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fulöaer Anzeiger

»Ä» Z «MeMe* M W» und v-g-I-IMP WÄMs $»»M» 9au»et6|.$utoatt IHM Ä^ SauptschrPleiter Friedrich Ehren- K Fulda, KöniMrah« 42, Telefon 2989. - ^Mw für ^n Inhalt: Bernd Heim, Fulda.

Anzeigenpreis: 1mm Hiche in der 46 mm breiten Anzeigenspalte oder deren Raum 4 Pf., im Textteil (90 mm breit) 12 Pf. Bei Wiederholung wird Nachlaß nach Preislift» gewährt, bei zwangs-

NachSruS 6er mk* versehenen Miki nor mit gMvemmgadr, Ant-« er flnzeiger" gestatt«.

nzergentetl Ferdinand Ehreân», Üaaterbach-H.

^ 122 12. Jahrgang

Fulda, Montag, 27. Mai 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

Englands Interesse

an einem Luftabkommen

Anfragen in Paris und Rom Verhandlungen nur unter den fünf Erohstaaten Europas.

: Bei der Prüfung der Friedensvorschläge des Führers L Reichskanzlers beschäftigt sich die englische Negierung

9eit besonders eingehend mit der L u f 1 p a k t f r a g e igie halbamtlich aus London mitgeteilt wird, ist die eng- W Regierung im Begriff, die Ansichten Frank- ttichs und Italiens über die Möglichkeit einer Mennung der Luftpaktvorschläge von den anderen Fragen des Londoner Protokolls vom 3. Februar ein- Mlen. Falls Frankreich und Italien diesem Schritt zu- fimmen sollten, wäre die Eröffnung von Verhand- I iiiigen zwischen England, Frankreich, Ikutschland, Italien und Belgien möglich. Vor Italien und Frankreich ihre Stellungnahme mit­ten, sei es jedoch unmöglich, das künftige Vorgehen vor- mzilsagen. Sicher sei nur, daß die Verhandlungen über MN Lnftpakt alle fünf betroffenen Mächte umfassen miiben.

*

Einige Londoner Blätter wollen wissen, Daß Der eng- We Botschafter in Berlin bereits die e r st e N ü ck f r a g e N Reichstags rede Hitlers vorgebracht hat. Weitere Ver- UMungen zwischen England und Deutschland werden derMorningpost" zufolge in dieser Woche erfolgen. Die englische Regierung wünscht, so heißt es, zu wissen, ob [ Mschland die Gleichberechtigung in der Luft m mit der britischen Heimatflotte oder mit der Luftflotte te gesamten britischen Weltreichs anstrebe.

ferner werde, so melden dieTimes", durch eine bri- »»Machfrage über die Benachteiligung Deutschlands im

Mmdssystem naturgemäß auch

die Kolonialfrage

surfen werden. Die deutsche Stellungnahme zu âD Problem sei seit dem britischen Besuch ziemlich klar. ND deutlich, daß Hitler in seiner Rede den Anspruch ^ 3led)t Deutschlands zum Besitz oder zur Verwal- kolonialen Gebietes zu einem zukünftigen Zeitpunkt Woufgebe.

Was die auf 550 000 Mann festgesetzte

Stärke der deutschen Armee

Mt, so habe Deutschland stets die Stellungnahme Der* J?toi, daß sie von äußeren Faktoren, wie z. B. v o n d e r ^ärke der Nachbarstaaten Deutschlands und ""<g Umständen von derjenigen Sowjetrußlands

Mussolini antwortet dem Führer.

^'»mgnahme zu den 13 Punkten Hitlers. Einladung Deutschlands zur Donau-Konferenz.

. Bor der K am m e r in Rom hielt Mussolini M außenpolitische Rede, in der er im wesentlichen folgen* ausführte: Mit der französisch-italienischen Kolonial- Mâudigung werde ein Kapitel der französisch-italienischen Wingen der Nachkriegszeit abgeschlossen und damit N den von einigen französischen Kreisen erhobenen Vor- Mn ein Ende gemacht.Die französisch- lienische Atmosphäre hat sich gebessert, » wir wünschen, daß kein neues Ereignis sie trüben

Mussolini ging dann auf die deutschen Wehrbcstim- Men ein und sagte: Heute gebe jedermann zu, das?

