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Fulda, Freitag, 27. September 1935
Anzeigenpreis: 1 mm Höhe in der 46 mm breiten Anzeigenspalte oder deren Raum 4 Pf., im Textteil (90 mm breit) 12 Pf. Bei Wiederholung wird Nachlatz nach Preisliste gewährt, bei Konkurs erlischt jeder Anspruch auf Nachlaß. — „D.A." VH. 35. 910. - Zur Zeit ist Preis- liste Nummer 3 gültig. — Verantwortlich für den Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.
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Ungarns MinisterMsideilt in Meloni).
Zagdgast Hermann Görings. — Besuch beim Führer.
Ministerpräsident Gömbös.
(Weltbild - M.)
Der ungarische Ministerpräsident Gömböt ist am Donnerstag b Begleitung des Pressechefs im Außenministerium, Dr. v o n Mengele, des Leiters bei Politischen Abteilung des Außenministeriums, Baron Bessenk) e i, und seines persönlichen Adjutanter Szakvary im Flugzeug nach Deutschlant gekommen, um, bei Einladung des Ministerpräsidenten General Hermann Göring folgend, an einer Jagt teilzunehmen. Die Reis« des ungarischen Ministerpräsidenten erfolgt« in dem Flugzeug „Manfred vor Richt Hofen", bas
der Ministerpräsident Göring dem ungarischen Ministerpräsidenten zur Verfügung gestellt hatte.
Ministerpräsident Gömbös hat bereits im Sommer IM, bald nach der Machtergreifung Adolf $itler£, dem neuen Deutschland einen nichtamtlichen Besuch abgestattci und war auch damals vom Führer und Reichskanzler empfangen worden. Er war der erste Regierungschef einer
Erotze Propagandaschlacht angekündigt
Rednerstohtrupps von Dr. Goebbels ernannt. — Ständiges Ringen um die Seele des Volksgenossen.
Berlin, 27. September. Im Rahmen eines seit Dienstag Mtfindenden Schulungskursus für die Reichsredner der Mièi empfing der Reichspropagandaleiter Dr. Goebbels M Donnerstagabend die Teilnehmer im Propaganda- ™iiii)terium und wies ihnen in längerer Ansprache ihre Aufgaben.
Dr. Goebbels behandelte dabei die Grundbegriffe der Maganda. Früher hätten die Propagandisten alles, was Ovaren, aus sich selbst heraus gegen Rundfunk und M erkämpfen müssen. Sie hätten also mehr Intelligenz? «gn und Hingebung aufbringen müssen, um nicht zu «hegen. Unter den alten Kämpfern, aus denen sich die
Zusammensetzten, sei keiner, der nicht einmal Flugblätter verteilt habe und nachts mit ^^llettopf durch die Straßen geschlichen sei. Die S.SWoiften dürften aber heute, wo man bequemere o ^, nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Richt an9 dürften die Volksgenossen bei der Bewegung Ludern durch ein ständiges Ringen um
Esse die Bewegung Korpsgeist bewahren und au™» '^ geschlossene Front gegen alle Angriffe von Nicht in der Abwehr, sondern im Angriff gea-n Agen, nicht in der Abwehr, sondern im Angriff vu ~,c Gegner. Die Leistungen des nationalsozialisti- seien so gewaltig, daß man sie wohl dem seinen Dingen entgegenhalten könne. sammln?^!» au$: ^eht glauben, es müsse bei jeder Ver- ivèrdc .Egebnng oder Feier etwas Neues geboten Das man der Bewegung ihre Tradition. Die toV'^1-^ müsse immer gleich bleiben.
be? Bnis.Z müsse immer Mit den täglichen Sorgen ben Fgi^ "^^ioachsen bleiben, aber immer wieder diesel- tct daraus ziehen, die den Prinzipien unse- Die entsprechen.
