Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzettrmg HM» Hessische Abendzeitung
10» Jahrgang.
Dienstag, 14. September 1920
Nummer 212
Fernsprecher Al und 953.
Fernsprecher 951 und £52.
Nahmngshilfe kommt aus Amerika
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d Gewöknuug in der gehört eine hygicmsche Bor« t. Rektor Hertel-Berlin
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der ungeheuer-» ckwgmtg Deutsch»
geteilt: Mit dem Hirsch-Dunkerschen Gewerk- 1 verein und dem GewerkschuftShund der Angestellten Hot sich der Allgemeine Eisenbalmer- verband zum GewerkschastSverband Deutscher Arbeiter-, Angestellten- und Bea-mtenverbände MsanMiengeschloflen. Dieser Gewerkschastsver- band wird in allen größeren Stützten, auch ht Frankfurt, eigene OrtSverdände bilden und tritt alS dritte große Arbeitnehmergruhpe zwischen freien und christlichen Gewerkschaften auf. In et. tret Entschließung wendet sich der Bezirkstag g e. gen das Akkordverfahten tat Eifenvchn' betrieb, das als impraftisch und unwitztfchastlich gbzuke'iinen fei. Ferner wird der Abba« der Le- benSmWekp-reisle gefordert.
Ksrkmer gatentetiewefe.
Dir Stellung der deutschen AnabhZngigeu, tBrwcw-Teicaramm-t
Berlin, 13. September.
Wie kn der gestrige« Versammlung der ttu abhängigen in Spandau ein rum linken Flügel der Partei gehörender Parteisekretär mit teilte, liegen für den am 24. Oktober in Halle stattfindenden Parteitag der Unabhängige» von zweiundtzreitzig Ortsgruppen Anträge vor für den Anschluß an die Moskauer Inter- nationale und nur von bisher neunzehn Ortsgruppen Anträge gegen diesen Anschluß. Die Bersammlüng selbst «ahm eine Kundgebung für die dritte Internationale an. — Aus Leipzig wird berichtet: Die LandeSversammluug der fächstschen Unabhängige« nahm muh Referaten von HUfertziug und Dämuig, von denen sich der crstrrr gegen die Annahme, der letztere für die Antiare der Moskauer Bedingungen außsprach mit 44 gegen 28 Stimmen eine Resolution des LandesvorstaudeS an. in der es zum Schluffe beißt: Die Landesversammlung vermag in den Aufnahmebedingungen nicht den Weg zu sehen, aus dem eine chttionsfShigr sozialistische revo- lnttonSre Internationale geschaffen werden könnte und empfiehlt dem Parteitag, die MoZ- tamr Aufnahmcbcdmgtmge« «bznlehnen.
$U lUfitUt R«u«Ne» Nachricht«, «lä,einen wichenMch Hdjiaeal und poox ab«e6«. $«r «bonnemenKpret« beträgt Bienati. 6.U0 -Stert bet freier Zustell an, txl ?ax*. Bestellungen »erben ieber»eU oen der SefchastSstelle eher 6en Boten entgegengenommen. Druckerei, B erlog nnd Äcbattten rchlochthofstrote 28/80. Für und erlangt etngefanbte Beiträge taxn die RevaMon eine Verantwortung oder Oewäbr in tetnem falle übernehmen. Rückzahlung be« Berugsge.be« »derLnwrüchewegen etwaigern.chtorbnungrmäßiger Lieferung auSgcichloffen.
3« Wo feWitMo!
Sirre freie Stadt für Polens Interesse. fEigene Drahtmekdung.!
Paris, 13. September.
PaderewSki erklärte, daß in der tzalstmg der Entente i« der Danziger Frage ht den lest ten Wochen ei« grundlegender Umschwung einge- trrten seh. Nachdem Llond George bis dahin TowerS neutrale Haltung in Danzig im polnisch russische« Krieg stillschweigend begünstigte, mit VaS siegreiche Vordringen Gowjetrnßlands nicht vor den Kops zu stoßen, neige er «ach dem militärische« Umschwung de« Polen zw Heute herrsche innerhalb der Entente Urbcreinstinnmmg darüber, daß Danzig kein autonomer Staat ist. der Politik auf eigene Faust machen darf, sondern eine »freie Stadt", die dem Schutze deS Völkerbundes unterliegt und deren auswärtige Politik von Pole« gemacht wird. Hieraus folgt, daß Danzig kein Recht hatte, feine Reu tralität tm Kriege zwischen Rußland und Polen zu erkläre«, daß eine solche dem Zweck, dem die freie Stadt geschaffen wurde, nämlich Polen für alle Fälle einen Zugang zum Meere zu schaffen, widerspreche« würde. Ob und inwieweit der Danziger Zwischenfall die staatsrechtlichen Beziehungen Danzigs zu Polen zu ändern be- rufen sei« wird, werde« die ht Kürze beginnende« Verhandlungen wohl lehren»
Die rnMchen Komrxrmiften.
