Zul-aer Anzeiger
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Tageblatt für Rhön un- Vogelsberg
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„. 246 - 12- Jahrgang
Fulda, Montag, 21. Oktober 1935
Einzelverkaufspreis 10 Pfg.
Meli« Der ollen Wim« der MimWaliste«
Führerappell des NSKK. in Koburg.
Der Korpsführer des Nationalsozialistischen Kraft- -ârkorps, Hühnlein, versammelte in Koburg, □ eine nationalsozialistische Hochburg von jeher war L geblieben ist, seine sämtlichen Gruppen- und Brigade- «ihrer die Kraftsahrinspektcure und die Amtschcfs sowie ^ Schulleiter der Motorschulen, um mit ihnen die Arbeit und die Aufgaben zu beraten, die diesen großen national ioüalistischcn Formationen gestellt sind.
Aus dem Bahnhof waren u. a. zur Begrüßung jeöübrerë Korpsführer Hühnlein und der Ämnführer des NSKK., Gruppenführer Herzog Karl Eduard von S a ch s e n - K o b u r g und Gotha mit Be- aleitunst erschienen. Spontan klingen dem Führer, der in Aealeituna von Reichsminister Kerrl, Gauleiter Forster- ^auzla, Reichspressechef der NSDAP. Dr. Dietrich er« Mienen ist von den auf allen Bahnsteigen stehenden Kostsgenossen begeisterte Heilrufe entgegen. Korpsführer Hühnlein erstattet dem Führer Meldung von dem Führer- appell des NSKK. Mit herzlichem Händedruck begrüßt der Führer die erschienenen Persönlichkeiten und begibt
Der Führer spricht
Dann richtete der Führer an das Führerkorps des ASM. eine Ansprache, in der er Richtung und Ziel für Vic Zukunft wies und dem NSKK. für seine mühevolle Aufbauarbeit und Mitwirkung bei der Motorisierung Deutschlands dankt. Die Ansprache wurde mehrfach von diausendem Beifall unterbrochen.
Hieraus begab sich der Führer in den Rathaussaal, M sich die alten Koburger Kämpfer versammelt hatten, ter ihnen sah man viele mit dem E h r e n z e i ch e n non 1 922, als die SA., mit dem Führer an der ^tze, zum erstenmal roten Massenterror brach und die Stadt Koburg dem Nationalsozialismus eroberte.
Einleitend wies der Führer in seiner Ansprache an die Führerschaft des Nationalsozialistischen Kraftsa h r e r k o r p s im Kongreßsaal der Feste â obu r Q auf den Tag vor 13 Jahren hin, an dem der Aniionalsozialismus seinen denkwürdigen Einmarsch in Coburgs Mauern hielt, und den Dietrich Eckart mit seherischem Blick schon damals den
„ersten Freiheitszug der deutschen Nation" neunte. Dieses Beispiel habe unendlich erzieherisch und vorbildlich gewirkt für den ganzen späteren Kampf zur Eroberung der deutschen Nation. Aber dieser in der Geschichte einzigartige Vorgang in dem kurzen Zeitraum ton 13 Jahren sei nur möglich gewesen, weil sich die Mwegung bewußt einer Reibe moderner technischer Hilfsmittel zur intensivsten Steigerung ihrer Arbeitsleistung bedient habe. „Ohne 5k r a f t w a g e n, ohne Flugzeug "dd ohne Lautsprecher hätten wir Deutschland nicht stöbert!" Diese drei technischen Hilfsmittel seien es ge- mchn, die der NSDAP, diesen staunenswerten Feldzug Möglichten. Daß die Gegper die propagandistische Bedeutung dieser drei Einrichtungen nicht erkannten, habe letzten Endes nm ihre politische Existenz gebracht. Der W Kampf, der im Innern mit Hilfe dieser drei Mittel nuchgesochten wurde, habe ihn persönlich zu einem
entschiedenen Anhänger gerade der Motorisierung Macht. Es fei das große Verdienst des Krastfahrkorps letne§ Führers Hühnlein, daß er als Bannerträger .^"' eigenen Zähigkeit den Motorisierungs-
* tm VEe lebendig werden ließ, ihn geistig vor- . und zum Durchbruch gebracht habe. Der Führer ,d°nn in großen Zügen die Aufgaben und die Be- des Kraftfahrwesens für die Zukunft. Der Mensch der Sklave der Technik werden, „wo er es er- daß er unfähig ist, technisch zu denken." ètz^Ä'hrer wies in diesem Zusammenhang auf Die Aufgaben hin, denen sich das Kraftfahrkorps wlgreichem Maße gewidmet habe.
