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Moaer Anzeiger

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'Mationâruck: Friedrich Ehrenklau, Lauter- Zulöa- und Haunetal »Zulöaer Kreisbla« Hauptschriftleiter Friedrich Ehren- z ^

-lau Fulda, Königstr. 42, Fernsprecher 2989. ^rantw. für den Inhalt: Bernd Heim. Fulda.

Schristleitung und Geschäftsstelle: Königstraße 42 Zern/precher Nr. 2989

Nr. 278 12. Jahrgang .-»«BSM^W^

Anzeigenpreis 1 mm Höhe in der 46 mm breiten Anzeigenjpalte oder deren Raum 4 Ps., im Textteit (90 mm breit) 12 Pf Bei Wiederholung wird Nachlatz nach Preisliste gewährt, bei Kon­kurs erlischt jeder Anspruch auf Nachlatz. D.A." IX. 35. 910. - Zur Zeit ist Preis­liste Nummer 4 gültig. Verantwortlich für den Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

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Fulda, Donnerstag, 28. November 1935

der Führer weiht die Deutschlandhalle.

Der größte Versammlungsraum Deutschlands. Eine würdige Stätte für Kundgebungen und Sport.

Ein Wahrzeichen nationalsozialistischen Aufbau- willens ist die neue D e u t s ch i a n d h a l l e, die am Freitag durch den Führer ihre Weihe erhalten wird und künftig Politik und Sport eine würdige Stätte bieten soll.

Genau vor einem Jahre wurde der Bau dieses ge­waltigen Bauwerks beschlossen, das vor den Toren der Reichshauptstadt sich erhebt. Die Deutschlandhalle, die sportlichen Zwecken und politischen Kundgebungen und Aufmärschen dient, ist der größte Versamm­lungsraum Deutschlands. War bisher der Sportpalast der größte Raum in Berlin, so hat die Deutsch­landhalle etwa das dreifache Fassungsvermögen des Sportpalastes. 20 000 Menschen bietet sie Raum. Der Sport hat hier eine Stätte erhalten, die ihresgleichen in der Welt sucht. Jede Art Sport kann hier aüsgetragen werden. Für Reit- und Fahrturniere bieten die baulichen Einrichtungen eine ideale Stätte. Bei den O l y m p i - schen Spielen wird der Deutschlandhalle eine be­sonders wichtige Aufgabe zufallen.

Die große Eröffnungsfeier erhält unter Beteiligung von starken Abordnungen sämtlicher Gliederungen der Be­wegung als politische Kundgebung des Gaues Groß- Berlin der NSDAP, einen besonders festlichen Charakter. Fanfaren künden um 20.15 Uhr die Ankunft des Führers, der sich gleich darauf unter den Klängen des Badenweiler Marsches zur Rednertribüne begibt. Dann halten die Feldzeichen und Fahnen der Bewegung ihren Einzug, worauf der Gauleiter Dr. Goebbels die Kund- gebung eröffnet. Anschließend nimmt der Führer das Wort. Nach einer Schlußansprache des Gauleiters werden düFahnen, während das Horst-Wessel-Lied ertönt, die ge- Mge Halle verlassen.

MVMsch des Führers

an den Reichsschatzmeister.

Der Führer und Reichskanzler hat an den Reichs- schatzmeister der NSDAP, zu seinem 60. Geburtstag fol­gendes Glückwunschtelegramm gerichtet:

uHerrn Reichsschatzmeister Franz Xaver Schwarz, München.

Mein lieber Parteigenosse Schwarz! Zu Ihrem heu­tigen 60. Geburtstag sende ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche. Ich verbinde sie mit dem aufrichtigsten -ank für die durch alle die langen Jahre geleistete große Arbeit im Dienste der Bewegung und damit an der «iederaufrichtung unseres neuen Deutschen Reiches. In

Hoffnung, daß Sie mir itnb der Partei wie in der ^rgangenbeit so auch in der Zukunft in alter Schaffens­lust erhalten bleiben mögen, bin ich in herzlicher Freund­schaft Ihr Adolf Hitler."

Kriegsschiffe und Flugzeuge gegen die letzten Rebellennester in Brasilien.

Konzentrisches Feuer auf Natal. Kämpfe vor Rio.