habe nicht die Macht, sondern die etc solle Bewegung zum Ausdruck zu bringen, lèn erobern nicht niederknüppeln, sondern die Her- ^opacian^m - Volk verbunden zu bleiben, müsse der Antreten E ^mmer wieder als Redner vor das Volk Eschen Bundfunk könne diese innige Verbindung kein Grsak und Volk nicht Herstellen und sei daher Die s ^l'ammlungsreden.
das gay. °" Propaganda müßten stark nuanciert fein; Alten aui^s?5 Pathos müsse für ganz große Gelegen- unmer an y werden. Der einzelne könne sich nicht dorn Alaun > W^ Volk wenden. Das Volk werde nicht Partei und ^um Volk erobert, sondern vom Mann zur Mer Ctiin-n» d" Partei zum Volk. Wenn die Partei Beducr ^i auch das Volk guter Stimmung, material sjüül.r" Ü4 nicht nur auf das übermittelte Das ^'-ändern müßten aus dem Herzen heraus ». «er das kâr?âbe ^n sehr feines Gefühl dafür, ob der « "de uM 'Esk glaube, was er sage. Der Glaube aber setzen. $ pent Verstände heraus, sondern aus dem udese Kräfte des Herzens müßten sich die
fremden Macht, der das neue Deutschland aufsuchte Gömbös wird seinen diesmaligen Aufenthalt wieder dazu benutzen, um dem Führer und Reichskanzler seine Aufwartung zu machen.
Gümbös’ Deutschlandreise
Insterburg, 27. September. Der ungarische Ministerpräsident Gömbös traf am Donnerstag mit dem Flugzeug aus Budapest in Insterburg ein. 2m alten preußischen fis- kalischen Jagdrevier in der Rominter Heide empfing Ministerpräsident General Göring den hohen Gast. Der ungarische Ministerpräsident wird sich bis Sonnabend im Jagdrevier aufhalten und sich dann nach Berlin begeben. Die Begleitung des ungarischen Ministerpräsidenten flog nach Berlin weiter.
Die Deutschland-Reise des Ministerpräsidenten Gömbös ist für die ungarische Oeffentlichteit völlig unerwartet gekommen und hat überall größtes Aufsehen und Ueber« raschung hervorgerufen. In diplomatischen Kreisen Budapests findet die Reise des Ministerpräsidenten Gömbös besonders starke Aufmerksamkeit. Man weist darauf hin, daß die Deutschland-Reise des ungarischen Ministerpräsidenten gerade in dem gegenwärtigen Zeitpunkt wachsender internationaler Spannungen besondere Beachtung verdiene. Es zeige sich jetzt immer deutlicher, daß die neutrale und ruhige Haltung Deutschlands in den internationalen Verwicklungen zu einer bedcu samen Stärkung der internationalen Steilung und des Ansehens Deutschlands geführt habe. Die Abendpresse h : in Schlagzeilen die Reise des Ministerpräsidenten Hervo. md unterstreicht besonders die Tatsache der bevorstehende: Zusammenkunft mit Adolf Hitler,
Redner immer wieder besinnen. Sie dürften nicht zu Rou- tiniers der Propaganda werden, sondern müßten die Propaganda täglich aufs neue lernen. Daraus sei die vorbildliche Größe der nationalsozialisttschen Propagandakunst erwachsen. Diese Kunst müßte die Bewegung auf die kommende Generation vererben. Deshalb müßten die alten Propagandisten immer wieder ihr Vorbild zeigen. Sie müßten gewissermaßen einen Generalstab der Propaganda bilden, dessen Arbeit noch in zweihundert Jahren als vorbildlich gerühmt werde. In diesem Sinne müsse bte kommende große Propagandaschlacht eine echt nationalsozialistische, das heißt volksverbundene werden.
