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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Nummer 203»

Fernivrecher 951 und 95L

Freitag, 3. September 1920

Fernsprecher 951 und 952.

10. Jahrgang

Frankreichs neue Erpressung.

8i« Mt der Rache.

Dte Wegnahme unserer Handelsflotte.

Das Verla rügen auf Herausgabe unserer Han­delsflotte dis auf den kümmerlichen Rest von vierhomderttansend Tons (nicht ganz acht Pro- gunt des FriedenSbestandes) stelllt sich immer deutlicher als einAktder Rache seitens des Feindbundes dar, oder als eine Maßnahme zur Verhinderung unserer wirtschaftlichen Genesung. Die Welttonnage hat sich seit Krisgsbeginn nicht verringert, sondern hauptsächlich infolge der rie- slnhaften Anftrenguil-zen Amerikas nach Aus­gleich der Verluste, sogar um über zehn Prozent erhöht. Rur die englische Tonnage hat den Frie­densstand noch nicht ganz wieder erreicht und die amerikanische ist ihr verhängnisvoll nahe ge­kommen. Nun hatten wir aber während der Blütezeit des WeAhandÄs 1914 schon Fracht­raumüberfluß, der die Frachtpreise drückte und der die Ursache dafür war, daß eine ganze Reihe von Reedereien in fast alten Ländern nur mi! Staatshilfe bestehen konnten.

Wie liegen die Dinge heute? Bei Amerika das feine Tonnage dank der Hilferufe Englands versechsfacht hat, sollte man annehmm, daß es die deutschen Schiffe am allerwenigsten gebraucht Slber dort arbeitet man mit Hochdruck weiter, jede Tonne kann dienen. Man laßt es stch et­was kosten, die Konkurrenz des englischen Bun- desbruders auf den Weltmärkten zu schlage tt und kann es sich leisten, nicht ans den Ruhen des Augenblicks sehen zu brauchen, man hat es ja dazu. England kommt der Hilferuf teuer zu stehen, denn die Geister, die es gegen dir uner­träglichen fünf Millionen deutsche Tonnen auf­bot, haben jetzt selbst zwölf Millionen. Eng­land hat nicht die unerschöpflichen Kapitalien Amerikas Rach den ersten Gewattgeschäften, die unmittelbar dem Waffenstillstand, also der besei- '.igten U-Bootsgeftthr folgten, hielt sich infolge Solidarität d»r betreffenden Reedereien die Höhe der Frachten zwar einigermaßen, ober es gab bei weitem nicht Güter genug für den Export so­wohl wie den Import, selbst für den vermin­derten englischen Frachtraum

Die Ursache hierin liegt gewiß zum großen Teil tu der Reserve der Abnehmer auf allen Gebieten des Handels, die nicht nur bei uns in Deuffchlmid, sondern auf allen Märkten der Welt zutage tritt Wenn nun dieser Zustand mich nicht in dem augenblicklichen Maße vorausgesehen werden formte, eins wußten die Engländer, so gut wie alle anbereu Nationen^ dte uns unsere Schiffe fonfiSziertsn, sie wußten, daß sie sie nicht nötig hatten, unr alle Bedürfnisse befrie­digen zu formen. Sie wollten also unsere Schiffe über den Bedarf hinaus haben, nur damit wir sie für die Wiederaufnahme der deut­schen Weltwirtschaft nicht zur Verfügung hatten, denn die amerikanische Konkurrenz ver- mochten dte konfiszierten Schiffe nicht zu ver­hindern. Da wir aber sicherlich, wenn überhaupt, nur mit Hilfe unseres Exports in der Lage sind, dte übrigen, uns von der Entente auserlogten Bedingungen zu erfüllen, so hat man uns auch hier wieder unser Werkzeug, die Voraussetzung der Erfüllung, geiLommen. Ganz ähnlich liegen dte Dinge hinsichtlich der Docks, Ärar«, und Bag­ger, die unsere Feinde unter dem Vorwande, der nicht erfüllten Wafsenslillstanidsbsdingungett von uns erpreßten. Es mag nun dahingestellr bleiben, was wacht ist an dem Gerücht, daß Eng­land das HafeiMtaterial wegen Mangels an Verwendungsmöglichkeit einem neutralen Staat als altes Eissn augeboten habe, Tatsache ist, raß Großbritannien durchaus geneigt ist. uns die er« beuteten Schiffe sowohl, wie dte chm zustehenden, noch auf den Helgen liegenden Neubauten zu verkaufen, ja, mehr noch, sogar ein Teil der ei Ne­uen SchiffsbestäNDe ist ihm feil. Natürlich will man einen .anständigen" Preis erzielen, aber gleichwohl geht daraus deutlich hervor, daß Eng- lond unsere Schiffe gar nicht braucht, wonach selbst für den »objektivsten'' Deutschen dte Situ- otion War sein dürfte.