Kopenhagen, 18. September. fSigener Draht» beröcht.) Die dänische KviMwmtsiin Maria Riel- ■'m bestitttgt in der Zeitung »Pokktikeu- die Stn« <Ae W deutschen Unabhängigen Dittmamt, dkch von fcen ruPsche« Aoummnisten rmr der nennte Peil keine Gtelkrng mn«chakb der Betwvktuna hme hat. Dieser Zustand fei jedoch eine ors-nisawrirche Rotwendigkett. Die ein- W Schwierigkeit bereite dm SowjetreOermig die Haltmtg der Bauer«, die den den Guts.
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praktische Tätigkeit an der Fugend bewmnen hat Ter Krieg «tüt seiner fätobimg der fdinder hat die
Nahrung am Amerika.
TrauSport be» erwartete« Milchkühe tlvrivad-Tele«ramm.l
Berlin, tSi September
Endlich hat sich das ReichSemährungSmini- strrium entschloffen, wie amtlich bestätigt wird, die Einfuhr von zunächst zweitausendfünfhmtdert amerikanischen Milchkühen zu gestatte«. Rach
einer Meldung aus TexnS ist der erste Transport Kühe und Futtermittel, von deutsch-amerikanischen Farmern zn- samniengebracht, nach Deutschland abgegauge«. Ein Vertreter der deutschen Regierung hat di: Sendung selbst aus den Weg bringen Helsen und hat dem Komitee den Dank der deutschen Regie ittng ausgesprochen. — Auch in der «ngdegen- iM der veichoteneu Mehleinsuhr scheint der Druck der öffentlichex Meinung aus He ReichS- regierung seine Wirkung nicht verselfit zu haben. Leider ist inzwischen wegen der Berschlechterung des Wertes der deutschen Mark eine erhebliche Verteuerung des MehleS eingetreten. Am Heu ttge« Montag find Vertreter der deutschen Bäcke- reigenoffenschaften zu einer Konferenz in tzaS Er, nährungsministerium geladen, auf der über die Mellleinsuhr berate« werden soll. — Weiter wird berichtet, daß auf Anregung des Berliner Komitees der »America« Welfare Association" ein neues Liebeswerk deutsch-amerikanischer Steife im Entstehen begriffe« ist. DieSuml soll dem deutschen Mittelstand geholfen werde«. Als Anfangskapital sind kündig Millionen Mark vorgesehen, die in Amerika gesammelt werden.
I'inffii. Der bisherige Umfang rst nicht ausreichend. Unbedingt anzusicebeu ist eine tägliche Turnstunde in der Schule, em Mindestens dretstündigsr SpiÄnachmtttag und monatlich ein Wandertag. LekstunssprÄfiMgen und Wett- 'ämpfe [mi> wie Schutturnen einpt führen.
D»rbsnDZ Irr üMettsehltth. gebe» tooüe« Dl» Sotojettegierung hofft jedoch,
Frankfurt a. et, 18. «rpt. (VrflwtteU die Bauern ** Z«m Haven 3» könne» Rach Siaarot) Ans dem gaKrigen BezirKtas de-zder Ansicht Rar« Ltetzftns W Ate StMmg
SMle aus hat sie sth allgemeinen Äinberfärforge enttoidett, in deren Mittelpunkt die Elternberatung zu ftc^u hm Die Weiteren Ausführungen dieses Redner» so wohl als deS Stuttgarter RogierungSrat» Dr Blaum, der übrigens die Mitteilung machte, daß noch in diesem Winter der Rahme« eines deutschen ZnaendSmter-SesetzeS zu er- wcrten % gatten znstsnvrenstrffenSer TMgkeit
Sie Bolkssesundheit.
