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Meier Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

10. Jahrgang.

Sonntag, 4. Juli 1920

Stummer 151

Fernsprecher 951 unv 952.

Fernsprecher 951 und 952.

A

Der Bwestdelltsche GroWat-Plan

Watzlrefern un

wird vorläufig viel

Portes lohnt.

Sahern und die Regierung.

AUinchen, z. Juli.

Die Einfuhr-Erlaubnis.

Ländern bestehenden Reichsstelle' an das Ver-

Jnlanfe wird ireigegeben. Zwischen Deutsch

nommen worden über eine Erwerierimg des letz­

ten KredirabkommenL-

ate Raffelet N Esten Nachrichten erfdeuten wöchentlich fedjtmal unv zwar oben6 4. Ter abonnementStrets beträgt monatL 5.00 Mark bet freier Zustellung ins Hau». Bestellungen teerten >eb erlitt von oer Geschäftsstelle ober den Boten entgegengenommen. £ ruderet, 8erlog und Redaktion; Schlachthofstrabe 28/30. Für unverlangt eingefandie Beiträge kann die RedaMon eine Verantwortung ober Gewahr tu feinem Falle übernehmen. Stüdyibtimg bei BezugsgeldeS ober Ansprüche wegen eiwaigernf chiorbnungstnatztger Lte erung ausgeschlossen.

Jnfertionspreise > ») Stnhetmtsche Aufträget Dte etnfpaltige Anzeigen-Zeile M. LOO, btt einspaltige SieNamezeile 5JL XMu b) Auswärtige Aufträge: Die eintourige Anzeigen,eile M. 1.20, bte einspaltige Rellamezetle M. 2.75, alle« einschNeblkch AeuerungSzuschlag und Anzeigensteuer. - Für die RichttzkeN aller durch Fern-precher aufgegebenen Anzeigen, sowie für »usnahmedaten und Platze kann eine Gewähr »tcht übernommen werden. truderet: Schlachthofstr.28/30. Geschäftsstelle: Kölnische Sir. 6. Telephon Nr. 951 u. 952.

Berlin, 8 Juli. (Privattelegramm.) Einer Veröffenilichmig zufolge wird das Einfuhrverbot

Der belgische Haß.

Rotterdam. 3. Juli. (Eigene Drahimeldund) Die Times berichten aus Spa: Tie belgische R>- gierung hat von den öffentlichen Gebäuden der Stadt Anschläge entfernen lassen, die zu Kund- gSbung-n der Bevölkeruna gegendie Deut­schen auisfordern. Die Bevölkerung in Spa ist über das Wiedererscheinen von Deutschen in Spa äußerst erregt. Man hält Zwischenfälle beim Erscheinen der Deutschen nicht für ausgeschlossen.

Sie Korrkerenz in Sva.

Keine Milderung des FriedenSvertragS?

(Eigene Drahtmeldung.)

Genf, 3. Juli.

Ta- PariserJournal des DehatS" meld«: Im französischen Ministerrat weiß niemand et waS von der Absicht Frankreichs, in Spa einer Revision des Bersailler Beitrages zuzustimmen, wie sich deutsche Zeitungen aus der Schweiz mel- den lassen. Das Blatt weist aus die letzten Er­klärungen Millcrands in der Stammei am 20. Juni hin, in denen sich der Minister schärfstens gegen eine Abschwächung des Versailler Ber- trage« ausgesprochen hat. Aus Brüssel wird gemeldet, daß Llody George sich gestern nach­mittag mit Millerand und den belgiscl^n Dele­gierten zu einer außerordentlichen Sitzung über die Wiederherstellung Frankreichs zusammenfand. Zuverlässigen Rachriclsten zn folge werden alle notwendigen Vorbesprechungen ftir Spa in der heutigen Nachtsitzung erledigt werden. Dann aber wird wahrscheinlich keine weitere Sitzung »lehr stattfinden. Die Delegier tstn werden sich am Sonntag nach Spa begeben. Die Sitzung wird dort 12 6IS 15 Tage dauern.

