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B" «grenklau, Fulda, Komg liâ Friedrich Ehrenklau, L

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. 263 - 12. Jahrgang

Fulda, Samstag, 9. November 1935

Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

München,

die

Stadt der Bewegung,

am 8. und 9. November.

Der letzte Appell - die große Erweckung.

1841 - 4935.

jie Kidherrnhalle hat ihre Geschichte.

Siegesmal und Wallfahrtsort des deutschen Volkes.

Die ganze Nation ist heute in Gedanken an der Feld- Nlnhalle in München, dort, wo vor 12 Jahren die ersten Ampfer für die nationalsozialistische Bewegung ihr «eben ließen. Die Feldherrnhalle ist in die deutsche Ge- Me eingegangen. Wir, die wir uns noch selbst an die gtcigniffe des 9. November 1923 erinnern, wissen, was ds Bauwerk uns bedeutet, spätere Generationen werden in ihren Geschichtsbüchern die Feldherrnhalle erwähnt jinben und ihre Geschichte lernen müssen. Die geht bis ins Jahr 1841 zurück.

Am l 8. Juni 1841, dem Jahrestag der Schlacht ton Waterloo, legte Ludwig I. von Bayern zu Ehren der bayerischen Armee den Grundstein zur Feldherrn-

Haile. Nach drei Jahren, 1844, wurden unter militärischen Zierlichkeiten die Standbilder der Feldherren Tilly und Wrede in der Halle enthüllt. Am 16. Juni 1871 hielten die siegreichen bayerischen Truppen ihren Einzug in München durch das Siegestor zur Feldherrnhalle, die festlichen Fahnen- und Grünschmuck erhalten hatte und vor der, auf dem Odeonsplatz, die erbeuteten französischen Geschütze Aufstellung fanden.

Nun fanden alljährlich Serenaden sämt- Wr Musikkorps der Münchener Garnison vor der Feld- iimhalle statt, zu Ehren des Geburtstages des Königs.

'S wurde das A r m e e d e n k m a l in der Feldherrn- Nmrichtet und auf dem Platz davor die beiden hohen Anenmaste. Die beiden Löwen, links und rechts der NreWe, fanden erst 1906 ihre Aufstellung.

Adolf Hitler war am 2. August 1914 unter der msendköpfigen begeisterten Menge, die am ersten Mobil- Mângstag vor der Feldherrnhalle zu einer spontanen Mbgebung für die ganze deutsche Armee sich versam­melt hatte. Am 2b. August 1914 waren bereits die ersten erbeuteten französischen Geschütze des Weltkrieges dort »chestellt. Seit Kriegsausbruch fanden hier auch die flohen Siegesfeiern des Weltkrieges statt.

-lack) dem schmachvollen Kriegsende hat die Feld- Mnballe viele vaterländische Kundgebungen gesehen. M wurde Sammelpunkt derer, die aufbegehrten gegen Schande, und Deutschlands Ehre und Freiheit wieder- Wcllen wollten. Am 14. Januar 1923 fanden sich be- «die Nationalsozialisten zu einer Massenkundgebung die Nuhrbcsetzung an der Feldherrnhalle zusam- iSeitdem sammelten sich mehrmals die Partei- iWjlcii Münchens vor der Feldherrnhalle, um trotz Ver- l^l,unter freiem Himmel" der breiten Öffentlichkeit ihre »vital zu zeigen.

^as blutige Geschehen des historischen mber 1 923 gab München den Ehrennamen !? Geburtsstadt der Bewegung. Die ersten tausend «leigenossen haben damals ihre Treue zu Führer und L unter Beweis gestellt. Die Festigkeit dieses Glan- w n di? Grundlage zum kommenden Sieg.

die in Februar 1924 wurden in der Feldherrnhalle U.F-Jie "Herr mach uns frei" angebracht, einen AW^dater auf dem Odeonsplatz der Pfalzgedenkstein lüâ^ dem 9. November 1923 war der 9. März All w r ^cr denkwürdigste Tag, den die Feldherrn- An den beiden Fahnenmasten stiegen zum "le die Flaggen des Dritten Rei - UO, dor, unter dem Jubel von über Hunderttausend bi Mern. Gauleiter Wagner verkündete amtlich den M^.uatwnalsozialistischen Revolution. Am 12. März kam der Führer nach München und leate auf

Wir tragen das Vermächtnis der Toten

Ich glaube, daß die Stunde kommen wird, da die Masten, die heute mit unserer Fahne auf der Straße stehen, sich vereinen werden mit denen, die am 8. November auf uns geschossen haben."