Zungen ein und sagte: Heute gebe jedermann zu, das?

M dem Vorgehen Deutschlands eine vollzogene Tat-

W geschaffen worden sei, die nicht mehr widerrufen werden kann. Mussolini erinnerte in Diesem Zu- ^enljnng an die bekannte Haltung Italiens zu- Rusten einer teilweisen Ausrüstung Deutschlands, 'MN die von italienischer Seite keine Schwierigkeiten erhoben worden seien. Ii»!,âU'erkenswert war dann noch der Hinweis Musso- Lauf, daß Deutschland im Januar 1935 bereit war, üwko» ""^Gleichberechtigung in einem beschränkteren MM zu verwirklichen' d.' h. mit einem Heer von einJ ®«nn und einem nur auf Verteidigungszwecke

? Rüstnngsstand. Was aber nicht Tatsache ge* sei. könne auch nicht Stoff für die Geschichte fein.

V ? $ wäre es daher, jetzt nach den Schuldigen zu ju wie es auch nutzlos sei, noch weiter von Abrüstung der l o n f e r e n z von S t r e s a, so fuhr dann weiter fort, habe eine recht bewegte Lage in So,M.v.orgcfuuden. Mit der in Stresa geschaffenen skièdli^ könnten verschiedene Hindernisse, die sich dem leicht sW Zusammenleben Europas in den Weg stellen, "verwunden werden.

hjClk . Die Donaukonferenz ^sa»lw!>Ä^ "" Juni und werde überhaupt nur dann ^i n wenn sie gut vorbereitet sei. bic Absicht, Deutschland zu dieser Phasen s6 einzuladen und es über die einzelnen der Vorbereitung aus dem lausenden zu halten.

abhängig sei. Wenn es bei Verhandlungen scheine, daß andere Länder zu beträchtlichen Herabsetzungen ihrer eigenen Zifsernstärke bereit sind, würde dies von Deutsch­land in Erwägung gezogen werden.

Meöèi- und Rshfloffsperre.

Frankreichs Vorschlag zur Sicherung des Weltfriedens.

Während die Welt noch unter dem überwältigenden Eindruck des Friedensprogramms Adolf Hitlers steht, liefert Frankreich seinen Beitrag zur Be­friedung der Welt, der gleichzeitig erkennen läßt, daß uns Deutsche von der französischen Ideenwelt noch eine große Mauer trennt. Ist der Führer und Reichskanzler die Atmosphäre von Versailles, die Europa zu ersticken droht, zu beseitigen bemüht, so baut der französische Friedensbeilrag auf der Basis von Versailles weiter. Was Frankreich für den Frieden zu tun gedenkt, sind Sank- tionsdrohungen gegenVertragsbrüchige" Staaten. Darauf ist aber schon Versailles begründet.

Die französische Negierung hat ihren Friedensbeitrag in einer Denkschrift zusammengefaßt, den sie dem Sank­tionsausschuß des Völkerbundsrats überreichen ließ. Die Denkschrift geht davon aus, daß der Völkerbundspakt zwar die gewissenhafte Einhaltung aller Vertragsverpflichtungen zu einer wesentlichen Voraussetzung der internationalen Zusammenarbeit und der Gewährleistung des Friedens und der Sicherheit mache, aber keine ausdrücklichen Be­stimmungen über die Aufkündigung von Verträgen ent­halte.

Der Sanktionsausschuß des Völkerbundsrates Hab« die Aufgabe, Vorschläge zu unterbreiten, die geeignet sind, Kriegsdrohungen wirksam entgegenzutreten. Das (Segen­mittel gegen solche Drohungen seien Sanktionen. Über die wirtschaftlichen Sanktionen sagt die Denk­schrift, daß der Vertragsbrüchige Staat gehindert werden müsse, sich das Material für seine Rüstungen in anderen Staaten zu beschaffen. Ferner müßte sofort eine Kredit­sperre gegen dieses Land ausgesprochen werden, and; seien ihm alle Rohstoffmärkte zu sperren. Im Falle einer vom Völkerbundsrat festgestellten einseitigen Vertragsverletzung sollen sich die Völkerbundsmitglieoei verpflichten, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.

