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Zul-aer Anzeiger

§Ä® $ Tageblatt für Rhön und Vogelsberg r i mtionsdruck: Frièdrâ) Ehrenklau! Lauter- Iulöa- und tzaunetal>Zulöaer Kreisblatt

Hauptschriftleiter Friedri ch' Ehren - V

n n F plulda Königstr. 42, Fernsprecher 2989. Uantw für den Inhalt: Bernd H e i m . Fulda.

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Nr. 213 12. Jahrgang

Fulda, Donnerstag, 12. September 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

Wir besitzen die Gewalt und behalten sie!

Hitlers Rechenschaftsbericht über die geleistete Arbeit.Die Aufgaben des neuen Jahres. Scharfe Antwort an den Moskauer Kominternkongreh.

Ein herrlicher strahlender Tag in Nürnberg. Die Menschen wogen in den Straßen. Das Braun der Be- Mmnq mischt sich mit dem Feldgrau der Wehrmacht, i B« dèr Luitpoldballc, die bis zur Fertigstellung der Kongreßhalle der 60 000 als Kongreßhalle dienen muß, dwmcn sich die Zuschauer. Tausende und aber Tausende wollen Zeugen der offiziellen Eröffnung des Parteitages sein, aber nur 18 000 finden in der Halle Platz. Nach und nach treffen die Ehrengäste ein. Durch ein endloses Stoßer geht ihr Weg. über der Halle ziehen Flieger- ucschwadèr ihre Kreise. Den Wagen des Führers geleiten in der Luft deutsche Militärflugzeuge. So trifft der Führer aus diesem Parteitag, der Bewegung und Wehr­macht miteinander vereint, vor dem Portal der Kongreß- Halle ein. Auf der Ehrentribüne erwarten den Führer die Gauleiter und Reichsleiter und seine beiden militä- rischen Adjutanten. Vor der Tribüne haben der Ober­befehlshaber der Wehrmacht, Generaloberst von Blom­berg, und der Befehlshaber des Reichsheeres, General der Artillerie von Fritsch, mit hohen Offizieren der Armee, der Marine und der Luftmacht Platz genommen. Neben ihnen sitzen die Mitglieder des Reichskabinetts und die deutschen Botschafter und Gesandten, die Beamten der Reichsministerien und der Länderministerien, gegen­über die diplomatischen Vertreter des Auslandes.

Nach der Eröffnungsrede des Stellvertreters des Führers, RudolfHeß, und einer kurzen Begrüßungs­ansprache des Frankcnführers Julius Streicher, verliest Gauleiter Wagner- München die Pre-Zr-rmation des Führers, die ein R e ch e n s ch a f t s b e r i ci t über bisher geleistete Arbeit, die Zielsetzung für die Zukunft und eine eindeutige, scharfe Antwort auf die Blut- unb Hetzreden auf dem Kongreß d c r K o m i n t e r n ist und in der Welt ihren Widerhall finden wird.

Jubel braust durch die Halle. Adolf Hitler begleiten auf dem Wege zur Ehrentribüne sein Stellvertreter Rudolf Heß, General Hermann Göring, Dr. G o e b- bels, Darrs, Stabschef der SA., Lutze, SS.- Reichsführer Himmler, Dr. Ley, General v o n E p p, der Reichsschatzmeister Schwarz, Reichsarbeitsführer (ölerl, die Obergruppenführer und Gruppenführer der ^> und SS., der Reichspressechef Dr. Dietrich.

. Der Badenweiler Marsch, der dem Führer beim Ein- ^t in die Kongreßhalle begrüßt, bricht ab. Ein neuer wfd) klingt aus. An der Spitze von Hunderten von Standarten marschiert der Träger der Blutsahne W 9- November 1923, ein Mann von der Leibstandarte Hitler, deren Feldzeichen der Blutfahne folgt, è marschigen mehrere hundert Standarten ein. Das ~W|ter spielt die erste Wiedergabe der Festmusik eines wuutbifdien Komponisten, Albert Jung, die dem Partei- -ag der NSDAP. gewidmet ist.