Dr. Goebbels ernannte aus der Zahl der etwa 160 Neichâredner einen Rednerstoßtrupp der Rerchspropa- zandaleitung, dem ganz besondere Aufgaben zugeteut werden und dem folgende Parteigenossen angehoren: Johann Behlen-Oidenburg, Dr. Fritz Cuhorst-Stuttgart, Her-, mann Ezirniök-Stettin, Paul Franke-Hayna/Schles., Walser FiWnke-Bremen, Achim Fuchs-Bad Berka, Bruno Günter-Plauen (Vogltl.), Werner haschLnburger-Bremen Dr Lugen Klett-Stuttgart, Willi Koch-Astona, Dr. Hans Kölzow-Berlin, Kurt Koltermann-Landsberg a. b. Warthe, Rudolf Krause-Magdeburg, Fritz Losche-^erpzrg, Walter Pötsch--Breslau, August Schrrmer-Wenmgser (Mark), Graf Kurt von Schwerin-Weimar.
Ler Führer beMtie# neue Reichsautobaltn
Frankfurt a. M., 27 September. Der Führer besichtigte am Donnerstag in Segleitung des Generalinspek- tors für das deutsche St- >e«wesen Dr. Todt die soeben ferHageftellte Reichsauèo. thnstrecke Heidelberg— Mannheim—Frankfurt. Obwohl der Führer unerwartet eintraf, wurde ihm überall von der Bevölkerung ein jubelnder Empfang bereitet.
In den größeren Städten, die er auf seiner Durchfahrt berührte, verbreitete sich die Kunde von seiner Anwesenheit mit Windeseile. Häufig mußte seine Wagenkolonne ein dichtes Spalier von Taus «den von Volksgenossen passieren die niemand gerufen hatte, die nur auf ein Wort zu- sam'mcngeströmt waren: „Der Führer ist da!"
^Ltnierseebosisfiviiüèe Weddigen."
Am 27. September 1935 wird in Kiel die erste Frortt- uutcrseebootsslottille gebildet. Der Führer und Reichs- kanzler hat dieser Flottille den Namen „Unterseebootsflottille Weddigen" verliehen und damit dem unvergeßlichen Seehelden Otto Weddigen ein bleibendes Denkmal gesetzt. Die „Unterseebootsflottille Weddigen" besteht aus den U-Booten U 7, U 8, U U 16, U 11, U 12 und dem Flottillenlender T 23. Sie unter« steht dem Flottenkommando.
3m Zeichen der Nähr- und Wehrftetheit.
Büekeberg, 25. September.
Wir stehen am Fuße des Bückeberges. Meilenweit schweift unser Blick hinein in das uralte Niedersachsenland, das sich zu unseren Füßen ausbreitet. In der Ferne grüßen Hameln und die grünen Wälder des Süntel, der einmal das Horst-Wesiel-Denkmal tragen soll. Dicht vor uns erhebt sich die kleine Tribüne, von der aus der Führer und der Reichsbauernführer zu den Hunderttausenden sprechen werden, die zur Ehre des deutschen Bauern aus allen Gauen Deutschlands kommen, um ihm Dank zu sagen.
Es sind nur noch einige Tage, die uns vom 6. Oktober, dem Erntedanktag des deutschen Volkes, trennen. Fm
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Vom Bauernstand, von unten aus soll sich das neue Leben in Adelsschloß und Bürgerhaus, ein frischer Quell erheben.
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Gasthof zur Linde im Dorf Kirchohsen, unmittelbar am Fuß des Bückeberges, hat die Organisations- l e i t u n g schon seit Wochen ihr Hauptquartier aufgeschlagen. Hier herrscht ständiges Kommen und Gehen, der Rhythmus emsiger Arbeit regiert hier.
Wir denken an die Zeit vor zwei Jahren zurück, als wir zum erstenmal jenen Berg erstiegen, den damals nur wenige Deutsche kannten, dessen Namen aber seit 1933 in jedem Jahre einmal die Augen ganz Deutschlands auf sich zieht. Was ist denn der Sinn dieses Staatsaktes, der alljährlich einmal in Gegenwart des Führers stattfindet? Der Bauer und sein Helser, der deutsche Landarbeiter, werden vor allem Volk geehrt, bilden sie doch jene Schicht von Menschen, die die Ernte erarbeiten und sichern. Mit ihnen und in ihnen, die die Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes schaffen, bringt Deutschland dem Schöpfer aller Dinge seinen Dank zum Ausdruck.
