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SÄ» « Tagâ für NhSa unS vagâr^ â ÖSSÖ zu,»°- ne» tzaunrtal. zâ-r MUI ^^""Äuvtschristleiter Friedrich Ehren- v
* Ä Künigstr 42 Fernsprecher 2989 - Schristleitung und Geschäftsstelle: Könkgstraße 42 ❖ Zerchprecher Nr. 2989 klau, 0“ Inhalt: Bernd § e t m . ^utoa.
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^242 - 12. Jahrgang
Fulda, Mittwoch, 16. Oktober 1935
Einzelverkaufspreis 10 Psg.
125 Jahre Kriegsakademie.
Jubiläumsfeier in Anwesenheit des Führers.
'M der Wiederherstellung der deutschen Wehrsreiheit .äch die Kriegsakademie, die Dienstag vor L ^nßren von General von Scharnhorst begründet «-den ist und in der so viele spätere deutsche Feldherren L militärische und geistige Schulung erhalten hatten, sann aber nach dem Versailler D-ktat geschlossen â-> niKÖte, wieder neu erstanden. Diese höchste militärische A u s b i l d u n g s a n st a l t hat ihr «es Heim gefunden in einem einfachen, prunklosen Ge- ^ einer früheren Kaserne im Berliner Nordwesten, sie" einstmals das 1. Gardefeldartilleriercgiment beher- Mie. Den einzigen äußeren Schmuck des Hauses bilden ;ic am Hauptportal angebrachten Symbole der ver- Mscnen Wasfengattilngen.
Der g r o ß e F e st s a a l, in dem am Dienstagvor- Mag die Feier des l25jährigen Bestehens begangen wurde, ist militärisch einfach ausgestaltet. Vor dem Gebäude'der Kriegsakademie hatte sich in Erwartung der feier eine große Menschenmenge angesammelt, die den Mm bei seiner Anfahrt mit Heilrufen begrüßte. Das
WaHregiment Berlin war in Paradeausstellung ange- Weu. Um in Uhr ertönte von der Straße her der Ääsemiermarsch und wenige Minuten später betrat der ”“ ä rer und Reichskanzler, geleitet von dem E Iskriegsniinister und dem Kommandeur der Kriegs- émbetnie, den Festsaal. Der Festakt nahm seinen Beginn.
.Der Kommandeur der Kriegsakademie, General der ^ijanlerie Liebmann, dankte dem Führer, dem -bersten Befehlshaber der Wehrmacht,. für sein Er- l^üueu an diesem Ehrentage der Akademie, ebenso den «Wienbett Reichsministern und den übrigen Gästen. " dankte weiter dem Führer für die Wiederherstellung °» deutschen Wehrsreiheit und erklärte, sich an wahrer wendende
®4 wissen und sind nn Tiefsten durchdrungen daß wir diese Freiheit allein Ihrem heißen ^n und Ihrer unbeirrbaren Führung verdanken, - wie das deutsche Volk - so werden auch nur 'E dcr gesamten deutschen Wehrmacht Ihnen, mein Führer, durch unwandelbare Treue und Hingabe
. . danken.
bir gedachte General Liebmann all der Männer, 1 schwerer, kritischer Zeit dafür gesorgt haben, daß p :^ ^e Vergangenes und Zukünftiges verbinden irnL’ "'^als gebrochen sei, der Männer, die durch- waren von dem Willen, das geistige Erbgut «»'s .fueralstabes und der Kriegsakademie zu erhalten ws zm Stunde des Anbruchs deutscher Wehrsrelhert bcv„^."' "Uferstehuilgstage eines größeren Heeres zu teorE M" besonderer Freude und Genugtuung bei sv/. eJ ?’c Gelegenheit, auch dem ehemaligen Ehef über ^'^""ng, Generaloberst von S e e ck i . gegen- Ank Dankesschuld bekennen zu können. Eine hohe Freude sei es. in der Person des General- tonten y - 0 0 11 M a cf e n f e n den ältesten Neprasen- Sroßk E olieu Armee zu begrüßen und mit ihm eine alten ll'ic^^^maliger Kommandeure und Legrer der Wh^ des Genmalstabes, General der Artillerie leite ' ^""wünschte die Kriegsakademie zu ihrem ^ubel- ^üllunn kitten Überblick'über Entstehung und Ettt- Äolin Kriegsakademie. General Beck stellte beionber^ "^ Vorbild für alle Offiziere in Djx /. °"dntwortlichen Stellungen hin.
