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^ 118 12. Jahrgang

Fulda, Mitttvoch, 22. Mai 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

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yeutschlan-z Mm vor Volk und weit

Vie Reichrregierung verkündet dar Wehrgesetz.

Große außenpolitische Rede Adolf Hitlers im Reichstage. Deutschlands Beitrag zur Aufrechterhaltung des Friedens.

Zn der gestrigen Sitzung des Deutschen Reichstags hielt ^Mhrer und Reichskanzler seine im In- und Auslaird A großer Spannung erwartete, bedeutungsvolle Rede.

Reichskanzler Adolf Hitler führte u. a. aus:

Abgeordnete! Männer des Deutschen Reichstags! Wstagspräsident Parteigenosse Göring hat aus Wunsch la Reichsregierung den Reichstag zu dieser Sitzung ein- itrujen, um Ihnen, als Vertreter der deutschen Nation, M Ausklärungen geben zu können, die ich für nötig er- lchle zum Verständnis der Haltung und der Entschlüsse der heutigen Regierung zu den uns alle bewegenden großen fragen der Zeit. In dieser Absicht spreche ich zu Ihnen md damit zum ganzen deutschen Volke.

3$ muß als Führer und Kanzler der Nation und als Ches der Reichsregierung leider manchesmal Ent- Msse treffen, die schon als solche schwer genug sind, deren Gewicht sich aber noch erhöht durch die Tat­ich, daß es mir nicht gegeben ist, meine Bcrant- Wmig zu teilen oder gar auf andere abladen zu können.

Ache ich wenigstens den einen Wunsch, der Nation WWnMcf zu geben in die mich bewegenden Gedanken, Wo das Verständnis zu erleichtern für jene Ent- Matznabmen, die diesen Gedanken entspringen. Iber verewigte Herr Reichspräsident mich am ®Mr vor zwei Jahren zur Bildung der neuen Re- M unb zur Prüfung der Reichsgeschäfte berief, zwei- m Millionen unseres Volkes und unter ihnen auch vch Patrioten an dem Gelingen der mir gestellten Wbe. Schadenfreude und Sorge erfüllten nebenein- «ki das damals noch so zerrissene deutsche Volk. Auf Ätidfen Gebieten war das nationale Leben auf das Werste bedroht.

Delage der Wirtschaft bei der Machtübernahme.

Wirtschaftlich befanden wir uns folgender Lage Wider: Nach einem vierjährigen Krieg, der an sich der Winten nationalen Volkswirtschaft schon furchtbare i^M sugefügt hatte, zwangen die siegreichen Gegner s^ deutsche Volk unter ein Friedensdiktat, das bar jeder Mischen und wirtschaftlichen Vernunft das am Ende ksKrieges sich ergebende Verhältnis der Kräfte zur recht- »i Grundlage des Lebens der Völker für immer machen

UM der GeneralbezeichnungWiedergutmachung" erfolgt die Zerstörung der deutschen Wirtschaft.

5 dieser unverständlichen Außerachtlassung der primi- A^iowirtschaftlichen Einsicht ergab sich folgende

Die Nation hat einen Überfluß an Arbeitskraft.

- ^ie besitzt ein großes Bedürfnis zuni Ersatz der jhrem gewohnten hohen Lebensstandard ent- Mechenden, durch den Krieg, die Inflation und die âedergulmachung aber entzogenen Lebensgüter. Sie leidet an einem im eigenen Levensraum be­gründeten Mangel an Nahrungsmitteln und Noh- . stoffen.

Der zur Behebung von alldem notwendige inter­nationale Absatzmarkt ist zu klein und wird außer­dem praktisch durch eine gewisse zwangsläufige st-Wwicklung immer weiter eingeengt.

wL f ein schlechtes Zeugnis für das wirtschaftliche k j M unserer damaligen politischen Gegner aus, Men Unmöglichkeit der weiteren Erfüllung un- liiy^ter ja manchmal geradezu unverständlicher Forde- ihiA^.erst dann einzusehen begannen, als durch dieses Erholten nicht nur

'"rutsche Nationalwirtschaft restlos zugrunde-

" "strt war, sondern auch die Wirtschaft der

^ »ndcren Länder dem nachzusolgen begann.

Ergebnis dieses Wahnsinns aber war in dine st i l l g e l e g r e I n o u st r l e, eine ,{r %; ?e 1 c Landwirtschaft, ein r NiNi e r - ^M t e l st a n d , ein verödeter Handel, eine Gesamtwirtschaft, durch und durch zer- tiettp 7 öffentliche F inanze n. CM Millionen regr- !M° "Wirklichkeit aber mehr als 7/2 Millionen tat- Erwerbsl osek

I ^n Irrtum und seine Widerlegung. s>!aM^"^uf des Krieges und besonders die Folgen Sh .Mäboliiif werden dereinst als eine klassische, ^en $ .wrchtbare Widerlegung gelten können jener ^iijs^'"ung, daß der ivirtschaftliche Vorteil eines ^ates am besten gefördert würde durch die cue Vernichtuna eines anderen.

