Einzelbild herunterladen
 

M-aer /lnzeiger

S-LLL. SB U Tag-bla« für R^n und v°,-l-»°v ^« ;»ld°-und tzaunU-I.zuISa-r «reisbla« iw Sf'ö »Ä X- «°»ân nn»S°Ichdft.ftâ ***** *<«****1*»° *W ""-intwartlich für den Inhalt: Bernd Heim, Fulda. Nachdruck Ser mit * versehenen Artikel nur mit <tzrellen<m«obe »ZuiSarr Anzeiger's-staNet.

Anzeigenpreis: 1 mm Höhe in der 46 mm breiten Anzrigenfpalre oder deren Raum 4 Pf., im Textteil (90 mm breit) 12 Pf. Bei Wiederholung wird Nachlaß nach Preisliste gemalt, bei zwangs­weiser Beitreibung oder Konärrs erlischt jeder An­spruch auf Nachlaß.DA." III. 35. 910. - Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 gültig. Verantwort!, für den Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach»H.

^. 116 12. Jahrgang

Fulda, Montag, 20. Mai 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

Vie Geburtsstunde der Reichsautobahnen.

Der Führer eröffnet die erste Teilstrecke Frankfurt a. M. Darmstadt.

Der 19. Mai 1935 wird als der Geburtstag der gicichsauto bahnen in der deutschen Geschichte jortlcben. 20 Monate nachdem der Führer den ersten Spatenstich getan hatte, ist das erste Teilstück dieses Riesenwerks vollendet ein Kunstwerk vollkommener Schönheit, das sich harmonisch in ein Stück herrlicher deutscher Landschaft einfügt. Und wie der Führer an sciiem 23. September inmitten deutscher Arbeiter, die bis dahin das Joch der Arbeitslosigkeit zu tragen hatten, als uster den Spaten in die Hand nahm, so hat er auch jetzt das über die Autobahnen gespannte Band zerrissen und damit das erste Stück der Reichsautobahnen dem Verkehr überleben.

Das ganze Rheingebiet stand seit Tagen im Zeichen dieses historischen Ereignisses. Sonntag früh glich die Wize bewohnte Umgebung der Eröffnungsstrecke einem einzigen Flaggenmeer. Kaum daß der Tag sich lichtete, marinierten schon Zehntausend? von SA.- und SS.- Wnnern zum Spalier und zur Absperrung auf. Unumer- diochen rollten Sonderzüge an und brachten Zehntausende, die Zeuge des denkwürdigen Eröffnungsaktes sein wollten. Eine unübersehbare Zahl von Fahrzeugen des WM., des DDAC. und der deutschen Autoindustrie fuhren in musterhafter Ordnung aus allen Richtungen der Elèfmungsstrecke zu.

Aus dem Frankfurter Flugplatz herrschte schon früh rin starker Zustrom von Volksgenossen. Zunächst trafen in Zonderklugzeuaen der Chef des Stabes. Lutze, so­

Denkmal unseres

ick Reichsinspektor für das deutsche Straßenwesen, IrTad t, führte in seiner Rede u. a. aus:

Sein Führer! In stiller und zäher Arbert sind $ Sonnte vergangen. Aus jenen 700 Arbeitern, die nach Ichelanger Arbeitslosigkeit am 23. September 1933 hinter Auen zur Arbeit angetreten sind, sind 250 000 geworden, die direkt und indirekt beim Bau der Reichsautobahnen Wstigt sind. Mit einer bisher geleisteten Erdbewegung von insgesamt 60 Millionen Kubikmeter

sind durch Ihren Willen nicht nur bildlich, sondern wörtlich Berge versetzt worden.

. Ich melde die Fertigstellung der er sten -til.it recte zwischen Frankfurt und Darmstadt, ^zch Melde zur Vk*kehrsübergabe in sechs Wochen die zweite Teilstrecke bei München. Insgesamt wer- Nind 400 Kilometer im Laufe dieses Jahres an zehn Zellen des Reiches fertig. .

, jahrzehntelang mußte sich die Technik den Vorwurf Men lassen, daß sie in ihrer materiellen Gebundenheit »nie kulturellen Werke schaffe. Wir haben verflicht, die Mnik von diesem Vorwurf zu befreien. Diese Straßen Mn nicht nur dem Verkehr, sie dienen auch der Er- MuUng unseres herrlichen Vaterlandes. Mit den Michsautobahnen soll auch die Technik einen Ausdruck der dem Geiste und der Gesinnung der national 'Wifiifdjen Bewegung entspricht.