Kasseler Laguna der Schulgesundheittpfiege» Schulärzte «nd Sssentlichen «esuntzheitspflege ja bei StadthaU« feebni «e bau letzt»» Bei- Sca Tage» mehrer« rag»»««» Rott, t>t» « ttwU«8B»nbt« Julereg« d»a»spra«h«o, weil bi« e»il«eefBnb»ett tarier etini«»« Gut tti, üix« bo4 wir frei verfiitz«» «n«eu »nb M «tboller, aub ««Hobe» werden mag.
Der bekannte Satz, daß Bollsgesilndheits- pslege bei tzüer Jugend ansaugcm must, wurde bei den in Betracht kommenden Tagungen in die Praxis nutgesetzt. Am Sonnabend früh tagte die erste HauptversamnÄnng des Deutschen Vereins für Schulgesundheitspflege. Die Be- Eautiwn galten in erster Linie der Förderung und Ausnutzung der im Volle vorhandenen gesundheitlichen Kräfte. Dafür stellte Geh. Medizi- nÄrat Dr. Berntude aus dem Ministerium für VoWswohilfahrt eine Anzahl Leitsätze auf, Da die RekrutierungsstatiMen weggefallen find, ist eine erweiterte systematische Forschung auf dem Gebiete der Leibesübungen latent» bchrltch. Interessant ist die Feststellung Degeue- rationserscheinungen beachtenswerter Art liegen am deutschen VollMörper nicht vor, doch leidet ein großer Teil der deutschen ^itgenfc an allgemeiner SchwÄHRMrit dr» Körpers. Diese läßt
jxlerttontprttf«. 0 Wnbitetlf*« WMrtz««: Di« «taSaläa» tUlj-ig-n-Z-U« O UB. bW dxfpaltte» SUnameieU» M. SM b) «ulroarti«» Saftrlge: Di« «tnsp-Mx» SnjetgenNU» M. iaa. bi« «taftxlttg« Wcflam««eH* ®t r.7». all«« etafd,H«6!td) r«u«rrlNAs,Uschlag uns ÄnaeietnSt««. — Kür bte RichtizteU aller mir» Fernsprecher aBfg:j«ben«n «n,eigen, fewte für Kufnebmebateii mtb Platze tana eine Sewähr sicht übernommen »erben. — Druckerei: «chtachttzastir. A/za. «es-hSstSstelle: «öl»Uch» Slr. 6, r«l«ptz»n Rr. Ml a, 961,
einzrÄchlen Sobald als möglich ist durch SPiel- platzgesetz für die erfarderlichen Ipielplirtz« zu sorgen. Dann stellte Pvofeffor Dr. Selter- Körrigstzevg LeiiKtze Dr die hygienische
Ser Kohlenmaugel.
Haben tote Kohlen für den Winter?
Es war vorruszwehen, daß sich die alte Ge- Ichichtc, die wir nun bereits vier Jahre HÄrter- -inartixi erfe&t haben, auch in diesem Jahre wiederholen wurde. Roch jedesmal, wenn der Sommer zu Ende ging, und die Licht« des Herbstes den nahenden Wigter ankündigte, hat die Regierung die Oeffentlichkett mehr oder weniger schonuugÄoS auf die .Freuden" des kommenden Wnters vorbereitet. Immer wieder hat man dem Volke erzählt, daß dieser Winter der letzte uuangenehme sein wlrrde, und wenn man sich an all die Redensarten erinnert, die int letzten Jahre darüber gemacht worden sind, daß wir mit dem Winter 1919/20 .über den Berg' seien, und eine bessere Zeit für Demfchland an» bräche, werden diese Versicherungen durch die harten Tatsachen wiederum binsiMg geuuicht. ES wäre besser, der Reichskohlenlchmnissar würde nicht viel Worte machen, sondern einfach erklären, daß Deutschland einem schweren, vielleicht dem schwersten Winter bezüglich (en» »ter KohlenvcitzxrgunH entgogengeht. Denn das ist die nackte Wahrheit, und sie ist immer noch besser zu ertragen, als leere Hoffnungen^ die schließlich doch nur umso größeren Enttäntzchun- gen Platz machen müssen, Tas scheint mnso mehr angezeigt. als nach der Ansicht der Meteorowgen in diesem Jahre ein besonders strenger Winter vor der Türe steht. Mögen sich die Gelehrten mich, was man nur wünschen kann, darin tän- scherr, so ist doch daran nicht zu zweifeln, daß trotzdem ein »schwerster Winter" für Deutschland bevvrsteht.