Adolf Hitler vor dem Volksgericht am 28. März 1924.

Prophetische Horte waren das, die Adolf Hiller damals, als man ihn als Volksverräter vor bas Tribunal stellen wollte, gesprochen hat. heute ist seine Prophezeiung Wirklichkeit geworden. München, die Stadt der Bewegung, die in diesen Tagen im Seifen der Ehrung für die 16 Gefallenen steht, die am 9. November 1923 für Freiheit und Ehre an der Feldherrnhalle ihr Leben Hingaben, ist gleichzeitig Ausdruck einer geeinten Nation.

Das ganze deutsche Volk, das heute keine Parteien kennt, sondern nur ein einiges deutsches Vaterland, nimmt teil an der würdigen Ehrung für die, die uns den Weg in eine bessere Zukunft ebneten.

Heute erkennen wir, daß der Opfertod jener 16 Helden und aller, die nach ihnen für die Idee fielen, nicht umsonst war. Die Saat, die sie gelegt haben, ist heute aufgegangen. Aus ihrem Opfertod erstand das einige große Deutschland.

Der letzte Appell der Gefallenen vom 9. November 1923 findet in München jetzt statt. Er ist gleichzeitig die ErweckungderTotenfürdieEwigkeit eines einigen Deutschen Reiches, über dem das siegreiche Haken- kreuzbanner weht. Indem wir der Toten gedenken, übernehmen wir ihr Vermächtnis.

den Stufen der Feldherrnhalle einen Kranz zu Ehren der Gefallenen des 9. November 1923 nieder. Am 7. Mai sammelte sich hier die Hitler-Jugend und nahm ihren Traditionswimpel von 1923 in Empfang.

Am zehnten Jahrestage des Opfertodes der ersten nationalsozialistischen Kämpfer war bie Feldherrnhalle Mittelpunkt des Gedenkens. An der Spitze der alten Kämpfer schritt der Führer den Opserweg zu diesem Heldentempel. Das Ehrenmal für die gefallenen Frei­heitskämpfer wurde in der Todesstunde enthüllt. Zum erstenmal zog eine S A. - W a ch e unter Gewehr vor der Feldherrnhalle auf.

Der sichtbare Aufstieg des neuen Staates fand seinen Widerhall in den Kundgebungen vor der Feldherrnhalle. Am 16. Januar 1934 wurde von den Stufen der Feld­herrnhalle das Gesetz zur Ordnung der Na­tion a l e n A r b e i t b e k a n n t g e g e b e n. Am Todes­tag Hindenburgs, anläßlich der Vereinigung des Reichs- prüsidentenamtès mit dem Rcichskanzleraml, Vereidi­gn n g d e r S S. vor der Feldherrnhalle auf den Führer. Am 1. März 1935, dem Tage der Rückgliederung des Saargebietes, wurde in der Feldherrnhalle die Inschrift angebracht:D i e S a a r i st f r e i!" .

Die Wiedereinführung der a l l g e m e i n e n Wehr­pflicht am Heldengedenktag, 17. März 1935, ließ den Aufmarsch der 150 Fahnen der alten bayerischen Armee und die Totenehrung durch den Führer nach dessen Triumphfahrt vom Flughafen zur Feldherrnhalle zu einem unvergeßlichen Tag für ganz München werden.

Ihren Höhepunkt erreicht die Geschichte dieses Hel­ventempels am 9. November 1935. Wie die beiden Ehren­tempel,'die die toten Kämpfer ausgenommen haben, so wird die Feldherrnhalle Wallfahrtsort werden für das ganze deutsche Volk.

Züge der Trauer

Tage des Sieges.

Von allen Häusern Münchens wehen die Hakenkreuz- fahnen. Die Häuser sind festlich geschmückt. Vom B ü r a e r b r ä u. der historischen Stätte, an der sich am

München in feierlichem Schmuck.

