Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Nummer 139
Souutag, 18. Mai 1919
Fernsprecher 951 und 952.
Kernsprecher 951 ttnb 952.
Frankreich gegen die Friedens-Mldernngen
FochS Besuch in Köln
Eingehende Besichtigungen.
Von Fritz Körber.
nahm m Begleitung des Generals Wvatt und : ferner Stahsoffiz'«' eingehende Besich. : tlatM Ä<N vor. um die «rserderFiLenl
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Frankreich gegen Milderungen.
Gens, 17. Mai. sDrahkbericht.j G-« Lv- oner Blatt ntribet aus Paris: Im .«tamme«mS. schuß wmtze trott Pichvn «nißetetlt. Frank, reich »»erde einer weiteren Milderung Deutschland im Vertrage auferlegten Ber- pflichtunqen sichwidersetzen. — Londoner Blätter berichten: Dir englische AdmiraMät bat die Nordseeflotte anSlansen lasstrn. Dw Besetzung der deutschen Häsen torrch die «Merten ift für den Fall der Nicht- unterMchmmq des Friedensvertrages seitens Deutschland in Aussicht genommen.
DersorgnngS.Vorschsiffe.
ÜMettxmt. 17. Mai. sDrahtbericht.) $te Minister Picho« und ClSmentel setzten gestern in der Kammer die politischen Gründe auseinander, wie die französisch« Regierung da. zu kommt, Oesterreich einen Vorschuß von 75 Missionen fürdieLebensmittelversor. gung Oesterreichs z« verschaffen. ES käme vor allen Dingen darauf an, zu verhin. der«, daß das neue Oesterreich unter Deutschlands Oberherrschaft falle. Die Kammer Hal ihre Zustimmung noch nicht gegeben, da sie noch nähere Einzelheiten zu erhalten wünscht.
Trotzende ßmigratiou.
Deutscher Kulturdünger.
Wilsons BeriÄtiWnn.
Drohung mit Wiedervefetzuirss.
(Drahtbreicht.l
Versailles, 17. Mai.
Präsident Wklson hat der deutsche« Delegation eine Reihe von Berichtigungen zu dem Entwurf des Friedensvertrages mitpeteNt. Die meisten befallen sich mit geringfügigen Versehen oder DntSstWern. Eine dies« Berichtigungen beicht sich aus die von uns nach ber russischen Revolution vom November 1917 geschlossene« Verirre; die zweite Berichtigung, «ach der die MMrrten be- reitS gerSrnnte Geriete Deutschlands sofort wie. bet besetzen können, wenn irgend welche De- btngcrt des Vertrages tticht eingehalten werden, besagt, daß diese Wirdrrbesebung ein» tritt, sobald Deutschland sich weigert, eine De- dingunss des Vertrages nicht zu halte«.
Italiens Unzufriedenheit.
Lugano. 17. Mai. (Drachtbericht.s Fn Italien macht sich die Unzufriedenheitmit den Pariser Machenschaften immer stärker bemerkbar. Orlando und Souino be. stehen israz-T noch nur der gänzlichen D u t ch„- fuhrung der Londoner Vertrages Bei der B«attmg über Südtirol und der Beratung üb« das gesamte italienisch« Pro. bletn setz«« die italienischen Delegierten dev' Anschluß Oesterreichs auf die Tagesordnung.
Deutschlands Kriegsopfer.
Hebet sechsdreiviertel Millionen Mann.
(Dra-tbericht.s
Berlin. 17. Mai.
KriegSverluste, das traurige Er. MmriS an Toten, Verwtmdeten >md Gefanne- nen, liegt «mnnehr bis zum 30. April vor. Es wnrden gemeldet: alt tot 1 076 696, als vermißt (von denen nenn Zehntel als tot betrachtet werden müssen) 373770, sodaß ein Gesamtver- tust an Toten von über zwei Millionen angenommen werden muß. Ber- w««det wurden gemeldet: 4287028. Fn wknd^ch« Gefangenschaft schmachten noch 615922. In diese Zahl sind aber die fifvid gefangenen nicht eingerechnet. Der Gesamt- Verlust beträgt 6873413 Mann.
