Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
10. Jahrgang.
Nummer 166.
Donnerstag, 22. Juli 1920.
Fernlvtechet 951 und 952.
Fernsprecher 951 und 952.
Durchmarsch alliierter Truppen nach Polen?
Rotterdam. 21. JnA. (Eigene Dicchtmelduna.)
$ie Raffeler Keueften Nachrichten erfctetnen wöchentlich lechtmal und $roar oben bi. D« SlboimemmtSpretS betrügt mor.atL 6.00 Mark bet freier Zuftellunz in« Hau». Bestellungen werden lebereitt von der Selchäftsstelle ober den Boten entgegengenommen. Trucleret, Verlag und Siedattion : Lchlachthbfstraße W/SO. Für unverlangt etngetandte Beiträge kann die Siebenten eine Verantwortung ober Lewahr tn keinem Falle übernehmen. Rückzahlung beS Bezugrgelber ober Anfprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung ausgefch losten.
Die Lnterdrückungspotttik.
PariS, 21. Juli. (Eigene DrahtmeAmng.) An feiner Kammer.ede sagte Millerand nodt, Drulfic. land müsse für immer auf feilte milssSrifchen Ab. fichten verzichten Deshalb sei auch de Ent- maffnungssrage in Spa an erste Stelle ge> fetzt worden. — Die En entekommiffion f« Berlin hat den alliierten Regierungen neue Der. tragsverletzungen Deutschlands (?) zur Kenntnis gebracht Eine Anzazhl deutscher Mu- nitionssabrilen, deren Schließung angesordert war, soll nach Feststellungen der Ueverwachnngs. sommiffion ohne Behinderung durch die Deutschen angeblich weiter arbeiten.
gnferttonlpretfc.. i) »tnheimUche Aufträge! Die ebtfpattige Auzeigen-ZeUe M 1.00, die einspaltige Reklamezeile M. 240. b) «uSwärttge Aufträge: Die einspaltige «Njeigenreile M. L20. die einspaltige Reklamezeile M. 2.75, alle« einschlleblich Teuerung«zuschlag und «nzeigensteuer. — Für die RichtigkeU aller durch Fernsprecher aufgegebenen Anzeigen, sowie für Ausnahmedaten und Platze kann eine Gewähr nicht übernommen werden. — Druckerei: Schlachttzofstr. 28/ZO. »efchäft«ftelle: Kölnische Str. L. Telephon Nr. 951 u. 962.
Deutschlands Neutralität.
Beilin, 21. Juli (Amtliche teil.'MaPhi.sche Meldung.) In der heutigen Ausgabe des RcichS- cntciRerS wüd nachstehende Bekanntmachung des Reichspräsidenten veröffentlicht: „In den zwischen der pvlulschen Republik und der rus- ischon Sowjetrepublik entstandenen kriegerr- chen Berwickeliinecu hat Deutschland, das ich mit bieden Staaten im FriedenSzustonde beendet, bisher dolle Neutralität beobachtet und wird diese Neutralität auch weiterhin be sbnchten. Ich weise demzufolge darauf hin, daß ür Jedermann im Reich und für die Deutschen m Ausland die Verpflichtung besteht sich aller Handlungen zu enthalten, die der Rcutralität DeiitschlandS znwideilaufen. Berlin. 20. Juli 1920. Reichspräfident Ebert, o Simons." — Diese Bekanntmachung wird den Regierungen in Wurscksau u. Moskau amtlich bekanntgegeben
*
Britische Fälschun sversuche.
noch ein deutscher Stab und ein erfahrener deut, scher General hat die Lettitng Dieser wendet les auf, um Warschau zu erreichen u. zu erobern. — (Diese Nachricht ist nichts aSä eine Verleumdung Wenn der Berichterstatter weiß, daß Mr angeblich deutsche General besonders .erfahren» ist, Müßte er ebensogut d-effen Namen wissen.)
Prim Fsachims Beisetzung.
Trauerfeier in der Friedenskirche.