* * *

Französische Mindestantrags.

Paris, 3. Juli. (Eigene Trahtmeldung.l Die Havnö-Agentur berichtet: Mintfterpräsivent Millernnd wird in Brüssel den AUi'ertou die Mindest anträge Frankreichs für die Spaer Konferenz vorlegen. Millerand wird um Zu- stimmrmg der Alliierten hierfür bitten. HavaZ meldet weiter: Die Beratungen in Spa werden bei gutem Willen der Deutsche» in drei bis fünf Tagen abgeschlossen sein. Der Korrespondent desRieuwe Rotterdmnsche Courant" hatte ge­stern früh mit Marschall Fach, bevor er sich zur Konferenz begab, eine Unterredung. Fach be­tonte, er werde die Ausführung des Friedens - Vertrages sichern, denn sonst würden uns die Deutschen, so fügte et hinzu, hiritergelfen. (?)

Sebi#go«gen zur Mitarbeit.

(Pvivat-T elearamm.f

Sin süddeutscher GroWaat? Württemberg, Baden und Hesse» (Privat-Telegramm.)

Darmstadt, 3. Juli.

Der hessische Staatspräsident Ullrich hat sich fett Darmstädter Zeitung gegenüber zu dem Ge­danken einer Verschmelzung Württembergs und Badens und vielleicht auch Hessens wie folgt geäußert: Der Plan Württemberg und Baden zu vereinigen ist nicht neu. Schon feit längerer Zeit schweben darüber unverbindliche Verhandlungen zwischen führenden Politikern, die aber bisher über grundsätzliche Erwägvingew noch nicht himmSgekcmmen sind. Aust meiner Kenntnis der Sachlage kann ich mitteilen, daß Württemberg dabei bte treibende Straft ist, wäh rend der Gedanke bisher in Baden wenig Ge­genliebe gefunden habe. Wenn neuerdings auch Hesse» und die anderen genannten Gebiets­teile in eine solche Kombination einbezogen wer­den, so kann ich dazu zunächst nur sagen, daß wir amttich noch keinen Anlaß gehabt haben, uns mit der Angelegenheit zu beschäftigen. Wir sind davon abhängig, wie Preußen sich nach Ab. lauf der Sperrfrist verhalten wird. Werden tat- tächlich preußische Gebietsteile mit größerer Selbständi^eit ausgestattet, etwa zu Reichspro­vinzen umgestaltet, so liegt ja nicht« näher als daß auch im Süden eine gewisse Arondierung stattsindet. Möglicherweise wird dabei auch wie­der der Plan eines Grotzhessen alS fetoftiht« feiger Staat neues Leben bekommen.

Sie LebWMittel-renerlmg.

Massenkundgebung in Berlin.

(Privat-Telegramm-f

Berlin, 3. Juli.

Die Gewerkschaften berufen für kommenden Dienstag Massenftmdgcbnngrn der arbeiten­den Bevölkerung gegen die Lebensmittelteuerung ein. Es sind über siebzig Versammlungen ein­berufen. Im Anschluß daran soll auf die Straße gegangen werden. Die Arbeiter wer­den aufgerusen, vollzählig an den Kundgebungen und Dcmsnstrationszügen tettzunehmen.

Ms neuen Wegen

Der Wiederaufbau des Reiches.

Fühlungnahme mit den Landesregierungsbchör- cen, Besetzung der Zentralstellen mit Landes­kindern, Rückkehr der Ordnung, Reinhaltung des Staatsbetriebes von Stellenjagd und Korrup­tion, Besetzung der Stellen und Mnier unter Berücksichtigung der Tüchtigkeit und Fachbil­dung, Aushebung der sogenannten Kriegsgcsell- schaften und aller seit November 1918 neuFi- schasfenen Aemter und Stellen, soweit deren Fortbestand nicht unabweisbar ist.

Kassel «nd Hessen.

