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Widerstand gegen den Völkerbund

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«rs twn 12 («tg-EckKch 1:4) ftstfeht. Aehn>- kiche BeiMel« lassen sich von Frankreich, Eng- tattb «nd den nordischen neutralen Landern erführen. 06 der Martkurs in Mehbarex Zeit feinen Wb, hängt gam davon ab, tb et»e Steigerung im Interesse des feindlichen Groß­kapitals liegt oder nicht. Ein b«neEnÄveries Streben macht sich schon zu unseren Gunsten natürlich nicht nnseretwegen in Frankreich

Ans dies«! Beispiel ersehen wir also, wie der KnrS von denen, die den Weltmarkt beherr- schen, wülkürliL deeinflnßt werden kann. Daß der jetzige Kursstand keineswegs dem wirklichen Werte ««spricht, erkennen wir beim einfachen Vergleichen des Kaufwertes. Kaufe ich hier in Kassel zum Beispiel ein Paar Schube für 100 Mark, so müßten die Schuhe in Holland, noch dem Kurs gemessen eigentlich 10 tz/Ulden kosten. Sie kosten aber dort tatsächlich 30 Gul­den Demnach dürfte das Verhältnis zwischen Gulden und Mark nicht 1:10, sondern nur 12 fcht. Ein Haushalt, der in Holland monatlich 9qo Gulden verbraucht, würde hier etwa 600 Mark verbrauchen, also wiederum ein Verhältnis von 1 Gulden = 3 Mark. Der Kurs ist aber uickerechtigternwise 1 Gulden 10 Mark. Un- eefiä&r da? gleiche Verhältnis besteht rn der ' L . zw - rrw'*«4+ 1 ZVl

Deutsche und französische Krieger.

Bern. 25. September. (Privattelegramm.) In den Schweizer Zeitungen veröffentlicht der deutsch -franz ösis >che Verband ehemaliger Teil- nehmer am Weltkrieg einen Aufruf, worm es heißt, daß die Friedensverträge von Versailles und St. Germain den Keim zu neuen Kriegen enthalten. Der Verband habe die Pflicht, an dem großen Kampfe für den wirklichen VöKerfrieden teilzunehmen und habe die Arrfgabe, die Stimme M erheben gegen die wahnsinnigen Hetzer, die lügenhaft ver­sichern, sie sprächen im Sinne ehemaliger Kriegsteilnehmer, wenn sie die vernarbenden Wunden immer wieder -mfreißen. Der Ver­band macht sich zur Aufgabe, das schwerwie­gende Problem der deutsch-französischen Ver­söhnung zu ergründen. Er will besonders die große international« Hetzpresse mit allen Mitteln bekämpfen und im Februar 1920 einen Kongreß nach Genf einberufen, wo die ehe­malige« französischen und deutschen Krieger gemeinsam beraten sollen.

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Ablehnung durch die Schweiz.

Basel, 25. September. (Privattelegramm.) Die Preßinformation meldet aus London: Die vorläufige Ablehnung des Dölkerlnmdes durch den Schweizer Nationalrat hat d i e A l l i i e r- ten verstimmt, da diese Haltung der Schweiz auch andere Länder in der aleidren Weise beeinflussen müsse. Jedenfalls wird die Haltung der Schweiz die lebhaft betriebene Propaganda, den Sitz des Völkerbundes nach Brüssel zu verlegen, verstärken und Belgiens Wunsch in Erfüllung gehen lassen.

Erne Krisis im Senat.

Rewyort, 25. September. (Eigener Draht- bericht.) Im Laufe dieser Woche wird die erste Ahssimmnng m der Beratung über die Verfassung des Völk.rhundos tm amrerim- Mchen Senat erfolgen uzrd tzwar über den 3t- satzantrag Iohmu-, der für di« Vere.uw- »en Staaten die gleise Stimmenzahl fordert wie für Ermland. Ma« erwartet, daß i>;,e Anhänger des Vertrages die Oberhand haben werden. Die Rewuorker Zeimna Eve- nwg Mail" glaubt zu wissen, daß, wnr d« Senat wichstia: Aenderungon rrt dem Friede atz.- vertrag vornehme, der Präsident den Mr-

Für die Sriegsgefongenen. -

Sitte um schnellere Hekmsendung.

(Privat-Telearamm.)

Berlin. 25. September.