Die deutschen Reedereien Dtrnen diese Dinge natürlich nicht lediglich vom Standpunkte des nationalen Stolzes betrachten, sie müssen» wenn sie der deutsck>en Weltwirtschaft praktisch nützen lvollen, dte nüchterne Praxis walten lassen. Es ist ohne weiteres War, daß dte deutschen Reede­reien zu der Frage des Atckoufs ausländischer Schiffe nicht generell Stellung nehmen können, sondern daß jede einzelne in jedem Falle die Frage vom Gesichtspunkte der Zweckmäßigkeit durchdenk: und auskalLrllort. Vorerst verhält

man sich durchaus ablehnend, schon weil die Er­wägungen meist ein negatives Resultat ergeben, denn etwas billiger erhält man einen Neubau. falls man sich überhaupt jetzt zu Bestellungen ent­schließt, auf deutschen Werften trotz des fünf- zehnfachen Friedensbetrages dennoch. Es ist auch fozmVwirtfchaftlicher, daß der ArbeiMohn Deut­schen zugute kommt tmd im Lande bleibt. Auf dte Dauer ist die deutsche Flagge nicht vom Wettemneete fern zu halten, und bis dahin sind wir, um der wirtschaftlichen Sterilität zu ent­gehen, geztvmtgen, uns, allerdings mehr schlecht als recht, mit außerdmtschen Reedereien zu ver ständigen. A. M.

SeulWsM Schmach. Die Forderungen wegen Breslau.

tPrivat-T etearamm.)

Berlin, 2. September.

In der gestrigen Sitzung des Ausschusses fttr nttswärtige Angetegerthriten waren sich sämtliche bürgerlichen Parteien einig, daß die Forderungen der Franzosen für das deutsche Volk unan­nehmbar seien, wenn nicht eine Aenderung in den Punkten vorgenommen werde, die mit der Ehre des deutsche» Reiches un­vereinbar sind. Man könne von einem Mi­nisterpräsidenten nickst verlangen, daß er sich zu dem Botschafter eines bislang feindlichen Staa­tes begibt, um dort gewissermaßen Abbitte zu leisten. Auch können uns die Franzosen nicht znmuren, daß wir Garantie« übernehmen für Dinge, die in der Zukunft liegen. Auch die Meinung der deutsck-en Regierung geht dahin, daß die Franzosen diese Gesichtspunkte anerken­nen müssen. Wie der Lokalanzeiger weiter er­fahrt, schweben noch Verhandlungen zwischen Deutschland und Frankreich, und es sei zu hof­fen, daß man zu einer Einigung gelange. Aus Kreisen der französischen Botschaft wird mitge­teilt, daß in der Besprechung des Botschafters mit dem deutschen Minister Simons der fran­zösische Vertreter keinen Zweifel gelassen hab?, daß die Richtermittlung der Schuldi­gen an den Breslauer Vorgängen einer Nicht­erfüllung der französischen Forderungen gleich­zuachten sei (!) lieber die sich bei dieser Richt- crfiillung ergebenden Folgen hat sich der Bot­schafter noch nicht geäußert. Mehrere Pariser Blätter schreiben, daß im Falle Deutschland teilte Sühne innerhalb acht Tagen gäbe, die Straf maßnahmen Frankreichs nur mi­litärischen Charakter tragen könnten.