Darmstadt, z. IM. (Privattelegramm.) Heber den Plan fees süfewestde itschcn Zufamnten- schluffes äußerte sich Ministerpräsident Ullrich weiter: Es erscheint zweifelhaft, ob Hessen vielleicht aus finanziellen Gründen der Kombi- Nation Württemberg-Baden-Hessen den Vorzug geben würde. Jedenfalls aber wende ich mich aufs schärfste gegen Bestrebungen, wie sie zur Zeit m Kreisen des Reichswirtschaftsministeri- ums im Gange sind,nämlich Hessen wirtschaft­lich auseinanderzureitzen. Man will dort Ober­hessen dem Kasseler Wirtschaftsge­biet anschließen. Starckenburgs wirtschaft­licher Schwerpunkt soll nach Mannheim verlegt werden, wozu der Antrag feie Tatsache ist, daß man Mannheim als Sitz des Vertreters des ReichSkommiffars erkor. Schließlich soll Rhein- heffen wirtschaftlich an Köln gebunden werden. Ganz besonders gegen die unglaubliche politische NnNugheit der zuletztgenannten Absicht muß man energisch Front machen. Auch wenn man da? linksrheinische Gebiet nur wirtschaftlich zu- sammensaffen will, so arbeitet mmt damit deir po- littschen Plänen der Franzosen in die Hände. Au» diesem Grunde kann vor einer wirtschaft­lichen Trenmma recht»- und linksrheinischen Ge­bietes nicht dringend genug gewarnt werden.

Getreide fürs Ausland?

Münck-en, 3 Juli (Privattel?gramm.) Der sozialdemokratischen Mümbener Volkszeitung wird von besonderer Seite mitgeteilt. daß in verschiedeueit Gegenden Bayerns feaS auf dem Felde stehende Getreide von Auslän- feem zn selbst in dieser Zeit ungewöhnlich hohen Preisen gekauft wurde. Tas Blatt fordert die bayerische Regierung auf, die entsprechenden Ec. gemnaßnahmen zu treffen, ehe es zu spat sei.

ntmert aeschte ff en und sich in einem Aufruf an eße anrrriranischen. Farmer deutschen Stammes gewandt, ixt dem es, laut , Kölnischer VoW- Ziitung', unter anfeerm heißt:Es ist eine Un» Möglichkeit, durch den Kauf und die Ausfuhr großer Massen amerikanischer Milch-präparaie mauernd dem alten deutschen Vaterlande in fei­ner schrecklichen Not Hilfe M bringen. Hilfe kann nur dadurch wirksam gebracht wevsen, daß Wir die deutsche DWtzwfettschast toi-feer io lei­st» ngsf äh iq machen, daß sie imstande ist, die deutsche Kinderwelt und das gange deutsche VE in genügendem Umfange mit ihren Erzeug­nissen zu versorgen. Amerika ist das eiuz-ig« Lawd, von dem die Hilfe kommen kmm. Wir allein Haban bte dafür geeigneten Viehschläge. Unser Vieh gewö>hnt sich ohne weiteres an das europäische und deutsche Klima. Und wir be­sitzen insbchondere sehr leistiMAsfahüges Dich, das die hohen Kosten des überseeischen Traus-

- - - oft dieser Erkenntnis haben bte Amerikaner deutschen Stammes

möglich, mehrere

Kühe zu schenken.

Das geschenkte Vieh wird von uns, die wir im Stilen Ein-verständnis mit der dmischen Regie­rung in Berlin arbeiten, zunächst innerhalb der einzelnen Bezirke in Wagenladungen zufsammen- gebracht und nach dem nächsten Dammellager äcr'aien. Der Transport der Slühe über See. . erfolgt in besonders eingerichteten Schiffen. Wckui dieses großanige Liebeswerk gelingt und daran ist nach dem bisher erlebten Hilfs- werk der Deutfch--Amerikaner kaum zu zweifeln dürste Deutschland vielleicht noch im Laufe dteses Jrrhres hunderttausend Milch­kühe erhalten, die für die Wiederaufbaukraft des deutschen Volkes gewiß wertvoller sind, als time vielstcllige, geldliche Anleihe!* Diese hoch­herzige Anregung unserer Freunde in Amerika wird in Tentschlanife in allen BevöWeMnyskrete sen große Freude Hervorrufen. Wenn der große Wan gelingt, wird dem auszchuagciten deut- 'chen Dollk tatsächlich ein nicht hoch germg W chätzender Liebesdienst erwiesen.

