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10. Zshrgang.

Sonnabend, 17. Juli 1920

Nummer 162

Fernsprecher 951 und 958.

Fernsprecher 951 und 952.

Deutschland gibt wieder nach

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Gelegenheit zum Einmarsch.

Der

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Militärische Besetzung

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setzuvg eines neuen deutschen Gebie- teS, dcS RuhrgebieteS oder itnenö eines anve-

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$tt Kastrier SQ tue ft en Nachrichten erkcheinen wöchentlich lech Sinai und »war adenoS. Der AvonnernentSpreiS beträgt monatL 8.00 Mark bei freier Zustellung in» Hau». Bestellmigen werden >ebery:tt von der GilchastSstelle oder den Boten entgegengenommtn. Druckerei, Verlag und Siedaltion . Schlachthochratze SS/M. Für unverlangt etngesandte Beitrage kann die RedaMon «in« BeraNlwortung oder Gewähr in keinem Falle übernehmen Rückzahlung der Bezug-gelbe« oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung auSgeschloss«.

Antwort and Irohung.

Bedingungen der Alliierte«.

(eigene Drahtmeldung.)

Spa, 16. Juli.

«ahme der Bedingungen der toßierteu fiere* ( erNärt hat, haben die Alliierten geflern über die deutschen Vorschläge verhandelt. Nach- nttttags wurden die Sachvrrfiänd'gen geruf-n und noch zahlreiche Einwendungen gegen die deutschen Vorschläge gemacht. Ab vier Uhr be­teiligten hch auch Marschall Fach und General Wilson an den Beratungen. Die Stimmung Hai sich bei den Alliierten gebessert. Lloyd George hat um sieben Uhr abends dem deutschen Mini­ster des Auswärtigen, Dr. Simons, in der Bil­la MiveranLS die Antwort der Alliierten über­geben Heute um 11 Uhr soll eine gemeinsame Sitznna de-» de>,tschen Delegat'on ft*' tt« irrten stattfinden. Die schriftlichen Ab ände- rngSanträgr der Alliierten yt den deutschen Vorschlägen sind erst in später Stunde bekann geworden. Sie werden in den Kreisen drr deut, schn Delegation und der Sachverständigen ernst genommen Sie stimmen mit den jüngste« Er- flärnngrn von Lloyd George und Millerand» <« der Unterredung mit SimonS nicht Werekn. Die äußerst verwickelten Punkje erfordern sehr sorgfältige Untersuchungen durch unsere Tachver. ständigen. Sicherlich haben die RegiermMhäup. ter der Alliierten leine Ahnung von der Trag, wette dieser komplizierten Klausel.

Auflistung der Rarimbrigede.

Die Verteilung der Mannschaften.

Die Aufsilösrmg der -weiten und dritten Ma« rinebrigade ist vollendet. Meine Refibeitände, die sich ans Bernkspersonal Mammen- setzen, werden im Neichsmarinedicnst verwendet, und zwar in der Ostsee und Nordsee Kr

3» diesen Tag« bereits

Zürich, 16. Jttsi. iEiaever Drahtberichtsi . _ . Züricher Anzeiger" meldet ans Paris: Hier bleibt der Eindruck bestehen, daß die einmal le- schlosfene und in allen Einzelheiten vorbereitete

ße Delegation der Wiedergutmachungskommission eingerichett. Ihre Aufgabe besteht darin, sich zu evrgewiffern, daß die in dem Abkommen vor­gesehenen. Kohlenliefcrungen anSgcführt werden.

Kommt trotzdem Besetzung?

Die militürischen Borbereitungea.

(Eigener Drahtberichtsi

Genf, 16. Juli.