Zur ersten Fahrt über die Strecke sind heute alle an- Mttn, die daran mitgcarbeitet haben. 4000 Arbeiter M nact) Ihnen als erste über die Strecke fahren. Jeder °u ihnen nimmt heute über den materiellen Lohn hin- ls die Ehre und die Erinnerung mit nach Hause: Auch ) Labe mitgearbeitet an den Straßen Adolf Hitlers, und «uhrcr kam selbst und hat meine Arbeit abgenommen. Unter den Arbeitern stehen auch die Angehörigen jener dl« Arbeitskameraden, die beim Bau an dieser Streck tödlich verunglückt sind. Sie haben ihr Leben gelassen «uf ihrem Arbeitsplatz, wie der Soldat lm^elde aus seinem Posten. Wir gedenken ehrend dieser Gefallenen der Arbeit.

^ud, außer all diesen, die hier zur ersten Fahrt an- m steht das deutsche Volk an der Strecke recht-- Und wer nicht hier nach Frankfurt kommen r zu Hause Anteil an der Fahrt über da â Teilstück eines gewaltigen Straßennetzes, das m de alle deutschen' Gaue als Symbol des geeinten 2^2 verbinden wird Als Ihr Generalinspcktor uber- M Ihnen diese erste Strecke mit der Bitte, ste ab- d ^?en und die Straße, die die Männer der ^aust und geschaffen haben, als erster zu befahren

2o S ich schließe dieser Bitte eine zweite am Vor gemacht en haben Sie nns den ersten Spatenstich vo'-

A. ^'dcn Sie unser Vorarbeiter bei diesem Werk.

Gimte Tw diesem Werk wie bisher Ihr bis in dre Mite11 gehendes Interesse, dann werden dreie teerte über unsere Zeit hinaus bestehen als Denk Albch Arbeit eines aus dem grenzenlosen Elend d r getoste l$ eit wieder emporgeführten, wieder f 6 9 zerren Volkes

T°iluâ?ünis geben wir in dieser Stunde: Em ta^.Ü erreicht, eine Schlacht ist gewonnen. Rack chürcht bindet den Helm fester. Morgen geht die

wie die Reichsminister Dr. Frick und von Blom­berg ein. Um 11.42 Uhr kündigte Sirenengeheul die Ankunft des Flugzeugs des Führers an. In der Beglei­tung des Führers, der als erster dem Flugzeug ent­stieg, befanden sich die Reichsminister Dr. Goebbels und Dr. Schacht, Reichspresseches Dr. Dietrich sowie die persönlichen Adjutanten des Führers Die Fahrt durch die Stadt erfolgte unter unbeschreiblichem Jubel der Bevölkerung, bis der Wagen die Einmündung zur Reichsantobahn erreichte, wo am Kilometerstein Od der Staatsakt vollzogen wurde.

Hier war alles zum festlichen Empfang bereit. Der Jubel der Massen galt dem Mann, dessen eigenste Ge­danken und Initiative das gigantische Werk der Reichs­autobahnen geschaffen haben. In allen Reden, die anläß­lich der Eröffnung gehalten wurden, kam dieser Dank des Volkes an seinen Führer immer wieder zum Ausdruck und fand begeisterte Zustimmung vor allem bei den 4000 Arbeitern, die an dieser Strecke mitgearbeitet hatten.

Als der Führer auf dem Eröffnungsplatz eintraf, trat die Sonne aus den Wolken hervor und verwischte die Spuren, die ein kurz vorher niedergegangener Hagel­schauer hinterlassen hatte. Unter den Klängen des Baden­weiler Marsches bestieg der Führer die Rednertribüne. Der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, trat an den Führer heran, um ihm die Fertig­stellung der ersten Teilstrecke zwischen Frankfurt und Darm­stadt zu melden.

Arbeitswillens.

Arbeit weiter. Mit dem Streben nach noch höherer technischen Vollkommenheit, nach noch vollendeterer Form und mit noch größerem Fleiß, das geloben wir.

Der Führer reichte Dr. Todt die Hand und sprach ihm in herzlichen Worten seinen Dank aus, zugleich auch allen Männern, die an diesem Werk mitgearbeitet haben. Er freue sich, daß dieses Dokument der Arbeit in seinem ersten Teil der Nation heute übergeben werden könne Als äußeres Zeichen seiner Anerkennung hatte der Führer be­reits bei seinem Eintreffen Dr. Todt einen Mercedes Sechsradgeländewagen als Geschenk übergeben. Dann sprach Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger.

