Zul-aer /lnzeiger
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Nr. 112 — 12. Jahrgang
Fulda, Mittwoch, 15. Mai 1935
Einzelverkaufspreis 10 Pfg.
Rudolf Hetz in Schweden.
Line Rede des Reichsministers in Stockholm.
„Deutschland will den wahren Frieden".
Der Stellvertreter bes Führers, Reichsminister Dubois Heß, der seit Montag in Schweden weilt, hielt am Dienstagabend vor der Deutsch-schwedischen Per- kimgung in S t o ck h o l m einen Vortrag, in dem er u. a. erklärte, er freue sich, die Wahrheit über das neue Deutschland in einem Lande künden zu sönnen, dessen Haltung während des Krieges in Deutschland unvergessen sei, wobei insbesondere die Kriegs- Meration den hilfreichen Taten einer Elsa Aandström und eines Sven Hedin immer gedenke. „Eine Erscheinung, wie die deutsche nationalsozialistische Revolution", so führte Rudolf Heß aus, „wird auf die Tauer nicht ohne Ausstrahlungen auf die übrige Welt sein, obwohl es den Trägern der nationalsozialistischen Bewegung untersagt ist, auf die inneren Verhältnisse bet anderen Staaten Einfluß auszuüben.
Denn die Auswirkungen neuer Gedanken beschränken sich in Deutschland nicht aus die Politik, sondern aus feine Kultur überhaupt in der umfassendsten Bedeutung dieses Wortes. Die Grundgedanken des Nationalsozialismus haben eine Revolutionierung des deutschen Volkes von Grund auf hcrvorgerufen."
Rudolf Heß gab dann einen überblick über das Werren des Nationalsozialismus. Der Nationalsozialismus W im Krieg und in den Folgeerscheinungen des Krieges in Deutschland. Im Erleben des Frontkämp - ins reiften die neuen Ideen, die heute bei Wende Bestandteil des Nationalsozialismus sind. Wäh- O die Frontkämpfer draußen, zuni letzten Opfer bereit, >k Pflicht taten, unterhöhlten gewissenlose Elemente die Mrstandskraft des Volkes im Innern. Unter dem Ein- 'Der Propaganda der neuen Machthaber nahm die Ai des deutschen Volkes die Unterzeichnung der bei- * tödlich wirkenden Bestimmungen des Versailler ^S^ hin. Zur Entschuldigung kann ich nur an- •t daß dieses deutsche Volk an die Heiligkeit inter* analer Versprechen glaubte, daß die 14 Punkte Wil- M auf Grund derer das Volk die Waffen streckte, in Mw idealistischen Prägung dem im deutschen Volke -»tiefst wurzelnden Idealismus entgegenkamen.
Die Masse des Volkes konnte nicht glauben, daß ein geheiligtes Versprechen des Staatsoberhauptes der Vereinigten Staate« später einfach übergangen werden sollte. Denn daß es übergangen wurde, kaun heute niemand mehr bestreiten. Das deutsche Volk glaubte an die 14 Punkte, wie es an die Versprechen un Versailler Vertrag glaubte, daß nach der Selbst* Awaffnung Deutschlands die übrigen Staaten der èlt ihrerseits abrüsten würden. Was aus der Abrüstung wurde, ist bekannt.
..Rudolf Heß schilderte dann den unheilvollen ^"fluß, den die an vielen maßgebenden Stellen im und in der Wirtschaft stehenden Juden im ^uhchland der vornationalsozialistischen Zeit ausgeübt "M, und kennzeichnete das damit parallel laufende 9ln* Wien des Bolschewismus. „Die Entwicklung des jüdi- Einflusses war einer der maßgebenden Faktoren für J. D^iallserscheinungen, die, wenn der Natioual- Mismus nicht im letzten Augenblick Einhalt geboten ^.wirtschaftlich im Kampf aller gegen alle, kulturell Nihilismus, staatspolitisch in der Anarchie, kurz in Witfn^ enden mußte, den wir als Bolschewismus fast zugleich mit dem Niederbruch Deutschlands auch die Versuche zu einer Rettung vor dem ' Erfolg in diesem Streben konnte nur ein Mann selbstverständlich Frontkämpfer war und politische Begabung und politischen ^?ldolf Hitler glaubte fanatisch an sein Volk und beson- an den deutschen Arbeiter, den er im Felde so J tapfer und treu gesehen hatte. Im Glauben wws Volk stellte er dem Materialismus der Zeit Seih "^" Idealismus entgegen. Während die andere förU. < nationalen Eigenarten auszumerzen suchte, ^ver Nationalsozialismus Volksbrauch und Volks- btr Gottcsleugnung stellte er entgegen den Begriff "wacht. Der Lehre des Pazifismus stellte er ent- Glauben an die kämpferischen Tugenden. Den ein- J^n des Nationalismus und des Sozialismus, die genclJ, Zn trennen schien, die scheinbar unversöhnlich form - widerstanden, gab Adolf Hitler eine neue Platt- ^ndem er den Begriff des Nationalsozialismus schuf.