«ladeniip'^r und wichtigste Ausgabe der Kriegs- Wc nnJe' die geistig seelische Erziehung des 'Nachwuchses zu klarem, Logischem Denken und entsclticdcnem Sdndehu
Daraus nahm der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generaloberst v o n B l o m - berg, das Wort. Er verwies auf das leuchtende solda- lische Vorbild des Gründers der Kriegsakademie, des Generals von Scharnhorst, des Vorkämpfers der allge- meinen Wehrpflicht, dessen Testament erst heute, nach 125 Jahren, von dem Führer ganz verwirklicht wurde. Man darf über dem Mittel, so fuhr Generaloberst von Blomberg fort, nicht den Zweck, über den Generalstab nicht die Truppe vergessen. Aus der Truppe erhält der Generalstab die Kraft. Der Truppe hat er zu dienen in selbstloser Arbeit. Man darf aber den einzelnen Gegenstand, das Heer, nicht ohne das Ganze, die Wehrmacht, betrachten. Alle Teile der Wehrmacht müssen aufeinander abgestimint sein, um eine harmonische Gesamtleistung zu ergeben. Aus der Dreiheit von Heer, Marine und Luftwaffe ist die Dreieinigkeit der neuen Wehrmacht geschaffen worden.
Die Wehrmacht ist nur ein Teil, das Größere ist die Nation.
Parade zur 125-Zahr-Feier der Kriegsakademie in Berlin
Die Feier des 125jährigen Bestehens der Kriegsakademie in Berlin erhielt durch die Anwesenheit des Führers ihr besonderes Gepräge. Ein kleiner Junge begrüßte den Führer bei seiner Ankunft und durfte ein Stück mit dem Führer gehen.
(Scherl Bilderdienst — M.)
Addis Abeba meldet
einen bevorstehenden Gegenangriff.
Italienische S-maltarm°e auf »em linken Flügel gefährdet. - Ab-ffinisch-r Erfolg in Auffa?
Nach Meldungen aus A d d i s A b e b a ist die a l l - gemeine Mobilmachung beendet. Große Truppenabteilungen haben die vorgeschrlebenen «tellun- aen bezogen oder werden in die bereits bestehenden Frontsormationen cingcgliedert. Sämtliche Borberertun- gen für einen abessinischen Gegenangr , fs sind aetroffen. Der abessinische Angriff wird wahrsche.nüch zu Beginn der nächsten Woche erfolgen.
Der übertritt des Ras Gugfa zn den Italienern wird in Addis Abeba bestätigt. Nach abessinischen Meldungen verlieb Nas Gugfa seine Stellung nachts, nur begleitet von seiner Leibgarde in Stärke von etwa 200 Mann
Der Makalle-Abschnitt wurde sofort von Ras Seyoum übernommen.
Die Erbitterung unter den Makalle-Truppen über den Abfall Gugsas wird als groß geschildert.
Die Lage an der Nordfront.
Non Tag zu Tag wird es schwieriger, sich ein klares Bild von der Lage auf dem abessinischen Kriegsschauplay zu machen Das liegt vor allem daran, daß die Berichte von italienischer wie auch von abessinischer Seite stammen und sich vielfach widersprechen, zumal sie oft auch noch aus erklärlichen Gründen gefärbt sind. An der N y r d - nt das ist sicher, befindet ,lch bte heilige Stadt u m in den Händen der Italiener. Die abessinischen Truppen haben sie kampflos aufgegeben, um das koptische Rom nicht der Zerstörung auszusetzen.
T>as höchste religiöse Kleinod der koptischen Christen- hcii die von den Abessiniern angeblich aus dem Tempel von Jerusalem entführte Bundeslade Salomos war jedoch bereits vorher in das Hauptquartier des Negus in Addis Abeba übergeführt worden.