DerTenrvS" meldet am Donnerstag mit­tag: Der Ausgleich in Spa, nachdem die Deut­schen wieder einmal das nach ihrer Behauptung Umnögliche angenommen haben, hält nicht die militärische« Vorbereitungen der, Alliierten auf. Marschall Fach bleibt auch nach der deut­schen Annahme im Besitz der Vollmachten der Alliierten, den militärischen Streitkräften den Einmarsch in das Ruhrgebiet zu befeh­len, sobald die Anweisung des alliierten Rates dazu erfolgt. Marschall Fach bleibt bis zum Abschluß der Konferenz in Spa. Die einberufe­nen Jahrgänge werden nicht entlassen

trepbslosen unter dm» jetzigen teuren Verhält­nisse« sehr groß, «her die bisherigen LMungeit de- Reiches befreien seit November 1918 mehr al- siebenhundert Millionen Mark, dazu Haden Länder und Gemeinden weitere steteichundert Millvonen Mars aufgebracht Als wichtige B- tingung ist bei dieser Fürsorge festzusetzen, daß die BivÄrsttzgkkit genau ae-rust wird und daß nur solche Arbeitslose unterstützt werde«, die unverschuldet ohne Arbeit frrtb und sich um Er- langirnz von Arbeit bemüh m. Bisher ist lerd'r sehr viel Unfug von arbeitsscheuen Element.m ---------.

ttriebm worden. Vorgesehen ist, Voß Erwerbs-'reu, schreiten. Es wird jn Berlin eine ständi-

Besetzung des Ruhrgebiets doch zur Durchführ n na kommen werde. Diesen Sinn haben alle Pariser Bfiendbläiter vom Don- i nerSfui* abend, ,.0'rhn de Paris" schreibt, daß uic Deutschen innerhalb zwei Monaten doch wie­der im Rückstand bleiben, wodurch Gelegew beit zum sofortigen Einmarsch in das Ruhrgebiet gegeben würde.

Die Antwort ber Etttente auf Vie letzten deut­schen Vorschläge lautet im Wesentlichen wie folgt: Die deutsche Regierung verpflichtet sich, vom 1 August 1920 an auf sechs Monate den Alliierten monatlich zwei Millionen Tonnen Kohlen welche Mengen von oct Wiedergut machungskommlssion genehmigt find, zur Berfu- rins zu stellen. Der Gegenwert dieser auf dem cknenen- oder Wafferwege beförderten Kohlen wird von den alliierten Regierungen auf das Rcparationskonto ungerechnet und zwar zuw deutschen Inlandspreise, gemäß dem Vertrag von Versailles. Anerkannt wird die Befugnis, sich nach Klaffen »nd Qualitäten eing-steilte Kon- len liefern z» lasten. Eine Prämie von fünf Mark, die von dem Enrpfänger In Bar zu zahlen ist und zum Erwerb von Nahrungsmitteln für die deutsche» Bergarbeiter verwendet wird, wird zugebilligt. Es wird alsbald zwischen de« Al- liierten ein Abkomme» über die Verteilung der overschlesisch enKohlen durch eine Kom­mission getrofferr .in welck^r Deutschland ver­treten sein w«rd E» tritt alsbald in Essen eine Kommission zusammen, in welcher gleichfalls die Deutschen vertrete» sein werden. Ausgabe dieser Kommissionen wird eS sein Mittel und WessS zu finden, um die LebenSbedingm.gen der Bergarbeiter bezüglich der Ernährung imd Kleidung uns im Hinblick auf et«e bes­sere Ausbeutung der Bergwerke zu hebe«.

Raiffeisen in Kmheffen.

3h: eiter Tag des Verbandstags, Größere wirttchaftliche Tätigkeit.

(Eigener Bericht.)