(Privat-Telegramm.)
Potsdam, 21. Juli.
Gestern vormittag elf Uhr fand hier ht der FricdenSkirche de Tranerfeler für den Prinzen Joachim von Preußen unter überaus starker Beteiligung statt. Die Kirche war reich geschmückt. Vor dem Altar stand der Sarg, bedeckt mit einer Fülle von Blumen. Dex Kaiser und die Kaiserin hatten e'nen Asternkranz der Ktonprlnz und d'e anderen Prinzen eben alls Kränze am Sarge niederlegen lassen. Sehr stark waren Mitglieder des früheren Hofstaates imd der Generalität vertrete«. Potsdamer u.id auswärtige Regimenter hatte« A b • ornunge« geschickt. Kurz vor Beginn der eigentlichen Trauerfeier erschienen die Prinzen Eitel Friedrich, Adalbert, August Wilhelm, Sigismund und Joachim Albrecht mit Grc« Ge- uiahliuncn. Ferner GeneralfeldmarsckM vo« Hindenburg und General Ludendorf Die vier Brüder des Verstorbenen hielte« am Sarge die Ehrenwache, Nach ej«'eilendem Or- gelspiel entwarf Oberhofprediger Kozel ein er- greifendes Lebensbild des Prinzen Joachim. Nach Gebet und Segen sang die Kammersängerin Frau Goetze „Ruhe in Frieden". Rachmii- tags wurde der Sarg vorläufig in der Waldemar-Kapelle in der Friedenskirche beigrsetzt.
: Sos ßtgebnis der Konferenz. ■ Besprechung im Ausschuß für AuswSrtige«.
(Prfivat-Tslegramm.1
Berlin, 2l. Juki.
Gestern abend trat der Reichsausschutz für auswärtige Angelegenheiten unter dem Borfitz deS Abgeordnetem Dr. Strefernann zu einer gemein- farnen Sitzung mit dem Kabjncttt znfammen. Autzenmivister Tr. Simons erfiattcte zunächst einen eingehenden Bericht über S p a und schlo i mit der Erklärung: Es hat stch wohl eine kleine Tür geöffnet, von der aus der Weg zu einer Verständigung zwischen Gleichberechtigten führen könnte, aber im Ganzen bedemet das Ergebnis von Spa keinen Erfolg, sondern eine Last, die zu tragen den Einsatz aller Kräfte erfordert. Tann sprach Bernstein, Sozialdemokrat. Seine Rede ergab im wesentlichen die Zustimmung zur Haltung der deutschen Delegation. Darüber hinaus trat Bernstein für mögkichst baldige Umwandlung der Sicherheitspolizei ein und betonte di« Notwendigkeit für die Bergarbeiter, ihre Kräfte besonders anzu- strengen. Dafür empfahl er lebhaft die Sozialisierung der Bergwerke. Diese Forderung unterstrich auch L e d e b o « r (U. S. P.) Dieser befürwortete ferrter schnelle Beseitigung der Reichs wehr und wandte sich dann gegen Stinnes. Dr. Simons erklärte, daß er die volle Verantwor- htttg für die Anwesenheit Stinnes in Spa über- uchme Dr. Helfferich präzisierte vornehmlich die militärische Seite unserer Konzessionen tn Spa und bezeichnete die Altmachnngen als nicht durchführbar. Hierauf vertagte sich die Versamm- lwtg auf heute nachmittag 5 Uhr.
Überschuß an Selen und Fetten.
Freigabe aus Hamburger Lagern
I» den Oelfabriken Groß-Hamburgs inri) nrmentlch Herburgs haben sich so uRge- lnure Vorräte an O c l e u und Fetten (in de. Thörlschen Oelsabrik in Harburg allein rund 3090 Tonnen im Wette von 75 Mill'Luen Mark) m:y< sammelt, daß die Fabriken wegen Ueberfül- lmtg ihrer Läget räume tniju übergehen ntu6te« einen Teil der Arbeiterschaft zu entlaß ke». wenn nicht endlich die Reicksfettssell». du
Rosfische Kriegserfolge.
