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Zul-aer Anzeiger

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;^2 12. Jahrgang

Fulda, Freitag, 4. Oktober 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

Krieg in Ostafrika hat begonnen.

Der italienische Bormarsch aus Adua.

Starke Luststreitkräfte überflogen die Grenze. Die Söhne Mussolinis und sein Schwiegersohn an der Front.

Nach einem Bericht der abessinischen Oberbefehls- Ms in Tigrè, Ras Seyyum, haben die Angriffe der italienischen Bombengeschwader auf Adna und Adi- mit viele Tote gefordert. Zahlreiche Käufer sind zerstört worden. Auf Befehl des

Ras Seyyum, des Gouverneurs der abessinische« Pro­vinz Tigrè, soll der italienische Konsul in Adua ver­haftet worden sein.

linier den Toten von Adua befinden sich hauptsächlich Frauen und Kinder. Italienische Infanterie, die gegen die Landschaft Agame vorgerückt sei, soll zurückgeschlagen worden sein. Die Regierung in Addis Abeba erwartet, wie am Donnerstag aus der abessinischen Hauptstadt ge­meldet wurde, daß die Italiener am Freitag auf allen Fronten angreifen und einen Luftangriff auf die Haupt­stadt durchfuhren werden.

Der vertrauliche Ratgeber des Negus, Nagadras Wollacho, ist in die Tigrö-Provinz abgereist, dorthin, wo das schicksalsschwere Adua liegt und wo man heftige Kämpfe befürchtet. Kräftige abessinische Krieger in der verschiedenartigsten Kleidung drängten sich am Donners­tag auf den Hof des alten Palastes in Addis Abeba und starrten auf einen Krieger des Gallastammes, der zum Zeichen der Mobilisierung eine große braune Trommel schlug. Gleichzeitig reisten einige Züge mit M a u l - iseln und schweren Maschinengewehren munbestimmtem Bestimmungsort aus Addis Abeba ab; A Krieger, die der Kaiser in seinem Palast empfangen me, wurden mit Waffen und Munition versorgt und »erlichen ebenfalls Addis Abeba, um sich einer Abteilung »er abessinischen Armee anzuschließen.

Die politische OrganisationMahel Sefari" wurde am Donnerstag nach der Front in Marsch aesetzt. Diese

Italienische Truppen 20 km. vor Adua

Nvm, 4. Okt. (Funkmeldung.) Nach hier aus Eritrea Wiegenden Meldungen haben die italienischen Truppen Aden frühen Morgenstunden des Donnerstag den Mareb «Witten, der vor 40 Jahren die Grenze zwischen der 'Menisken Kolonie Eritrea und Abessinien bildete. Ein- âene Kavallerie erösnete den Vormarsch, gefolgt von Wette mit Tanks und Artillerie. Zahlreiche Flug- « erkundeten während des Vormarsches das Gelände, x vorderster Linie bemerkte man das Geschwader des Magandaministers, Fliegerhauptmann Graf Ciano, Begleitung sich die beiden Söhne Mussolinis in -V gesteuerten Maschinen befanden. Die Truppen am Donnerstag bis zu den Höhen von ro Lacle, also etwa 20 km vorgerückt; 20 km trennen sie noch von Adua. sollen sich in gutem Zustand befinden. Die ! folgen meist einem gut passierbaren Maultierpfad.

Spezialtrupp? des Kaisers ist eine auserlesene Abteilung mit eigenen politischen, streng kaisertreuen Grundsätzen. Eine weitere Abteilung von Anhängern dieser Kerntruppe in der Stärke von angeblich 100 000 Mann soll in Auf­stellung begriffen sein.

Die Vomdeuwürfe auf As««.

Der abessinische Außenmini st er hat dem Generalsekretär des Völkerbundes folgendes neues Tele­gramm zugeschickt:Vier italienische Militärflugzeuge bombardierten die offene Stadt Adua. Die ersten Bomben wurden auf das Spital geworfen, das das Zeichen des Roten Kreuze- trägt. Eine zweite Bombardierung durch zwei Flugzeuge hat später stattgefuuden. Bis jetzt sind 78 ab geworfene Bomben gezählt worden.

Wie die Nachrichtenagentur Central News aus Addis Abeba meldet, betrage die Zahl der Toten und Verwundeten in Adua nach amtlichen An­gaben 1700.