An die französische sozialistische Kmmnerfrak- tion richtete die sozialdemokratische Fraktion der deutschen Nationatversammlung folgendes Tele­gramm: IM Namen der Menschlichkeit bitten wir di« sozialistische Kammerfraktion, alle Kräfte für die Rückbeförderung der deutschen Kriegsgefangenen einzusetzen. Die Fraktion erwerbe sich den Dank von Hunderttaufenden unglücklicher Franen nnd Kinder, deren seelische Not bei der Rückkehr der Kriegsgefangenen aus England und Amerika ins Ungemessene gestei- gert werde, wenn die Franzosen die m ihrer Ge­walt befindlichen Gelangens« noch länger un­nötigerweise zurückzuhalten.

Ankunft in Koblenz.

Koblenz, 25. September. (Privattelc- arotttm.) Hier treffen täglich zwei Züge mit Gewnaerten ans amerikanischer Gefangenschaft ein. Tief cm oru. dir linksrheinisch zulumse sind, bleiben im Dnrlbaaugslager Koblenz, wäh­rend die übrigen Heimkehrer in das unbesetzte Deutschland nach Limburg weiterfahren.

damit zum Sinken bringen, um sie später Wie­derum billiger zurückzukaufeu. Die dabei er­zielte Differenz ist da.m glatter Verdienst. Die een Konzerne, die den Kurs mtf diese Weise lich beeinflussen, gewinnen die Differenzen, die unzähligen Mickäufer aber, die den inneren Zusammenhang, die Tendenz, nicht rechtzeitig erkennen, verlieren sie. Es ist andererfeits auch möglich, daß die Markkäufe fortgesetzt werden, aber langsam in Abstufungen, nm eineHausse", ein überstürztes Emporschnellen, zu verhüten. Dann würde der Kurs im gkeichen Tempo lang­sam steigen.

Widersprechende Meldungen.

(Privat-Tcle"r mm.t

Basil, 25 September.

Die deutsche Markv,rlnto 'n den neutralen Ländern steigt weiter. Gestern wurden an der Genfer, Züricher «rn Wfl Börse 27 und 23 Centime« Mr die Nftkrt gehst«, bi# n.cch ns« einer Fodte Mr 19 ZenrirneK echäftlich -oar. Dagegen lautet eine andere Mrtduna-^uS Basel etrhtt'fich a"ders und zwar: Die :Mrk, die Vorgesteri. 25,60 Brief und &»,25 Gelt Mo- tierte sank gestern erneut und notierte 29,50 Brief nud 22,25 Geld. Dieser Widerspruch 'N bett Meldungen ist unerklärlich.

Neuwahlen wieder einsttbrMg« g«ä*^e. Dies würde die ganze Frage von neuem vor die Entscheidung des Volkes bemgen.

Stallens Schwierigkeiten.

d'Annunzw IW sein Abenteu« fort.

(Eigener Drahtbericht.)

Lugano, 25. September.

Einer Nachricht desMessagdr»" Wfolge sind Trnppenabteilunge« d'Aimuuzios auch in bro dalmatinische« Häse« Cama und Cedewika gelandet und haben diese Stadt« besetzt. Buch di« Besetzung von Balat» ist geplant. Der Präsident der italienifchen de­mokratischen Partei in Fiume, Gotthard-, und der Bundessekretär Battestini haben sich über Südslavien im» Ausland geflüchtet. Sie haben im Namen der Bürger von Fiume nach Paris einen Aufruf gegen den Abenteurer dMununzia gerichtet. In diesem Protest wird dem Kommandanten der Bekatzuugstruppen der Entente porgeworfen, daß er, obwohl ihm die Borbereituirgen d'Anmmzios bekannt waren, leine Maßnahmen zur Verhinderung dieses U«- ternehmens getroffen habe. Sämtliche ansässi­gen Südslave« i« Finnrc mußten flüchte«. Auch die Angehörigen anderer Ratto«««, zum Beispiel Deutsche «nd Magtzare« wurden von de« Italienern auLgewiese«.

Die Alliierten in Verlegenheit.

