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M-aer Anzeiger

"CiS'^ ? Tageblatt für Rhön und Vogelsberg

«V if^ Zul-a, und Haunetal Zul-aer Kreisblatt

-1^k°"?°uptschriftleiter Friedrich Ehren- Z V

St Fulda Königstr 42 gernipre^r 2989 Schristleitung UN- Geschäftsstelle: Könkgstraße 42 Fernsprecher Nr. 2484

Anzeigenpreis 1 mm Höhe in der 46 mm breiten Anzeigenspalte oder deren Raum 4 Pf., im Textteil (90 mm breit) 12 Pf. Bei Wiederholung wird Nachlaß nach Preisliste gewährt, bei Kon­kurs erlischt jeder Anspruch auf Nachlaß. D.A." IX. 35. 910. Zur Zeit ist Preis­liste Nummer 3 gültig. Verantwortlich für den Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

U. 237

12. Jahrgang

Fulda, Donnerstag, 10. Oktober 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

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MB

Das ist unser Krieg

Der Führer eröffnet das Winterhilfswerk 1935/36 Appell an die ganze Nation.

Jm Rah inen eines feierlichen Staats- wurde im Sitzungssaal der Krolloper in der richshauptstadt das neue Win ter Hilsswerk 1135/36 eröffnet. Vor den Vertretern der Reichs- Vierung und der Partei, der Behörden und Wohlsahrts- , Ionisationen, vor Männern und Frauen aus dem WionenheK der freiwilligen Helfer und vor Vertretern berjenigen, denen das große Hilfswerk gilt, leitete der Führ er den Feldzug ein, den die ganze Nation gegen die Sorgen der nächsten Monate führen wird. Die Kund­gebung wurde über alle Sender verbreitet, so daß die Wize Nation den warmherzigen Ausruf des Führers an ihre Pflicht vernehmen konnte.

Der Sitzungssaal, dessen Stirnseite ein riesiges Haken­kreuz trug, war bis auf den letzten Platz gefüllt. Mit er­hobenen Armen grüßten die Anwesenden den Führer, der in Begleitung von Reichsminister Dr. Goebbels die Balustrade der Regierungsbank betrat. Dann erklärte Staatssekretär Funk die Kundgebung für eröffnet. Er sühne in seiner einleitenden Ansprache aus, daß heute zum drittenmal die nationalsozialistische Arbeit zur Be- kümpsung der Wintersnöte nnd des freudlosen Daseins vieler Volksgenossen im Winter beginne. Die Armee der namenlosen Helfer stehe zum Einsatz bereit und warte auf die Parole des Kampfes. Wieder ergehe der Appell an das soziale Gewissen der Nation, und alle Kräfte würden wieder mitwirken, um das Winterhilfswerk 1935/36 zu einem noch größeren Erfolg als das letztjährige zu ge­stalten. Darauf ergriff Reichsminister Dr. Goebbels das Wort.

Dr. Goebbels spricht.

Dr. Goebbels erinnerte einleitend daran, daß bei n Machtübernahme am 30. Januar 1933 noch die Hälfte « deutschen Volkes gegen den Führer und den Natio- «Malismus gestanden habe. Wenn heute das ganze Elche Volk hinter dem Führer stehe und feine Sache 7/er tiefsten Leidenschaft seines Herzens zur seinen "lllM, so nicht etwa deshalb, weil er cs durch Versvrechun-

Leistungen überzeugen

$?r Minister gab dann eine Reihe von Daten über vergangenen Aktionen, indem er u. a. aus

... der Zahl der vom Winterhilfswerk Betreuten Mt nch die Erholung des deutschen Produktionslebens âus. Während im Winterhilfswerk 1933/34 noch ooo Menschen versorgt werden mußten, sank diese M l m W i n t e r 1 9 3 4 / 3 5 auf 13 800 000.

Winterhilfswerk 1933/34 erstreckte sich über sechs und erbrachte 358 000 000 RM.; im Jahre Jin? wurde nur fünf Monate gesammelt; trotz- ^ füeg das Gesamtanfkommen auf 367 000 000 RM. altungskosten wurde» weiter ge- >as Winterhilfswerk wurde mit 0,93 v. H. Ber- llmV-unkosten durchgeführt. 1 338 335 Helfer standen u ,-i^sârhilfswerk zur Verfügung, davon 308 262, die nur ehrenamtlich zur Mitarbeit bereithielten. Aber arbeiteten gegen Gehalt oder Entschädigung.

Gedanke wurde in den Mosaikerinne- verwirklicht, die als bleibende Zeug- si nn» , ^"willens in mehr als 200 Gemeinden Auf- lOdnm w ^cn und dabei noch einen Überschuß von fast I" Mark abwarsen.

h werden auch im kommenden WHW.