Die Hakenkreuzbanner wehen über der Stadt der Bewegung. Die Fahnen sind auf Voll- mast gesetzt, denn über die Trauer um den Tod der 16 Kämpfer steht der Stolz auf den Sieg der Bewegung, für die die 16 fielen. Die Opferstraße, die sie gingen, ist gesäumt von 255 Pylonen, auf denen die Namen der für die Bewegung Gefallenen stehen.

(Heinrich Hoffmann.)

8. November 1923 die Kämpfer der Bewegung vereinten, bis zur Feldherrnhalle, dem Ort, an dem am 9. November 16 der mutigen Streiter unter den tödlichen Kugeln zu­sammenbrachen, erheben sich zu beiden Seiten der Straße rotumkleidete Feuertürme, die in Gold die InschriftD e r l c tz t e A p p e l l" tragen. Auf jedem dieser Pylonen steht der Name eines der Gefallenen, und der erste Turm am Bürgerbräukeller trägt den Namen Dietrich Eckart. 255 solcher Pylonen säumen die Straße, und wenn Adolf Hitler mit den Treuesten der Treuen diese Straße entlangschreitet, dann wird jedesmal der Name des Gefallenen verkündet, sobald die Spitze des Zuges mit der Blutfahnc den Turm erreicht. Auf dem letzten Turm der Feldherrnhalle steht der Name Horst Wessel. Das ist die O p s e r st r a ß e.

Dunkelrote Tücher mit dem Hakenkreuz und den Nunenzcichen spannen sich über die Straßen. Ein schwarzes Tuch mit denselben Zeichen am Mahnmal in der Residenz- straßc erinnert daran, daß an dieser Stelle die 16 Kämpfer den Heldentod für Führer und Vaterland starben. Die Feldherrnhalle trägt int Hintergrund dunkelrote Tuchvcrklcidung. 16 Feuertürme stehen in der Halle, auf Venen die Namen der Gefallenen verzeichnet sind.

Vom Platz der Totenehrung bis zum Königsplatz zu den beiden Ehrentempeln neben den gewaltigen Gebäuden der Bewegung führt die Straße des Sieges. Zu beiden Seiten sind Tribünen errichtet, auf denen die Träger der S t u r m f a h n e n stehen, unter denen die 16 Kämpfer starben und die heute siegreich über Deutschland flattern.

Sonderzüge haben Kameraden aus allen Teilen des Reiches nach München gebracht. Abordnungen aller Gliederungen der Partei sind da, von der SA., SS., NSKK., von der Hitler-Jugend, dem Arbeitsdienst und der politischen Organisation. Sie alle wollen den Toten ihren letzten Gruß entbieten.

*

Die Aufbahrung der Toten.

Am Freitagmittag versammelten sich auf den drei Friedhöfen Münchens alle die Andächtigen, die den toten Kameraden das letzte Geleit gaben. In den Hallen der Friedhöfe standen die Zinksärge, die die sterb­liche Hülle der Toten bergen. SS. -Männer der StandarteDeutschland" hielten unbeweglich die T o t e n w a ch e. In rotsamteneni Tuch breitere sich die Hakenkreuzfahne über jedem der Särge. In goldenen Lettern leuchtete auf dem Bahrtuche der Name der Ge­fallenen. Als letzter Gruß stand ein Korb mit Chrysan­themen vor jedem Sarg. Brennende Opferschalen ver­breiteten eine ernste, würdige Stimmung. Und bei den Särgen standen in stolzer Trauer die Hinterbliebenen der Toten, die einst als unbekannte Männer ihr Leben opferten und die nun als unsterbliche Kämpfer im Gedächtnis der Nation weiterleben. Als sich die Türen der Halle öffneten und die Orgeln ihr dumpfes Lied ertönen ließen, da zogen Ehrenwachen der S A. -Führer der Gruppe H o ch l a n d mit ihren Fahnen an den Särgen auf. Mit leisen Kommandos wurde die SS.-Wache abgelöst, und die SA.-Führer traten mit dem deutschen Gruß an die Seite ihrer gefallenen Kameraden, um die Ehrenwache zu übernehmen.

Noch lange nach der feierlichen Aufbahrung zogen unzählige Volksgenossen voll Andacht und stolzer Trauer an den Särgen der Gefallenen vorüber, die u m Mitternacht ihren Einzug in die Feld­herrnhalle hielten, wo der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler seinen treuen Kämpfern den letzten Gruß entbot.