Verzweifelte Lage der Polen.
(Eigene Drahtmeldung.)
Breslau, 21. Juli.
Aus Warschau wird berichtet: Führende polnische Kreise erklären, datz es keinen Zweifel mehr über die Lage gebe. Die Bolschewisten lehnen tatsächlich jede Vermittlung ab und von ei. nem Waffenstillstand ist keine Rede mehr. Rur Optimisten glauben, die Barschen» ste« würden etwa an der etnographischen Grenze Polens Halt machen. Das find lediglich Jllufionen. — Minifterpräfident Pilsutzki hat gestern einen verzweifelten Aufruf an das polnische Volk erlassen: „Der russische Feind, der von allen Seiten Polen umzingelt, will unsere Unabhängigkeit vernichten. Aus allen TeNen Astens find wilde Horden zusammengströmt, «m sich auf sinsere herrliche Armee zu stürzen. Sie wollen unser Land überflute«, «ufere Ernte zerstampfen, imserc Dörfer und StädL verbrenne«, und sich zu Herren des freien poln scheu Volkes aufroerfcn. Bürger! Die ganze Ration muß sich den Reihe,, sinnloser Horde« des Bolschewismus enfgege«- werfen als eine einzige imdnrchdringliche Maner."
Die Russen an der Südfront.
Wien, 21. Juli. (Eigener Drahtbericht.) Ter wkraintsche Pressedienst meldet: Tie Städte tnt Osten von Galizien, besonders Tarnopol und B r o d y, werden wegen der Gefahr durch die an- marschierenden russischen Truppen von den Po len geräumt. Lemberg imd die Städte westlich vom San Flust find von Flüchtlingen überfüllt. — Weiter wird gemeldet. Die rote Ar- «tee bat den Dnjcster Ü6etfditiikv. und hat damit die Rückeroberung von Bessarabien begonnen. Sie dringt gegen den P r u t h vor. Eine zweite Annex geht gegen Gal atz vor.
Kasseler Neueste Nachrichten
Unruhige Geister.
Wirtschaftsnot und geheime Umtriebe.
Nach den gestrigen Telegrammen könnte.man «mechmen, daß Deutschland von allen guten Gei- stier« verlassen sei. Wie wäre es sonst möglich, daß trotz all.m Elend immer noch verfassungswidrige Umtriebe ans Tageslicht kommen. Wenn in der Mark BranLcnburg, wie die „Frechen" zu berichten weiß, mttllaristische Organisatrmen bestehen, die angeblich viele Waffen besitzen, so -st das natürlich eine Hebettretung der Gesetze, die scharf verurteilt werden muß, weil sie tmS tnnen- urfb calßenpolittsche Schwieriakeitnt bereiten ftttu. Vorausgesetzt, daß die Dleldmig wirklich stimmt Warum aber deckt dieses liusradikale Bkav nicht auch die staatsaefährlichcn Organisationen out die in allen Teilen Deutschlands von Ähren Anhängern gebildet werden? Die Pläne in Hamburg und die Hebungen in Leipzig lönnen eüenfo zu folgenschweren po- lttisch.in Lchwierigkeiten führen Amtliche, selbst früher schon von sozialdemokratischen Ministern liegei’tatibene, Berichte aus Hamburg besagen neuerdings wieder, daß die fommuncsttsch-mi!i-- tä rischen Machenschaften weiter fortdauern und sogar mit verstärktem Fanatismus betrieben werden. Die bisherige Tätigkeit der Hamburger Kommunisten-Gruppe war der Berliner H<!UptttittMg nicht scharf genug; deshalb sandte sie einen bei de« Kämpfen im Ruhrgebiet h-ervor- getretenen Führer in die säumige Elbstadt, um mehr Schwung in die Sache zu brinacn, was sich aiber tie Hamburger nicht von den Berlinern ge= Man lassen wollten Schließlich gehorchten sie aber der Oberleitung doch, und so wird nun eine regelrechte kommunistische Kampftruppe ans gebildet, die sich zu cin-cm kommenden Aufruhr rüsttn ftfll. Der Hafem ist ihr erstes Ziel, denn wenn sie im Falle eines Butsches die Lebensmitt-Ä- fpeicher mid die Schiffe in der Hand haderi. hoffen sie ganz Deutfchland durch die Sperrung der ausländischen Rahtungszufuht bringen zu können. Man sieht, die Leute beab- fichtigen, aufs Ganze zu gehen.