$tfagermtgg*nb in Stettin.
Bildung ein« Einwohnerwehr.
tDrahtberichr.)
Stettin. 17. Mai.
Ole territorialen Fragen.
Rotterdam. 17. Mai. sDrcchkbeE.) Ein London« Blatt meldet a«S VariSr Am Donnerstag ist üb« die Note Deutschlands be- treffend die territorialen Grenzfest, stelluugen im Rat der Bi« verhandelt worden. Rach einer Information Lansings an die amerktantfch-n Pressevertreter wurde kein Grund gefunden, die in wochenlanMn Bera- hntgen fesigelegtet, Beschlüsse der Alliierten wied« «mzustotzen.
das Glück vergangener Seiten zu finden. Wir brauchen nur nach dem Osten zu sehen, wo baS auf geistig« Stufe viel niedriger stehende Volk ber Russen unter der sifuchtel des Bolschew-S- mus ^usammenbrach mA bereits auf dem Wege ist, mit dem bisherigen Shstem z« brechen nt* M geordneteren Zuständen auf demokrattscher BastS Mrückzukehren. Deutschland könnte em solches Martyrium nicht einmal einen Monat ertragen. In Strömen würden sich unsere Volksgenossen in die fremde begeben, wo ihrer natürlich nur neues Leid und neu« Kummer bevorstände. Wahrlich, ei gibt schönere Gefühle, als das, geduldet zn sein. Dazu kommt noch, daß dank d« enteutMschen Propaaanda tn den meisten Ländern allem, war deutsch ist, Satz und Verachtung entgeaengebracht werden. Wo man also hiEckt, siebt man neues Elend. Keinen Ausweg scheint eS auS diesem furchtbarsten Dilemna all« Zeiten zn geben. Wehrlos stehen wir vor den grausamsten D essroten d« Geschichte, bereu tauben Ohren man ver- gebsich von Vernunft spricht.
-«ltst-Sestemichr Steinen,
Volksabstimmung über Klagenfurth.
(Drahchericht.)
Basel, 17. SRat
Die .Baseler Rationalzeitung" meldet aus Turin: Heb« die Regelung der Grenzen von Deutsch-Oesterreich erfährt ein Mailänder Blatt aus Paris: D« Viererrat beschloß, üb« die Zugehörigkeit des Bezirkes von Klagensurth eine Volksabstimmung z« veranstalten. Die italienisch« Grenzlinie wird der Waff«sch«ide deS Tarvis-Passes fol- aen. Die ganze Bahnlinie von Triest nach Vil- lach wird Italic« zrrgetrilt.
Fünfzehn MiMonen Deutsche sollen nach dein Willen der Entente keine Möglichkeit mehr Haven, in ihrem VaMlande daS Dasein fristen zu können! Wie ehi Notschrei klingen diese Worte der neuen deutschen Not«. Es ist jedoch zweifelhaft, ob dieses Argument, tote so viele andere gleich schwer« Art, den geringsten Einfluß auf die Härte ber Bedingungen von Versailles haben werden. Die Männer, mit denen es unsere Delegation an ber Seine zu tun hat, scheinen menschliches Fühlen nicht zu kennen. Lian sieht eben wieder eimnal, wir leer doch bi« Phrasen von Idealen jebet Art sind, da sie ja im richtigen Augenblick vor der Macht »es Egoismus wie ein Kartenhaus zusammen- sallen. UebrigenS ist es für ein 70-Millionen- Bolk ein recht unwürdiges Beginnen, um Er- barmen zu flehen. Mr können nur den Der- such machen, den gegnerischen Nationen die Wrberslnnigkett des Gebarens ihrer rugenbl-ckluh-n Machthaber mit aller Klarheit ww Augen zu führen und ihnen M zeigen, daß yorberungen, die Über jedes Maß hinauSsehen, nicht zuletzt ihnen selbst die größten Nachteile bringen. Um bieS ab« in einer Zett zu er» reichen, wo die Gemüter ausS mächtigste erregt and, und eine ungeheure Nervosität die ganze Dtonjchhell «griffen hat, ist dies nichts weniger . als leicht. Auch ist es nicht Sache b« Presse, tn Zeiten wie ber jetzigen mit »Vorschlägen* z« kommen. Ihre Aufgabe ist eS. die Stimmungen und Meinungen im Volke wiederzu- xsben. Geht sie, wie eS bie englischen und rranzD fischen Blatt« tun, über diesen Rahmen Anaus. stiftet sie in de« meisten FWlen mehr Schaden als Nutzen.