Nach kurzer Erwähnung des sranzöstscy-russtscyen uno des russisch-tschechoslowakischen Paktes, Verträgen, die das Gleichgewicht der Kräfte verlagert hätten, erwähnte Mussolini dielebhaft erwartete" Rede des deutschen Reichskanzlers.

Die 13 Punkte Hitlers könnten en bloc weder an­genommen noch abgelehnt werden. Die Methode, sie zu klären fund sie zu vertiefen), sei vorzuziehen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Diplomatie sich dieser Ausgabe in den nächsten Wochen unterziehen werde.

gen betre Frage bela

it un*

Was die deutsch-italienischen Beziehun- effe, so sei cs richtig, daß sie durch eine einzige iftct seien, nämlich durch die österreichische Frage. Diese Frage sei indessen von grundlegender Bedeutung. In diesem Zusammenhang sei es nich zweckmäßig, jenen einige Worte zu widmen, die Italien wie versteinert am Brenner sehen möchten, um es in jeder Richtung in seiner Bewegungsfreiheit zn behindern. Auch in diesem Zusammenhang müsse ein für allemal in der bestimmtesten Weise erklärt werden, daß das Problem der österreichischen Unabhängigkeit ein österreichi­sches und ein europäisches Problem sei und als europäisches Problem wiederum ganz besonders, oller nickt ausschließlich ein italienisches Problem. Mit anderen Worten gesagt, habe das sa,chistische Italien nickt die Absicht, seine geschichtliche Mission auf ein ein* äs politisches Problem zu beschränken, auf einen ein* tigen militärischen Abschnitt, tote den der Nerieidianna

äincti militari,cyen uojmiuu, luic den der Verteidigung der wichtigen Grenze am Brenner. Alle Grenzen Italiens ob auf dem Kontinent oder in den Kolonien, seien ohne Unterschied heilig und müßten gegen jedwede and) nur in Erwägung zu ziehende Bedrohung bewacht und verteidigt werden.

Die abessinische Frage.

9im Schluß kam Mussolini auch auf die abessi­nische Frage zu spreche«. Die Bedrohung der i^iieinscheu Kolonien in Ostafrika sei eine Tatsache und ' mmer größere Ausmaße an, so daß das abessinische in schroffster Weise abhebe. Seit 1929 habe Abessinien sein Heer neu aufgebaut und werde seit 1930

Die Zeit verlangt unsere ganze Kraft.

Ein Mahnwort zur Reichssportwerbewoche vom 26. Mai bis 2. Juni.

Voller Mitleid betrachtet man oft die Körper von Männern, Frauen und Jugendlichen, die durch berufliche Arbeit jahrelang in derselben Weise beeinflußt schief und krumm geworden sind. Ist es nicht bedauerlich, daß man oft an Haltung und Gang den Beruf eines Menschen er­kennen kann? Soll die Arbeit ihre Einwirkungen so tief hinterlassen, daß sie den Menschen, der seine Arbeit als höchstes Lebensziel ansieht, krank macht und verunstaltet? Und wie oft ist der Körper schuld daran, daß wir unserem Beruf nicht nachgehen können, weil er die in ihn gestellten Anforderungen nicht aushält, weil er zu schwach ist. Sehen wir uns doch einmal einige Beispiele an! Die unnatür­liche Haltung an der Maschine, am Bürotisch oder an der Schreibmaschine hat so manchen verkrümmt oder ver­kümmert. Der Rücken ist gerundet, der Brustkorb flach und eingeengt, er hindert gerade die lebenswichtigsten Organe, Herz und Lunge, ihre Aufgaben vollwertig zu erfüllen. Durch mangelnde tägliche Ausarbeitung wird der Körper außerdem träge, der Blutumfluß langsam, die Haut reagiert schlecht und wird krank, da an sie kaum Licht, Luft und Sonne herankommen. Mangelnde Pflege des Körpers führt zu mangelnder Leistung und zu mangelnder Ge­sundheit.