«Ä daß Nationalismus und Sozialismus ein* jch,^ "gäiizende Begriffe sind. Zur Verankerung und zu ihrer systematischen Verbreitung lcj2»e schuf er die NSDAP. Und diese Partei er*
1,1 fünfzehn Kampsjahren die innere Wandlung
bje m des deutschen Volkes,
in TeuÄ^^ung ist für den Erfolg der Arbeit, die heute
i n^ v°li den Trägern der Hitlerischen Weltan- dos erfP„' ves Nationalsozialismus, geleistet wird. War teiln £ Kel des Nationalsozialismus einst die Errin- ^SermiMt, so ist sein Ziel seit der Machtergreifung ^ait ^Eichung seiner Ideen und Ideale mittels der ^eine Werkzeuge sind der Staat und die Partei.
/£ . "/""H |VUIC1 Setne Werkzeuge
Von der Ankunft Rudolf
Hetz' in Malmö zeigen wir hier ein Bild: Der deutsche Gesandte in Stockholm, Prinz zu Wied, begrützt auf dem Flugplatz den Reichsminister.
(Scherl-Bildmaterudienst.)
Wenn wir die Frage aufwerfen, wie weit er dabei erfolgreich war, so kann ich feststellen: Der Zusammenschluß des Volkes über alle bisher trennenden Weltanschauungen, Klassen, Stände, Parteien und Einzelstaaten hinweg in einem Reich, ist zur Tatsache geworden. Der Nationalsozialismus hat ein geschlossenes Ganzes, eine wirkliche Volksgemeinschaft geschaffen. Alle Versuche, die einst sprichwörtliche Uneinigkeit zur Verfolgung fremder Interessen zu benutzen, sind ein von vornherein hoffnungsloses Beginnen. Früher verteilten sich die Stimmen des Volkes schließlich aus 36 Parteien und Parieichen, die alle einen von kleinlichsten und egoistischen Gesichtspunkten getragenen Kampf gegeneinander führten, die nicht die großen gemeinsamen Interessen eines um sein Lebensrecht ringenden Volkes aufzeigten.
Heute stimmt das Volk in nie geahnter Geschloffen Heit für einen Führer und eine Partei!
Den Gegnern sind die Angriffspunkte für ihre zersetzende Tätigkeit genommen. Nur ein letzter Angriffspunkt ist noch nicht ganz ausgeschaltet. Dies sind die konfessionellen Gegensätze. Demgemäß haben sich and) alle Gegner in der Austragung des künstlich hervor- gerufenen Kirchenstreites zusammengefunden. Wir haben festgestellt, daß sich gerade atheistische Kommunisten, gottes- leugnerische Marxisten, die früher aus der Kirche ausgetreten waren, nunmehr in irgendeiner konfessionellen Organisation kämpferisch betätigen und den Kirchenstreit zu schüren, bemühen. Sie haben nur ein Interesse: Wenn schon sonst alle Gegensätze geschwunden sind, wenigstens die Gegensätze der Konfessionen zu verschärfen und einen Gegensatz zwischen dem Staat und den verschiedenen Kirchen zu schaffen.
Der Nationalsozialismus will, daß, wie einst unter Friedrich dem Großen, „jeder nach seiner Fasson selig werde".
Dev Sowjethenkev wütet gegen deutsches Volkstum.
Deutsche Pfarrer und Bauern wegen Annahme der Hungerhilse zum Tode verurteilt.