Die Negierung in Brasilien geht mit schärfsten Mlt- gegen die letzten Rebellennester im nordbrasilianischen Mstandsgebiet vor. Kriegsschiffe und Bombe,Flugzeuge Sorbe?86 bic kommunistischen Aufrührer eingesetzt

Aus Pernambuco wurden die Aufständischen W einem Lustbombardement und erbitterten Straßen- ampfen hinausgeworfen. Dann hoben Regierungstrup- M die einzelnen Schützennester der Aufrührer aus. Ähn- Soingen die Regierungstruppen in den anderen Labten vor. Zum Kampf gegen die Aufständischen in , "al wurden zwei Kriegsschiffe und mehrere Flug- Uggeschwader eingesetzt, um die Hafenstadt unter Feuer nehmen. Die Bundesregierung wird namentlich die

Kommunisten verseuchten Hafenstädte gründlich Mbern, um eine Ausdehnung des roten Aufruhrs zu Schindern und den Hetzern der Dritten Internationale ^^blichst ben Geschmack an weiteren Aufständen zu

^klweise waren die Kämpfe mit den Rebellen über % blutig, denn die A ufst ä ndische n waren zum von ^br gut bewaffnet, da sie sich m den Besitz vo Huneearsenalen gesetzt hatten und durch Besitznahme

^raftstationen Kontrolle über das Hinterland ans- ainè1 konnten. In Pernambuco ließen die Aufrührer

Mengen von Munition bei ihrer Flucht zurück.

Straßenkämpfe haben hier schwere Opfer gefordert, sein» LuftschiffGraf Zeppelin", das auf Ä ^mäßigen Südamerikafahrten in Pernambuco ' Geuzte während des Kampfes der Regrerungs- mit den Rebellen an der brasilianischen Küste Ws bis dirs Landes »n MWMWMl von

Das riesige Rund der Deutschlandhalle.

6000.-Männer und Politische Leiter bei der Laut­sprecherprobe, die in jeder Hinsicht einen vollen Erfolg brachte. (Weltbild.)

Im Namen der Nationalsozialistischen Kriegsopfer­versorgung sandte Hauptamtsleiter O b e r l i n d o b e r ein Glückwunschtelegramm. Auch der Reichspressechef der NSDAP., Dr. Dietrich, und SS.-Oberführer Oberst a. D. Reinhard, der Bundesführer des Reichs- kriegerbundesKyffhäuser", gratulierten dem Reichsschatz­meister.

den Aufständischen zum Teil zerstört waren, wieder aus­gebessert war. ,

Nach Berichten von privater Seite soll sich in einem Vorort von Rio de Janeiro das erste Flieger­regiment und die Besatzung der Fliegerschule in Aufruhr befinden. Es sollen Kämpfe unter Einsatz von Ge­schützen im Gange sein. Vor dem Kriegsministerium wurden große Truppenzusammenziehungen vorgenommen. Sonderomnibusse mit Truppen unter Gewehr sind in großer Zahl von hier abgegangen.

Sliegertoale ton Rio in Trümmern.

Die Meldungen vom übergreifen des Aufstandes auf Rio de Janeiro haben sich am Mittwochabend bestätigt. Nach den neuen Berichten griff eine Gruppe von Unter­offizieren der brasilianischen Fliegerschule in Rio die Offiziere des 1. Regiments an. Aufständische in der Artillerieschule richteten ihre Geschütze gegen die Flieger­schule und setzten die Schule in Brand. Die brasilia­nische Regierung ordnete die Räumung des Stadtteils Urea an. In einer amtlichen Verlautbarung heißt es kurz: Di-' Fliegerschule ist durch Bombardement in T r ü m m e r gelegt worden. Das 3. Regiment wird belagert und beschossen." Spätere Meldungen besagen, daß bie Fliegerkadetten, die sich anfangs den Aufständischen angeschlossen hatten, zu den Regierungstruppen über­gegangen sein sollen.

^Graf Zeppelin" war 119 Giunden in der Lust.

Nachdem sich die Lage beruhigt hatte, konnte das deutsche LMMffG rat Ae y ve l in" endlich am DM-

Besonnter Alltag.

Zum zweijährigen Bestehen der OrganisationKraft durch Freude".

Das Leben ist nicht allein eine nackte Magenfrage, es gehört auch eine Summe von anderen Dingen dazu." Dr. Ley.

Man kann es kaum glauben. Zwei Jahre sind es erst her, seit die gewaltige OrganisationKraft durch Freude" besteht. So viel Gutes, so viel Erhebendes, so viel bestes Erleben nach außen und innen hat sie einem Millionenheer deutscher Menschen in dieser kurzen Spanne Zeit gegeben, daß auch der ursprünglich größte Zweifler an dem Erfolg dieses deutschen Feierabendwerkes sich zum überzeugten Anhänger von KdF. bekehrte, deren gewaltige Leistungen in der ganzen Welt ohne Beispiel sind. Diese junge Organisation, auf die wir im Inland stolz sind, um die uns das Ausland beneidet, hat all das möglich gemacht, was lange Jahrzehnte blasse Theorie, nur reine Propaganda sogenannter Sozialisten war. Sie hat den Alltag der arbeitenden, ums tägliche Brot ringenden Men­schen erhellt, hat denen, die bisher nie über den engen Kreis ihrer kleinen Stadt, ihres heimatlichen Dorfes hin­ausgekommen waren, die Weite und Schönheit der deut­schen Heimat erschlossen, hat sie das Wunder der Berge, die Erhabenheit des Meeres kennengelehrt, hat sie am Feier­abend an den Quell deutscher Dichtungen, deutscher Lieder herangeführt, hat ihnen in Sportkursen und Wanderun­gen die Freude an Körperbeherrschung und Körperkraft gegeben, hat aus düsteren Menschen, die Arbeit und All­tagssorge einst wie Lasttiere trugen,ohne den Blick zum Himmel zu erheben, zu dessen Anblick wir geschaffen sind", befreite, stolze, frohe Menschen gemacht, die wissen, daß das Leben mehr bedeutet als ein bloßessein Leben fristen", ein bloßes Dahinvegetieren, ein bloßes Magen­füllen; die wissen, daß man stets das Große, die große Idee, das große Ziel, den großen Sinn ins Leben hinein­tragen muß, um es lebenswert zu machen.

