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Dienstag, 18. MSrz 1919

Fernsprecher 951 und SSL

9. Jahrgang.

Fernsprecher 951 mrd SSL

Festsetzung der Westgrenze Polens

Llnterz«ichnung bei Frieden«

Nummer 89

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$t* RafTtlet Sieurfitn Sla<trtd>tni ertoetaen roödientu» sechsmal im» Mar abend«. Irr «lbennernenrkprrt« betragt menetl. 12.-0 Mark'»ei freier SufteOimg ins Han« eefteflimgen werde» lebeijelt een der »der den Beten entgegengenemmen. Irncterei.

15erlag und Siebehiett; Schlachthekstraße 28/80, frtir unverlangt etngetonbte Setträge kann die dled«beten ebne SerantieOrtung Oder Gewähr in keinem Falle übernehmen Stück,abkwig de« Bezugsgekde« oberlllnlprüche wegen etwaigerm<6t erbnungimät get Sie enreg autgeschlolsen

3nfettion«preife: $te stebengekvaitete Zelle ffa etnhetmische Geschäfte 80 Pkg, für u«. wertige ttnjeigen 35 Pf. Reklame,eile für einheimische Seschäste 75 Bk, für auswärtige Sekchäkte 1 Mk Einfache Beilagen werden mit 5 Mark vro Tausend berechnet, alle« mit '2*1. leuerung«.Zuschlag. Bei Uebermittlung r«n L -,eigen auf teleph. Wege wir» für durch HSr. fehler »eteorgentfene grriümer keinerleiHaftungÜbemommen Für die Aufnahme »onAn,eigen an bestimmten Tagen oder Blühen wird k Zt. keine Sewühr geleistet. SefchüNsstell«: »itn.Str. 5

@enf, 17. Stir$ (Drahtbericht.) Ei« Pa­riser Blatt Kaubt ,n wisse«, daß die Verbün­deten im Avril den deutschen Bevollmächtigten

Lebenrmittel-Bersorguns.

Die AuSliefttuna der Schiffe. (Drahtbericht.)

hingen werden in Versailles stattfinden, wo End« April das Friedensinstru- ment unterzeichnet werden soll, daS dann mir noch den Parlamenten zur Bestäti­gung vorgelegt werden mutz. Die interalli- ierte Konferenz hat die Frage der deut­schen Kolonien auS dem Borfriedensver- trage auSgeschieden. Der ganz« Komvle; der Erledigung der dentfchen Kolonialansprüche ist dem defimtiven FriedenSschlutz Vorbehalten.

-rutschlauds Führung.

Noch etwas über Sozialisierung.

Rach Wie vor leben wir in einer wirrsAigen Zeit und wir wissen nicht, was alles noch kom­men soll. Schweres tem über unser Volk und Schweres auch steht uns bevor. Die neue General streikansage in Berlin, die Fäden, die offenkundig vom TpartcSismns zu dem Ruß- lend der Bolschewist sichren, die in mancher Beziehung schwankende Haltung der jetzigen Regierung, daL alles find Momente, die nichts Gnies vorausahnen lassen, zumal, als die Man­ner, in deren Händen daS Schicksal des Dater- landeS nun liegt, mehr nach der linSradikaken Seite gegangen sind, als der mittleren Linie des Bürgertums oder gar der Rechten cmae- uehm ist. Schon aus diesen Gründen sind Be­fürchtungen wohl gerechtfertigt, und manchmal möchte man mutlos werden, wenn nicht der Trost geda nle aufkäme, daß Deutschland doch einmal wier zur Ruhe kommen muß! Wenn nicht die Hoffnung bestände, daß Deutsch­land, dessen Rolle als militärischer Machtfaktor ausgespielt ist, auf anderen Gebieten eine Führerstellung einnehmen wird! Und hierbei denken wir an die eben unterbrochene Tagung der Rationalversammlung, die in dem SozialisierunaSgesetz und der Kotz- len wirtschaft etwas geschaffen hat, daS B e st a n d haben wird und das gleichsam die Führung Deutschlands auf sozialem Gebiete an bahnt. Das Privatmonopol im Bergbau ist zum Tode verurteilt, wozu eS schon lange reif war- viel wirtschaftliche, aber viel mehr noch politische ErbUternnq wäre unS erspart geblieben, wenn das Urteil rechtzeitig vollstreckt worden wäre; und die Lage in RheinlaNd- Westsalen hätte vielleicht nie diese Zuspitzung erfahren. Vorläufig liegt ja nur einRahmen­gesetz" vor; befer Rahmen ist weit gespannt. Es kommt eben darauf au, was hineingefaßt wird und mit welch gründlicher Vorsicht es geschieht.