Erne neue Liebesgabe.

Amerikanische Milchkühe für Deutschland.

Dl- Woh-t-aen, »ie Deul'chlan» »en bem nnfl a» äcftnnten Zelle 6e6 AuLlanbe« annehm»-- t*u8 erst eckten stch bisher hauptsächlich auf SHaWtagS mittetfeubungen. Jetzt wollen die Dentsch-Aene- t lener sogar Mtlcqtuhe al» Liebesgabe senden. Wiederholt konnte über das Lürbeswerk der Quäler und anderer großer ameciLruisck/cr Lr- ganisationen berichtet werden, feie zur Linderung vor deutschen Lebensmitteluot unter anderem londennerre M-lch in großen Mengen verteilten; zweckestos hassen diese Gaben das Elend bet deutschen Kinder zu mildern beigctragen; aber die gaoße Masse der Bevölkerung Hut, mit Ausnahme Schwerkranker, seit Jahren kaum gute Milch ge* Um nun eine wirklich au.pamin wirte iamc Besserung der Milchvelsorguivz Deutsch- lcmiös durchzuführtn, tnüvtvn auch die größten Sendungen von Büchs.mm! ich nicht ausreichen, ganz abgesehen davon, daß die Dutterrwt auch dadurch nickst verringert würde. Eine durchgrei- sinde Hebung der deutschen MilckMstrischast ist nur möglich durch Vermehrung und Auffüllung des brutschen Milchviehdestandes; ein Ankauf von MÄchkühen aus eigenen Kräften,ist aber Deutschland in nächster Zeit ganz unmög­lich. Tiefen Gedankengängcn folgend, halben sich menschlich fühlende Deutsch-Amerikaner

Aus den gegenwärtigen politischen Ereignis- fen heben sich feiet wichtige Punkt/e heraus, die in engem Zufammenhanfg miteinanfeer stehen: Die Regierungserklärung, der Reichswirtschafts- rat U'itb die Konferenz in Sipo. Noch ist das am Montag cLgrnebene Programm der Regie­rung Gegenstand eingehender Ewrterung im Reichstag. Tre Parteien äußern sich recht ausgiebig dazu und benutzen die Gelegenheit, alte Streitigkeiten auszuwärmen und ihre schon genügend bekannten Grundsätze immer wieder zu betonen, als müßten sie ihre Wahlreden un- untevbrochen fortsstzen. Cs wird vorläufig viel leeres Stroh gedroschen. Soviel man aus den Reden entnehmen kann, darf das Kabinett mit der Unterstützung der Mehrheit r:chnrn. Das ist wesentlich im Hinblick auf die in ,der kommenden Woche beginnende Konferenz mit dm Alliierter, in Spa, wo die deutscher Unterhändler mit ein r

Die Reichstagsfraktion der Bayerischen Bolkspartei erklärte schriftlich ihre Bereit­willigkeit zum (Eintritt in feie Regierungskoali­tion unter falgenfeen Bedingungen, die der Reichsranzler Fehrenbach angenommen hat: .Keine weitere Beeintröchtigun» feer Selbständig- ------ --------

leit der Länder durch neue Gesetze und Verorfe Tür Käse, mit Ausnahme von Weichkäse, nungen, möglichste Anpaffunc feer" bereits in den hoben und feie Bewirtschaftung von Käse im