»er Terror gegen das deutsche Volkstum in Sowjet* riiülanb nimmt geradezu ungeheuerliche Ausmaße an und reiat sich in einer Form, wie sie in Kulturstufen nicht für möglich gehalten wird. Der Henker leistet in der Sowjetunion ganze Arbeit, er greift da brutal ein, wo die Weisheit der Staatskunst am Ende ist
So wird jetzt durch das interkonfessionelle und übernationale Hilfskomitee in Wien aus der östcrreichlschcn Treffe folgendes bekannt: In der Sowjetukraine wurden die Va stören W o l d e m a r S c i b aus Dniepropetrowsk „ triebt Deutschmann aus Hochstedt zum Tode verurteilt und warten auf die Vollstreckung des Urteils rnrnwes '7 Pastoren befinden sich im Gefängnis. Der -ummclische Propst Birth aus Charkow und Pastor Raumann wurden zu je zehn Jahren Zwangsarbeit Set“ Am n-nz-u ®eM = t »er Sollet.
on sind jetzt nur noch 20 evangelische Pfarrer im Amt.
und der Grund zu dieser Verfolgung der Seel- Seib Deutschmann, Birth und Baumann, sämtlich Deutsche sind, wie noch viele andere Deutsche in der ^AHiMimion deshalb zum Tode verurteilt worden, weil n.D”tuS dem Auèl-nd angenommen bzw. d»mm °-b°!m »°bm. flii den Seturteilten geWren »er
Der nationalsozialistische Staat gibt den Kirchen was der Kirche ist, die Kirchen haben dem Staate zu geben, was des Staates ist. Darüber hinaus steht der nationalsozialistische Staat den inneren Zänkereien der Bekenntnisse uninteressiert gegenüber. Von diesem Grundsaü können uns auch noch so viele im Ausland tendenziös verbreitete falsche Nachrichten über den Kirchenstreit in Deutschland nicht abbringen — Nachrichten, die nur den einen Zweck verfolgen, gegen den Nationalsozialismus im Auslande zu wirken, nachdem so viele andere Lügen ihre Wirkung verloren haben, weil die Tatsachen gegen sie sprachen.
Als Krönung der gewaltigen Anstrengung um Deutschlands Wiederaufbau und zugleich als Voraussetzung für den Bestand des Ganzen ersteht das neue deutsche V o l k s h e e r. Es bietet dem Volke den Schutz, dessen es bedarf, um in Ruhe seiner Arbeit nachzugehen. Das kaum bewaffnete Deutschland von früher hat oft genug erfahren, welche Störung seiner Arbeit es bedeutete, wehrlos zu sein.
„Es wäre eine verbrecherische Unterlassung der deutschen Regierung, wollte sie Deutschland nicht durch
Schaffung von Macht sein Recht sichern "
Nach der Feststellung, daß das ideale Ziel der Er- naltung des Friedens für Deutschland zugleich eine sachliche Notwendigkeit sei, fuhr Rudolf Heß fort: „Der Führer ist Frontkämpfer! Und ich bin ja auch Frontkämpfer, und fast alle anderen Mitarbeiter des Führers find ebenfalls Frontkämpfer des furchtbarsten Krieges aller Zeiten. Wir wissen, was der Krieg bedeutet. und lieben deshalb den Frieden! Wir wissen, daß der Weltkrieg 15 Millionen Tote gefordert hat. Wir wissen aber auch, daß der Friede um so besser gesichert ist, je weniger etwa abenteuerlustige Ng^-
Fortsetzung auf Seite 2.
Bauer Derksen, der Baner Thießen, bei Bauer Heinrich Raaf aus Neusatz bei Odessa, Johannes Hirsch aus Helenenthal bei Odessa, Michael Röhrich aus Straßburg in der llkraine, der Bauer Regehr aus Altonau (Kreis Melitopol).
Todesurteile gegen die Deutschen, die die unter internationaler Leitung organisierte Hungerhilfe in ihrer Not und Verzweiflung in Anspruch genommen haben,
das ist die Methode, mit der die Sowjets den Hunger in den von Deutschen besiedelten Gebieten bekämpfen.
So glaubt die Sowjetjustiz die Wahrheit über Hie furchtbare Hungersnot im Lande unterdrücken zu können. Die Sowjetunion richtet sich moralisch vor der Welt durch die brutalen Maßnahmen und sie zeigt zugleich wieder damit das wahre Gesicht ihres Systems. Es muß von deutscher Seite daraus zuiiüchst die Folgerung gezogen werden, daß die Versendung von Paketen ober Geld im Nahmen der Hungerhilfe eingestellt wird; denn die- jenigen, denen man helfen will, werden in Wirklichkeit in Sowjetrußland durch die Annahme von Hungerhilfe ober auch nur durch den Verdacht, irgend etwas damit zu tun zu haben, Opfer der Tscheka.