Lugmw 25. September. (PnivctttekegmmM.) In der Fiumcsragr ist ein neuer SHritt Eng­lands und Frankreichs erfolgt. Beide DÄchte habtzn, tote ans bester Quelle verkämet, Wckson dringend um schleunigste Erledigung ersticht mto ihren Schritt damit bemündtt .daß d-e innere Lage Italiens vie größte Be­sorgnis erregt. Sin Umsturz in Italien würde nicht nur auf Italien beschränkt bleTben, sondern feine Rückwirkung über ganz Europa haben. Freilich ist man sehr skeptisch Über das Ergebnis dieses Schrittes. Wie die Perf-. venuiMte aus Rom erfährt, hat W rlson den Entente-Regierungen amtlich mitgeteilt, er werde seine Entschlüsse über die Adrtefrage erst dann Mitteilen, wenn d'Annunzio Fiume geräumt haben werde. Dorbor jedoch nicht. Die Alliierten befghtnm Vorbehalte M machen und wollen die Anwendung des mit Ti- tont adaefchlossenen Mkmmnens von der Klä­rung d« Lage str Fiume abhängig machen. Ans Newhort wird gemeldet: Associeted Preß berichtet aus London, daß nach hier, eingegan- qenen Gerüchten die italienische Regierung dir Mfterren gebeten habe, eine Heere sm acht aller Verbündeie«, mit Ausnahme der ItMener, zu bilden, die d'Amrunzio -ms Fiume vertreiben soll.

England und Amerika gekmrfte* Waren ernte sprechend teurer bezahlen. Deshalb wurde nun vom französischen Handeksminister und anderen Persönlichkeiten angeregt, die Ware« von Deutschland zu kaufen. Emmäl wurde Frankreich dann billiger kaufen und die Mart würbe wieder auf normale« Wege allmühkch zu ihrem wirMche« Werte kommen. Damit wäre Deutschland sowohl wie Frankreich gehokfen, also ein anständiges Geschäft gemacht, a* dem beide Teile verdiene«. Inzwischen sollten aber dir deutsche Regierung inrd unsere Großhan­dels- und Fruanzkrekfe alles ausbieten, nm eine wternattonäke Konferenz zustande M bring« Mit dem Züvecke. endlich wieder Ordnung in das international« Finanzwesen zu bring«« und auch DeutschlanA dabei Gerschügkett wider- sahren zu lassen. ______ K. K D-r.

$as BSlkerbmid Problem.

Widerst«» ht den Bereinigten Staaten.

(Eigene Drahtmeldung.)

Washington. 25. September.

Der mnerikanksche Senat wird sich in der kommenden Woche mit dem Friedensvertrag M befassen hab-- und zwar inShesondere «ft bet« Zusatzantrag. daß Amerika kn Rate des BSl- kerbundes die gleiche Anzahl Stimme« habe« soll tote Vas britische Reich. Dieser Zufatz- antrag findet die günstigste Aufnahme des der Opposition. Rach dem Echo de Paris soll Ge­neral Pershing im Begriffe sei«, sich ge­gen de« Völkerbund anSzusPrechen, was ihn in Ute Lage bringe« wird, mit Aussicht auf Erfolg Anwärter auf die Präsidentschaft z« fei«. Unter den aus Frankreich Mrückge- kehrten Soldaten wird eine Schriftensanunlung gegen die Ratifikation des Vertrags veranstaltet.

_ - , tritt-* Hier etnxt snn M-rk, alfo den übrigen Machten miTtenen w De naß er

^^^^w^Lr^Fein V-rbäL. ben Frisd-nsvert^ nicht vor den

3mfreien" Amerika.

Durchgreifendes Alkoholverbot.

Za 9l»t».emeeif« ift »oe einige» Wochen 6a« «Sn,lich- Verbot ke« ANohklgenngeS ei»ge. führt toorken. Wie e« den ein,einen Gewerbe» flef,»abet hat, so hat e« kie sozialen VcrhSl«. »isse «ekeffKt. ®a geht a*8 einem dem Beeline« Tage blatt gesandten Bericht an« Amerika hervor.

Es ist kein Zweifel, daß di« Restaurants aus dar Zeit vör dem Alkoholverbot erledigt sind. Es G zwar möglich, daß man irgend­wann einmal eilten Spirituosenersatz findet. Ich glaube es aber nicht. Mr suchen ihn noch. AVer ine allgemeinen war es gerade die an- rsgende Mrku>ug dos AKcchols, die den Anreiz zum Beijinch der Kabaretts und Dauzlokale gab. Nicht etwa, daß Nüchterne oder Abstinentzln nicht tanzen Mögen, aber der Unterschied zwi. 'chet, denen di« trisiken und tanzen, und denen^ die Nicht trinken und nicht tanzen, be- deutet den Ruin für die Broädway-Etablis- soments. Wenn ich heute jemandem ein« Limonade vorsetze, so kostet mich das Servie­ren und 'die ganze Aufmachung so Viel, wie wen« ich ihm einenDrink" (Likör) servier« Aber der Unterschied besteht eben darin, daß man ei«smDrink" wohl gern eine« zweitel, oder dritten folgen laßt. Limonade hat tzbe» jeder gleich beim ersten Glas satt. Der

Hotelbetrieb ist hart betroffen.