Im Zusanmienhang damit stehen die koumm- aistisch-milttärifeben Hebungen im Leipziger Gebiet. Wenn endlich der Leipziger Polizeiprasi- de.-tt daraus hinwcist. daß die Marsch- und Schießübungen verfassungswidrig, sind, dann kann man am Emst der Dinge nicht mehr zweifeln, denn die Behörden haben bisher solchen Vorkommnissen gegenüber nicht nur ein
Berkehrs-BorschlSge.
Die Notwendigkeit billiger Tarife.
Dsrfftzläge int Hebung des Verkehrs »ach, 9t. testete, Vorstand M DertehrShüro« bei HairbelOkania er Leipzig. I» einem Auf- tag bet Leipziger Neuesten Nachrichten veröffentlicht et {eine Gcbanken wie folgt. Unter her Wirkung der billigen Friedenstarife im Eifeudahn- ue.lv Postwesen har der Dcrkche kaum zu bewälttgende Ttmeusiou'u angcito-m- men. Tie Erfahrungen der letzten fünfzig Jahre insbesondere die Entwicklung des Elsmdahn- Rounattatiss zu einer überwiegenden Ausnah- iwNariMnung beweisen, daß für den Verkehr der Massen möglichst billige Tarife Voraussetzung sind. In dem Maße, als die Tarife tut Laufe der letzten Jahr: so außerordentlich erhöht worden sind, hat sich der Verkehr nicht nur nicht weiter entwickeln können, tr ist vielmehr in verschiedenen Beziehungen merklich ratsch zurückgegangeil Es sicht sesy daß in allen Zweigen des Verkehrs iirfolae der u:i- gebeuren Erhöhung der Tarife Beziehungen gelöst werden mußten, weil die Fahrpreise unerschwinglich hoch sind und die Güter die Belastung iuit ten hohen BesördernngSpreisen nicht mehr vertragen. Wenn sich die Preisbildung in fallender Kurve bewegen und flch <rtf enter normalen Linie stabilisieren soll, so muß irgendwann mit dem Abbau der
Eisenbahn- und Posttarife begonnen werden. Es ist vom volksiwiNfschaftlit chlln StandpunDe ans betrachtet eine Jnkons?- cmcnz, die Warenpreise systematisch $tt senken, ohne dabei die TrcmAvorigebühren entsprechend 3M verbilligen — Die Eiseiwahnen sind in letzter Zeit erfreulicherweise merkbar leistirngsfö- Higer gewoiden. Der Wagenmangel ist bei wettern nicht mchr so drückend wie zu Beginn dc s Jahves. Auch tute Kohlenfrage dürfte, soweit sich nach dom Augensckeine beurteilen Wßt, wenigst c-ns zurzeit kein Hindernis für einen etwas verstärkten Zugverkehr bilden, sodaß, wenn sich noch die Lolomottvengcstcllung einigermaßen günstiger anlaßt, für Nv Eisenbahn kein Grund mehr besteht, den Verkehr durch Höchsttarife be- wußte'.wüse zu eidroffelu (Der Aufsatz ist offen- bar geschrieben worden, bevor die Entente ihre verkehrsseindlichen Kohlenförderungen in Spa stellte Tie Red.) Die Frage d-r weiteren Er- l'öbung der Post- und EisenbalMtarife ist iedeu- falks nach d.m Stande dcr hentig.'rt Wirtschaftslage nicht mehr diskutabel. Jede weitete G e - b'ihrenerhöhung untergräbt die Grundlage der Volkswirtschaft noch mehr als brsder, drosselt den Verkehr und fügt dem Wirt- sckmsisleben u-wber-chcubaren Schaden M. Letzten End.-? schlägt aber dieser Schadm in 'Nestalt dcs toeheint V e r ke v r s rü ckaan g e s auf die BerPehrsdetriebe zurück, deren Finanzlage nachgerade feiner Ein »ahmt auSfall mehr vertrao cüi kcrnn, fottbtm dringend eine Verm'hrung der Einnalmcn fordeit Nach dem Grundsätze der Berkchrswifle,rfchast. daß