Die wirtschaftliche Friedensbelastung der deutschen Nation auf der einen Seite sowie ihre Welt- und binnen­wirtschaftliche Benachteiligung auf der anderen, zwingen aber jede Slaatsführung, den gegebenen Verhältnissen Rechnung zu tragen. Was in den 21/» Jahren auf den Gebieten einer planmäßigen Arbeitsbeschaffung, einer

planmäßigen Marktreguliernng, einer planmäßigen

Preis- und Lohngestaltung

erreicht wurde, hat man noch wenige Jahre vorher für gänzlich unmöglich gehalten. Allein es gelang nur da­durch, daß wir hinter diese scheinbar so trockenen wirt­schaftlichen Maßnahmen die lebendige Energie der ganzen Nation stellten. Eine Unzahl sachlicher und psychologischer Voraussetzungen mußte zu dem Zwecke aber erst geschaffen werden. Lauter Aufgaben, von denen jede für sich ein Jahrhundert zu erfüllen ver­mag und über die schon Völker und Staaten zerbrochen sind.

Wenn man aber ein solches Programm, das ent­weder im großen gelingt oder sonst von vornherein in allen Einzelheiten mißlingen muß, zur Verwirk­lichung bringen will, dann hängt das Gelingen von zwei Voraussetzungen ab: vom Ausmaß der vor­handenen Ruhe und von der Dauer der zur Ver- fügung stehenden Zeit.

_ Die Zielsetzung sowohl als die Durchführung der Aufgaben, die dem heutigen Deutschland seinen eigen­artigen Stempel aufprägen, sind ausschließlich aus dem nationalsozialistischen Gedankengut gekommen, sind der Nationalsozialistischen Partei, ihrer Organisa­tion und der ihr zu eigenen und entströmenden Tatkraft zuzuschreiben.

In Deutschland hat sich in den letzten zwei Jahren eine Revolution vollzogen, die größer ist, als dies dem Durchschnitt der Menschheit zur Zeit zum Bewußtsein kommt.

Dieses neue Deutschland kann daher nicht in Ver­gleich gebracht werden mit dem Deutschland der Ver­gangenheit. Seine Ideen sind ebenso neu wie seine Handlungen. Wenn das heutige Deutschland für den Frieden eintritt, dann tritt es für ihn ein weder aus Schwäche noch aus Feigheit.

Kollektive Zusammenarbeit!"

Seit einiger Zeit ieot die Welt in einer förmlichen Manie von kollektiver Zusammenarbeit, kollektiver Sicherheit, kollektiven Verpflichtungen usw. Was heißt kollektive Zusammenarbeit? Ist nicht der Begriff kollektive Zusammenarbeit" seit 17 Jahren in der ver­schiedensten Weise interpretiert worden?

Ich glaube, ich spreche es richtig aus, wenn ich sage, daß neben vielen anderen Rechten sich die Sieger- staaten des Versailler Vertrages auch das Recht vor­weggenommen haben, unwidersprochen zu definieren, waskollektive Zusammenarbeit" ist und waskollek­tive Zusammenarbeit" nicht ist.

Wenn ich mir an dieser Stelle erlaube, eine Kritik an diesem Verfahren zu üben, dann geschieht es, weil dadurch am ehesten die innere Notwendigkeit der letzten Entschlüsse der Neichsregierung klargelegt werden kann. Der heutige Gedanke der kollektiven Zusammenarbeit der Nationen ist ursächliches und wesentliches geistiges Eigentum des amerikanischen Präsidenten Wilson. Die Politik der Vorkriegszeit wurde mehr bestimmt von der Idee der B ü n d n i s s e. Mit Recht oder Unrecht machte man diese Politik einst verantwortlich für den Ausbruch des Welt­krieges. Seine Beendigung wurde mindest, soweit es Deutschland betrifft - beschleunigt durch die Doktrin der 14 Punkte Wilsons und der drei sie später noch er­gänzenden. In ihnen war im wesentlichen znr Ver­hütung der Wiederkehr einer ähnlichen Menschheitskata- strophe folgender Gedankengang niedergelegt:

Der Friede soll nicht sein ein Friede einseitigen Rechtes, sondern ein Friede allgemeiner Gleichheit und damit des allgemeinen Rechtes. Es soll sein ein Friede der Versöhnung, der Ab­rüstung aller und dadurch der Sicherheit aller.