Ein Beispiel dafür bietet das L-Hotel aut Dimos-Square. Die Bar, zu der die verschie- schiedenen Speisesavons und Dachgärten ge- HZr«n, hatte vor dem Alkoholverbot durchschnitte kich einen Tagesumsatz von 3200 Dollars. Der Reingewinn des Unternchmens betvng jährlich nwgesähr 600 (XX) Dollars. Dieselbe Bor hat jetzt erneu Tagesumsatz von höchstens 250 Dol­lars. Das bedeutet für den Direktor, daß er den Preis feiner 800 Zimmer sowie die Preise für das Essen ganz erheblich Herausseyen mutz, wenn er seinen alten Gewinn bctbchalten will. Und dos reisend« Publikirm ist darüber sehr wenig enMckt, da man nachgerade findet, datz die Hotels teuer genug sind. Und daun. für einen BaechuSfreund ist es doch schwer, sich an Mekx ungewollte Abstinenz zu gewöihuert Ein BroeÄwoy mit Limonadenbors ist doch zn absurd. Dos liegt jenseits oller deEbaren Möglichkeiten. Aber Broadway war das Zentrum aller UnterbaltuNgsstätten, und da das Leiben auf dem Broadway zu Ende ift verschwinden automatisch alle Kabaretts. Es gibt jetzt in New-Dork dreierlei Bors: erstens di« folgsamentrockenen", zweitens solche, te denen dünnbierähnliche Getränike Verschänlt .werden, und drittens mutige Unternehmungen, die nach wie vor aller­dings nur an Fremde guten, hochprozen­tigen Alkohol ausschänken. Vorläufig weroen sich di« größeren Hotels auf die erste Grupp« beschränken, da die gwtzen Mmragers noch immer abworten wMen, wohin! der Wind sich dreht Die Dürmbierbars erregen überhaupt, nur das Mitleid aller Wein- uno Biertrucker, ja sogar der Präsident lächelt mitleidig. Di« Bar, wo man noch alles erhält, das ist die Schieberbar. Man kommt herein, der Mixer fragt, ob man inländischen over aus- MtdischenDrink" Haben will, und wer daun importierten" verlang^ bekommt seinen rich­tigenCocktail^ (Schütieltrunk) wie früher. Das ccfet natürlich nicht so weiter. Die ersten Heiden Bortypen darf man Mein in Betracht ziehen, wenn man die Wirtimg des Wohol- verbots seststellen will. Die letzte Art w«d schon von selbst langsam verschwinden. Abe» es gibt andere, iniereffantere Feststellnwge«,

Die ffhroS haben großen Zulauf.

Ein Kinosachmann sagt darüber folgendes»« Mr haben schon jetzt eine Be'ucherzriser tote n» der größten Wintersatson. Dos Puolikum eines Kinos besteht M 75 Prozent «usFrau­en und Kindern. Aber schon in d«n letz­ten beiden Wochen war di« Besucherzahl der Männer auf 40 Prozent gestiegen. Mr tauben ganq bestimm,, daß wir letzt das Geld bkÄmmren, das früher in die Kneipe wan­derte Wir haben schon Pläne, wie wir diesen Gewinn znwachs vergrötzern wollen. Dos Akoholverbtt rührt sicher zu einer neiien Aera in b-er Filmindustrie. Es sind bereits arotz- rÄaige Pläne üit ueuoriig: Erzengung. «er. trieb nud Schaustellung entworfen worow. Billige UnterhaltiMg iss der »'«gie« bisher bekannte Ersatz für Alkohol. Und das Kttw wird die größte Stutze d-s Akkoholve-bots werden. Es ist billig, vertreibt die Zeit und r o«währt gsistige Anssvonnrv g. -Ein ander«.