Und da ist es nötig, daß die Regierung einen Weg findet, der sie es ist zwar sehr zweifelhaft, aber hoffen wollen wir es dennoch! davon fernhält, ganz in das sich tosend über­stürzende Fahrwasser der Radikalen zu gleiten, der sie aber auch freimacht von den Hemmungen der äußersten Rechten. Der Kamps nach Sinks dürste, wie sich bereits in den letzten Sitzungen der Konstituante zeigte, weit schwerer werden, als der nach Rechts; denn während hie, schon estrige Stimmen grundsätzlich anerkennen und nur noch über die Art und Weise Wattieren, lehnt man dort scharf ab, west der Ra- dikaliSmus alles auf einmal, alles von Beute

Wilson ^riff nach.

»ien, 17. März. (Drahtbericht.) In ent ei* Pariser Funffpruch wird festgestellt, daß Wil­son den während seiner Abwesenheit auf der Pariser Konferenz getroffenen Vereinbarung«: stch noch nicht angeschlossen Bat. Die Besprechungen, die der Präsidem gestern früh hatte, beweisen, baß er jede« Programm, über daS in der nächsten Zeit Beschluß gefaßt »er­ben soll, erst objektiv prüfen wird.

er Beginn der Versorgung.

Haag, 17. März. fDrahtbericht.) ES wird nemetoet: Nachdem die Brüsseler Berhandlun» aen über die NahrunaSmittelversorgung ab«, schloffen sind, werden nunmehr 30000 Tonnen Schweinefleisch und 250 000 Büchsen Konservenfleisch, trfe in Rotterdam zur Verladung bereit liegen, wahrscheinlich schon rn der nächsten Woche nach Deutschland abgehen

Frankreich« BefLrchfnngen.

Äürich. 17. März. fDrahtbericht.) Die ,» richer MorgenzeiMng" meldet aus Paris: Die tzanzösische Oesftntlichkeit wendet ihr volles In­teresse den im Lause deS Monats in Paris etntreffenben deutschen Delegierten zu. Die Presse bezeichnet die angekündigten zweihundert Mitglieder der deutschen Abordnung als eine deutsche Invasion" und spricht die Hoffnung auS. daß die Nachricht. eS würde sich unter den Persönlichkeiten auch der frühere deutsche Bot- chafter in Amerika, Gras Bernstorfs, befinden, unrichtig stet. Ran fürchtet die guten Be- ziehunaen Graf Dernstorfis zu den Amerikanern und deren eventuelle Rückwirkungen.

reutschlauds Sstgrenze.

LoSrrißmlg deutscher Gebietsteile.

(Druhrbericht.)

Berlin. 17. März.

Die Vertreter der Großmächte hiel­ten auf der Pariser Friedenskonferenz am Sonnabend eine kurze Sitzung ab. an der Prä­sident Wilson nicht teilnahm. Der Bericht der Kommission über die Deutschland aufzuertegen- deu mklitärischen und maritimen Friedensbedingungen ist fertiggestellt tmd den Mitgliedern der Konferenz übermittelt worden. Die Diskussion soll heute i« An­wesenheit WilsonS wieder aufgenommen wer­den. Die Pariser Regierungsblätter erwarten die glatte Zustimmung der Konferenz, drangen aber gleichzeitig auf eine Beschleunigung der Konferenzarbetten. Sie verlangen mit erkenn­barer Ungeduld, daß noch indieserWochr die Frage der künftigen West- grenze Deutschlands entschieden werde und sie erwecken mit ihrer Rervosttät den Ein- druck, daß die französischen Ansprüche in dieser Beziehung auf einen ernsten Widerspruch stoßen. Die Kommission der Konferenz, die mH der Prüfung der polnischen Ansprüche betraut war, hat den Zeitungen zu­folge ihren Bericht fertiggestellt. Sie hat die polnische Westgrenze wie folgt gezogen: Die vorgeschlagene Linie beginnt an der Ostsee, einige Kilometer von der kleinen Stadt Putzig entfernt. Sie umfaßt einen kleinen pommer- chen Gebietsstreifen mit polnischer Be- völkerung, geht dann etwa durch die Bezirke von Bütow, Schlochau, Deutsch- Krone und Deutsch-Mühle. Dir beiden letzteren Bezirke gehören zum historischen Po­len. Die Grenze umfaßt sodann Könitz, Schneidemühl, läßt aber die posenfchen Bezirke Schwerin und Meseritz. die eine Ein­buchtung in die Provinz Brandenburg sind, bei Deutschland. Birnbaum, Lissa und Kro- toschin werden zu Polen geschlagen. Einige Zweifel bestehen noch über die Abgren­zung in Schlesien, über daS Schicksal von Groß- Wartenberg und NamSlau. lieber letztere Städte ist noch nicht« bestimmt, dagegen fot6 g«nj Oberschlesien mit der Eisenbahn von Ratlbor nach Oderberg zu Polen gehören.