Wie man aus Addis Abeba berichtet, soll sich Haile Selassie L entschlossen haben, anläßlich des Falles von Aksilm, den heiligen Krieg gegen Italien auszurufen. ^iaÄ den Feststelluyaen italieMcker Flieger stehen nörd
Der Führer drückt dem Kommandeur der Kriegsakademie, General Liebmann, die Hand. (Atlantic.)
Der Offizier muß wissen, wo die Kraftquellen der Nation liegen. Das hat nichts mit politischer Betätigung zu tun, wohl aber fordert der Blickpunkt aufs Ganze die P flicht zu politischem Denken, zur Aufgeschlossenheit für die neue Grundlage unserer Lebensordnung, zum freudigen Bekenntnis zur n a t c o n a t sozialistischen Weltanschauung. Wir müssen alle Bahnbrecher der Einheit und Geschlossenheit von Polk und Staat jein. Mu Geist der Hrm.es zu erheben und zu beleben, die Armee und Nation inniger zu vereinen und ihr die Richtung zu ihrer wesentlichen und großen Bestimmung zu geben, dies ist das System, das bei den neuen Einrichtungen zugrunde liegt.'
Deutschlandlied und Horst-Weffel-Lied bildeten den Abschluß der Feierstunde. Der Führer besichtigte anschließend das Gebäude und die Einrichtungen der Kriegsakademie. .
Am Vormittag hatte der Kommandeur der Krregs- akademie, General der Infanterie Liebmann, am Grabe de« Generals von Scharnhorst einen Kranz nieder- gelegt, dessen: Schleife folgende Inschrift trug: „Dem Wegbereiter für Deutschlands Freiheit und Größe. Die deutsche Wehrmacht. Zur I25. Wiederkehr des Gründungstages der Kriegsakademie. i5. IO. 35."
lich vom Tanasee, mit der Front nach Nordwesten, 140 000 Abessinier unter dem Befehl des Ras Kassa. Ihm stehen nur schwache italienische Kräfte gegenüber. R a s Kassa sei im Begriff, die Italiener nordöstlich von Aksum in ihrer rechten Flanke zu umgehen, während R a s A h l e l o u sich noch im eritreischen Gebiet befinde und die rückwärtigen Verbindungen der Italiener gefährde. In den Bergen, etwa 20 Kilometer südlich von Adna, steht der Ras Seyoum mit über 60 000 Mann. Er ist dabei, Truppenverstärkungen heranzuzieben. Bei Dessie steht der abessinische Kronprinz T u r u s mit, über 250 000 Mann, und schließlich in der Landschaft Aussa der R a s B o r c u mit etwa 30 000 Mann.
Wie man aus D f ch i b u t i meldet, siud st a r k e abessinische Streitkräfte im Norden der französischen Somalikolonie ans italienisches Gebiet in Eritrea eingedrungen und haben südlich des Meissa-dlli-Gebirges die dort stehenden ita'ienischen Truppen mitten in der Wüste von ihren rückwärtigen Verbinditngen und ihrer Verpflegungsbasis abgeschniiten.
Grazianis Vormarsch gestoppt.
Entscheidende Kampfhandlungen scheinen jedoch in erster Linie jetzt an der Somalifront bevorzustehen. Nach einer amtlichen italienischen Meldung ist zwar^ der Vormarsch der italienischen Streitkräfte von ^taüenüch- Somaliland aus infolge schwerer Regenfalle eingestellt worden, da sie Truppenbewegungen unmöglich gemackit hätten. Die Unterbrechung des italienischen Vormarsches kann sich aber auch daraus erklären, daß die italienischen Divisionen an der Grenze von BrUisch-Somaliland zu schnell vorgerückt sind und nun
in der linken Flanke von den Abessiniern bedroh»
sind Bei G e r l o g u b i u N d u a l - u a l, die rund 450'Kilometer südöstlich von Harrar liegen, ist nämlich der italienische Vormarsch von den Abessiniern gestoppt worden. Hier befehligt der Ras D e st a D e m t u , ein Schwiegersohn 'des Kaisers, ein Heer von 100 000