Was tun? Treibt Leibesübungen! Immer wieder muß darauf hingewiesen werden, daß Turnen, Spiel und Sport nicht nur gesund sind, sondern auch auf die billigste Weise einen Menschen froh zu machen ver­stehen, ihm Freude an sich, seiner Familie und seiner Arbeit schaffen wie keine andere Betätigung. Statt Krankenhäuser, die Millionen und aber Millionen kosten, wollen wir lieber Sportplätze, Tun:- und S bwimmhallen anlegen, die Soziallasten werden sich dann bestimmt er­heblich senken.

Kein Volksgenosse ist heute mehr dazu verurteilt, daß er, sich selbst überlassen, ohne Freizeit und Erholung, tag­aus, tagein schtverster Berufsarbeit nachgeht. Für jeden gibt es eine vernünftige und gesunde Auswertung seiner Freizeit, die ihm ein tiefes Miterleben des Zeitgeschehens bringt, die ihm einen B<ick in seine Umwelt gibt, die ihn aber auch gesund, kräftig und froh erhält.Kraft durch F r e u d e" ist solch Segenspender, hier gesundet und ersteht unser Volk wieder, wenn es nur erst selbst den Willen und die Energie dazu hat.

Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man seinen Körper gesund erhalten und stählen kann. Eigentlich dürfte kein Mensch während der Zeit seines Lebens ohne irgendwelche körperliche Übung, und zwar regelmäßige Betätigung bleiben. In der Schule muß diese geregelte Leibesübung beginnen, im besonders wichtigen Lebensabschnitt der Reifezeit, wo der junge Mensch zudem ins Berufs­leben tritt, muß sich das fortsetzen, bis die Schule des Arbeitsdienstes und der uns wiedergegebenen Wehrpflicht das Bedürfnis nach körperlicher Arbeit und Zucht so stark gestalten, daß es bis ins Alter hinein nicht mehr verlorengeht. Das SportamtKraft durch Freude", dazu die am Reichsbund für Leibesübungen zu- sammengefaßten Turn- und Sportvereine aller Art bieten reichliche Gelegenheit dafür.

Niemand sage also, er wisse nicht, wie und wo er seinem Körper, feiner Gesundheit und überhaupt seinem ganzen äußeren und inneren Menschen die Wohltat regel* mäßiger körperlicher Ausarbeitung zugute kommen lassen könne. Jeder mag sich aussuchen, waS i^m am besten gefällt, was ihm, insbesonders auch seiner Leistungsfähig­keit und Alter entsprechend, am meisten zusagt. Ob man Geräte turnt, Fußball, Handball, Hockey spielt oder sich sonst einem Rasensport widmet, ob man läuft, springt oder wirft, ob man schwimmt, rudert oder paddelt, ob man rad­fährt oder reitet, ob man auf Schusters Rappen, mit einem frohen Lied auf den Lippen in die Schönheiten unserer Heimat hinauswandert, ob man zu wenigen oder vielen sich der Freude irgendwelcher Leibesübungen hingibt, das ist nebensächlich gegenüber der wichtigsten Forderung, überhaupt Leibesübungen zu treiben.

Dem deutschen Volk sind hohe Aufgaben gestellt und sie erfordern von jedem einzelnen den Einsatz seiner ganzen Person und Kraft, daß es unsere Pflicht ist, uns Dafür zu stählen, wie immer es möglich ist.

von einigen europäischen Rüstungssabriken mit Waffen beliefert. Der Zwischenfall von Ualual habe hier das Alarmzeichen gegeben. Das in Genf beschlossene Verfahren müsse auf den Zwischenfall von Ualual beschränkt bleiben.

Niemand darf sich der Täuschung hiugebcn",

so schloß Mussolini seine Ausführungen,daß man aus Abessinien im Falle europäischer Schwierigkeiten eine gegen Italien gerichtete P i st o l e machen könne. Wir sind bereit, jede V c r a n t w o r t u n a auf uns zu nehmen."

Erneuter Angriff auf den höchsten Gipfel der Welt. Die neue englische Himalaja-Expedition für die Besteigung des 8882 Meter hohen Mount Everest, hat unter Führung von Hugh Ruttledge Dardschiling ver­lassen. Es ist oies die vierte Expedition, die den Versuch machen wird, den höchsten Gipfel der Welt zu ersteigen. Die letzte Erpedition war im Jahre 1933 unternommen worden; sie drang bis zu einer Höhe von 8570 Meter vor.