AeichsWwdMen sind vötterverhindend.

Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger führte in seiner Rede u. a. aus:

Mein Führer! Ich grüße Sie namens der Partei­genossen des Gaues Hessen-Nassau, und diesem Gruß der Partei stellt sich die gesamte Bevölkerung zur Seite. Ganz Deutschland ist in diesem Augenblick bei uns. Diese Teil­strecke der Reichsautobahn verbindet im engen Raum des rhein-mainischen Städtekranzes zwei Millionen deutscher Menschen, die zwar ehemals durch dynastischen Widerstreit künstlich getrennt waren, die aber über alle Zweifel hin­weg sich zusammengehörig fühlten, deren wirtschaftliche Tatkraft sie immer wieder zusammenführte und deren ge­meinsame Kultur ein enges Band um sie schloß. Dieses Gebier, in dem die erste Strecke der deutschen Reichsauto­bahn geschaffen wurde, ist ein alter Knotenpunkt von wichtigen internationalen Verkehrs- und Handelsstraßen. Aus diesen alten Linien trafen sich in ihrer Entwicklung die Effenbahnen, und nun entsteht vor unseren Augen

eines der modernsten Verkehrsmittel: die deutsche Reichsautobahn.

friedlicher Weiterentwicklung wird das Antobahnnetz von hier aus geht, sich in die anderen Länder Europas SS**W lind die Autobahn-». Von Entkernungen kann man innerhalb unseres Vaterlandes nach der Fertigstellung dieses Monumentalwerkcs deut, scheè Willens- und Schöpferkraft nicht mehr sprechen. Polksverbindend sind sie nicht nur, sondern darüber hm- ovs völkerverbindend. Sie sind bestimmt, den Nationen vor Augen zu führen, wie nahe aneinander sie j sind wie stark sie aufeinander angewiesen sind, wie das was sie zusammenführt, weit stärker ist, als das, sie trennt So sehen wir die deutsche Autobahn auch ^riedensinstrument, als die Hand, die sich dem anderen putaeaenftreeft, damit er einschlage, um den Weg zu gehen oeme nsamer Arbeit und gemeinsamem Aufstieg.

3 ^Mein Führer! Knapp 20 Monate ist es her, daß Sie hon Pionieren der Arbeit der Autobahn zuriesen: Deutsche Arbeiter, fanget an!", und sie leisteten Folge, vnd aufs neue bewiesen sie wiederum, daß Deutschlands ärmster Sohn sein bester Sohn ist. So wie sie steht Deutsch- w d heute als eine Gefolgschaft hinter Ihnen, mag e^mmen was kommen mag, mögen Sie rufen, aus mâm' Grunde Sie auch immer das Volk rufen müssen. Ein? Gesa gschaft wollen wir sein, und jeder Gefolgs­mann wird reudig seine Gefolgschaftstreue durch die Tai beweisen haben und beweisen. Diese Treue, mein Führe? sei der Dank des deutschen Volkes für diese Groß- tat, tei ^^Fortsetzung auf Seite 2.)

Straßen des Friedens.

Zur Eröffnung der ersten Autobahnstrecke Frankfurt am MainDarmstadt.

Wir stellen ein Programm auf, das wir nicht der Nachwelt überlassen wollen, das Pro­gramm unseres Straßenbaues, eine gigantische Aufgabe, die Milliarden erfordert. Wir werden die Widerstände dagegen aus dem Wege räumen und die Aufgabe groß beginnen."

(A d o l s H i t l e r am 1. Mai 1933.)

Als der Führer vor mehr als zwei Jahren diese bedeutsamen Worte sprach, hatten wir in Deutschland eine lange Zeit hinter uns, in der man unterStraßen- b au" im allgemeinen nurStratzenreparatur" verstand. Die Straße war nur allzulange vernachlässigt worden. Was zu Beginn des 19. Jahrhunderts begonnen worden war, wurde durch die Erfindung der Eisenbahn wieder aufgehalten. Die Schiene wollte die endgültige Vorherrschaft gewinnen, und so sah man sich nicht mehr veranlaßt, in großzügiger Weise die Straße zu unterstützen. Die Folge war der Verfall. Was man in Deutschland für die Straße noch tat, das waren meistens kleinere Einzel­unternehmen, denen die große, beherrschende Linie fehlte. Und doch hätte man aus der Geschichte lernen können, daß der Straßenbau, im großen betrieben, eine der größ­ten Kulturaufgaben einer Nation ist. Die Bei­spiele der Perser, der Chinesen, der Karthager und vor allen Dingen der Römer, die durch gewaltige Stratzen- bauten ihre großen Länder zusammenhielten, sind ein­deutig genug. Der Generalinspcktor des deutschen Straßen- wesens, Dr. Todt, hat einmal gesagt:Immer sind es die Zeiten des Aufstiegs und der Stärkung politischer Macht einer Nation, in denen auf dem Gebiet des Straßen­baues Großes geschaffen wird."

