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rHeaU, 1 PEgspreis: monatlich 1,70 mâungsbehinderung durchHöhere h r e n f I a u. Fulda, !

Friedrich Ehrenklau, uaurer« Hauptschnftleiter Friedrich Ehren- * Königstr. 42, Fernsprecher 2989. stau, o.... ten Inhalt: Bernd Heim Fulda.

r Tageblatt für Rhön und Vogelsberg SS Zulöa- und Haunetal »Zulöaer Kreisblatt

Schristleitung und Gefthastsstelle: Königstraße 42 Fernsprecher Nr. 2989

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261 - 12. Jahrgang

Fulda, Donnerstag, 7. November 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

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Feierliche Hissung der Reichskriegsflagge

Gleichzeitig eine neue Reichsdienstflagge.

Die durch Gesetz auf dem Nürnberger Parteitag ver­eidete R e i ch s k r i e g s s l a g g e ist jetzt zum erstenmal in feierlicher Form von der Wehrmacht gesetzt worden. Gleich mit der Reichskriegsflagge hat der Führer und Reichskanzler die Form der neuen R e i ch s d i e n st uage bestimmt, die gleichzeitig mit der Neichskriegs- tage' eingeführt und von Reichsinnenminister Ze F r i ck auf dem Gebäude des Reichs- und preußischen Mnstcriums des Innern in Berlin feierlich gehißl mibe.

Auch auf dem Reichsministerium fürLuft - - h r t in Berlin wurde die neue Reichskriegsflagge ge-

Die neue Klaage

Die neuen Flaggen

Berlin, 7. November.

3n dem soeben erschienenenMarrneverordnungsblatt", M 28, wird eineVerordnung über die Reichs- "3 sflagge, die Gösch der Kriegsschiffe, die Han- «rsiagge mit dem Eisernen Kreuz und die Flagge des -^chskriegsministers und Oberbefehlshabers der Wehr- W vom 5. Oktober 1935 veröffentlicht, in der es 1 a> heißt:

?uf Grund des Artikels 3 des Reichsflaggengesetzes vom September 1935 bestimme ich:

U C Reichskriegsflagge ist ein rotes Rechteck, auf M Mittelachse, etwas nach der Stange verschoben, sich ne zweimal schwarz-weiß geränderte weiße Scheibe mit H ebenfalls schwarz-weiß, geränderten Hakenkreuz

& dessen unterer Schenkel nach der Stange zu ge- inS k - ^uter der weißen Scheibe liegt ein viermal weiß ^ dreimal schwarz gestreiftes Kreuz, dessen Balken die mangerung des senkrechten und waagerechten Durchmes- ^oer weißen Scheibe bilden. Im inneren, oberen roten e ein weißgerändertes Eisernes Kreuz. Die Höhe verhält sich zu ihrer Länge wie 3:5.

der Kriegsschiffe ist ein rotes Rechteck, J ^ssen Mittelachse, etwas nach der Stange verschoben, @1,:/.'^ Scheibe mit einem schwarzen, auf der le Hakenkreuz befindet, dessen unterer Sch>rn- betf'U c-A Stange zu geöffnet ist. Die Höhe der Flagge ihrer Länge wie 3:5.

delsflagge mit dem Eisernen Kreuz ist ein E'a-â - A auf dessen Mittelachse, etwas nach der ichivar-» verschoben, sich eine weiße Scheibe mit einem ouf der Spitze stehenden Hakenkreuz befindet, gn "vierer Schenkel nach der Stange zu geöffnet ist- toirM;a ''"irren, oberen Ecke steht ein werßgerändertes «na»" ?tr<«z. Die Höhe der Flagge verhält sich zu ihrer $r 3:5.

ÖÄ990 des Reichskriegsministers nnd Ober» der Wehrmacht ist die Reichskriegsflagge mit M aan^ Abweichungen: Das Rechteck ist gleichseitig. Um wndun^ flügge herum läuft eine weiß-schwarze Am- toeiMto^s . unteren äußeren Feld steht ebenfalls ein int ^ Eisernes Kreuz; im unteren, inneren und bet Wehrmacht" ^d steht je ein weißgeränderter Adler ist das Hoheitszeichen der Wehr­den LuM storb uuf den Kriegsschiffen der Kriegsmarine, âchwi-» ^^eugen der Luftwaffe und den Gebäuden der geführt.

der StitoZ der Kriegsschiffe wird auf den Kriegsschiffen fest liegen ttne gesetzt, wenn sie vor Anker oder land- ^ä^ dem Eisernen Kreuz kann von ^aubtèns^^u und Ofsizieren der Luftwaffe des Be­reit A^^udes sowie von ehrenvoll ausgeschiedenen ak- ^'-Ueoffizieren und Offizieren der Luftwege auf

hißt, dabei fand eine kurze Feier statt. Mehrere Lust- machtabteilungen haben gleichzeitig die Reichskriegs­flagge gesetzt.

Zugleich mit dem Setzen der neuen Reichskriegsflag'ge erfolgte in den Garnisonen die Vereidigung der neuen Rekruten des Jahrganges 1914. Reichskriegsminister von Blomberg nahm an der Vereidigung der Pots­damer Rekruten teil, während der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie, Freiherr von Fritsch, der Vereidigung der Rekruten des Standortes Spandau beiwohnte.

Links oben: die Reichskriegsflagge, da­neben die Flagge des Reichskriegsministers und Oberbefehlshabers des Heeres. Unten l i n k § : die Gösch der Kriegsschiffe und da­neben die Handels­flagge. (Scher! Bilder­dienst.)

Handelsschiffen be ein. Handelsluftfahrzeugen an Stelle der Handelsflagge geführt werden.