^ie Eröffnungsrede von Rudolf Heß:

Deutschland ist frei!

des

tönten Fanfaren. Der Stellvertreter des ern» ^ Rudolf Heß betrat die Rednertribüne und V den Parteitag der Freiheit. Er gedachte der Bewegung. Dumpfer Trommelwirbel. Der jn. der SA., Lutze, hinter ihm der Träger der c trat vor und verlas die Namen der für die Kaum^"rd Gefallenen. Er verkündete, daß 43 000 im nie für die Bewegung verwundet worden sind, le Kongreßteilnehmer erhoben sich dann zu Ehren

der Toten.

Gedenken folgte.

dw uf begrüßte Reichsminister Heß insbesondere ftreX r der fremden Mächte und mit besonderer Mole mVertreter der Wehrmacht, die zum ersten seien -bettreter des deutschen Volksheeres erschienen V" Btae er u. «. Min «US:

Parteitage der NSDAP. Meilensteine dem Wincl^ lind, so stehen wir dieses Jahr an Rolkes f eines Abschnittes des Lebens unseres deutsche Kl'i^L unerhörter Größe, daß niemals mehr zu gedenken ^Eiie geschrieben werden kann, ohne seiner ^artcitnn H , nn zwischen deni vergangenen und diesem Sie, mein 001 16- März 1935, liegt der Tag, an dem Anfuhr rer' mit der Proklamation der Wieder- pflich der allgemeinen Wehr- kündeten ^»ederbeginn der deutschen Freiheit ver-

^leichb^",'^â>kund hat seine Ehre zurückerobert.

Wieder neb?»^ un~ gleichgeachtet steht das deutsche Volk freiem 9BinPM öcn "brigen freien Völkern der Welt. Aus ^fen fchiu». '/"'?- voller Wahrung der eigenen Jnter- Ztaciten. P,./ .wieder souveräne Verträge mit fremden A^mach, ^^nem Antrieb führt es mit der größten ^üu einer n<w e Verhandlungen, die ihm wieder den ^ngsvollen Verleidiaunaswaffe zur See

ermöglichen, sie zugleich aus eigenem Antrieb in weiser Zurückhaltung beschränkend.

Vom Handelsobjekt und der Ausbeutungskolonie großer Nationen wurde Deutschland wieder zum ge­achteten Machtsaktor, dessen Freundschaft sich Groß­mächte zu versichern suchen.

Die wiedererrungene Freiheit dokumen­tieren die auf dem Parteitag ihr Können zeigenden Formationen des Heeres, der Marine und der Luft­waffe. Wie die Partei die Wählerin der Freiheit nach innen ist, so ist die Wehrmacht die Wählerin der Frei­heit nach außen. Partei und Wehrmacht tragen den Staat. Sowenig es Aufgabe der Armee ist, fremde Ge­biete mit Waffengewalt zu erobern, sowenig ist es Auf­gabe der Partei, fremde Länder geistig zu erobern. Es gibt keine Internationale des National­sozialismus

Während die Welt das nationalsozialistische Deutsch­land ungerechtfertigt expansiver Absichten verdächtigt, schürt das bolschewistische Rußland in konsequenter Verfolgung seiner Haltung seit Bestehen die kommu­nistische Revolution in anderen Ländern mit dem

Ziel der Weltrevolution

Der Kominternkongreß war in seiner Sprache unmiß­verständlich. Deutschland zog die Konsequenzen. Deutschland ist gewappnet und setzt die Verstärkung seiner geistigen und materiellen Waffen zur Abwehr der auf dem Kominternkongreß angefünbigten neuen Angriffs­welle des Bolschewismus fort. Deutschland ist ent­schlossen, sich den Sieg, den es durch die NSDAP, unter Führung Adolf Hitlers über die Armee der Weltrevolu- tion in Deutschland errang, nie wieder entreißen zu lassen.