Me große Erbitterung, die seit einigen Ta- gen in allen deutschen Gebieten berrscht, rübrt prm größten Teil daher, daß mehrere MMo- «en unserer Brüder für immer aus dem 53«. wm®« des Reiches auSscheiden sollen. Der Schmerz darüber überwiegt fast die Defürch- mngen, die sich an die wirtschaftliche Knebe- vmg knüpfen. Und doch wird diese ehren wei- Ireen Verlust von Volksgenossen zur sicheren -svlge haben. Don welcher Seite wir auch die Ä-achtoge betrachten mögen, hrrm« werde» wir sehen, wte di« nächste Zukunft unser Land ■ entvölkern Wirb. Die erwähnte deutsche , NM« betont zum erstenmal ht offizieller Weife, . welches Resultat die Sklavenarbeit haben wird, , bte unS von der Entente zugedacht ist. Wenn 1 man auch auf da» ZusammengehörigkeitSyefühl 1 ber deutichen Nation hinweist und daher an- 1 itnrntö, daß dadurch eine Emigration verhin- bert werden könnte, muß man sich doch einge- V^n, daß auch PattiotiSurus und Opfermut ihre Grenzen haben. Wenn sich einem nach fön ' Ü^n deS ,r>mw«S und der Entbehrungen die lroNofeste Zickunft eröffnet, ja wenn er nicht ruitnal genau weiß, wo et genügend Arbeit fiebert soll, um damit sich und die Seinen zu ernähren, kann man sich nicht wundern, wenn « jedes Mittel ergreift, nm sich ans diel« ver- zweifelten Lage zu befreien. Und solche Ge. icgenhetten wird eS sicher in Hülle und ss-ülle »eben. Deutsche Tüchtigkeit und deutsch« Fleiß haben sich in ber Welt keines schlechten Rufes zu ^erfreuen gehabt, ttnb nur bn Konkurrenz.
• e8> d« sich leib« mit Erfolg bemühte,
mit ihnen auch unsre oanze Nation in der Meinung d« Welt in Miilredit zu bringen.
Für <rnd«e Interessen würde mau ab« unsere Kräfte recht gern verwendet feiert Des- bor& ist auch mit Sicherheit anzunehmen. daß Werbebureaus nach Abschluß b« FriedenSver- Handlungen in Deutschland wie Pi» mtS der Erde schießen werden. Bleiben diMsorderun. gen Uns«« Gegn« aufrecht, und sollten mir des schmählichen Dokumen- «S. das sich Friedensvertrag nennt, te*toim~en reiSen-,f0JIi urit einem starken Zulanf zu die- -en ausländl,ch«n Werbestessen zu rechnen An- »erNfalls wenn sich ein g-wtss« Dro^ntsatz un. s«es Volkes n«ht entschließen wird, feine Hei. mat zu verlassen, sind wiederum Millionen dem Hungertode ausgesetzt. Mit R«ht Nrorden also jene Emigranten behaupten, daß sie chrer Natron einen größeren Dienst lei- sten, wenn sie in fremde Dienste treten, als elend zugrunde zu geben. Natürlich M es mehr alS klar, daß der größte Teil teuer, die einmal bre Grenzen ihrer Heimat hinter sich lallen. !b'em Vo7j- auf ewige Zeiten verloren oeb-'n. Dies sind also die Aussichten, die sich na» ttn- ter-etchnung der von der Entente gestellte» Frie- denSbed'nguussen für unS ertstxn. Noch mehr lssE jedoch unserm Volke die Gefahr d«. ster- streuuna üb« die Erde. saW totr uns. wie es «nroe He'chsvorne wollen, zu dem Der-weif.