So war es eine Selbstverständlichkeit, daß der Führer schon wenige Tage nach der Machtübernahme die Inangriffnahme " eines großzügigen Straßenbau- Programms verkündete. Schon am 23. September 1933 wurde der erste Spatenstich zu dem großen Werk der Reichsautobahnen getan. Der Führer selbst war es, der damals dieses historische Werk begann. Inzwischen ist allen Deutschen bekannt geworden, wie gewaltig der Plan der Reichsautobahnen ist, und wir wissen, daß das Werk, das Zehntausende von Arbeitern wieder in Lohn und Brot gebracht hat, rüstig vorwärtsschreitet. Heute wird an 80 Stellen im Reich an den Reichsauto­bahnen gearbeitet. 1500 Kilometer Reichsautobahnen sind im Bau. 100 000 Menschen sind unmittelbar an dem Werk beteiligt, weitere 150 000 arbeiten an den Lieferungen und den zusätzlichen Leistungen der Industrie. Darüber hinaus wurden allein im vergangenen Jahre für den Ausbau des allgemeinen Straßennetzes 90 000 Mann unmittel­bar und 80 000 Mann mittelbar beschäftigt. Durch die bewußt gleichmäßige Verteilung der Arbeitsstellen über das ganze Reich wurde eine Erleichterung insofern ge­schaffen, als überall Entlastung von der Arbeitslosigkeit eintrat.

Wenn die Reichsautobahnen erst einmal fertig stehen, dann wird mit einem Schlag auch eine andere Schwierig­keit behoben sein, die sich in den letzten Jahren immer deutlicher zeigte. Die sprunghafte Entwicklung des V e r k e h r s, die sich besonders durch die bewußte Förde­rung des Kraftwagens durch die nationalsozialistische Regierung einstellte, hatte die Entwicklung der Straße überholt. Mit kleinen und kleinlichen Aus­bau- und Verbesserungsmaßnahmen war diesem Problem längst nicht mehr beizukommen. Erst die auf lange Sicht gebauten Reichsautobahnen können hier gründliche Ab­hilfe schaffen. Schon jetzt bei der Inbetriebnahme der ersten Reichsautobahnstrecke zeigt sich, daß die Krafffahr- zeugindustrie wieder ein Stück gegen die Straße aufzu­holen hat. Denn die wenigsten der heute vorhandenen Autos sind mit Motoren ausgestattet, die die volle Aus­nutzung der neuen Straße gestatten. Die Motoren müssen leistungsfähiger und vor allem geeignet für lange Bean- spruchutzg mit voller Kraftausnutzung werden.

Wie groß die Bewunderung für diese einzigartige Leistung des neuen Deutschland im Ausland ist, haben zahlreiche Pressestimmen im Ausland aus den letzten Monaten bewiesen. Immer wieder wird dabei darauf hin- gewiesen, daß die künftigen Reichsautobahnen als Schlagadern des künftigen deutschen Straßennetzes durchaus nicht öde, langweilige Rennbahnen sind, sondern daß sie weitgehend der Land­schaft angepaßt sind. Immer wieder ist durch die ent­sprechende Verlegung der Straße darauf Rücksicht ge­nommen, daß landschaftliche Abwechslung geboten wird, die die Fahrt über die Autobahn zu einem wirklichen Genuß und Erlebnis werden läßt. Damit wird dem Werk Adolf Hitlers sein kultureller Wert auch in späteren Zeiten erhalten bleiben.

Die Welt wird einmal die friedliche Bedeu­tung dieses gewaltigen Werkes anerkennen müssen. Mit der zielbewußten Inangriffnahme hat Deutschland be­wiesen, daß es gewillt ist, seine durch jahrelange Unter­drückuna. durch Raub und Ausbeutung so stark begrenzten