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Zul-aer Anzeiger

-LSS.SL - Tageblatt für Rhön uni Vogelsberg

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kl°^.?âdm^ :^B e^Siim 2iSt>a. Schristleitung UN- Geschäftsstelle: Königstraße 42 Zernfprecher Nr. 2484

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217 - 12. Jahrgang

Fulda, Dienstag, 17. September 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

Aänzender Abschluh in Nürnberg:

Der Tag der deutschen Soldaten.

Eine gewaltige Leistungsschau der Wehrmacht. Parade der Truppen vor dem Führer.

Ausklang.

Der Parteitag der Freiheit in Nürnberg ist I Ende. Ein Ereignis von historischer Bedeutung ? L hinter uns. Der Parteitag hat ein beredtes Zeugnis abaeleP für ein geeintes, starkes und stolzes Deutschland. Der politische Wille der deutschen Naüvn hat einen machtvollen Ausdruck in Nürnberg gefunden.

Der Führer hat Heerschau gehalten und hat von neuem der Nation den Treueschwur abgenommen. Alle, die i,«Nürnberg vor ihm gestanden haben, ob alt, ob jung, ab Frau, ob Mädchen, ob Soldat oder SA-Mann, alle haben ihm ein Bild deutscher Disziplin und Käme- fradschaft gegeben, wie es gewaltiger auf der Welt ' nicht gegeben würde. Alle, die in Nürnberg waren, haben die heilige Verpflichtung heimgebracht, weiter treu zu dienen zum Besten des deutschen Vaterlandes. Ku» die, die das historische Nürnberger Geschehen daheim lnitcrlebt haben, fühlen sich gebunden an das Wort, das die in Nürnberg dem Führer gaben.

L Sin Parteitag der Ehr', der Wehr und der Freiheit : war's. Ein stolzes Bewußtsein für alle Deutschen, daß mit wieder frei sind von den Ketten, die Versailles schmiedet?, daß der Ehrenschild wieder rein ist, daß wir toll nach innen und außen uns wieder den gebührenden ^io^ unter den Völkern errungen haben. Die F r e i - l.eit, die Ehre und die Wehr gab Adolf Hitler uns wieder. Fhm denken wir's und werden es ihm lohnen!

Die Wehrmacht zeigt ihr Können.

Der^ letzte Tag in Nürnberg gehörte unserer jungen, stolzen W c h r in acht. Sie gab ein Bild von der wlcdererrungenen Wehrfreiheit, wie sie eindrucksvoller Ulcht zp denken war. Die deutsche Wehrmacht hat ihrem IMteii Führer Adolf Hitler eine große Huldigung auf ttr tseppolinwiese durch militärische Übungen dargebracht. -le Kundgebung war nicht eine Demonstration des An- Mffè.llens des deutsche Volkes. Sie stand im Zeichen "v ^riedensbekenntnisses, das der Führer und Reichs- "»ster am Sonntag vor dem Deutschen Reichstag von wem abgelegt hat. Die Wehrmacht hat mit dieser Kund- L?1^ ^n gewaltigen Fortschritt der militärischen Er- : Ä ^r in der kurzen Zeit vom 16. März 1935, dem - ^^ "^ Verkündung der Wehrfreiheit, bis heute erreicht I bewiesen.

k d^ontagvormittag fand die Generalprobe für die Vorführungen statt, die die Wehrmacht vor dem a,n. Nachmittag zeigte. Das Zeppelinfeld säumten übe ?^^eu, obgleich es noch stark regnete, " ooo Menschen ein.

hie Vorführungen bestanden in Einzelübungen,

eii Beweis erbrachten, was eine Truppe in den

wenigen Monaten seit Verkündung des Wehrgesetzes am 16. März zu leisten imstande ist, wenn Disziplin und Wille sie zusammenhalten. Was da auf der Zeppelinwieke auf­marschierte im feldgrauen Rock, waren Männer, Sie sich bewußt sind der hohen Aufgaben, die ihnen gestellt sind und die eine sichere Wehr Deutschlands nach außen bilden

Mittags wiederholte sich das großartige Schauspiel in offizieller Form. Die Wehrmacht huldigte ihrem Obersten Befehlshaber Adolf Hitler in einer großen Übung auf der Zeppelinwiese. Teile des Heeres, der Luftwaffe und der Kriegsmarine wirkten hier zusammen und zeigten ihr Können in Angriff und Abwehr. Ein großer Tag war es noch einmal für Nürnberg, ein Bild eines eür- und wehrhaften freien Deutschland.