Der glühende Haß der Franzssen.

Gens, 2. September. (Privattelegramm.) Ein Pariser Blatt meldet, daß die Minister bis Ende September in Paris bleiben, um die Erledi­gung der Sühne-Forderung durch Dsutschland abzuwarten. Journal erklärt, daß dte Ueberreichnng der Rote in Beilin irr« tümlich am 31. August erfolgt sei. Ihre lieber- reichung sollte laut Krbinettsbeschluß erst am 1. September, dem Tage von Sedan (!) erfolgen.

Unerwünschte Neutralität. Durchkreuzte franzvfische Pläne.

(Eigene Drahtrneldung.)

Paris, 2. September.

Die Neutralitäts-Erklärung Deutschlmwö im russisch-polnischen Konflikt hat der Entente und besonders Frankreich sehr bedeutende Schwierigkeiten bereitet. In Boulogne war s. St von Frankreich der Pla« gefaßt »or. den, Polen mit allem nötigen Kriegsmaterial und auch einem Teil Truppen zu unterstützen, deren Durchfuhr durch Deutschland Frankreich ins Au«e gefaßt hafte, ohne an di« Folgen zu denken, die dadurch entstehen könnten, wenn Deutschland sich veranlaßt sehe, abweichend von dem Friedensvertrag andere Wege zu gehen, die noch erlaubt sein könnten. Die deutsche Neu- tralitätserklärung vernichtete die französischen Pläne und Frankreich schreibt dieser Haltung Deutschlands allein die Folgen zu, welche Po­len durch den russisch Vormarsch zu tragen hatte. Run ist von französischer Seite selbst an­geregt worden, daß auf der Genfer Kaufe» renz die Zulassung Tems-chlarrd.z zum Völker­bund erfolgen soll, um Deutschland in Zukunft

daran zu hindern, daß es sich neutral erklären kann, oder eigenmächtig handeln könne. Eng­land, Italien und Amerika sind so wie so schon für Deutschlands Aufnahme in den Bund und es steht zu erwarten, daß die Ausnahme ohne besondere Bedingungen erfolgen wird.

* »

Der polnisch-litauische Konflikt.

Kopenhagen, 2. Septomdcr. (Privatt.fle- gramm.) T-er polnisch-litauische Konflikt ver­schärft sich. Tie Verhandlungen sind ge­scheitert. Die polnische Abordnung ist abge- reist. Di; Polen fordern die Bahn Gvodno- Polodeischno und die Garantie, daß die Bahn Grodno-Wilna von den Russen nicht militärisch besetzt werden darf, ferner eine Militär- üb;reinkunst gegen Rußland. Bei weiterem Vormarsch gegen Palen ist der Krieg nicht zu vermeiden. Litauische Flieger haben bereits Augusto wo mit Bomben be­legt. Die Engländer versuchen zu vermitteln, indem sie die Polen zurückhaktern

Kechsesimül; Kämsfe.

Der Gegenangriff der Bolschewisten.

(Privat-Telearamm.>

Warschau, 2. September.

Im Osten von Dümrburg ist jetzt eine rus­sische Reservearmee konstatiert worden, die sich größtenteils aus sibirischen Truppen zu­sammensetzt, welck-e in den letzten Wochen aus dem Osten herangeholt sind- Nach Schätzungen der plonischen Heeresleitung soll diese Armee sich aus mehr als hunderttausend Mann zusammensenen, vornehmlich Infanterie und einigen Regimentern schwerer Arftllerie, die aber keine Geschütze mitbrachten weil für deren Transport die Zeit fehlte. Die Russen wolle,r die artilleristifche Ausrüstung aus ihren Depots im Westen entnehmen. Inzwischen rückt diese neue Armee aber schon nach Byaliftok auf und besetzt verschiedene wichtige strategische Punfte an der Rordfront. Wie es scheinl, wird es die Aufgabe dieser Armee sein, im Zentrum der Front eine neue Offensive zu begin­nen, während der sich die beiden Flügelarmeen neu sammeln können und später in den Kamps eingreisen. Diese Maßnahmen erfordern von Polen neue Leistungen, die sehr erheblicher Natur fein müffen. Es ist nirgends wahrzunehmen daß die Russen daran denken, ihre Truppen ge­gen General Wränget zu schwächen oder dort defensive Pläne trügen. Sie haben die Ge­legenheit ausgenützt, um die Wrangelfrout mit anderen Trrlppen aus dem Innern Rußlands anzufüllen, die im letzten Jahre überhaupt nicht an Gefechten teilgenommen haben. Polnisck-er- sefts beurteilt man die neue Wendung der Dinge kritisch, weil sich daraus nicht die Absicht der Russen ergibt, bald Frieden zu schlie­ßen, worairs die Polen rechnen müssen.