Haag. 17. März.

Londoner Blätter melden auS Rewyork. daß Hoover in Hoboken dreiundsechzig Trans­portschiffe mit Lebensmitteln für Deuts chland abfahrtbereit liegen habe, deren Ausfahrt gegen Austausch der beut- lckiei, Handelsflotte erfolgen könnte. Aus Pari« wird gemeldet: Ueber den Inhalt der zwifchen den Dentfchen und Alliierten abge- fchloffenen Abmachungen «erden jetzt nä­here Einzelheiten bekannt. Ueber die Auslieferung der Schiffe verlautet, daß die Handelsflotte «nnerhalb dreißig Tagen ausgeliefert fein muß. Renn Passagierfchiffe. darunter derIm­perator. werde» Amerika übergeben. Die Uebergabe diefer Schiffe hat bereits innerhalb dreier Tage zu er folgen. Diese Schiffe erhalten amerikanische Besatzung. Die Alliierten haben weiter Deuffchland eine Liste von Erzeug. Nissen unterbreitet, die es nicht aus- führen darf, um den Wettbewerb mit den Erzeugnissen der Industrien Frankreichs. Bel­gien« und anderer Länder auSzuschalten.

Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung 1

Preußen-Tagung.

Vorläufige Ordnung der Staatsgewalt.

fDrahtbericht.)

Berlin, 17. März. J

5ln der Sonnabend-Sitzung kam nach de» Eröffnung zunächst Aba. Hergt (Dtschn.) zu Wort. Er führte aus: Von dem Pflichtgefühl das bet bisherigen Regierung innewohnen soll, haben wir wenig gemerkt. Sie hat in ungesetzlicher Weise eine Menge wich­tiger Dinge im Verordnungswege ge­regelt. die nur durch Gesetz geregelt werden Durften. Der Entwurf enthält unzeitgemäße Festlegungen für die Zukunft, zum Beispiel zweimal den Ausdruck .Preußische Republik-. Wir haben uns mit dem rwublikanische» Staate abgesiiuden. den monarchischen Gedanken aber lassen wir uns nicht dadurch rauben. In tiefer Dankbarkeit denken wir alles dessen, was die Hohenzollern für Preußen getan haben. Die Monarchie ist die beste StaatSsorm für das deutsche Voll und wir hoffen, daß die Zeit ihrer Rück- kehr kommen wird, wenn auch nicht die Zeit des alten Svstems. Wir sind Gegner jede« engherzigen ParfikulariSmus und wir sind zu unitariftischen Opfern bereit Ein starkes Preußen brauch einen eigenen Staats. Präsidenten. Das Recht, ohne Zustim- mnna de« Hauses Verordnungen zu erlassen, muß der Regierung endgültig genommen werden

Ministerpräsident Hirsch Die Hauptschuld an der vollzogenen Umwälzung tragen die, die sich mit Händen und Füßen gegen jede Reform in Preußen gesträubt haben. Bezüglich der Frage des Staatspräsidenten steht noch nicht fest ob von Reichs wegen diese Frage gründ- satzlrch geregelt wird. Es spricht überhaupt vieles gegen diese Einrichtung. Den Aus­druck .Republik" haben wir mit vollem Be­wußtsein gewählt, denn an der republikani­schen Sttuktnr des Staatswesens besteht kein Zweifel. Ich bitte, die Vorlage zu verabschie­den, damit Preußen möglichst bald eine ord­nungsmäßig zusammengesetzte Regierung be­kommt.