Dank des Führers an die Partei.

Erneuerung des Befehls: Jede Einzelaktion

Bei einem Zusammensein der leitenden Persönlich­keiten der Partei, die der Führer in denDeutschen Hof" geladen hatte, sprach er ihnen seinen Dank aus für die geleistete Arbeit und nahm die Gelegenheit wahr, die B c - dcutungderncucrlasscncn Gesetze zu unter­streichen und darauf hinzuweisen, daß diese national­sozialistische Gesetzgebung die einzige Möglichkeit eröffne, mit den in Deutschland lebenden Juden in ein erträgliches Verhältnis zu kommen. Der Führer betonte insbesondere, daß den Juden in Deutschland nach diesen Gesetzen Möglichkeiten ihres völkischen Eigenlebens aus allen Ge­bieten eröffnet würden, wie sie bisher in keinem anderen Lande zu verzeichnen wären. Im Hinblick daraus er­neuerte der AÜürer den Befebl für die Partei, jede

Die große Ehrentribüne der Zeppelinwiese vereinigte noch einmal alle Reichsleiter und Gauleiter, alle Mit­glieder der Reichsregierung, die Ehrengäste, Diplomaten, fremden Militärattaches. Auf den Tribünen neben den Ehrenplätzen saßen Hunderte von hohen Offizieren der Wehrmacht. Zu Ehren des Fübrers marschierten Abord­nungen der SA., SS., des NSKK., des Arbeitsdienstes, der Politischen Leiter und der Hitler-Jugend mit ihren Stan­darten und Fahnen auf. Zum zweiten Male füllten Zehn­tausende die weiten Tribünen, die um den Platz herum­liegen. . , .

Die Truppen, die am Vormittag nach einem Anmarsch und einer Vorbereitung von 4 bis 5 Stunden 314 Stun­

den Übung und Parade hinter sich bringen mußten, machten in den Mittagsstunden

ein provisorisches Biwak.

Überall lagen auf den weiten Wiesen des Parteitaggelän­des die Soldaten mit behelfsmäßigem Eßgeschirr aus ge­wachstem Papier und verzehrten ihre Mittagsrationen. Auf den Sammelplätzen der einzelnen Formationen standen schon die Gulaschkanonen mit Erbsen­suppe für den Abend, überall wurde noch eifrig am Lederzeug geputzt: die Fahrzeuge wurden noch einmal blank gemacht.

Kurz vor dem Erscheinen des Führers war das Ge­dränge von den Tausenden, die auf den Tribünen nicht

gegen Juden ist wie bisher zu unterlassen.

Einzelaktion gegen Juden wie bisher zu unterlassen.

Flaggenwechsel auf allen deutschen Handelsschiffen.

Der Führer der deutschen Seeschiffahrt, Eßberger, veröffentlichte am 16. September folgende Anordnung:

Nachdem durch das Reichsflaggengesetz vom 15. Sep­tember 1935 die Hakenkreuzflagge zugleich Handelsflagge geworden ist, führen alle deutschen Handelsschiffe d i e Hakenkreuzflagge am Heck oder Gaffel. Der Flaggenwechsel ist am heutigen Tage durchzuführen."

mehr Unterkommen sonnten, außerordentlich groß. ic strengen Absperrungen durch die Leibstandarte waren ge­rade durchgeführt, als der F ü h r c r erschien und aus der obersten Plattform der Ehrentribüne neben dem Reichs- kriegsminister Blomberg, dem Befehlshaber der Kriegsmarine, Raeder, dem Oberbehlshaber des Heeres, Fritsch, und Ministerpräsident General G ö r i n g Platz nahm.

Gleich die ersten Darbietungen des umfangreichen Programms lösten großen Beifall aus.. In unwahrschein­lichem Tempo rast eine motorisierte Aufkla -

t Fortsetzung auf Seite 2.)

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kN° Vorbeimarsch der braunen Kolonnen vor auf dem Adolf-Hitler-Platz nach der gewaltigen Kundgebung Präsident Hermann Göring (links) marschierte. Rechts: @3., â Zwei Silber Ußn dem Borbe'der Luitpold-Arena. L r n * s der Anmarsch der SA.- der Führer beim Grutz an die Formationen. (Scherl

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