Ein Sieg gegen Wraugel?

Paris, 2. September. (Privattelegramm.) Die Nachricht aus russischer Quelle, daß ein großer Sieg im Kubangebiet erfechten sei, scheint sich zu bestätigen. Trotzky, der sich bei den russischen Armeen im Kübangebiet be­findet, drahtete nach Mosfou: Wir haben einen fthr bedeutenden Sieg errungen, wozu wir nichi mir die Kaukasus-Armee beglückwünschen fon- iun, sondern auch ganz Räterußfond.

Auch eine Poieorechmmg?

Blinde Wut gegen Deutschland.

(Eigene Drahtrneldung.)

Berlin, 2. September.

Zu den Gerüchten, daß auch Polen eine Sühne für Breslau verlangen wolle, sagt derVorwärts": Da kann mau nur mit der Frage antworten, ob auch Polen zur Entstehung des nationalbolschewistischen Sowjetdeutschland beitragen will. Frankreich ist der Sieger. Frank- 'Tidj hat aber auch immerhin Versuche zur Wie- dcrversöhnung gemack-t. Polens neue Geschichte beginnt mit dem trotz allem auch für feine Be­freiung vergossene» deutschen Blute. Für uw§ war sie bisher eine lückenlose Kette von Gemeinheiten, Rechtsbruch und grenzen­loser Rachsucht, wie auch ungeschmälerten und ungezügelten Hasses gegen das jetzig wie auch das frühere sozialistische Teutsck-land.

Sie Hilfe aus Amerika.

Kann Polen einen Endsieg erringen?

Von ei«em genauen Renne« bet einschlägigen Verhältnisse ist nn« eine Betrachtung»ge­gangen, dte stch mit ber.t Umfang der bei. Polen durch «merita geleisteten Hilf« befaßt. ®ie sehr klaren Autsiihtnngen lassen wir folgen.

Es unterliegt längst keinem Zweifel mehr, ba$ Polen mit dem Kriege gegen Rußland ein sn- vvlis Spiel mit seiner eigenen Griftety unter- aommen hat. Auch die augenblicklichen Erfolge der Polen gegenüber Rußland, für die man den Franzosen tn übereflizer Sieigesfreude, alsRet­ter Polens" schon dankbar war, werden diese Auffassung nicht in das Gegenteil verwandeln Auch Die Polen werden noch einmal einsehen lernen, wie es einst Napoleon und neuerdings Denikin und Koltschak erfahren mußten, daß das große Ruffenreich, wenn es einig zur Abwehr eines Feindes bereit ist, und das kann man vom heutigen Dowjetrußland mit vollem Recht sagen, nicht fo leicht zu besiegen ist. Daß hie Polten aber in dem unwahrscheinLichm Falle eines mmusqesialtenen Siegeszuges den Bcfeh- len der Alliierten gehorchen und an den von,de»- EntentÄändern gesteckten Grenzen des bisherigen polnischen Gebiets, so tote sie durch den Ver­sailler Vertrag festgelegt worden sind, Halt inachen wurden, ist für den, der die Polen in ihrem Größenwahn zu beobachten Gelogenhett hatte, so gut wie ausgeschlvssen. Halten doch die Polen bereits jetzt in Galizien ein ziemlich gro­ßes russisches Gebiet besetzt, das vom Obersten Rat den Russen Mgebilffgt worden ist.