Daraus resultierte als Krönung die Idee einer inter­nationalen kollektiven Zusammenarbeit aller Staaten und Nationen im Völkerbünde.

Als im Jahre 1919 der Friede von Versailles dem deutschen Volke diktiert wurde, war der kollektiven Zu- sammenarbeit der Völker damit dos Todesurteil

Das nationalsozialistische Deutschland will den Frieden aus tiefinnersten weltanschaulichen Über­zeugungen.

Es will ihn weiter aus der einfachen primitiven Er­kenntnis, daß kein Krieg geeignet sein würde, das Wesen unserer allgemeinen europäischen Not zu beheben, wohl aber diese zu vermehren. Das heutige Deutschland lebt in einer gewaltigen Arbeit der Wiedergutmachung seiner inneren Schäden.

Keines unserer Projekte sachlicher Natur wird vor 10 bis 20 Jahren vollendet sein.

Keine der gestellten Aufgaben ideeller Art kann vor 50 oder vielleicht auch 100 Jahren ihre Erfüllung finden. Was könnte ich anders wünschen als Ruhe und Frieden. Deutschland braucht den Frieden und es will den Frie­den! Wenn ich nun aus dem Munde eines englischen Staatsmannes höre, daß solche Versicherungen nichts sind und nur in der Unterschrift unter kollektive Verträge die Gewähr der Aufrichtigkeit liegt, so bitte ich Mister Eden dabei bedenken zu wollen, daß es sich in jedem Fall um eineVersicherung" handelt. Es ist manchesmal viel leichter, einen Namen unter Verträge zu setzen mit dem inneren Vorbehalt einer letzten Nachprüfung seiner Haltung in der entscheidenden Stunde, als angesichts einer ganzen Nation in voller Öffentlichkeit sich zu einer Politik zu bekennen, die dem Frieden dient, weil sie die Voraussetzungen für den Krieg ablehnt.

Wenn ich als Führer und Beauftragter der deutschen Nation vor der Welt und meinem Volk die Versiche­rung abgebe, daß es mit der Lösung der Saarfrc/ge an Frankreich keine territorialen Forderungen mehr stellen wird, so ist dies ein Beitrag zum Frieden, der größer ist als manche Unterschrift unter manchem Pakt.

Ich glaube, daß mit dieser feierlichen Erklärung eigentlich ein lange dauernder Streit zwischen beiden Na­tionen abgeschlossen sein müßte. Ich muß aber an dieser Stelle Protest einlegen gegen jeden Versuch, den Wert von Erklärungen je nach Bedarf ver­schieden zu taxieren.

gesprochen worden. Denn an Stelle der Gleichheit aller trat die Klassifikation in Sieger und Besiegte. An Stelle des gleichen Rechtes die Unter­scheidung in Berechtigte und Rechtlose. An die Stelle der Versöhnung aller die Bestrafung der Unterlegenen. An die Stelle der internationalen Abrüstung die Abrüstung der Besiegten. An die Stelle der Sicherheit aller trat die Sicherheit der Sieger. Dennoch wurde noch im Friedens- diktat von Versailles ausdrücklich festgestellt, daß die Abrüstung Deutschlands nur vorausgehen soll zur Ermöglichung der Abrüstung der anderen. Und nun ist an diesem einen Beispiel festzustellen, wie sehr die Idee der kollektiven Zusammenarbeit gerade von denen verletzt wurde, die heute ihre lautesten Fürsprecher sind.

Deutschland hatte die im Friedensvertrag auferlegten Bedingungen mit einem förmlichen Fanatismns erfüllt.

Finanziell bis zur vollständigen Zerrüttung seiner Finanzen, wirtschaftlich bis zur totalen Vernichtung seiner Wirtschaft, militärisch bis zur vollkommenen Wehrlosigkeit.

Damit hat Deutschland in einer förmlichen Selbst­aufgabe seinerseits alle Voraussetzungen geschaffen für eine Zusammenarbeit kollektiver Art im Sinne der Ge­danken des amerikanischen Präsidenten. Nun, zumindest nach dem Vollzug dieser deutschen Abrüstung, hätte die Welt ihrerseits denselben Schritt zur Herstellung der Gleichheit vollziehen müssen. Es ist nur ein Beweis für die Richtigkeit dieser Auffassung, daß es auch bei den anderen Völkern und in den anderen Staaten nicht an mahnenden und roarnenben Stimmen gefehlt hat, die für die Erfüllung dieser Pflicht eintraten.

Was aber war geschehen?

Während Deutschland seine Verpflichtungen des ihm aufdiktierten Vertrages getreu erfüllt hat, unterblieb die nachfolgende Vertragserfüllung bei den sogenann­ten Siegerstaaten.