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M-aer Anzeiger

ÄSi£^ N Tageblatt für Rhön unö Vogelsberg ^S"SK^ Inlöa- und Haunetal.Zulöaer Kreisbla« pauptschriftleiter Friedrich Ehren-

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262 12. Jahrgang

Fulda, Freitag, 8. November 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

Wehrmacht unter dem Hakenkreuz Die feierliche Hiffung der Rerchskriegsflagge und die Vereidigung der Rekruten auf Führer und Fahne.

Der 7. November 1935 ist ein historischer Tag in der Geschichte des deutschen Volkes. An diesem Tage wurde -M erstenmal feierlich die neue Reichskriegsslagge gehisst, sie Adolf Hitler der Wehrmacht geschenkt hat. Unter dem Eichen, unter dem Deutschland zur Freiheit und neuer Größe cinporsteigt, wird die deutsche Wehrmacht Volk und Mcrlanb dienen. Denkwürdig wird der Tag aus deshalb bleiben, weil an ihm die ersten Rekruten der wieder- crftnnöéncn deutschen Wehrmacht aus der allgemeinen Wehrpflicht auf den Führer des Deutschen Reiches und Kolkes vereidigt morden sind. Unter demselben Zeichen, unter dem die Kämpfer der Bewegung die ewige Sehnsucht allrr Deutschen erfüllt haben, werden die jungen Rekruten Zie deutsche Einheit und Freiheit zu verteidigen haben.

Die Einheit von Boll und Wehrwacht ist durch die neue deutsche Reichskriegsslagge symbolhaft zum Ausdruck gebracht worden, und itnt diese Einheit und um die Freiheit und Zukunft der Nation wird das ge- siinite Mit kämpfen nach dem Vorbild des Mannes, der Die einige deutsche Nation schuf, Adolf Hitler.

Überall in den Standorten der jungen Wehrmacht (lottert? am Donnerstag zum erstenmal die neue Rerchs- klicgsslaWe im Winde auf den Kasernen des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe. Für die beiden alten Garnijoustädte Potsdam und Spandau erhielt die FlaAnWung und damit die n-ue Rekrutenvereidigung eine besondere Weihe durch die Anwesenheit des Ober beschlshabcrs der Wehrmacht, General von Blomberg, dM dc? Oberbefehlshabers des Heeres, General dèr Wißeric Freiherr von Fritsch.

MWMMng an Woristher Stätte.

In langer Front waren in P o t s d a m aus histori­schem Boden die jungen Rekruten angetreten. Noch trugen sie nicht die Waffen, in deren Übung sie ausgebildet werden sollen. Die waren vor ihnen aufgebaut: Gewehrpyrami­den, Maschinengewehre, Tankabwehrkanonen, Feld­geschütze und Minenwerfer. Tausende waren Zeugen des Worischen Aktes, die Potsdamer Schulen waren an- inarschiert, Ehrenabordnungen der Formationen und Or­ganisationen der Partei und viele Offiziere der alten Armee waren anwesend.

Punkt acht Uhr morgens marschierte die Fahnen- sompanie des 3. Garderegiments zu Fuß aus mit den alten Feldzeichen, die über Gräber hinweg von deutschen Soldaten dem Sieg und Tod entgegengetragen Würben. Dann trat der Kommandeur der 23. Division, Generalmajor Busch, vor die Front. Kommandos cr= Angen. Der Präsentiermarsch brauste aus, und langsam schritt der Oberbefehlshaber der Wehrmacht General v o n y 1 o m b e r g die Front der Ehrenkompanie und die Moni der Rekruten ab. Danach verlas Generalmajor ^usch den Erlaßdes Führers über die neue Reichs- sWDagge. Wieder kurze Kommaudos, und langsam M^die neue Rerchskriegsflagge unter den Klängen des ^asentiermarsches empor, während Tausende von Armen ium erstenmal das neue Ehrenzeichen der Wehrmacht gn-zten. 21 Salutschüsse galten der neuen Flagge, die 7 sülzcitig ü b e r a l l e n d e u t s ch e n Kasernen "uscheg.

9er Fahsenei».

. -^ach einem Choral sprachen der evangelische und der -husche Militärpsarrer, und dann trat wieder der Divi- ü U-rommandeur vor die Front; er sprach zu den jungen «nuten von der heiligen Pflicht des deutschen Soldaten ? - "on seinem großen Dienst für Volk und Nation. Und -An verlas er den Fa h n e n e i d, d e n d i e R e k r u ten "achsprachen.

-Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid, vast ich 3 Führer deS Deutschen Reiches und Volkes, Adolf âr, dem Obersten Befehlshaber der Wehrmacht, un Aaigtcu Gehorsam leisten und als tapferer Soldat Wfet^ ^' jederzeit für diesen Eid mein Leben ein- ^l^i^", sausendes Sieg Heil donnerte über das Feld, die ^ah-V^ erklangen, und mit dem Vorbeimarsch der l.0WPanie und der Salutbatterie vor Generaloberst

Romberg fand die Feierstunde ihren Abschluß.

Ruw^" ^""ö ähnliches Bild auf dem Exerzierplatz in von wo der Oberbefehlshaber des Heeres, General C11p? ^er Vereidigung der Rekruten des Ebr»» P a n d a u beiwohnte. Auch hier wieder viele beÄT ""d alte Offiziere. In Begleitung des Ober- »o n D ers des Heeres erschien Generaloberst e e ^ 1 Dann der gleiche Ablaus der feierlichen ""vlnng wie in Potsdam.

Nar KovimandozeiKcn des odsrdesehlshabers °"t»Waffe zwischen den ReiKSttiegssiagsen. Be r au< dem Lus 1 fah r t m t n t st e r i u m i n floaap h^l.n9 am Donnerstag früh die neue Reichskriegs- aniten Jn Gegenwart der sämtlichen Offiziere und Be- ^ichi v Ministeriums. Das F a g d g e s ch w a d e i

9 01 e n stellte die Flaggenkompanie Punkt acht

Uhr ging auf das KommandoHeißt Flagge!" die neue Reichskriegsslagge empor, und zum Schluß nahm General­leutnant Ai i l ch den Vorbeimarsch der Ehrenkompanie ab.

Nunmehr weht das K o m.m a n d o z e i ch e n des Reichs m i n i st e r s der Luftfahrt und Oberbefehls­habers der Luftwaffe zwischen den beiden ReichskriegS- flaggen aus den, Gebäude des Reichslustfahrtministeriums Das Kommandozeichen trägt auf rotem Grunde in der Mitte eine weiße Scheibe mit einem auf der Spitze stehen­den Hakenkreuz, Die Scheibe trägt außerdem als Hinweis auf die Luftfahrt Schwingen. Ferner laufen zwei gekreuzte Propeller durch das Tuch, die an ihren Enden den Reichs­adler tragen. Auf dem Grunde des Flaggentuches wird der Pour le Marita sichtbar

der der Kriegsmarine in Kiel Md Mihelmshaden.

Für die gesamte Wehrmacht im Standort Kiel, die Kriegsmarine und Luftwaffe, fand am Donnerstag um 8 Uhr aus dem Exerzierplatz in Kiel-Wik die feierliche Hiffung der neuen .Kriegsflagge vor den Augen einer großen Volksmenge statt. Das neue Tuch mit dem weithin leuchtenden Hakenkreuz wurde gleichzeitig auf allen Kriegsschiffen im Hafen sowie aus den Dienst- und Wohngebäuden der Wehrmacht gehißt.

Nach der Flaggenparade verlas der Kommandierende Admiral der Marinestation der Ostsee, Vizeadmiral Albrecht, den Flaggenerlaß des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht. Anschließend sprachen die Marinestationspsarrer beider Konfessionen. Es folgte die feierliche Vereidigung der Rekruten. Darauf erinnerte Vizeadmiral Albrecht daran, daß in dieser Woche die Tage des ehrenvollen Falles der Festung Tsingtau und des ruhmreichen Unterganges der KreuzerEmden" und Karlsruhe" sich jährten. Die Besatzungen von Tsingtau und der beiden Kreuzer hätten aus verlorenem Posten gestanden. Trotzdem hätten sie in nie wankendem Gehorsam mit höchster Tapferkeit ihre Pflicht erfüllt bis zum ehrenvollen Ende. Sie seien uns allen ein Vorbild, wenn es gelte, unbedingten Gehorsam und Tapferkeit bis zum T o d e zu beweisen. Unter der neuen deutschen Flagge wolle die Wehrmacht aufrecht und treu, gottesfürchtig und wahrhaft, gehorsam und tapfer ihre Pflicht tun. Der Führer und Oberste Befehlshaber sei das Vorbild des deutschen ritterlichen Kämpfers ohne Furcht und Tadel, dem nachzueifern unsere stolze Aufgabe sei.