Kastel, 16. JuL

Der gestrige zweite Tag des Raiffeisen, Verbandstages brachte, wie schon berich­tet, eine Anzahl Begrüßungsreden, in denen RaWfeifenS Ruhm gepriesen Wittde. Für dem Bischof von Fulda sprach Pfarrer Ney, für die Stirbt Kassel entbot Beigeordneter Geheimrat Dr. Schröder den Trust und Mr den Bczirksber-- bamd Landeshauptmann von Gehren. In langer Reihe folgten weitere Begrüßungen. Dann zi- staitete Genossenschastsdirektor Schüler d<u Geschäftsbericht der Spar- inti> Darlehnskdfsen- bereiroe. Im Geldgeschäft betrug der JahreS- umfatz tooN 412 Vereinen im Jahre 1918 392.1 Millionen gegen 288 Millionen in 1917, also 104,1 Mvlionen' Mark mehr. Mn Spareinlagen wurden 18,8 Millionen Mark mehr, nämlich 61h Millionen Mark eiugezahlt und hauptsächlich Mr di« 8. und 9. Kriegsanleihe 20F Millionen abye- hohen. Die Guthaben der Einileger stiegen trotz der großen Abhebungen tont 40 Millionen auf 1473 Millionen. Bei der Latodw rtschasMche« Zenlricck-DarlehnsSaste für Deutschland hatten die Vereine Ende 1918 68,5 Millionen gut. Ge­genwärtig ist dieses Guthaben auf 126,5 MMo- tue« gestiegen Der Umsatz der

Landwirtschaftlichen Zentral DarlehnSkaste wuchs im Jahre 1919 um 3,4 Milliarden auf 11.9 Milliarden. Die hiesige Filiale ist an die­sem Umsatz mit 355 Millionen be-e-rigr. Die tot* samteinlagen der Raiffeisenbereine bei ihrer: Bank nähern sich zurzeit dem Bettage von "VAX Milliarden, während von ihr als Darlehen an di« Vereine Ende 1919 nur 15,6 Millionen ausge- geben waren . Um ihr eigenes DemuSgen M stärken, erhöhen die Vereine fetzt di» Geschäfts­anteile ihrer Mitglieder von 10 Mark auf 100 Mark Die Landwirtschaftche Zenttal-Dar- kehnskaffe wird ihr AktienEavital vevdoppeln und es von 20 Millionen auf 40 Millionen bringen. Dar Warengeschäft der .hessischen Rasisi eisemvereine, die Lcmdwi etschaftNche An- und Berkmifsgesellschaft HeflovLand Hai in den ersten 11 Monaten des Geschäftsjahre? 1919/20 2111638 Zentner im Werte von 75.7 Millionen abgefftzt. Erfreulicherweise konnte sie in letzter Zeit vor allem wieder Düngemittel, und zwar besonders Stickstoffdüngemittel reichlicher liefern. Im Gan- ,en sind von Mr 633000 Zentner Düugemtttek beschafft worden. In der Zwangswirtschaft wax .Heffetokmch* wie in den Vorjahren wicd-er stark beschäftigt, in 14 Kommun alvedbänden <rT? Kommissionär der Reichsgettoidestelle tätig, und hat 766 600 Zentner Brotgetreide, sowie Miefe-. runaSpflich-ttge Hülfeufrüchte und Hafer airfge- kanfi Die Geschäftstätigkeit vonH-essenkmd" hat einen immer größeren Umfang angenommen. Außer den neben den

Korn- mrd Lagerhäusern

in der letzten Zeit eingerichteten Geschäftsstellen in Efchweae. HerSfeld. Marburg eröffnet sie fetzt solche in Fritzlar. Wtzenhmtsen und Ziegen­hain. Auch im letzten Jahre wurden wieder viele nette Vereine gegründet, so u. a. in Lichten- <nt, Wolfhagen, Volkmarsm ttnio KaM. Im Ganzen traten 25 neue Raiffetsenverstne bet. tzttmmehr gehören 441 Spar- und Darrehnskaf- senvereine und 35 Bettiedsgenoffenschaften/ M- sammen also 476 Genossenschaften dem Dorbandg an. Am Schluß der Twgunq knM Plärrer M e v - enschein in der ihm eigenen schönen Weise einen Vortrag über Raiffeisen und die deutsche Kultur. Die deutsche Unkultur, so erklärte der Redner, ist FauDett. Gedankenlosigkeit und der das Austommen starker Persönlichkeiten htndern- b» Reid. Deutsche Kultur ist da, wo man kn der Arbeit einen Segen, in der Beschistigung mit der Vergangenheit eine Quelle der Weisheit rrn- Freude in der Versönlichkeit deS Einzelnen, ber Familie und des Volkes »höchstes Glück der Erdenkinder- empsindet und erstrebt. Für diese Dreiheit ist Raiffeisen als Person und als Werk ein Knlturfaktor ersten Ranges, und zwar nicht nur Mr das Land, sondern er kann e* auch für die Großstadt werden. Qekonomterst Rererodt schloß sodann den Verbatodstag mit Worten des Danke? an alle Teilnehmer dieser Tagung, die wieder ein Markstein der großen ländlichen GeuoffenschaMbewegung war.

