Hand reichen."
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Die Erfindung des Amos — eines der schönsten Geschenke an die Menschheit.
Tie an der Tagung teilnehmenden Delegierten des Mannes wurden vom Führer und Reichskanzler Aèllf .Hitler in der Reichskanzlei empfangen. In Ma Begrüßungsansprache erklärte der Führer, in dieser UWer Umwälzungen werde auch das Automobil zu «mHerkzeng der Überwindung der Klassengegensätze Men.
?a üraftfahrsport habe in seinen Spitzenleistungen ’«Marken abgestcât für den breiten Strom einer umfassenden Motorisierung.
^ Führer betonte in diesem Zusammenhänge erneut, Wch gerade die Staatsführung des neuen Deutschlands uehörverung des Kraftfahrwesens angelegen sein lasse, M wies dabei auf den einzigartigen Bau der Reichsauto- Wcn hin. Die zunehmende Motorisierung werde eine Mig neue Entwicklung einleiten; in Zukunft werde sich s ^fkehr in zweckmäßigerer und individuellerer Form !K Wirtschaft anpassen. Die Erfindung des Automobils «eines der schönsten Geschenke an diè Menschheit, weil «dieNatur wieder von neuem erschließe und bei einer queren Fortentwicklung der Motorisierung des Verkehrs "«testen Volksschichten zugute kommen werde.
r„^ (Presse-Illustration Hoffmann.)
Führer beim Empfang der Vertreter des ausländischen Automobilklubs in der Reichskanzlei.
der Dreibund: Auto, Straße, Treibstoff.
^°°t eröffnet die Reichsausstellung D- w ."^" Straße" in Essen. bisWin Reichsausstellung „Die Straße", die
'vuni verbunden mit einer großen Automobll-
schau in den Essener Ausstellungshallen zu sehen ist, wurde durch den Gencralinspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, feierlich eröffnet.
Oberbürgermeister Dr. Reismann-Grone Ivies in seiner Begrüßungsansprache auf die Bedeutung der Ausstellung für das Ruhrgebiet hin. Der Staatskommissar des Ruhrsiedlungsverbandes, Oberbürgermeister Dill- tz a r d t - Duisburg, übergab die Ausstellung ihrem Schirmherrn, dem Generalinspektor für das' deutsche Straßenwesen. Nach kurzen Ausführungen des Vertreters des Automobilhandels, Lueg-Bochum, eröffnete Generalinspektor Dr. Todt die Ausstellung, die er als einen
Auftakt für die bevorstehende Eröffnung der ersten deutschen Autobahn
oezeichnete. Er gab einen Rückblick auf das im deutschen Straßenbau in den letzten Jahren durch die Schaffung der Reichsautobahn Erreichte. Die Ausstellung zeige die verkehrspolitische Bedeutung und beweise die Richtigkeit der weisen Voraussicht des Führers. Wer hätte daran gedacht, daß jetzt im Jahre 1935 in einem einzigen Monat, im April, nahezu soviel Personenkraftwagen angemeldet wurden wie im ganzen Jahr 1 9 3 2 überhaupt. Heute sei das Automobil Kamerad des Straßenbaues geworden. Beide, Kraftwagen und Straße, hielten
Frau und Volk.
Dr. Frick eröffnet die DüsfeldorfevFrauenausstellung.
Neichsumenmimster Dr. Frick eröffnete am Sonntag in D ü s s e l d o r f die erste große Ausstellung der nationalsozialistischen deutschen Frauenarbeit „Frau und Volk". In seiner Eröffnungsrede führte der Minister u. a. aus:
Deutsche Frauen! Deutsche Volksgenossen! Der deutsche Muttertag soll für uns nichts Äußerliches sein, wie er das in der vergangenen Zeit war, sondern wir alle zusammen wollen uns heute besinnen auf das, was wir unseren deutschen Müttern verdanken, was sie uns bedeuten, und wie dementsprechend ihre Stellung und ihre Ausgaben im Privatleben und in der Öffentlichkeit zu gestalten sind. Wenn wir den Muttertag so begehen, dann fassen wir als Nationalsozialisten ihn so auf wie jeden großen nationalen Feiertag. Dann feiern wir nicht ein lautes Fest, sondern erleben einen Tag der Einkehr, aus dem wir Dankbarkeit, Vertrauen, Kraft und Erfolg gewinnen. , .
Als Nationalsozialisten wissen wrr, daß das Schicksal des einzelnen nicht so wichtig ist wie das des Volkes.
Jedes Volk lebt durch seine Mütter, in seinen Familien. Die Gründung der Ehe, das Leben in der Familie sollte keine Privatangelegenheit sein, die nur zwei Menschen anaeht, und für sie eheliche Gemeinschaft, wirtschaftliches Zusammensein, Kameradschaft bedeutet, sondern der eigentliche tiefere Sinn der Eheschließung und der Familiengründung liegt darin, das eigene Ein zelleben 's orts uferen in seinen Kindern und mit ihnen dem Volk ein ewig sich erneuerndes ^ebeu zu schenken, und diesem Leben durch Sitte und Kultur höchsten Wert zu verleihen. Wir wissen weiter, daß in den Jahren, die hinter uns liegen, das Leben unserer Familie und damit das unseres Volkes in Gefahr war Die einzelnen Familien begannen auszusterben, lvcil nicht mehr genügend Kinder geboren wurden, weil infolge kurzsichtiger egoistisch-materieller Einstellung die Zahl der Geburten willkürlich beschränkt wurde. Daneben lockerten sich in der Familie Ordnung und Zucht, das Gefühl der Zusammengehörigkeit, der gegenseitigen Verantwortung.