Als Gruß an den Führer und Obersten Befehlshaber Adolf Hitler brauste ein dreifaches Sieg Heil über den Kasernenplatz. Dann erfolgte der Vorbeimarsch der Truppen vor dem Kommandierenden Admiral.

Im Reichskriegshafen Wilhelmshaven sand die Hiffung der neuen Reichskriegsflagge an mehreren Stellen mit einer militärischen Feier statt. Aus , den Schiffen und aus einigen Dienstgebäuden der Kriegs­marine war sie mit einer Flaggenparade verbunden. Eine

Die Traditivnsfahnen vor dem Reichskriegsminister. Von der Vereidigung der Rekruten der alten preußischen Garnison P 0 t s d a m. Auf dem ruhmreichen Platz, auf dem preußische Soldaten in zwei Jahrhunderten exerzierten, legten die jüngsten Rekruten der Wehrmacht ihren Eid aus den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht ab. llnd dann marschierte die Fahnen­kompanie mit den Fahnen des Ruhmes und Sieges an Dem Reichskriegsminister vorüber. (Scherl Bilderdienst.)

Die neue Flagge steigt empor.

(Scherl Bilderdienst.)

begeisterte Volksmenge war Zeuge dieses ehrwürdigen historischen Ereignisses.

Vereidigung vsr der Wdherrnhâ

In M ü n ch e n fand in Anwesenheit zahlreicher Offi- zrere der alten Wehrmacht und Ehrengäste aller Partei- gliederungen vor der F e l d h e r r n h a l l e die Vererdi- gung der Rekruten der Wehrmacht und der Litftwaffe des Standortes München durch den Kommandierenden Gene­ral des VII. Armeekorps, Generalleutnant von Reiche­nau, statt. General von Reichenau legte vorher am Kriegerdenkmal vor dem Armeemuseum einen Kranz nieder und entbot dann dem Mahnmal seinen Gruß. Di ad) dem Aufmarsch der Fahnenkompanie mit den ruhmreichen Fahnen und Standarten der alten bayerischen Armee sprachen die beiden Wehrkreispfarrer zu den jungen Sol­daten. Dann nahm der Kommandierende General die Ver­eidigung vor. Ein Vorbeimarsch der Truppen vor dem Kommandierenden General von Reichenau beschloß die eindrucksvolle militärische Feier.

Besonders weihevoll war auch die Flaggenhiffung, in derAdolf-Hitler-Kaserne" in München in An­wesenheit des Kommandierenden Generals und führender Vertreter der Bewegung und ihrer Gliederungen. Unter den Klängen des Präsentiermarsches stieg an sämtlichen Fahnenmasten derAdolf-Hitler-Kaserne" und der benach­barten militärischen Gebäude die neue Reichskriegsslagge empor, gegrüßt von 2 1 Salutschüssen.

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Die neue Reichsdienstflagge auf dem Innenministerium.

Die gleichzeitig mit der Reichskriegsflagge ein- geführte Reichsdienstflagge wurde am Donnerstag eben­falls zum erstenmal auf dem Gebäude des Reichs- und Preußischen Ministeriums des Innern am Königsplatz in Berlin gesetzt. Es ist die Hakenkreuzfahne, die in der linken oberen Ecke das Hoheitszeichen zeigt. In der Reichsdienstflagge ist die Einheit von Partei und Staat symbolisiert.

Bei der Flaggenhiffung hielt Reichsinnenminister Dr. Frick vor den Beamten und Angestellten des Ministeriums, die zusammen mit einer Ehrenhundert­schaft der Schittzpolizei angetreten waren, eine Ansprache, in der er darauf hinwies, daß vor 17 Fahren d i e alte ruhmreiche, in 1000 Schlachten sieggekrönle schwarzweißrote Fahne von Landes- und Volksverrätern, Deserteuren, Marxisten undJuden heruntergeholt und in den Schmutz gezogen wurde. Nach 15 Jahren der Schmach und Schande und des unentwegten heroischen Ringens um "die Seele des deutschen Volkes hat unser Führer Adolf Hitler diese Farben in neuer Gestalt, in dem Zeichen des uralten germanischen Sonnenrades, wieder zu Ehren ge­bracht. Die neue Flagge soll uns und vor allem den deutschen Beamten in dieser feierlichen Stunde e i n e M a h-n u n g sein, in demselben Kampfgeist, in dem Adolf Hitler in all diesen Jahren die Fahne voran- «eiragen und zum Siege geführt hat, weiterzuarbeiten in Treue zu Führer und Volk.