lose bis zur Dauer eines halben .Jahoes unter­stütz: werden können Mir dieser sozialen Ein­richtung m-rrschiert Deutschland, nie von jeher, toieber an der Spitze aller Staaten. Wenn man bcdenkt, daß wir ein belegtes arm:s Volk sind ist diese Leistung umso höher zu bewerten Ti- alliierten Staaten beitreten den Standpunkt, daß die Arbeitslosen-Uuttrstützung unnötig sei. Aus den Opi rn, die das Reich brinch, erwächst natürlich auch die moralisch« Pflicht der»r, denen di.se soziale Einrichtung zugute kommt, zu ge- «.hener Zett ihre ganze Arbeitskraft dem deut­schen DoAe zu wiLMun. K. F. Dr.

Rußland und Polen.

Oer Rückzug der polnischen Armee.

(Eigene Drahtmelduna.)

Wien,' 16. Juli.

Aus Warschau wird telegraphiert, daß Minifterpäsident GrabSki über feine Besprechun­gen in Spa dem polnischen Ministerrat Mittei­lung machte und daß die Nachrichten über die Haltung Lloyd GeorgrS, die er überbrachte, tie­fen Eindruck machttm Man nimmt au, daß t>ü Polen den Bedingungen Lloyd Georges über einen Friedensschluß mit Rußland sich fügen muffen, so schwere Folgen dieser Schiedsspruch auch für Polen haben wird. Die polnische Armee wird sich in chre Grenze» zurück- ziehe« müssen. Daß die russische Armee bis 50 Kilometer von dieser Grenze entfernt wird folgen dürfet, wird für letztere einen bedeutende» Vorteil darsteg«.

Unter feindlichem zwang.

Die Nachgiebigkeit der Deutsche«.

(Prtvat-Telegramm.1

Spa, 16. JE.

Nachdem die deutsche Delegatton flch zur A

JniertronLpreis«, »> Stnhrimische Sluftrüg«: Pt» «tnfpatttg« Tnzeigrn. gelle M. IDO, btt einspaltige Reriainezelie M. 2.50. b) Auswärtige Aufträge: Die einspalltge Anzelgenzetie M. 1.20, bi, einspaltige Reklame,eile M. 2.75, aller etnschlietzltch DtuerungS,Uschlag und Anzergensteuer. Für die Richtigkeft aller durch Fernsprecher aufgegebenen Sn,eigen, sowie für Ausnahmedaten und Plätze kann ein« Gewähr nicht übernommen werden. Druckerei: Schlachthosstr. 28/30. »tschästssielle: Kölnische Str. 5. Telephon Nr. 951 u, 952.

DieSieger" und der BolscheivkSmn«.

Köln, 16. Juli. (Privattelegramm.) Aus Spa wird vom 15. Juli nachts 11 Uhr gemel­det: Am Abend hat eine Sitzung der Kohlensach- verständigen stattgefunde». Einer Eourantmel- dung zufolge soll über die deutschen Vorschläge auf der DafiS des Zwe>-Millionen-Tonnen Lir- ferungs-Proarainms beute weiter verhandelt werden. Havas meldet: Dr. Simons wies in feiner letzten Aussprache mit Llovd George bett englischen Premierminister auf die mehr u»d mehr näher kommende bolschewistische Ge­fahr hin. Lloyd Gorge wiederholte die früher bereits gemackfte Aeußerung, daß di« Sieger keinen Bolschewismus zu siirchien hät­ten, sondern nur die Besiegten, und daß die For­derung der Alliierten unabändettich sei.