ktlligc Tarife den Verkehr beleben,
Auge, sondern beide Angen zugedruck-, bis es sich fchließr^ch tvoyd-m nicht mehr verheinüichen ließ. Wie in Noid- und Mitteldsutschkand. so ist es auch ht Siiddeutfchland, wo umfangreiche Organisationen leftchcn, deren Vorhandensein manchmal bestritten und manchmal von den Kommuniste n sc löst in ihrem Eis>r anszep liandert wird. Strategische Wäne sind ousgeardettet worden, nach denen an destimmten Stellen die Reichsw.hr und Sicherheitspolizei beschäftigt werden, während zugleich an anderen schntzlasen Plätzen die lebenswichtigen Betriebe gestört toer- hrtt sicllcn Gelängen diese Absichten, dann würden Telegraph, Fernsprecher und Eifrodahl unterbrochen. Wasser-, Gas- und Elektrizitätswerke am Betriebe gehindert, sodaß alles öffentliche Leben in Verwirrung geriete. Es ist unLerfländ- lich, daß es Gruppen in unserem Vaierlande gibt, die das eigene Volk aus frevelndem Mutwillen vollttios zugrunde richten wollen. Die jetzige schwierige wtrtsckaftlick)eLage bereitst dem Mittelstände und d>r Arbeiterschaft schon aerade genug Sorge. Jeder vernünftige Mensch wünscht Wie» der gecrdiiete Zustände herbei, damit die Lebens-Verhältnisse bald billiger und erträglicher werden Aber cs scheint, d-aß die Zahl der Abenteurer, die aus dem Umftmy und Chaos für sich einen materiellen Vorteil hecausschlagen möchten, doch noch recht groß ist. Kann unter solchen Umftänban die Regierung in ihren Bemühungen, Bess'.rnng tu schassen, auf Erfolg hoffen?
Leider bleibt di nachteilige Wirkung dieses staaissinndlichcu Treibens nicht nur auf TeutsL- lands innere Lage beschränkt, sondern, ;vas noch -"<ftftn:«tcr ist. unsere Beziehungen zu den alliierten Ländern werden in ständiger Spannung gehalten Es unterliegt ja lädt keinem Zweifel mehr, daß die schmachvolle Be- handlimg, die une Frankreich uvd England zuteil werden lassen, zum größten Teil auf das Zusammenarbeiten deutscher Verräter mi- den ehimaligin Feinden zurückzufübr.-n ist. In Krefeld haben vor einigen Tagcn di- Kommandeure der frM:zösischeit. englischen und belgischen Be- satzunVen eine Sitzung über die militärische Knebelung Dcuisck'lands abgrbalten. Daran nahmen Deutsche, Krefelder Kommimistensübrer, Freunde des berüchtigten Dr. Darten, teil! Es wurde ein genauer Plan für die militärische Ecnmnschung der Alliiert en im Falle von Hnruhen in D mVch- lcrnd östxrochcii Zeder Tag bringt jetzt ne-ne B:- lveise dafür, daß die Alliierten einen Wtterert