Gtwrtbe wiedertlm ist durch das AAobowechvi ! 'kör' ungünstio SeeinMßt worden. Es handLf , sich um das Gvwerb« der Autodro i chken. Heute biTUdten w»-r weniger Leut« ein ^uw. > das sie richtig «och House bringt äls es in t friÄ-even^ Tagen notia nxrr. vaä der

Geld und Ware.

Künstlicher oder natürlicher KurS.

Die vor einigen Tagen gemeldete Auswärts- beweanng des Martkurses ift leider schon m Ihrem Anfang zum Sttllstand gekommen. In der Schweiz zeigte die Notierung, dir vor zwei Wochen auf dem niedrigsten Punkt« 18.50 um> 19.50 gestanden hatte, jetzt 25. Das heißt, eine deutsche Mart ist gleich 25 Schweizer Centimes. Auch in Holland hat der Kurs etwas ange- rogen, ift aber dann stehen geblieben. Warum Vie Mark immer noch so gering bewertet wird arid sogar geringer bewertet worden war, hat verschiedene Ursachen. Das größte Nebel ist das im Auslände gehegte Mißtrauen gegen Deutsi^ land. Wären wir in der Loge, daß wrr uns selbst, das heißt von unseren deutschen land­wirtschaftlichen Erzenguissen ernähren könnten, imb brächte der deutsche Boden 6ie für unser« Iudustri« benötigten Rohstoffe hervor, dann konnte uns die Meinung des Anslandes gleich­gültig sein. Leiber sind wir aber in wertgehen- d«n Matze sowohl in der Versorgung mit Nah­rungsmitteln, als auch mit Rohstoffen von an­deren Sänidern ab hängig. Da diese Völker sich aber nicht als gute Freunde und getreu« Nach­barn erweisen, sondern kalt berechnende Leute find, die uns daS Fell über die Ohren ziehen möchten, wenn sie könnten, so dürfe« wir mcht überrascht fein, z« sehen, wie fie uns beim Handel Übervorteilen und unsere Rotlage aus- mrtzen. Je mehr wir ausländische Ware kaufen, deisw mehr deutsches Geld müssen wir bezahlen, und je tnehr Geld wir dem Auslande anbieten ntüffcn, desto geringer wird dort sein Wert. Es ist im Grunde auch hierbei die Regel von An­gebot nnd Nachfrage. Aus großes Angebot folgt Peroilligung, auf starte Nachfrage!gt Ver­teuerung. Die anskändischen Bmcken bewerten das deutsche Geld gering, weil ihnen zuviel da­von ungebeten wird, einmal durch den Handel, dann durch die Kapitalflucht, drittens besteht Mißtrauen überhaupt, weil bis jetzt noch nichts vom Mederaufstieg Deutschlands wahrzuneh­men ist.

Das find aber nicht Mein die Gründe für die schlechte Valuta. Ms sehr wichtige Tatsache kommt in betracht, daß ine bisherigen Feinde sich auch wefterhin äußerst feindlich verhalten rote den Markknrs künstlich herab­drücken. So wissen wir, daß die Franzosen im besetzten Gebiet in diesen Tagen wieder den Kurs willkürlich herabgesetzt haben. Ebenso ist es in England und Amerika. Die britischen und rmerikanischen Großbanken, die den Weltmarkt beherrschen, sind in der Lage, die deutsche Va­luta ganz nach Belieben steigen oder fallen zu kaffen. Bisher habe« sie die letzterwähnte Me­thode bevorpigt. Dadurch, daß sie aus den Kurs drückten, suchten Me Diejenigen im Ausland«, die deutsche Banknoten oder Wertpapiere be- B diese Werte loszuwerden, wodurch natur« der Kurs noch mehr sank. Dabei ist die zum Spekulattensvbjrtt geworden. Die Banken haben die in Mengen über die Grenze kommenden Martnoren wieder verkauft, um sie später billiger zurücNanfen zu können. Ein sol­cher Rückkauf, bei dem es sich offenbar um Ml- lionen handelte, hat allem Anscheine nach vor einigen Tagen in der Schweiz stattgefunden, worntt sofort ein sprunghaftes Emporschnellen des Kurses verbunden war. Auf dir weitere Entwicklung läßt sich daraus noch nicht schließen. 1 ES ist möglich, daß die jetzigen Käufer in Bälde die Summen wieder vertaufe« «nd den Kurs

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Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

Ferufprecher Kl und 952.

S. Jahrgang.

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Nummer 249. Fernsprecher 951 «nd 952. \ Freitag, 26.