Abg Heinemann (Soz.): Die Rede des Ab­geordneten Hergt hatte teilweise einen provo- kawrischen Charakter. Die Arbeiterschaft hatte am 9. November die Macht in Händen und kein Gesetz hätte ste gehindert, sie zu behaupten, aber wir haben von vornherein erklärt, daß wir keine Diktatur wollen, sondern an der reinen Demokratie fefthalten. Demokratie «atz' Republik sind für Preußen ur«6 Deutschland eine unwiderrufliche Einrichtung. DaS Insti­tut des Staatspräsidenten können wir nicht brauchen, denn das würde einer weiteren Ver­einheitlichung des Reiches naturgemäß wider- streben. Abg. Zehnhoff (Ztr.) spricht sich fiir die Regierung und gegen die Abänderungsan- ttäae aus

Abg. Heilbronn (Dem.): ES war nicht rich­tig. wie in der letzten Zett wichtige Dinge int Wege der Verordnung zu regeln und damft die. er Versammlung Vorzugreisen. Mr erstreben den unitarischen Einheitsstaat und dieses Ziel wird erschwert durch die Entrichtung der StaatsprSsidenischast. Abg. Dr. Rosenfeld (U. S.): An den taffächlichen Machtverhältnis- en eines Staates kann keine Verfassung etwas ändern. Diesen Macktverbältnissen entspricht der Entwurf nicht, benn er läßt die 9L- und S.-Räte unberücksichtigt. Abg. Richter (D. P.): Das Notverordnungsgesetz ist von de» fetzigen Regierung nicht im demokratischen, son. dern in höchst autokratischem Sinne ge» übt worden. An der Spitze Preußens muß ein Staatspräsident stehen. Es muß eine Stelle da sein, die vor der LaudeSversammlung un­mittelbar an daS Boll apvellieren kann. Der Entwurf geht au einen Ausschuß von 27 Mit-' gliedern. Montag 12 Uhr: Fortsetzung der 93c. ratung des Antrages Hoffmann betreffend Aus. Hebung der Belagerungszustandes,

Die diplomatischen Beziehungen.

Genf, 17. März. (Drahtbericht.) Eine New- Yorker Meldung besagt: Der Senatsausschuß für Auswärtiges hat am 14. März mit allen gegen drei Stimmen der Wiederauf­nahme .sofortiger diplomatischer Beziehungen mit den jetzigen Feinden nach Friedensschluß zugesfimmt. Ein Auttag Lüdge forderte vor Aufnahme birefter diploma­tischer Beziehungen eine Bewährungsfrist von yroei Jahren. AuS Paris wird gemeldet: P i ch o n sprach im Kammerausschuß auf eine Anfrage Renaudels: Es liegen feine Be­stimmungen der Alliierten vor, die eine Zerstückelung DeutfchlandS be. zweckten. Frankreichs IMereffe an der Grenzyestaltmig Deutschlands erschöpfe sich mit der Sicherstellung seiner nicht geringen finan­ziellen Anforderungen an den jetzigen Gegner.

Am das Saar-Revie».

Zürich, 17. März. (Dr-chtdcricht.) Die »Neue Züricher Zeitung" berichtet von der ttalieni- schen Grenze: Ein Mafländer Blatt bezeichnet die Meldung als unwahrscheinlich, die Ver­einigten Staaten würden gegen einen Verzicht Frankreichs auf die interalliierte Verteilung der Kneoskosten in die Annexion des Saar­beckens mit dr-ihunderttausend deutschen Einwohnern einwilligen Ein solches Projeft stände, so betont das Blatt, in großem Wider­spruch zu dem Programm und den jüngsten Versicherungen Wilsons; da jene Annexion un­gerecht ist, darf ste auch unter der Begründung des Kohkenreichtmns nicht zugelassen werden, da Deutschland, wen» man ihm das Freiwil- ligen-System auserlegt Hai, auch gezwungen werden könnte, Frankreich alle Saarkohlen zu liefern, ohne daß dreihunderttausend Deutsche awTtiert werden müßten

Dl« Entwaffn««- Drutschlantzs.

Amsterdam, 17. März. (Drahtbericht.) Die Pariser Presse bemerkt zu den BefckAUen über die Entwaffnung Deutschlands, daß diese letztere Frankreich in trügerische Sicher­heiten wiegen könnte. Lloyd Georges Gedanke war, durch Nhaflung der allgemeinen Wehr­pflicht dem deutschen Dolle den DMtärdienst M verekeln. Solange die Entente-Kontrolle auftecht erhalten werden kann, fei das von der Entente angenommene System ganz gut, doch dürfe man sich über die Möglichkeit einer dau­ernden Ueberwachung keinen Illusionen Mn- geben. Man befürchtet, daß. falls Teutschwnd sich nicht zum Pazifismus ertiäre, der 93 er- zeltungswille gegen Frankreich äußerst bedenklich toetb-n könnte, umso mehr noch, als in den Entente-Staaten die Entwaff- uuug Deutschlands als Argument für dir eigene Abrüstung übernommen werden kann.

8os Brüsseler Abkommen.

Die Anzahlungs-Bedinguuge«.

(Drahtbericht.) A

Serif«, 17. Märr.