Handelr-Schwierigkritea.

Maßnahmen der skandinavische« Länder.

(Prtvat-Telearamm.1

Frankfurt n. M.. 16. IM.

Die Handelslammer Christiania teilte der Handelskamurer Frankfurt a. M. mit, daß fie sich mit den HandclSvertretimgen Schwedens und Dänemarks in Verbindung gesetzt hat, um eine Liste solcher deutscher Firmen h-rauSzu- gefien, die sich Vertragsbrüche bei Liefe- rungsgeschäften haben zuschulden koutmen laffen. Tie Handelskammer Christiania bemerkt hierzu, daß durcki die Vriöffenilichung dieser Liste drr Ruf der betreffenden Firma als unzuverlässige Verbindung s»r den Handelsverkehr mit Skan­dinavien Mr die Aukuuft vernichtet werde. Die Handelskmnmer Frankfurt«. M. bat gegen die geplante Her ans gäbe dieser Liste Wider- spruch erhoben und verlangt, daß keim: deut­sche Firma aus d>-i Liste der Vertragsbrüchigen Firmen gesetzt werden darf, bevor ihre zuständi­ge Handelskammer gehört word«r ist.

Mckr Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Arbeitrlofigkeit.

Systam der produktiven Fürsorge.

Nachdem ik Bcrhandltmgen in Spa wieder MhKÜnztig anstzeK.iivgon sind, lommt es bar« auf au, eine Wiitschaftskrisis in Deutschland auf alle nu'^dK Weife zu verhüte». Ko h le u n ot bedeutet Arbeitslosigkeit auf allen Ge- £<teten. WaS das heißt, begreift man »ist dann, wenn man die Zahlen drr bisherigen Erwerbs­losen und der für sie aufgewendettu Reichsmit- tel kennt. Der muc Reichs-Albeüsnttnisttr Dr. Braun«! hat bereits Botschlöge gemacht, wie man die LtbctteLosigkcti vermindern tarnt. Aber Vor- «lKsltzu.tg ist dabei doch, daß wir von feindli­chen außenpolitischen Störungen verschont bei­den Nachdem sich die ArbejtsverhLttoifle feit dem ©mntwt vorigen Jahres gebessert hatten, Sld ste im den leyten Wochen fett 1. Ium wie» r schlechter geworden Die Z-chl der Arbeits­losen betxiM am 1 Juni zweihunÄkrtuubstchzlg- raufend und ist jetzt im ständigen Steigen begrif­fen. Dieses Steigen wird allerbingS dadurch verlwngijamt, daß, um möglichst diese Arbeits­kräfte zu Balten, die Arbeilszrn verkürzt wird. Zn befürchten ist lrotzbem. daß bei der Fort­dauer der Gujchajtsstockung Wetter? Betriebe still- gtlegt werden müssen.