Ms die Polen tn den Krieg gegen Rußland zogen, waren sie bereits von Amerika vollständig ausgerüstet. Bereits in 1919 hafte üitnertta durch seine Liquidottons-Kommission in Frankreich "ür dreiundffinszig Millionen Dollars Armee- ansrüstltngsstücke, NahrnngAmMel. Bekleidnmgs- Wcke und medizinische Gegenstände an Polen ge­liefert. Allein für fünfzehn Millionen Dollars medizinische Ausrüstungen, unter denen sich Mei vollständige Eisenbaihn - Lazar ettzüge, groß? Quantitäten Medizin und all gemeine Hospiral- attsrirstungen befanden, wurden an Polen ver- fouft, ehe überhaupt nur der russisch-polnische Konflikt in feiner jetzigen Ausdehnung geahnt werden konnte.- 1500 Lastkraftzüge, ungeheure Mengen neuer und gebrauchter Uniformen, lteberzicher, Decken und Schuhe gingen an Polen über, sodaß, Wie m-ra tn der polnischen Armee r.och heute leicht sesistellea kann, das ganze pol­nische Heer mit amerikanischem Heerestmtterfol ausgerüstet ist und fast Mntflche Soldaten in amerikanischen Uniformen stecken. Vorzügliches Pioniermaterial itrtb sin ansehnlicher Vorrat elektrischer Einrichtungen für Fcldtetepbmtte und Lichtanlagen, größere Bestände an Zelten und FcMsichen, Werkzeuge, Pferdegeschirre, Schmiede- cinrichtMbgen und Mascknnew-Reparaturwervstäi» ten, alles wurde an Polen ällgegeden. Daß diese Ausrüstungen nicht für Frickdensztoecke gebraucht werden würden, toar der amerikanischen Kom­mission, die diese HeeresbestÄnde in so unge­heuren Mengen an Polen adgad, ohne weiteres klar. Die ameriSanische Rsgierung räumte der polnischen Negierung für Lieferung all dieser Heeresbestäude damals einen Kredit für drei bis ffchs Jahre zu einem Zinsffttz von fünf Prozent ein. Sie toar also nicht nur von der Abgabe dieser Heeresbestäude informiert, sondern durch die offizielle Kr<diK>ewilligung auch damit ein­verstanden. Polen garantierte diese Kredite übrigens mit seinen Wftdbestanden ttnb ... den oberfchlefifchen Kohlen.

gOmerifa toar eS, das mft seinem Kredit und der Menge der dafür gelieferten Heeres bestände den Polen überhauvt erst eine Krteg- führung gegen Rußland ermög­lichte. Nicht mw half es Polen, den Krieg gegen Rußland anzubahnen, es trägt auch heute noch in ferner Weisse zur Fortsetzung dieses für die Polen so gesagten Unternehmens bei, und ätoar durch seine sogenannte .moralische Hiffe^, worunter der Amerikaner dte Lieferung indirek­ten KrregsmareriaW versteht. Dte amerikanische Regierung will auf wiederholte Vorstellungen, die seitens der an den Handelsverbindungen mit Rußland sehr interessierten amerifantfoien Han» d els toelr, erhoben wurden, nicht znackben, daß chre Politik durch die Unterftütznns Polens ge­gen Rußland gerichtet ist. Alle Zwerge der «ne» rikaniischen Regierung verweigern heute eine po- kitiische Verantwortung gegenübr Rußland und doch war dieser Krieg Poteus ohne Amerikas HMse bis hierher nickst möglich. Alle materiellen Unterstützungen Potrus füc seine Krieysfüchrmrg toariden indes nicht imstande sein, Polen zu intern Endsiege xu verheSftn. Der allein könnte nur durch Enffendung srößercr voWoerttger TruvveNverstärÄe feitcns der Twente, und erst nach längeren Kämpfen an verifchtedenon Fron» ten berbetgeführt werden. Daß die EntenteMn. der bisher immer noch zögern, Polen diese allein 'Erfolg versprechende HM zu lechen, wird das