'rre Verbreitung in ganz Deutschland finden.

dar! östliche Bedeutung des WHW. Mark im^erschâtzt werden. Für insgesamt 246 622 485 die ou?/; Waren eingekauft und an Menschen verteilt, llmlaus <ie!Leut Einkommen diese Summen nicht in den Dich Wirtschaftslebens hätten fließen lassen können.

eraib?^""^ ber Konsumkraft aus weitere Volkskreise ^ue gesündere Absatzregeluug und dient damit

Durchbcr Arbeitsbeschaffung.

von 70 s Ä s v ou Nahruugsmittclu im Werte Aichcri " '"^uen Mark wurde der Landwirtschaft Absatz Mtcr'Jw 76-4 Millionen Mark für Brenn- ^7 Mi Nin,, *L flossen den Gruben und Forsten zu, "ägc Mark für Bekleidung ergaben Aus- ^"dc, ;lC Textil- und Schuhindustrie. Auch der Rd s^ ' vurch den für 45,2 Millionen Mark Gutscheine Würben Millionen Mark sonstige Waren geleitet ^»glichk !ÄWI nm WHW. Gleichzeitig ergab sich die einigen Notstandsgebieten lohnende Auf- èdein . iräge zu verschaffen.

Spitzen, künstliche Blumen, Holz, Por- ^citu^ ^"h und sonstige Materialien, deren Be- Vandarbeit voraussetzt als WHW.-Abzeichen

gen geworben hätte, sondern weil er es d u r ch L e i st u n- g e n überzeugte.

Nur Ihre nächsten Mitarbeiter", so wandte sich Dr. Goebbels an den Führer,haben einen Begriff davon, wie groß die Sorgen gewesen sind, die Sie, mein Führer, um Deutschlands Zukunft getragen haben und wohl bis zum letzten Atemzuge werden tragen müssen. Sie aber wissen auch, wie sich bei Ihnen in allen schwierigen und entscheidenden Situationen Sorge um die Nation immer mit Fürsorge für das Volk verband. S ie haben die großen Probleme, die Deutschland in seiner jetzigen historischen Entwicklung aufgegeben sind, unablässig ' in einer einzigen genialen Gesamtschau gesehen."

Aus dieser Grundlage heraus habe der Führer im Sommer des ersten Jahres der nationalsozialistischen Re­volution den Auftrag gegeben, das Winterhilfswerk 1933/34 vorzubereiten, obwohl damals die schwersten Sorgen Bewegung und Staat belasteten. Selbstverständ­lich habe es damals schon jene überklugen gegeben, die bereitwillig statt Opfer Kritik zusteuerlen und dem großen Werke Erfolglosigkeit prophezeiten, wobei sie erklärten, es sei im übrigen Pflicht der Regierung, zu helfen und nicht immerzu an die Nation zu appellieren. Schon das erste W i n t e r h i l f s w e r k des deutschen Volkes sei daun die grandioseste soziale Einrichtung geworden, die die Ge­schichte jemals gesehen habe, oft kopiert, in der ganzen Welt bewundert und von allen Völkern als Beispiel an­gesehen.

Als der Führer im Jahre 1934 das zweite Winterhilfswerk eröffnete, hätten dieselben Kri­tiker erklärt: beim ersten Winterhilfswerk habe es noch angegangen, im Rausch der Revolution habe das Volk mehr gegeben, als es verantworten könne. Dieser Rausch sei nun verflogen und mit ihm auch die Gebefreudigkeit. Am Ende des zweiten Winterhilfswerkes hätten sie dann wieder kleinlaut zugeben müssen, daß das Volk sie Lügen gestraft hatte und besser war, als seine böswilligen Kri­tiker das glauben wollten.

für die Sammlungen verarbeitet wurden, konnte Zehn- tausenden von Arbeitern und insbesondere Heimarbeitern Lohn und Brot vermittelt werden." . .

Im Gegensatz zum Wohltätigkeitswesen.des verflos­senen Systems erkenne das nationalsozialistische WHW sehr wohl die Gefahr, daß die Polksaesamtbeit durck über

Deutscher Wahlsieg im Memelland

81 v. H. aller Stimmen für die Einheitsliste.

Memel, 10. Oktober. M- wwy >. M-m-iyhl-» m »m. «»»ch I-

WWMWiS diesen Stimmen r Len « i g 364 081 Stimmen. Auf^die einzelnen Kandidaten der Einheitsliste entfallen S 53 000 bis 54 000 Stimmen, während aus die li- durchweg 53 ms 5441 Stimmen nur die übrigen Kandidaten aber teilweise Die Nachwahl von Wieszen- Banaten dürfte der Einheitsliste noch über 30 000 reiten einbringen. Unter Berücksichtigung der Nach- bürste sie somit 1583 000 Stimmen erhalten, das sind über 81 v. h. aller Stimmen. .