Die Versorgung der Großstädte in diesem Winter erscheint besonders bedenklich W-.mn schon jetzt Berechnungen ergeben haben, daß zum DtÄspicl in Berlin jeder Bewohner täglich für Heißen und Kochen sage und schreibe ganze sechs VrannkvhlenSriketts verbrennen darf, so
sprach wer den hygienischen Unterricht, während Prtvatdosent Schuldirektor Dr. Roller »Gießen Einrichttmgen und äußere Anordnungen fordert, die den Kindern unmittelbar die Augen für den Wert der Hygiene öffnen. Gestern fchhotz sich die xweite HaustlversamMlung der Vereinigung der Schulärzte Deutschlands cm. Der eigentlichen Tagesordnung voran gingen hoch»! interessante Ausführungen deS bekannten Geh. Medizinalrats Prof. Dr C z e r n tz, dem ärztlichen Beirat der KinderMÄniWon der Quä, ker, über die mich 'm Kassel schon segensreich empfunden«
Qnäkerspeifuug.
sammenz«beißen und auf be* nächsten »bessere«" SfSinter $n hoffen, der uns wahrscheinlich eben» sülche Enttäüschunge-t briitaen wird, wie die vergangenen letzten vier. Denn die »kohlenlose, tte schreckliche Bett* ist für Europa noch jahrelang nicht zu Ende. o.
lhchr.nliefe«mgen pt »ewähren. Daß ste s<H *5«nte, ist allerdmgs nicht zu bestreiten; denn die Kochtenverforgtlng EualandS. vor allem aber euch Frankreichs ist nachMviesenermaßen beoeu- tcnd besser cää t*e Denffchlands. Aber soviel BerMirdniS für Dentschkattds Lage kann ntar d»r «nte^_»«h den bisherige« Srfabrunge!» beim beste« fflKtat nicht Mtraüen. Do tSetib w.S
kann man sich ungefähr eine Vorstellung von der Kohlennot machen, die in den Winiermonaien cinsetzen wird. Die Mengen, die für ben Hausbrand vorhanden sind, sind durchweg so gering, daß nicht einmal die einfachsten Bedursniffe der Bevölkerung befriedigt werden können. Besin Koks, der für die Zentralhcrzmlg benötigt wird, liegen die Dinge nicht viel besser. Wer beim Einsetzen des Wnters werden die SchwiertgLei- ten ganz erheblich steigen. Die Gaswerke können durchweg nur mit den Mengen beliefert werden, bte sie sin vorigen Jahre zugeteilt erhielten, und die Einschränkungen aller Art, Gassperrstmtden usw., werden uns auch in diesem Jahre nicht crftxn* bleiben. Mit denselben Schwierigkeiten werden die (Aettrizitätswerke zu kämpfen haben, und es kommt wohl mehr oder weniger tm Winter aus das System heraus, das vier Jahre jetzi sich recht und schlecht »bewährt^ hat, daß Gas» und Eleketrizitätsanstalten sozusagen mut von der z, end in den Mund leben. Me zwei Millionen Tonnen, die wir durch das Spaer Abkommen der Entente zugesichert haben, ivir» Deutschlands Bevölkerung am eigenen Leibe abfrier en und abhungern «Men. Darüber kann es bei der schwierigen Lage unserer Sohlenversorgimy auch nicht den leisesten Zweifel geben. Kein vernünftiger Mensch wird die Schwierigkeiten verkennen, mit denen dec Reichskoblenkomrmssar zu kämpfen hat. Es soll nicht in Abrede gestellt werden, daß vom ReichS- kochlenkormniffariat getan wird, was nur immer flttaa werden kann, um die Verteilung der Kohle so zu organisieren, daß unerträHliche Härten vermieden weiden. Wer andc-erscits hilft doch der schönste Organisationspsan nichts, wenn die Ko-Hlenfordemng nicht gesteigert wird. Tas ist das einzige Mittel, durch das unserer Kohlennot gesi-mert werden kann. Richt beim ReichS- kchlerMoumiissar, sondern bei der Bergarbeiterschaft liegt die Entscheidung! darüber, ob Deutschkand im kom!mende>i Winter wieder hun- S»rt und friert, oder ob es einigermaßen er- träGich über die Wintermonate hstüosgkotmnt.