Nachdem tetr am Samstag über die Sie- j ferungen an Deutschland meldeten, daß nämlich 370000 Tonnen und zwar 300000 Tonnen Brotgetreide und 70000 Tonnen Fette monatlich nach Deutschland zur Einfuhr getan« aen sollen, sind jetzt noch die Zahlungen festgesetzt worden. Die Entente-Regierungen >

legen Wert darauf, daß Deuffchland die Le- bensmitteleinkichr möglichst durch Aus- :

kuhr finanziert. Es ist daher bestimmt ' worden, daß abgesehen von der Bezahlung der bereits ftüher fest zugesagten 270000 Tonnen, Gold und ausländische Wertpapiere einstweilen nur im Betrage von 200 Millionen Dollar für

Mark fctzgelegt ist. Abei könnte nicht ein Gesetz onen im ngni orn oauiujcn iöBvoumna>ngien M Mienantefl auf etwa 100 Mark njmn'te-l ihre Beschlüsse mftteflen können. Die Serba ob­

ren? Die Stempelpflicht auf ein Minimum re­duzieren? So könnte der Arbeiter etwa nach einjähriger Zugehörigkeit mit einem Zu- satz-Verdien st an dem Verdienst des Un- terneburenS beteiligt werden, Hütte selbst­redend mich Risiko-Anteil. Und der brächte ihm daun vielleicht das volle Verständ­nis für die geistige Energie des Unternehmer­tums überhaupt, eine Klarheit, die jetzt der Arbeiterschaft noch zu fehlen scheint. Das wäre immerhin ein diskutierbarer Borfckllag. Seine Verwirklichung liegt noch in weitem Feld; aber es ist kein Zweifel, daß so ein an» nähernder Jdealzustand geschaffen werden könnte. Wenn in allen diesen Fragen ruhig und vernünftig neugebaut wird, daun dürste aus diesem Gebiet Deutschlands Führung einst gewiß fein! P. B.S.

auf morgen will. Das geht bei der Schwie­rigkeit der kolossalen Materie natürlich ufibt. Und so kann man, wie die Mehrheit oder Min- berheft der SoziakisierungSkommission, verschie- dener Ansicht sein über die Mittel, die im ein­zelnen zum Ziele führen, wenn nur ganze arbeit gemacht wird. Was kommen muß, wird kommen, dagegen HM alle Jvon« und alles bittere Nörgeln nichts! DaS, was unser Boden an Schützen birgt, Kohle, Erze, Kali, eS sind von Anbeginn an die natürlichen Reichtümer; es fft von Anbeginn an da» Erbaut unseres gesamten Volkes, ftlfre Ausbeute muß daher mit Rocht dem Ge- ttr. irrt Hr eben des Privat-KapiiakS entzogen wer­den, um sie Allgemeinheit nutzbar zu mackem Und Khnsich kiegt eS auch bei den Eisen- und Straßenbahnen, der Strom- und Energieversorgung, den Wasser- und GaSwer- ?en, bei der überdimensionierten Land- und Forstwirtschaft, bei einem Teil der chemischen find NahrungSmittel-Industrie: bei aller Jndu- ftne also, die mit einem gewissen reaelrnäßiaen Massenkonsum zu rechnen hat, während ihre Produktionskosten nicht allzusehr von KoujuNk- wrschwankuugen abhängen.

SS ist ein .Rahmen" gegeben. ouS dem ei», »al ein leuchtendes Bild vrangen Wird, wenn Ule Willig für die Allgemeinheit Mitarbeiten «ch wenn Fehler aus Uebersiürzung oder zuweitgehen vermieden werden. Zu dieser Mitarbeit gehört aber auch, daß man einen Ausgleich schaffe zwischeu Kapital nb Arbeit, oder doch wenigstetrS eine Milderung dieser die Oüiertrtewmg ichaf. »«den beiden «genfätzlichen Faktoren. ES ist SteS ein PrEem für Staat und Wissenschaft. US ist eine Binsenwahrheit, f» sagt Konsul

Marr-Berlin, daß daS materiell« Jnter- Uk an dem Verderben und Gedeihen deS Un- Genehm-nz den Einzelnen an dieses kettet. Vtese motorische Straft bei Erwerbssinns wird kwtz aller komnnmistischen Ideen der aufbau» infie F rftor bleiben. Und ft> liegt eS im In- »treffe des Arbeiters ebenso mie fit» Unternehmers, wenn der Aibefter tot Werke interessiert wird. Auch hier gibt eS Wlhwieriakeiren, zum Beispiel bei den Aktien- zffellschasten, deren Aktieneinheit auf 1000