Im gleichen heft desMarineverordnungsblattes" ist ferner eineVerordnung über die Reichsdienst­flagge" vom 31. Oktober 1935 erschienen, in der es u. a. heißt:

Auf Grund des Artikels 3 des Reichsflaggengesetzes vom 15. September 1935 (Reichsgesetzblatt l, Seite 1145) be­stimme ich:

Die Reichsdienstflagge ist ein rotes Rechteck, das in der Mitte eine weiß-schwarz geränderte weiße Scheibe mit einem schwarz-weiß geränderten schwarzen Ha­kenkreuz trägt, dessen unterer Schenkel nach der Stange zu geöffnet ist. In der inneren, oberen Ecke der Flagge be­findet sich das schwarz-weiße Hoheitszeichen des Reiches. Der Kopf des Adlers ist zur Stange gewendet. Die Höhe der Flagge verhält sich zu ihrer Länge wie 3:5,

Der 9. November 1935

Der Verlauf der Feierlichkeiten in der Hauptstadt der Bewegung zur Erinnerung an die am 9. November 1923 gefallenen 16 Helden.

Am 9. November 1923, vor nunmehr zwölf Jahren, starben 16 deutsche Männer im Glauben an Deutschlands Wiedergeburt und an die heilige Mission ihres Führers und ihrer Bewegung in München den Helden­tod. Die Feierlichkeiten des 9. November in München werden in diesem Jahr, im Jahr der wieder- errungenen Freiheit, von solcher Eindringlich- leit und W n ch t sein, wie sie Deutschland bisher noch nicht erlebte. Sie werden den Opfergang, den Siegeszug und die Auferstehung dieser Helden verkünden, denen nach­zueifern jedem Kämpfer des Führers heilige Verpflich­tung ist.

Am 8. November um 12 Uhr mittags beginnen mit der Aufbahrung der 1 6 Gefallenen im Wald-, Ost- und Nordfriedhof die Feierlichkeiten. SA.- Männer halten die Ehrenwache bei den Toten, die in Zinnsärgen die am 9. November in den Ehrentcmpeln am Königsplay in Sarkophage eingesetzt werden die letzte Ruhe finden. Ein kostbares rotes, samtenes Tuch mit Hakenkreuz, das in derselben Art einst auch den Sarg des großen Baumeisters Professor Troost bedeckte, wird als einziger Schmuck aus den Zinnsürgen liegen In goldenen Lettern leuchtet hierauf der Name des Gefallenen.

Um 19 Uhr versammeln sich die alten Kämpfer zu ihrem historischen Appell im Bürgerbräu.

Der Führer spricht hier zu den Treuesten der Treuen. An diesem Abend nehmen neben den Hinterbliebenen der Ge­fallenen die Gäste des Führers, die Rcichsleitcr und Gau-

Der Reichsminister des Innern erläßt Vorschriften über die Führung der Reichsdienstflagge und bestimmt den Zeitpunkt des Znkraftretens dieser Verordnung.

*

Das Aoheitszeichen des Reiches

Berlin, 7. November.

Das Reichsgefetzblatt Teil! Nr. 122 veröffentlicht fol­gende Verordnung über das Hoheitszeichen des Reiches:

Um der Einheit von Partei und Staat auch in ihren Sinnbildern Ausdruck zu verleihen, bestimme ich:

Artikel 1:

Das Reich führt als Sinnbild seiner Hoheit das Ho­heitszeichen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter- vartei.

Artikel 2:

Die Hoheitszeichen der Wehrmacht bleiben unberührt.

Artikel 3:

Die Bekanntmachung, betreffend das Reichswappen und den Reichsadler, vom 11. November 1919 (Reichsgesetzblatt Seite 1877) wird aufgehoben.

Artikel 4.

Der Reichsminister des Innern erläßt tm Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers die zur Ausführung des Artikels 1 erforderlichen Vorschriften.

Berlin, den 5. November 1935.

Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler;

Der Reichsminister des Innern Frick;

Der Stellvertreter des Führers R. Heß;

Reichsminister ohne Geschäftsbereich.

Die neue Reichsdienstflagge.

(Weltbild - M.l

leitet, die Obergruppenführer und Gruppenführer der SA., SS. und des RSKK., die Obergebietsführer und Gebietsführer der HJ. sowie die Hauptdienstlciter und die Ganarbeitsführer des Reichsarbeitsdienstes teil. Zur gleichen Zeit treten HI. und BDM. im Löwenbräukeller und die Unterführer der Partei im Zirkusgebäude am Marsfeld an. In beiden Sälen wird der Appell der alten Kämpfer aus dem Bürgerbräukeller übertragen. Im Löwenbräukeller begrüßt Obergebietsführer Klein die 120(1 Hitlerjungen und 600 BDM.-Mädchen aus dem ganzen Reich, die als Vertreter der Jugend, die am 9 No­vember nach Vollendung des 18. Lebensjahres in die Partei ausgenommen wird, Teilnehmer dieser unvergeß­lichen Stunde sein dürfen.

Um 20 Uhr ist die

feierliche Stunde der Überführung der Gefallenen gekommen. Je sechs alte Kämpfer heben in den drei Friedhöfen die Särge ihrer Kameraden auf die von der Wehrmacht gestellten Lafetten und geben ihnen auf dem ganzen Wege das Geleit, um sie dann wieder in die Feld- herrnhalle zu tragen. Auch am 9. November werden sie das Ehrenamt der Begleiter und Sargträger versehen. Ein Spiel mannSzug an der Spitze der Trauer­parade rührt den ganzen Weg über das Trommelspiel, während SA.-Männer zu beiden Seiten des Marschweges das Fackelspalier bilden.

Der feierlich-ernste Charakter dieses nächtlichen Zuges wird durch die weitmögliche Ausschaltung der Straßen-