Deshalb ist Deutschland auch entschlossen, die Angehörigen der Raffe, welche in unserem Lande offener oder geheimer Träger und Verbreiter des Bolschewismus war. nicht wieder zu

Einfluß kommen zu lassen.

Mit dem Niedcrbrechcn des jüdischen Einflusses nach der Machtergreifung des Nationalsozialismus brach

Proklamation des Führers.

' In ihr wird u. a. erklärt: . .

Zum siebenten Male feiert die national,ozmllstljche Bewegung ihren Reichsparreitag. Im sechzehnten >zahr der Gründung der Bewegung, im zwölften nach der Abhaltung ihres ersten Parteitages und ihrer ersten revo­lutionären Erhebung. Im elften Jahr nach ihrer Wreder- begründung und im dritten nach ihrem Sieg.

Wenn wir 1933 unseren Parteitag mit Recht als den des Sieges bezeichneten und vor zwei Jahren die Festigung der nationalsozialistischen Macht als wesent­liches Merkmal der damaligen Zeit empfanden, dann dürfen wir die Kundgebung dieser Tage wirklich mit stolzester Befriedigung als den Reichsparteitag der Free- heit bezeichnen. Die Geschichte wird dereinst feststellen, daß in den knappen drei Jahren feit unserer Machtüber­nahme in Deutschland ein Wandel stattfand, der von unseren Gegnern wahrhaftig nicht vorausgeahnt, von einzelnen gleichgültigen bürgerlichen Elementen auch heute noch nicht versanden, von uns Nationalsozialisten aber stets mit fanatischer Inbrunst geglaubt wurde.

Dem schwersten Ja« Deutschlands entspricht die größte Mederauserstehung!

Wir Nationalsozialisten können an diesem dritten Parteitag seit unserer Machtübernahme mit Stolz aus alle die Leistungen binweisen, die im gesamten und in den tausendfach gegliederten einzelnen Gebieten rein materiell gesehen - vollbracht worden sind. Die rund fünf Millionen Menschen, die wir seit unserer Machtüber­nahme in den nationalen Arbeitsprozeß eingliederten, bedeuten, daß wir an jedem Arbeitstag durchschnittlich 30 bis 40 Millionen Arbeitsstunden dem deutschen Volke mehr gegeben unb damit für es gerettet haben. Ganz gleich für welche Leistungen diese Arbeitskraft im ein­zelnen verbraucht wird, im Gesamten schenkten wir der Ration damit in einem Jahre die Ergebnisse von rund neun Milliarden Arbeitsstunden. Und wenn auch ein löjähriger Verfall erfahrungsgemäß nicht in drei Jahren überwunden werden kann, so wird aber doch eine Fort­führung dieser auf so vielen Gebieten zusätzlichen Leistung im Laufe der Zeit zwangsläufig nicht nur das Lebensniveau und den Kulturstandard des ganzen deutschen Volkes, sondern damit auch des einzelnen deutschen Menschen sicht- und fühlbar verbessern.

Meine Parteigenossen! Sie alle werden meine Ge­

auch der Sozialismus in Deutschland zusammen. Nach dem Ausschalten des Einflusses des Juden aus Kunst, Musik, Literatur und sonstigen Ausdruckssormen der Kultur verschwanden die Produkte bolschewistischen Geistes in ihnen, brachen bolschewistische Richtungen innerhalb der Intelligenz zusammen. Das deutsche Volk ist durch das Wirken der NSDAP immun geworden gegen die Einwirkungen des Judentums unb damit geistig immun geworden gegen die bolschewistische Ge­fahr. In seinem neuen Volksheer schuf es sich den Schutz gegen die Brachialgewalt des Weltbolschewismus

Mein Führer! Sie haben durch den Sieg über den Bolschewismus in Deutschland uns die innere Frei­heit erkämpft.