n^jd/utsche Kraftfahrwesen habe in diesem Jahre daß es mit der ausländischen Konkurrenz
Nur wo x fertiggeworden sei.
in bei LKrnb nach Höchstleistungen strebe, könne sich SortM^ Mit stolzer Freude habe er bte SenoÜ be3 Motorisierung im letzten Jahre wahr- sahisy. .,"'l und er habe die Überzeugung, daß das Kraft- ftelit großen Aufgaben lösen werde, die ihm ge- hiihnl^ ^ Dafür bürge ihm neben dem Korpsführer Nack Je Quinte Führerschaft.
kurzen Besuch am Ehrenmal der Stadt ^tetfnrÄ kuh der Führer nach seiner Rede vor bem Mién des NSKK. ins R a t h a u s der Stadt, in Üch die alten Kämpfer K o bu r g s hatten. In seiner
an die alten Kämpfer Koburgs
Nur der £ $ ührer, der Name Koburg sei mehr als ^roiil^e irgendeiner Stadt. Von hier aus habe der Uber ’e freiheitszug der jungen Bewegung ^Nlerm^ Deutschland seinen Ausgang genommen. Minunt £er Geist einer Bewegung von der Haltung K dre sie bereits in ihrer Jugend offenbarte. ^Ln unz die Nation, das damals hier in
sich dann auf den Bahnhofsplatz, um dort die Front der angetretenen Ehren st ürme abzuschreiten.
Im kleinen Hof der P e st e Koburg erwarteten den Führer die Teilnehmer des Führerappells. An dem herrlichen gotischen Kongreßsaal der Veste weist der Korps- führer des NSKK. Hühnlein, in einer ausführlichen Rede auf die Aufgaben und die Ziele des NSKK. und den Zweck des Führerappells hin. „Motorisierung ist für uns kein ausschließlich technischer Begriff. Das Wort hat für uns einen ideellen Inhalt.
Wir sehen in der Motorisierung den Ausdvuck des Lebenswillens der Nation".
Der Korpsführer umriß dann im einzelnen die Aufgabengebiete, die das Korps in diesem Sinn durchzuführen hat, an Hand von Beispielen, die das Kraftfahrkorps mit der Wirtschaft, mit dem R e ch t s w e s e n, auf dem sportlichen und auf dem Verkehrsgebiet verbinden, um zum Schluß mit besonderem Nachdruck das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu unterstreichen, das das NSKK. insbesondere mit der SA. verbinde.
Koburg als eine Kühnheit ohne gleichen begann, habe eines gelehrt: daß, wenn die Vernunft durch die Gewalt zum Schweigen gebracht werden soll, die Vernunft mit Gewalt sich gegen die Gewalt durchsetzen müsse. Zum ersten Male habe sich hier in Koburg in diesen 800 Kampfern die Kraft der Volksgemeinschaft gezeigt, die sich später so umfassend verwirklichen konnte.
Keiner sei zu gut, an den Opfern tcilzunchmen, die auch andere zu tragen hätten. Auf diesen Grundsätzen beruhe unser ganzes heutiges volklèchcs Leben.
Wenn wir heute auf diese Zeit vor 13 Jahren zurück- blickten, dann erscheine das Geschehen uns allen wie ein Wunder. Es seien aber nicht nur die Tugenden des Willens und der Entschlußkraft, die uns bis hierher geführt hätten — nein, vielmehr noch die B e h a r r l i ch- feit!" Genialität und augenblickliche Entschlußkraft könnten nie die u n a u f h ö r l i ch e b e h a r r l i ch e E n t- schlossenheit ersetzen. Unter keinen Umständen nachgeben oder kapitulieren! Ein Ziel ins Auge fassen und ihm beharrlich und unerschütterlich zustreben: Drese Tugenden unser gesamtes Volk zu lehren, dazu fei b i e alte Garde berufen! Der Führer gab sodann einen überblick über das, was in den drei Jahren seit der Machtübernahme innen- und außenpolitisch Großes erreicht worden sei. Unter unbeschreiblichem Jubel serudr alten Mitkämpfer schloß der Führer feine zu Herzen ^^^Aach^d?/Wiederabreise des Führers trat das im Konareßsaal der Feste Koburg versammelte Fuhrerkorps des NSKK. in die weitere Tagesordnung ein.
Pflegeftätten wahrer Volksgemeinschaft
Einweihung der „Paul-von-Hindenburg-Zugendherberge" durch den Reichsjugendführer.
Die Hitler-Jugend hatte am Sonntag einen «roßen Tag. Er brachte die seierlichc Weihe der „P aul- v o n - H in d e n b u r g - I u g e n d h c r b e r g c" in Hannover und ferner die Übergabe zahlreicher weitcrer Jugendherbergen imR eich.