Der Tätigkeitsbericht der NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude" ist ein überwältigendes, stolzes Zeugnis von der geleisteten Arbeit und zugleich eine hofst nungsvolle Ausschau auf die Zukunft. Da waren z. B. die^ mit großer Begeisterung aufgenommenen Aus­land s f a h r t e n. Im nächsten Frühjahr wirdKraft durch Freude" mit sechs großen Dampfern über den Atlantik nach Lissabon und Madeira fahren, und jedes Frühjahr und jeden Herbst wird die KdF.-Flotte solche Reisen in den Süden machen, um das Verständnis der deutschen Menschen für andere Nationen und ihre Schicksale zu wecken. Wichtiger als die Kenntnis des Aus­landes aber ist noch die Erschließung der deut­schen Heimat für Millionen der deutschen Volks­genossen. Von 5,5 Millionen KdF.-Urlaubern sind 1934 und 1935 3 Millionen Kameraden in die Grenzgebiete gereist. Sie haben dort einen lebendigen Wall des deutschen Sozialismus aufgerichtet und den Volksgenossen an den Grenzen, die Tag um Tag in lebendigem Kampf um ihr Volkstum stehen, einen neuen Rückhalt gegeben. Schon für 12 bis 16 Mark wird im nächsten Jahr ein deutscher Arbeiter eine ganze Woche lang in Urlaub fahren können. Damit werden neue Kreise der Arbeiter­schaft, denen bisher die Mittel zu fröhlicher Urlaubsfahrt fehlten, in die Schönheit der deutschen Heimat eingeführt.

Einen ungeheuren Aufstieg hat übrigens auch d i e Wanderbewegung des Amtes für Reisen, Wan­dern und Urlaub genommen. 1935 wurden 23 600 Wan­derungen mit insgesamt 400 000 Teilnehmern veranstaltet, also rund das Siebenfache gegenüber dem Jahre 1934. Erfreulich ferner, daß der alte Brauch der Gesellenwande­rung wieder eingeführt wurde. Für das Jahr 1936 ist eine Ausdehnung des Gesellenwanderns vorgesehen. Jedoch werden die Leistungen noch gesteigert werden müssen, gemäß dem Befehl des Führers an Dr. Ley: Sorgen Sie mir dafür, daß durch Urlaub und Erholung die Nerven der arbeitenden Massen gesund und stark bleiben, um eine kraftvolle Politik zu ermöglichen!"

Deshalb werden von der Deutschen Arbeitsfront folgende Ziele angestrebt: 1. Der Urlaub muß gesetzlich geregelt werden, 2. die Gewährung des Urlaubs muß davon abhängen, daß der Schaffende auch wirklich eine Reise mitK. d. F." macht, 3. die Erholungsreise mit Kraft durch Freude" wird so verbilligt, daß der ärmste Volksgenosse mitfahren kann.

In den nächsten drei Jahren wird die Deutsche Arbeitsfront ein Seebad auf der Insel Rügen zwischen Binz und Saßnitz mit 20 000 Betten bauen. Sie wird ein l5 000-Tonnen-Schifs für 1500 Passagiere ohne Massenschlafräume schaffen, das über vorbildliche Einrich­tungen verfügt. Ferner wird dieK. d. F."-Flotte durch den Kauf von vier weiteren Schiffen vergrößert und schließlich im Rahmen des Dreiiabresvlans die .8abl der

Wochnachmittag in Pernambu ko landen. Das Luftschiff hat damit auf seiner 500. Fahrt unfrei­willig einen neuen Dauerrekord für Luft­schiffe aufgestellt. Von Montag früh bis Mittwoch nach­mittag mußte es vor der brasilianischen Küste kreuzen, bis es endlich landen konnte. Das Luftschiff war l 1 9 S t u n- den inderLuft. Damit ist der bisherige Dauerrekord des Luftschiffes, den es auf seiner ersten Fahrt nach Nord­amerika vom 11. bis 15. Oktober 1928 mit 111 Stunden 44 Minuten aufstellte, um rund 7 Stunden überboten worden.