einftußreichste« __________

in Chicago, dem landwirtfchasÄichen Zen» ttalpunkt der Vereinigten Staaten, sich zusam­men geschlossen unfe »The American Dairy-CatÄe Conivauv" organisiert und bringt alle Verwvl- luugskosttu für die Durchführung des großen Hilsswerkes aus. Sv wenden wir uns an alle deutsch-amerikanischen Farmer im Busche unfe auf dar Prärie, mit der herzinnigen Bitte um Lftfe. Macht es euch zum Grundsatz und zur Mlicht, dem deutschen Volke in feiner schwersten Gefahr und allrigrößten Not ein: oder, wemr

weitreichenden Vollmacht ouftt-ten müssen, wenn die Gelicndmachung des deutschen. Standpunktes als für die Zukunft maßgebend betrachtet wer­den soll. Von diesem Gesichtspunkt haben sich alle Paiteien des SieichstagK, mit Ausnahme Der linksradikalen Gruppe, bei der Aussprache leiieu lassen.

LSährend diese Erörterung nun schon eine Woche lang dahingleitcr, öffnen sich neue Wege für die Zukunft. Am Mittwoch ist im Herren­haus ein neues Parlament ins Leben getreten das sich rühmen kann, das erste dieser Art nich nur in Teurschlanfe. sondern innerhalb der Völker überhaupt zu sein: Ter Reichöwirtschäfts° xa t hat seine Tagung hcgonnen. Er setzt sich ans dreihundrrtsrchsundzwanzig Mitglisdern zusam­men, die dem praktischen Wirlschastsleiben ent­stammen. Erwählte Fachmänner von Landwirt- «, Industrie und Handwerk, Handel mid :hr, gleich viele ans Arbeitg.iber- und Ar- bertnehmexkreisen, ferner die berufensten Ver­treter der Vrrbraucherschast, des BermtentumS und der freien BeruiSwifsensKaft.m auf dem Ge- biete der Wfttschafts- und Sozialpolitik sitzen darin zusammen. Die Mitgli.-feer besitzen, wie di« ReichStaaSabgeordneten, Immunität und er­halten für ihre Sitzungen im Plenum oder im Ausschuß Tage golfe er. Aufgabe des Reichswirt­schaftsrats ist es. die wirtschaftlichen und fozialpolittschen Gesetze, feie ihm von der Regierung vorgelegt werd.m, dlirchztcherrten. Er kann abvr auch Gesetze selbst ams-nbesten und diese, auch gegen den Willen der Aiegiernng, int Reichstag einbrrngen und vor ihm vertreten. Erunidlegend war bei der Schaffung dieser neuen Körp-erfchwft der Gedanke, daß die Gesetze bei feer vorwiegend parteipolitischen Eigenschaft des Reichstages nicht mit g.müoender Sackke-nnmis VurchM-irtzeitet wurden nn5 daß deshilb feer Reichswirtschaftsrat die fachmännische Vorarbeit giften fett.

> Wie diese Einrichtung zur Förderung des ^WiedeiMifbaus arbeiten toi.-fe und wie sich das MrMtttis zum Reichstag gestaltet, mutz die Au­skunft ergeben. Der Reichswirtschnftsrat wird sdie Befemtung erlangen, die er sich selbst durch seine Arbeiten erringt. Di« ersten Sitzungei las­sen einen vielversprechenden Anfang 'erkennen. Nach brr Kleinarbeit in den Aus­schüssen findet in den Vollsitzungen die Beratung der bereits klargelegten Entwürfe ftaft. Auf cteunb feer vorläufiaen Geschäftsoid.iung stellen Arbeitgeber und Albeitnehmer je einen de- bei­den Ersten Vorsitzenden, die im Amte abw^.sseln Ter Eine führt den Vorsitz vom 1. Juli bis 31. Dezember, der Andere vom 1. Januar bis 30. Juni. Die beiden Vorsitzenden sind für d,rs erste Sitzungsiahr: der frühere Unttrstaatssefte- tar tot LauLwirtschaftsminrfterimn Edler von Braun auf fetten brr Aibeitg-cher, und der Vorisitzende des deutschen Gewerkschrftsbundes 2egren. Den Vorsitz in feer jetzigei Jahres- halste fuhrt Herr von Brann. Der Verlauf her Sitzungen hatte das erfreuliche Ergebnis, daß nur wenig geredet, aber viel geleistet wurde. So sinü> bereits feie llnfrtlaqen für Spa, die die Regiernnq dem wirtfchastspolitischm AnSschiitz fecrtraulr» vorgelegt hatte, gchrüst worden. Möge dieser Geist der Arbeit vorbildlich weiter Walten.