In Hannover hatten sich dre lugendlichcn Scharen in gewaltiger Zahl bei dem Bau am Maschsce versammelt, um Zeuge der festlichen Übergabe ^ fein. Reichsjugendführer Baldur von Schirach wies einleitend auf das Wort des verstorbenen Generalfeldmar- schatts von Hindenburg hin, daß die Jugendherbergen Pflegeftätten wahrer Volksgemeinschaft und treuer Heimat- und Vaterlandsliebe sein sollen, und sprach dann über die W i r t s ch a f t l i ch e Bedeutung des Jugendherbergsbaues. Der Reichsverband für das Jugendherbergswesen habe in diesem Jahre an der Arbeitsbeschaffung und am Aufbau der deutschen Wirtschaft wesentlich mitgeholfen.
27 Jugendherbergen seien in diesem Jahre erbaut worden, drei Grundsteinlegungen und drei Richt- feiern kämen hinzu.
Tausende Menschen hätten Arbeit und Brot erhalten, 4000 Arbeitstage mit über 1,5 Millionen Arbeitsstunden seien die Voraussetzung für diesen Bau gewesen. Einfachheit Zweckmäßigkeit und Schönheit, fuhr der Reichs- jugendführer fort, sollen sich in den Jugendherbergen verbinden zu einem harmonischen Ganzen, dessen seelische Kraft sich jedem Mitteilen wird, der ihre Räume betritt, Wir versuchen in diesem Sinne auch durch die Architektur der Jugendherbergen der Parole der Partei zu dienen: Deutsch sein heißt klar sein! Die Jugend von heute kennt nicht allein die engere und engste Heimat, sie lernt das-ganze Vaterland kennen. Die Kameradschaft der Juaend geht über alle Ländergrenzen hinweg. Ick babe
Das letzte Wartburgscst der Deutschen Burschenschaft.
Am Tage der Wiederkehr des historischen Wartburgfestes vom Jahre 1817 vereinte sich die DeutscheBurschenichast mit bem NS. - Deutschen Studentenbund auf der Wartburg.zu einer bedeutungsvollen Kundgebung. Es mar das letzte große Wartburgscst der Burschenschaft, die zugleich die Auflösung und Eingliederung in die Reihen des NS.-Deutschen Studentenbundes verkündete.
(Scherl Bilderdienst.)
Nack einer Reihe interner Referate, die den Nest des Tages ausfüllten, ergriff Korpsführer Hühnlein noch persönlich das Wort, um noch einmal auf die Bedeutung der Führerrede hinzuweisen. Der Schwerpunkt dieses Führerappells liege in der unmittelbar empfangenen inneren Bereicherung durch die Anwesenheit und die Worte des Führers.
Der Führer in Amnberg.
Der Führer traf Sonnabend nachmittag zu einem kurzen Aufenthalt in Nürnberg ein, um den Fortschritt der Arbeiten auf dem Reichsparteitaggelände zu besichtigen.
den Gebietsführern den Auftrag gegeben, in den kommenden Monaten in großem Umfange
Schulungskurse für Fahrtcnführer einzurichten. So wird die Jugendherberge in Zukunft ein Teil des deutschen Aufbauwerkes sein.
In einer zweiten Ansprache erklärte der Reichsjugend- sübrer u. a.: Die Weihe dieses Baues, den wir im Namen der Jugend erstellt und mit dem Namen des toten Generalfeldmarschalls geehrt haben, zeigt der Welt, daß wir uns zu der großen Vergangenheit Deutschlands bekennen unb daß wir auch als Jugend dieses große Erleben in uns tragen. In Hindenburg sahen wir die Verkörperung der großen Kamerad- sihaft und des Pflichtgedankens von einst. Wir grüßen in dieser Stunde das große Deutsche Reich, ^dem Pau! von Hindenburg ein Vorbild war in seiner Freude und Pflichterfüllung und soldatischen Härte.
Mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschland- unb Horst-Wessel-Liedes schloß die Weihefeier ab, durch die eine der schönsten neuen Jugendherbergen in Deutschland ihrer Bestimmung übergeben wurde.
Hermann-Göring-Koog eingeweiht
Nachdem erst im August dieses Jahres in Dithmarschen der Advlf-Hitler-Kovg seiner Bestimmung übergeben werden konnte, ist jetzt im Kreise Eiderstedt ein weiterer Koog scrtiggestcllt worden: der Hermann- Göring-Koog. Unter dem restlosen Einsatz aller Kräfte sind dem Meere 550 Hektar Neuland abgerungen worden, auf dem Bauern, Arbeiter und Handwerker eine neue Heimat finden werden. Am Sonntag fand die Einweihung durch Hermann Göring statt.