Ueber die Ursachen der besorguiscrregendsu Loge ist man sich em Klaren Teuerung und da- r»ttch entftototMne Unterdrückung d r Kaufkraft wirken auf tie Fabrikation. Di? Nachfolge nach Waren ist schr iwückhÄrend Aber die Wurzel alleS Hebet? liegt im Versaill-r Beitrag, dem zum mißtln Teil die Entwenuwg des dem- schen VoWveimögens und der nubere Kurs zu- zufchreiben ist wodurch wir dem Äuslambe dru- errtb unterLrgen sind. Die Beraubung Teutsch. lanids anf de-m G> biete der Laudwirnchaji, In­dustrie, Beral»m<S, Schiffahrt, und die volltae WchtfoSmachitug verhiud-e.n all- Bemühungen zirm Wieix-rattfüicg. Wollen wir wied-r vor­wärts kommen, dann müssen wir von dem Truck von außen Befreit Werden, damit wir unse.rm DEe wieder Arbeit Verfchasfen. Immerhin kommen auch tm Innern wichtige sozialvo- lttische Hilfsmittel in Frage Pot allen Dingen handelt es sich darum, bre Arbeits­gelegenheit, die netf) vorhand.m ist, ooll au-szuwatzcn. Die befondcre An-gab- dw Ar- beitSderMittkimg wird bis auf wetter-S die Be- nifSumstillmtzg zahlreicher ArbetiRräfte fei». Darin sind im Laufe d-s letzten JchreS schon sehr wesevttkhe Erfolge er recht word-n So be­schäftig beffpielc-weise der .Steiiikohlenbevgdau jetzt Wefe T<«,sende von Arbifttskräftm mehr als im Jahre 1914 Im B rmi n kohlmb er ob-m werden heute mehr als doppelt so viele Arbeit«, frä-fie befchäfti« als im Friede,t Auch die Um­stellung in »er Landwirtschaft ist mit bessere«! Er- fetige durchgesÄhrt Worden »IS vielfach aagenom- inen Wird. Reben her AuSnntzuaa d« vorhan­denen ArbckjtSaolegeiiheit steh! du.- Bemühung um neue Arbeit

Wie Dr. Brauns miiteilt. ist in der Beschaff furta neuer Arbeit mehr gksch-chen als dir Ocffenttichkett Weiß. Richt weniger als breihun- dendrsißigtauserch Arbeitskräfte sind nach den Berechnungen des R>tchs sinon;nvinifteriitmd Im Durchschnitt des Jahres 1919 mit Notstands- arbeite» beschäftigt Wortzen Das Reich hat etwa vierhundert,leb»ig Millionen Mark Zu­schüsse daMr gezahlt. Di« Arbeiten haben ins- aefamt drei Milliarde« Mark gekost-t, also etwa bei Drei suche von dem. was in dcr gssicke« Zeit an UnterstützwMri für Erwerbslose gezahlt werden ist. Nemrdivos sind die Notstand,?ärbci- ttn m daS System der produktiven Er- werbSlosen-Fürsorge ühergeMtgun, dessen Gmudlaac« tm letzten Winter vom ReichZ- arbettSministeruun geschaffen wordtn sind. ES kclle« damit «amentkiw Arbeiten gelsrstet Wee­den, die von vokksivirlfchaflljchent Wrtte sind. AlS solche kormmn zum Detsviel der Bau von HLsen, van Wasserstraßen und Talsperren, von Kuniststraßen zur Erschließung landwirtschMi- cher Ueiberschutzgeihiete, und dergbüchtn mehr in Betracht. Auch wird der Gedanke erwogen, dis droduklive ErWerbekcsen-Fürsor^.- auch für di' Bekednng der privattn Industrie eivzusetzcu.

ES sind ans dieffrn G-biete noch weitere Plä­ne in Bearbeitung, wie von Zeit ;n Zeit Berichte auS dem ArbewSmiuisterinm erkennen ließe>t. Sv soll Äs endgtMge Einrichiunz die Ar- Beitslvsen-Versichernna grfch.,sf-n Werden. Sekbftverskaiidlick ist dtt Rot oer Er-

Spa. 16. Juli. (Eigene DrahtmeLung) Die alliietten Regiernnken erklären sich bereit, Deutschland während der oben erwähnten sechs Monate einen Vorschuß zu gewähren in Höhe des NnterschiedeS zwischen dem gezahlten Prei-r und dem Ausfuhrpreis bet orutfd)en Kohlen. Die gewannten Vorschüsse erhalten den unbeding­ten Voireng vor allen Forderungen der Alliior- ten gegen Deutschland. Falls am 5. Novem­ber 1920 ststgestellt weroen sollte, daß die Ge- samtlttferungen von Rngust, September und Ok­tober 1920 die sechs Millionen Tannen nicht er­reicht habeu, dann werben die Alliierten zur B