soll, sind natürlich die schlechten wirtschaft­lichen Verhältnisse, das Frnanzelend und feie Ernährungsnot urkundlich ut bewei­sen, sodaß sich die Gegner endlich von feer gerin­gen Leistungsfähigkeit Deutschlands überzeugen Vorausgesetzt, daß sie sich überzeugen lassen wol­len. Soll die Konferenz ihren Zweck erfüllen, so ist erste Bedingung, wie der Reichskanzler sehr richtig erklärte, daß feie deutschen Delegier­ten gleichberechtigt sind. Als Boten zur Ent­gegennahme fertiger VeschMsse toerfeen sie sich diesmal nicht behandln lassen. Würden die Alli­ierten sich abermals den deutschen Darleguntzen verschließen u-rch weiterhin unerfüllbare Leistun­gen verläivgen, dann könnte der Fall eintreten, daß ein energisches deutsches Nein gesprochen wird. Warn unfere Vertreter scsi bleiben iati> sich jedtet Augenblick bewußt fein, daß sie Spa nicht zu einem zweiten Versailles macken dür- fcn. Unser es Volkes Schicksal hängt vom Aus­gang der Konferenz ab. K. F. Dr.

> feer Bcvölkerureg einrichten köirnen Das werd: , auch noch im kommeufeen Jahre fe-tr Fall fein aüfleB. Sv werde die Tormc Roasm 150ß Mark

Erregte Debatten.

D« fortgesetzte Aussprache im Reichst«. (Telegraphtscher Bericht.)

Berlin, S. IM.

Die gestrige Sitzurug nahm etnert sehr lebhaft ten Verlaus Zunächst äußerte sich der Reichs- eriiährungisminister Dr. H e r m e s über die Er» ,!>ShrungLsch.wterigkeiten, die zu den Unruhen feer letzten Tage geführt hatten und feie Regie­rung zum Eingreifen nötigten. Ctos Preispolitik, zugunsten feer Landwirtschaft lehne er ab, cfeer feen LrnLwisten müßten Preise zugebillig-t wer­den, die ihren Produ8iouskvste>t entsprächen. Tie Preissteigerung tot Inland fei eine Fokge feer teuren Auslandspreise. Trotz fen Aufwen­dungen des Reiches vr Höhe von zehn Milliarden hätten wir die Preis? nicht nach feen Wünschen

Ti? deutschen Delegierten, feie heute nach Spa reifen, nehmen also wohlerwogene Jn- ftrutttonen mit. Auch sie schlagen einen neuen ein- An feer Auswahl der Persönlichkeiten ist der Chararter der Besprechungen zu erkennen. Außer dem Reichskanzler Fehrenbach rwitigen «di feer Außenminister Simon», feer Wirtschnsts- Mtlnisier Dr. Scholz, feer Finanzminister Dr Wirth uns der Eruahrungsminister Hermes mit Ihren Sticmtssekretäven und Geheimräten Man vermißt leider den Wehrministe'-, der doch gerade setzt angesichts der von feer Entente beabsichtigten Wehrlosmachung sein Protestmaterial un- terbrcrten müßte. BerrmEich übernimmt der,________ ____ ____ ___________ ___

Reichskanzler diese Aufgabe. Zur Beurteilung. walmngSstzstem der Länder, At'°Pbrung feer teufe unfe ß»Kaufe sinfe Vertz.mdlungen aufge- der GefamKage Deutschlands, die für feie Feste! ReichSgesetze durch möglichst weitgehende Selb- .... - - --------- ----

fffiunö unterer VerP-iLÄMnsen maßgebettfe seiul siänfeigkeir mch nät der B-apflichtung w engfte