No» den 29 Kandidaten, die als Abgeordnete in den künftigen Landtag einziehen werden, entfallen sicher aus die Einheitsliste 23 und auf d,e l «tau,sche Liste ? Sitzt Auch der eine Kandidat, der noch durch die Ber- ^cknung der Reststimmen ermittelt werden muß, durfte von der Einheitsliste gestellt werden, da nach den bisheri­gen Schätzungen die Reststimmen der Einheitsliste um 20 000 Stimmen höher liegen als die Reststimmen der

Mk^Men Listen.

Der Führer während" seiner Rede.

(Scherl Bilderdienst.)

steigerte Forderungen asozialer Elemente geschädigt werde. Unter diesem Gesichtspunkt werde hier eine Aus­lese getroffen werden.

Unterstützungen seien nicht dazu da, den national­sozialistischen Grundsatz möglicher Selbsthilfe zu schwäche».

Wer trotz gebotener Gelegenheit zur Selbstversorgung oder auch zu kleiner Hilfeleistung beim WHW. versage, wer seine Spenden verschachere und in Alkohol oder andere Genutzmittel wnsetze, werde rücksichtslos vom WHW. ausgeschlossen. Diese Tatsache verpflichte alle Spender des WHW. zu höchstem Einsatz.

Stärker noch als im Vorjahr müsse der Patenschafts- gedanke des Winterhilfswerles im Volke durchdringen.

In der Nachbarschaftshilfe von Haus zu Haus, von Tür zu Tür könne das mustergültige Organisationswerk des WHW. eine Ergänzung, Beseelung und Vergeistigung im Sinne tiefster Volksverbundenheit erfahren. Das b rj i t r Winterhilfswerk des deutschen Volkes im Jahre 1935/36 solle damit wiederum und in erhöhtem Maße ein Ausdruck jener nationalen Solidarität sein, deren Begriff der Führer bei der Eröffnung des ersten Winterhilfswerkes prägte, deren Inhalt durch die Leistun­gen seines goßen Aufbauprogramms seine Bestätigung finde. . . .

Rufen Sie nun, mein Führer, die Nation auf! , so schloß Dr. Goebbels.Die Nation wird Ihrem Appell ihr Herz öffnen.

Es geht darum, eine wahre und wirkliche Volks­gemeinschaft zu schaffen, die mehr ist als Wort und Phrase, die lebendig wird in der Hilfe, die deutsche Menschen deutschen Menschen mit offener Hand anbieten. Denn Bürger dieses neuen Reiches sein, bedeutet nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht."

Kowno bestätigt den deutschen Sieg

Kowno, 10. Oktober.

Ueber die bisherige Auszählung der Memelwahl werden von der L i t a u r s ch e n T e l e g r a f e u a g e n t u r folgen­de Angaben mitgeteilt: Es wurden außer den Sümmen der Nachwahl des Stimmbezirks Witzen 1 914 883 gumge (Stimmen festgestellt. Davon entfallen aus die Memellan- S 1552 679, auf den Verband der Li­tauer 140 871, auf das Zentrum der liiauiichen Landwirte cn die Litauische Arbeltervereimgung 142 760, insaesânit auf die litauischen Listen 362 204 Summen. Der der ^Nachwahl wurden in dem Stimmbezirk Wrexen von 1478 Wahlberechtigten 1323 Stimmen abgegeben. Aufgrund dieser Feststellungen werden die litautzchen Listen fünf Mandate eryatten, und zwar der Barbano M Litauer 3 und das Zentrum

di» Arbeiterpartei zusammen 2. Auf dn <^myvirsusl- entfallen sicher 23 Mandate. Das restliche Mandat muß noch errechnet werden.. Das endgültige Ergebnis wird die WahNreiskommission am Montag, dem 14. Oktober, belauntgeben.

Verlegenheit in Komm

Tilsit, 10. Oktober.

Das Ergebnis, das allgemein bekanntgeworden ist, hat bei der memelländischen Bevölkerung kerne be,andere Ueberraschunq mehr hervorgerufen. Die allgemein be­reits vor der Wahl durchgedrungene Annahme, daß der durch Einbürgerungen und sonstige

für die Litauer zu erwartende Zuwachs an Stimmen durch die I l u ch t der enttäuschten früheren A nh a n aerschaft aus dem litauischen g er amgewo- ^en vnrd. bat sich durchweg bestätigt. Das schleppende