Dementsprechend drohte eine Entartung des ganzen deutschen Volkes in leiblicher und seelischer Beziehung!
Aufgabe der Frau ist nicht nur die Fortsetzung der Art und das leibliche Betreuen der Kinder, sondern für uns sind alle Mütter und alle mütterlich empfindenden Frauen die Erzieherinnen des g e s a m teil Volk e s. Ans diesem Gebiet sind sie wichtiger als alle Organe des Staates und der Bewegung. Ein Familienleben, dem eine ante Frau durch ihre Liebe, ihre Treue, ihr Dienen und nDfcrn ihren Stempel aufdrückt, ist und bleibt die b e st e Erziehun gsschnl e für jung und alt,
Neben der biologischen und der erzieherischen Aufgabe der Krauen und Mütter wollen wir nicht vergessen, daß sie aiicbÖin wirtschaftlicher Beziehung für die cin- -cluen Familien und für das Volksganzc von ausschlag- gebender Bedeutung sind.
Über 80 v. H. von dem Einkommen aller Famiilcn- vèter wird durch bic Hausfrauen verwaltet und aus- gegeben.
Mir bilden als deutsches Volk nicht nur in rassischer und britischer, sondern auch in wirtschaftlicher Beziehung die nur bestehen
Schritt miteinander. Leider fehle noch ein Dritter im Bunde, der deutsche Treibstoff. Es sei Aufgave der deutschen Technik, diesem vom Führer vorgetragenen Angriff das erforderliche Material zu liefern, um auch aus dem Gebiete der Treibstoffversorgung mitzukommen.
Dreifacher deutscher Sieg in Tripolis.
Caracciola (Mercedes-Benz) gewann das Rennen.
Das Autorennen in Tripolis (Nordafrika), das auf einer der schnellsten Bahnen der Welt ausgetragcn wurde, endete trotz großer ausländischer Konkurrenz mit einem überwältigenden deutschen Sieg. Den ersten Platz besetzte Rudolf Caracciola aus Mercedes- Benz in 2 : 38 : 47,6 Stunden mit einem Stundendurchschnitt von fast 200 Kilometer, über eine Minute zurück folgte der Italiener Varzi auf Auto-Union, dicht gefolgt von Fagioli aus Mercedes-Benz. Alle übrigen Teilnehmer waren weit zurückgeschlagen.
Einen deutschen Sieg gab es auch bei der Auto mobil st ernfahrt nach Tripolis. Macher und Dietrich auf DKW. legten die 6800 Kilometer lange Strecke von Berlin über Gibraltar, Algier und Tunis in sieben Tagen zurück und wurden zugleich mit dem kleinsten Wagen des Wettbewerbs Gesa m t s i e g e r.
kann, wenn die deutschen Frauen dem Problem der nationalen Selbstversorgung, der Lebensfähigkeit des Bauerntums und des Handwerkerstandes, des Bezuges von Auslandswaren aller Art das richtige Verständnis entgegenbringen und ihren Haushalt entsprechend führen
Staat und Bewegung müssen und werden auch weiter alles tun, um die Frauen und Mütter und um das Familienleben zu stützen und zu stärken.
Ein rassehygienisch eingestellter Staat wird, das können die deutschen Mütter den im Ausland stets wiederholten böswilligen oder unverständigen Behauptungen über unsere „Kriegslüsternheit" beruhigt entgegenhalten, immer bestrebt sein, einen Krieg zu vermeiden, weil er in jedem Fall, auch bei siegreichem Ausgang, dem Volke gerade die wertvollsten jungen Männer entreißt, die für seinen Fortbestand als Stammväter neuer tüchtiger Geschlechter unersetzbar sind.
Darum ist es unsinnig, zu glauben, daß eine Regierung, wie die Adolf Hitlers, die das Volk als das wertvollste Gut auf dieser Erde ansieht, dieses Volk leichtfertig der Vernichtung preisgeben könnte.
Fortsetzung auf Seite 2.
Pilsudsbi f
WarWau, 13. Moi
MarlÄall Pilludl« ist am Sonntag abend um 20.45 Uhr gestorben.
Warschau unter dem Eindruck der Todesnachricht. — Ein Aufruf des Staatspräsidenten.
Warschau, 13. Mai. (Funkmeldung.) Warschau steht unter dem Eindruck der Todesnachricht. Am Gitter des Schloßhofes sammelten sich trotz der späten Nachtstunden viele Menschen an, die in tiefem Schweigen verharren. In der späten Nacht erschienen der Staatspräsident, Generäl und Minister, um von dem Toten Abschied zu nehmen. Der Staatspräsident erließ folgenden Aufruf:
„Marschall Pilsudski ist dahingegangen. Durch seines Lebens große Mühsal hat er die Kraft des Volkes aufgerichtet. Als Lohn für seine Arbeit war es ihm vergönnt, unseren Staat als lebendige Schöpfung zu sehen. Dieser größte Mann der polnischen Geschichte hat die Kraft seines Geistes aus der Tiefe der Vergangenheit geschöpft. Sich selbst sah er darin nicht mehr, denn er ahnte schon längst, daß seine körperlichen Kräfte sich zu Ende neigten. Er suchte und zog daher Männer zur selbständigen Arbeit, auf deren Schulter die Last der Verantwortung ruhen sollte. Dieses Testament, uns Lebenden überliefert, haben wir zu übernehmen. Mögen angesichts seines Geistes Trauer und Schmerz in uns das ^nmtw^ etd
höhen.