it treiben lassen, den unsere frühere« ungarischen Verbsittdeten unternommen haben Le,der ist noch immer davon die Rede daß bnr nttinu ratio bie Reaierrr asakvatt to 1
Köln. 17. Mai. lDrahtverÄht.) Marschall Foch ist, nachdem et in Begleitung von General Mangin in Höchst a. M. die borkigen sranzösifchen Truppen besichtigt hatte, tet »ökn auf einem festlich geschmückten Rheindampfer aegemfb« dem Stapekhause angekommen. Der Dampf« tnvg an oberster Stelle die engkifch«, dann die amerikanische, sodann nebeneinander dtebergtfche ttnb französische Flagge. Am Ufer blkdeten die französischen Truppen Spalier. Foch wurde von den Truppen mit Zuruf begrüßt
Deutschland den Vertretern ber Lutz ersten Linken oder sogar den Marimalisten selbst über» «eben sollen. Damit wären wir, wie es schon viS^ znr Erschöpfung immer wieder gesa»t wurde, ein« Diktatur ausgeliefen, die in ihr« Schärfe selbst die Glanzzeit des Militarismus weit üb«treffen toürve. Jedes freie Dercken und Schaffen wäre unmöglich, uud,nach dem Zusammenbruch unserer politischen Mrnht wäre uns zuletzt auch noch b« Trost genom-
AmerttaS Tonnaqe-Ersatz.
Rotterdam. 17. Mai. sDrtchtkuricht.) Gin Londoner Malt meldet a«S Part»: D« ameri- kanstche Botschafter «suchte Ekemeneeau um bie Zesttzekluna der Verpflichtung Dontfchlands Mtm Schadeuersntz fttr )Ae versenkte amerikanische Tonnage.
tte6« bie Stabt wurde b« Belage- rungzustanp verhängt. Die Schulen nnb die meisten Geschäfte mit Ausnahme der Sc- bensmittelgeschäfte und bi- Banken stnb geschlossen. Es ist eine Einwohnerwehr gebildet worben, bie bereits Dienst tut Ueber die Zahl b« Opf« aus den gestrigen Dt^o^enkSmpf-n liegen 6i-56er noch keine ganz zuverlässige« Meldungen vor.
e •
Sfrtjenjeitett aus den Straßenkamp fen
Stettin, 17. Mai. sDrahtberrcht.l Im Saufe der Unruhen kam es zu zahlreichen schwerwiegend en Plünderungen von kleineren GeschLften und Kaufhäusern. Das Gesang» n i s wurde gestürmt und die Gefangenen in Mocheit gesetzt. Ebenfalls wurde der Bahn- Hof besetzt, weil RegieritngZtntppen an» konmren sollten. Ueber die Entstehung der Unruhen wird mitgeteilt: Zum Schutze eines He» rtugsdampfers. b« am Sellhaus-Bolsiverk gelöscht werb«« sollte, war Militär als Dache kv-mmmtdtert. AlS die Wachmannschaft erlaben toerbe. fiel eine erregte Menge über ste her nnb nahm ihnen die Waffen fort. Die Soldaten stabe« Feuer, wobei ein Tumultuant «sch-ossen wurde. Die Erregung wurdr dadurch größer, und im Weiteren Derlauk der- f«ben sich viele Senfe mit Waffen und Mini- tron. R«tt«umiS»mrtoen säuberten Me Etta- feen der Cberffabt, wobei fortwährend befeuert wurde. Die Kämpfe bemerfen von ^sstoEtags 3 Uhr ab die ganz» Nacht hindurch. Die B«handstmgen. bie einaelritet wurden, et. Ernten die Waffenabgabe d« Soldaten, die ab- sstckten. ?fn d« Oberstadt kam es ebenfalls z« *®*“*««n Mmpsrv: vi« OrenGLlerMerne wurde
Maßnahmen vorzub«eiten. Er besichtigte Asaß-Lothringen und bie besetzten Gebiete am Rhein. Er wird auch Besprechungen mit großen Heerführern abhalten. In KAn werden -vahrscheinüch die nttlitärischen Maßnahme« mit den Oberbesehlshab«« ber englischen «nid amerikanischen Nefatzungsarmee besprochen werden. Huttn weist darauf hin, daß Marschall Noch, mit Ausnahme von seinem Besuch in Trier, noch nicht im besetzt«« Gebiet war.