kann die^Rmiahmeerhöhuna unter Dc rücksicht!» aber gegen wä«i gen Wirt sch rftsloao mn ein» Ermäßigung der Grmvv-^bühren dcr Tatife mttvuicgen werden Dahn: Abbau der Tarifzuschläge! — Hand in Hand dmrrt muß unter allen Hmständen eine Berctnfachunc ter Verkehrs - Verwaltungen Platz greifen, und zwar so rasch als möglich Auf den, Eisenbahngebiet» gibt die Verrecchung vor Bäh- neu einen wiMommenen Anlaß zu verkebrs. freundlichen Reforincn. zunächst .ruf bem Gebiet». ter Organisation des Verwaltrnngskörpers Durch eine Erhöhung dcr Verantwortlichkeit der Beamtenschaft kann viel unnötiger Atlfsichts- ballast äbgestoßen, der Geschäftsgang wesentlich vereinsacht und damit dcr Verw-Mirngsapparat verbilligt werden. DurÄ Hobertraguug von Dienstgcschäften von oben nach unten erwächst den VinkchrSwaltung-n beilaufia noch ein ideeller Gewinn: die Stärkung der Berufsfreudigkeit der Beamten, die Grundlage für ihr- eiterte Seisningsfähigkeit. Die Äiutzbarmachurg aller mechanischen Hilfsmittc! bei der Wwick- lnng der Dienstgeschätte in dem Riesenbau mus zu Ersparnissen und damit zu einer Erhöhung chrcr Rentabilität führen. Vereinfachnn« affei Uc'chäftsgchgrungen bis herunter zu den neben, achlich crscheinenven Handlungen muß das Leit motiv für die Neuorganisation des Verkchrswe ans in ganz Temfchland b'kd.m
Truppentransport durch Deutschland?
Bafel, 21. Juli (Eigener Drahibcricht.) Tie Baseler Nachrichten melden auö Potts: Der Oberste Rat beschloß die militärische Hnterststt- zimg Polens drirch die Mobilisierung von sechzehn alliierten Divisionen. Der erste Transport sicht bereits vor dem Abmarsch. — Weiter wird au3 Paris gemeldet: Da3 Verlangen der Alliierten an Dcutschlmd, die Hilsstruppen der Alliierten für Polen durch SeuischeS Gebiet zu transportieren, ist gestern nachmittag nach Berlin abgegangeu.
mtl i rärf sch - -! Vormarsch b-absichtlg.m. Rotterdam, 21. JnN. (Eigene Drcchtmelditna.) Selbst wenn Leeefchtzand zahm winde bis zur Die »Morningpost« berichtet aus Warschau: D'e Md«P> :-uch.!ofic> >eit utch sich in Skaveuarbett«RezieruRg ercklärt Warschau mr nicht bedroht.
sür die FeLnbe ausopferte, wird «iS tne nette |®er russische. Hmgehungsversuch bei Kowno. Last einet feindlichen Besetzung des Ruht- Grotmo fei mißglückt. Die Rssen veischanzten gebiets oder des Maingaues wahrscheinlich nicht! stch jetzt am Riemen. — .Daily Telegraf' läßt crfbart bleiben. DaS gestrige Telegramm vom! stch cms Polen drahten: Bei der russischen roten
' W^.nÄen Armee befinden sich trotz des russischen Dementis
- teil militärischen auch technische Truppen zum ----- — -
, Einfall bereit sind, so daß, wenn dir deutschen - Bergleute streiken, gleich die Feinde das Kohlen- । geriet an sich reißen und den Betrieb wetter- . führen können, redet eine deutliche Sprache Dann lömmen wir uns sagen, daß wir ht Spa wieder eine Gelegeniheit verpaßt hatten. Man will ja unter allen Umständen dm Feinden gefällig sein, unsere Regierung will irth der Faust in der Tasche warten, dis sich innerhalb sowohl wie außerhalb der Grenzen alles genügend vorbereitet bat, um sie abermals amzivsäl-
1 len. Währenddessen tarnt sich das deutsche Volk in w-ntfchastlicher Sorge um die Zukunft bet- z«hrm. K F. Dr.