Vor zwei Jahren war hier alles Provisorium. Seitdem hat sich gar viel geändert. Wie es dem Führer in zielbewußter Aufbauarbeit gelungen ist, den von den Systemregierungen künstlich geschaffenen Gegensatz zwischen Bauer und Bürger, zwischen Land und Stadt aus der Welt für immer zu beseitigen und um sie das einigende feste Band der Volksgemeinschaft zu schlingen, so ist dieserBergvon Jahr zu Jahr mehr A u s d ru ck d c r Ehrung deutschen Bailerntums geworden. Mehr und mehr nimmt er in seiner Ausgestaltung zum Fe st platz des deutschen Bauern endgültige Gestalt an.
Hunderttausende werden hier am 6. Oktober dem Führer zujubeln und ihm Dank für die Errettung des Bauerntums sagen. Von weit mehr als 600 Fahnenmasten wird die Fahne des neuen Deutschland, das Hakenkreuzbanner, wehen und dem Land verkünden, daß Deutschland wieder frei ist. Denn auch das Fest am Bückeberg wird im Zeichen der neu errungenen Wehrfrei- Heit stehen. So wird der Bauer wissen, daß Deutschland wieder frei ist, daß seine Arbeit Dienst am Vaterland und am Führer ist. daß es auch fürderhin gilt, Deutschland die Nahrungsfreiheit zu sichern, auf daß der Führer in seinen Entschlüssen frei ist.
Manches hat am Bückeberg seine Vervollkommnung gefunden, manches ist seit dem vergangenen Jahr vollkommen neu geschaffen worden. Da ist ein neuer Ausladebahnhof Tündern, anschließend an den alten Bahnhof, gebaut worden. Hier wird ein großer Teil der bisher gemeldeten 172 Sonderzüge ausgeladen werden. Von hier aus führt eine neue A n m a r s ch st r a ß e direkt zum Berg. Neu ist auch der F ü h r e r w e g , ebenso der Mittelweg, der einen halben Meter höher gelegt worden ist, damtt jeder Teilnehmer den Führer sehen kann, wenn er nach seiner Ankunft sich aus die Höhe des Berges begibt.
Aber der Landarbeiter und Bauer, die in Lebens- und Schicksalsgemeinschaft untrennbar aufeinander angewiesen sind und zusammenstehen, kommen nicht nur zum Bücke- berg, um dem Führer für sein Werk Dank zu sagen, sondern auch um seinen und damit des ganzen deutschen Volkes Dank zu empfangen. Die Erzeuguugs- schlacht 1935 ist siegreich geschlagen. Milliarden sind an Lebensmitteleinfuhr durch Mehrerzeugung auf deutschem Boden gespart worden. Es ist das Werk nationalsozialistt- scher Agrarpolitik und deutscher Art und deutschem Wesen entsprechender Bauernführung, das erreicht zu haben.
Wehrfreiheit und Nährfreiheil sind darum in diesem Jahr die Zeichen, unter denen der große Staatsakt am Bückeberg am 6. Oktober steht.
Arnsberg. Mit der vertretungsweisen Verwaltuntz des Regierungsbezirks Arnsberg ist Ministerialdirektoi Pg. Dr. Runte- Berlin beauftragt worden. Pg. Dr Runte ist ein alter nationalsozialistischer Kämpfer.
Bozen. In den letzten Tagen hätte in Bozen bei bekannte Treuker-Film „D e r verlorene Sohn" in italienischer Sprache zur Aufführung gelangen sollen. Di« Vorführung wurde jedoch in letzter Stunde vom Präfekten verboten.