Im Innern der Hauptstadt Addis Abeba sind zwei Flugabwehrgeschütze aufgestellt wor­den. Vier weitere Flugabwehrg -schütze wurden an der Bahnstation und auf anderen Plätzen postiert. Das Be- treten der Bahnstation ist zur Zett verboten, da das Ein­treffen von Gebirgsartillerie erwartet wird. Aus Amerika sollen in kürzester Zeit 80 Maschinen­gewehre in Berbera eintreffen.

Sestige Kämpfe am Tigre im Gange.

Die englische Nachrichtenagentur meldet aus Addis Abeba, daß am Donnerstagnachmittag nördlich des Tiare heftige Kämpfe im Gange seien. Die

In den Berichten der hiesigen Presse wird die Geschichte des Krieges mit Abessinien von 189596 in das Gedächt­nis zurückgerufen und an die Orte gemahnt, in denen viele Italiener in blutigen Schlachten ihr Leben lasten mußten und die von italienischen Truppen neu besetzt wer­den sollen. Die Fehler, die damals gemacht worden seien, weil Italien zu dieser Zeit noch keine Durchschlagskraft auch für die ideenmäßige Durchsetzung seiner Lebeusnot- wendigkeiten besessen habe, sollen jetzt nicht wiederholt werden. So wird heute besonders gerügt, daß das dama­lige italienische Oberkommando nicht den Befehl gab, den Marsch bis Addis Abeba fortzusetzen, sondern den Rückweg ântrat. Man erklärt, daß die Toten der Schlachtorte von damals von Abba Garima, von Macalle und die Mür- tyrer von Dancaliajubelnd auferstehen und der unwider­stehlichen Vorhut des italienischen Heeres in Ostafrika vorangehen werden".

Abessinier behaupten, daß die Italiener den Nuazug angetreten hätten, der durch Flugzeuge gedeckt werde.

Sine Anweisung Mussolinis: Keine Bomben auf Zivilbevölkerung.

Ein Mitglied der italienischen Botschaft in London versicherte im Zusammenhang mit den Berichten über die Bombardierung Aduas einem englischen Pressevertreter, daß Mussolini die italienischen Truppen ausdrücklich angewiesen habe, unter keinen Um­ständen Orte mit Zivilbevölkerung zu bombardieren.

Auch m Dgaden Kampfhandlungen?

Paris, 4. Oktober.

Wie die Agentur Radio aus Addis Abeba meldet, wurde im abessinischen Kriegsministerium erklärt, daß italienische Truppen auch nach Ogaden vorgerückt seien. Eine Vorhut von 800 Abessiniern habe sich nördlich von Ual-Ual dem Vormarsch widersetzt und starke Verluste er­litten.

Der Sonderberichterstatter desJournal" telegraphiert seinem Blatt aus Asmara, daß das 14. und 15. Bomben­geschwader, die Donnerstag früh nach Adua gestartet waren, nicht Bomben hätten abwerfen sollen, sondern Aufrufe an die Zivilbevölkerung.

Die Italiener auf dem Bormarsch

London, 4. Oktober'.

Nach den letzten Reutermeldungen aus AddisAbeba sollen die Italiener über die Ebene in der Nähe des Ber­ges Mussa Ali weiter vorgehen, ohne ernsthaften Wider­stand zu finden. Der abessinische Widerstand werde erst in den niedrigen Teilen der Veltoberge erwartet.

Nom weih von nichts

Rom, 4. Oktober. ,

In politischen Kreisen wird zu den alarmierenden Nach­richten aus Genf und Abessinien, die Einzelheiten über den Beginn der Feindseligkeiten, über angebliche Bombardierungen und kriegerische Zusammenstöße bringen, erklärt, daß diese phantastischen Gerüchte in keiner Weise von italienischer Seite bestätigt werden könnten. Es handele sich um die üblichen Alarmnachrichten, die man bei solchen Gelegenheiten zu verbreiten pflege, die jedoch in Wirklichkeit jeder Grundlage entbehren.

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SieheLetzte Nachrichten".

^onia^u fahren nock, berückte Kaiser Hatte Selasste den Besuch in Rom zusammen mit dem italienischen König, in ganz Abessinien die Gesamtmobilisation durchgesllhrt.

Feiâ^ hatten. Eine gerade jetzr beim Ausbruch der Beide verfolgen au.N^kjam me italienische Gruppen- Der Krieg hat bereits begonnen. Dieses neueste Bild aus

gischen Abessinien und Italien besonders parade. (Scherl ^ilöerneiiit ) Abessinien zeigt abessinische Truppen beim Vormarsch zur

^'^ fe^S^ Bild rechts: Am Dvnnerstagmittag um 11 Uhr wurde Grenze. (Weltbild - M.)