9. Jahrgang
Ml» -
Dte ©ffmmmtd im Rheinland.
Bafel, 17. Mai. sDrahkbericht.j Me wir Han Mv«lÄffiq« Seite aus dem besetzten trauern auch bie Meinlande, entgegen anderweitigen durch die Entente verbreiteten Nachrichten, üb« das Schick- sal, das Deutschland in dem bevorstehenden Frieden beschert werden soll. Kein Wort ist mehr in der Bevölkerung von spartakistifchen BMreb-ungen zu hören. W« heute von L os- kösnns von Deutschland sprechen wollte, würde als DaterlandSverrät« angesÄen werden. I« ber Presse des Reiches, soweit sie ht spärlichen Exemplaren üb« den Rhein kommt, hort man das entschiedene „Weht* das auf die Forderungen ber BerbandSmächte als ein Echo der gesamten DokkSwillenS klingt. Die linksrheinische« Blätter erscheinen mit großen Zen- jttrWSech, »ber mit LeUaussStzen. denen man eS anmerkt, daß bie wahren Empfindungen der Schreibenden unterdrückt sind.
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Republik Pfalz auf franzSfifchen Druck.
Brrli«, 17. Mai. sTrtchtbericht.j Die Wühlerri en der Franzosen in ber Pfalz sollen nach hier etn@ela«fenen Nachrichten zu dem Er- EbniS geführt haben, dass es dem französtschen Oberkotmnandterenben gelungen fei, bie Bil- brnig eitere «ms BfSlzre Bürgern betreiben Truppe hrebrizttführen. Diese soll bie Absicht d?ben. am Douniag mit ein« Proklamation bre UnabhlNMgkrit ber*WU hervorzutteten.
ZurLckgehaltene Lebensmittel.
Rotterdam. 17. Mai. sDrahtbericht.) Seit eimge« Taget» werden für Deutschland bestimmte, hi« lagernde Lebensmittel durch bte amerikanischen Vertret« zu- ungefähr« Schätzung haben bte zur Lieferung nach Deutschland im hiesigen Hasen angehaltenen Rheinschiffe einen Tonne-wehalt von rund hunderttausend Ton- neu. Diese Maßnahme der Amreikaner wird
Deutsch - Schweizer Kohlen«ibk»rnmen
Zürich, 17. Mai. sDrahkbreicht.1 DK.Reue Zwnch« Zettmuri meldet: Zwischen ber ZL w e izund D eutschland. wurde soeben ssuf d« Grmchkage eines Durchschnittspreises tont 105 Franken ein neues Kohlenab- kommett getroffen, das dentschersritS eine mo. Eche Leefsrung von 30000 Tonnen Kohlen, D«» Donnen ftoö, größtenteils auS dem .ktovie. 12000 Tonnen rheinisch« Z^E^enbrcketts vorsieht. Das Abkommen räuss vom 1. Junt ab zunächst fßrjG Monate.
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Delsiien und »er ffriebett.
cDrahtb««cht.j 5* .Neue Mrrcher Zettmtg meldet aus Genf: An Br«. N.das Komitee für nationale Posittk, des. fm MttMedre auS den rührigsten Elementen b^noes sich zusammenfetzen, soeben et« Slanife« «taffen, in dem die Unanfrie. denhell über bie FrledensKedin- ftörteen Ausdruck gekangt. GS wird dartn «Mrt, wenn bre Vertrag so.wie « to werde, so werde eine wnmter- . rochene Agitatron dessen Revision «Stohren.
e
Kundgebung in Brüssel.
Basel, TT. Mai. lDrahkbericht.s Havas me»« aus Brüssel: Die UeberMtamt« der L^^E der von de« Deutsch«: Ereud d« Besetzung erichvssenen Mtß gebet gab ge- nern ben Anlaß zu einer grohen Patrie fischen KunchAsbung ht Brüssel. Der Darg wurriout emet Stafette »um Bahtchof gebracht, wo ^tt^i^Eche ttnb amertkanijche Truppen Erwiesen. Die Leiche briebton Cjtenbe nach England überführt werde».