Sie haben mit dem 16. März 1935 Deutschland die Frei­heit nach außen errungen. Sie haben uns den Frieden und die Freude am Leben wiedergegeben Ilm der Frei­heit ihres Volkes willen starben i m Weltkrieg zwei Millionen deutscher 5 o 1 oaten. Mit dem Verlust der Freiheit schien ihr Opfer vergeblich und sinnlos gewesen zu sein. Heute hat ihr Tod einen Sinn erhalten. Deutschland ist frei. Die Schmach der Jahre nach 1918 ist getilgt. Deutschland ist frei, weil unter diesen Idealen hunderttausende Deutscher im Braun­hemd unter Ihrer Führung in immer erbittertem Kampfe mit Einsatz des Lebens die Vorausfetzungen zur Erringung der Freiheit schufen. Deutschland ist frei, weil S i e der Führer sind. Adols Hitler, Sieg Heil!-

Das Sieg Heil auf den Führer, mit dem Rudolf Heß schloß, loste einen unbeschreiblichen Jubel aus, der sich wiederholte, als der Führer seinem Stellvertreter dankend die Hand drückte.

Dann hieß der Frankenführer Julius Strei­cher, der Führer des gastgebenden Gaues, die Teil­nehmer des Kongresses und des Parteitages aus allen deutschen Gauen und aus dem Auslande willkommen. Auch ihm dankte der Führer mit einem Händedruck.

Rudolf Heß gab dann das Wort dem Leiter des Traditionsgaues München, Adolf W a g ne r. zur Ver­lesung der (zum Teil in unserer gestrigen Ausgabe schon gebrachten)

danken verstehen, wenn ich Sie bitte, in dieser feierlichen Stunde den Blick von dieser Halle über das deutsche Volk hinweg in die große Welt zu lenken. Unruhe und Un­sicherheit sind die wesentlichsten Eindrücke einer solchen Betrachtung. Das Recht ist schwach, und der Schein regiert die Welt. Wehe dem aber, der selbst schwach ist! Unser Volk hat fünfzehn Jahre lang diese Empfindungen durchgekostet, auf Gnade und Verderb, jedem ans- geliefert zu sein, der guten oder schlechten Willens ist. Wir haben die praktische Seite der Sympathien zu er­proben Gelegenheit gehabt, die jenem zuteil werden, der, einmal gefallen, aus Recht ober gar Verständnis hoffen will. Wo sind die vierzehn Punkte Wilsons, unb wo ist die heutige Welt?

Wir Deutsche aber können nunmehr mit tiefinnerer Ruhe dieser Betrachtung nachgeyen, denn

das Reich ist kein wehrloser SpielbaU mehr, kein Objekt mehr fremden Übermutes, sondern gesichert Und nicht gesichert durch Verträge, Pakte, Jnteressen- abfommen und Vereinbarungen, sondern gesichert durch den entschlossenen Willen der Führung und die tatsächliche Kraft der Nation. Im übrigen aber können wir diese ruhige Sicherheit um so mehr empfinden, als das deutsche Volk und seine Regierung keine andere Absicht haben, als in Frieden und Freundschaft mit den Nachbarn zu leben. Je mehr aber der jüdisch-internationale Kom­munismus glaubt, in einem allgemeinen europäischen Chaos die Fahne des Aufruhrs und auf Kosten der Freiheit und des Lebensstandards dieser Völker den bol­schewistischen Zwangsstaal aufrichten zu können, um so mehr werden wir Nationalsozialisten die wir die Ehre besitzen, die fanatischsten Widersacher dieser Völkcr- vergewaltigung zu sein erst recht die Bedeutung der Wiederherstellung unserer nationalen Wehrkraft ermessen und würdigen können.

Den Kampf haben wir noch nie gescheut, früher nicht und heute uicht. Wenn sic ihn wollen, dann können sie ihn haben. Wir werden sie niederschmettern, daß ihnen für die nächsten 15 Jahre Gedanken an eine Fortsetzung dieses Kampfes vergehen werden.

A d o l f H i t l e r.

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