Die Serfongnieg TeukschLands mit Kohle <fl aber nicht «ioß eine Frage von wirtschaftlicher, soudern auch vsn politischer Bedeutung. Denn wen« die JiÄmstrie durch Man- gel an Kohle ht diesem Winter in größerem Uttt» fange jum Erliege« fonrmt, f» werden große Ar- detterenttaffmtzsen unvermeidlich fein, mtb oas KonAnHent der TrbeitSlotz« wird neue inner- polttbche Gefahren aller Art hernufbeschwören. 63 Mt bv-we Leu», dke hoffe«, daß die Entente
SkgenMr w der Suteute.
Wird Drntschland in Senf teil nehmen?
Ms«« Drahtmeldims )
Rotterdam, 13. September.
A«S Paris berichtet tote ^pu": Zwischen Frankreich und den übrige« Verbündeten, beso«. ders England, bestehe« bereits ernste Gegensätze über die in Gens zur Verhandlung kommenden Punkte. Bo« der französische« Regierung be- . Haupte« die eingeweihten Blätter der Regie. ■ rungLparteien, daß diese inbezug auf die Genfer Konferenz sehr ernste Befürchtungen für ' die Beziehungen innerhalb der Entente hege. ' Frankreich ist nicht geneigt, der englischen Polttik weiter zu folge«, die sich mehr und mehr in d« Richtung einer Auflösnng heg Versailler Vertrages bewegt. Die Fragen der Wiederherstellung und deS wirtschaftlichen Ausbaues von Europa will Frankreich nach seiner Auffassung. die sich mit den Bestimmungen des Ber- ttageS decken soll, vorerst mit den Verbündeten in Paris besprechen und dau« die Richtlinien für die Konferenz ht Genf festlegen.
Sie fifeaMleer-Setoeiitei.
Gegen die radikale Sirtzmrrng.
tBrivat-Telearcruim.)
Frankfurt a. M., 13. Sept.
Am Samstag n«d Sonntag sand hier der Bezirkstag des Allgemeine« Eisenbahnerverbandes für de« Direktionsbez-rk Frankfurt patt. Tabej sprach am SamStag in einer öffentlichen Bersammlmtg in der Gewerbeschule LarrdtagS^geordueter Riedel-Ehär- lottenburg ützer die wirtschaftlichen «nd rechtliche« Verhältnisse der Eisenbahnbeamten und Arbeite, und die Unwirtschaftlichkeit des Eisrnbahnbetrie- beS. Der Redner teilte mit, daß der Verband Sachverstihchige mit der Ausarbeitttng von W j e- deraufbauvorschläge« betraut habe. Rach dem Geschäftsbericht, der in der DÄ-rsier^nver- femtntong am «emttag erstattet Umrde, ü dir Mttgliede^pchl des verbände« trotz der
Amerikaner, auf deren Urteil außerordentlich viÄ anLommt, faßten dieses dahin zusammen: Wenn es möglich wäre, sollten zwei Dutzeub deutsche Kinder vierzehn Tage lang in Amerika herumgefühlt wenden, dann ständen MiMonen für ausreichende Hilfeleistung zur Verfügung. So sind auch Deutsch-Amerikaner noch beeinflußt durch die vergiftende englische Presse und glauben noch immer an Märchen, tote da» von den obgehackte« Händen. Man darf bte Stimmung ist Amerika nicht nach dem humanen HiWwerk der Quäker beurteilen. Tsie meisten Amerikaner sind nach wie vor gegen Deutschland erbittert. Der Redner hat seinen Bericht über einen Studienaufenthalt in Wien abgeschlossen mit dem Satze: Die Verhältnisse in Oesterreich flnt> nicht schlechter als in Berlin I Aufgabe der Schulärzte ist es, die Rogierungen und Gemeinden babon zu überzeugen daß die Arbeit der amerilanischen Men- schensrennde nur bann vollen Erfolg haben kann, wenn die Speisuugder Kinder auf lange Reit hinaus zu einer nationalen Einrichtung gemacht wird. Zum Zeichen deö Dankes an 'm Quäker erhoben sich die Versamnckungs- tcilnehmer von den PSitzen. Den Rest der Tagung füllte eine Besprschuna aus über die gesundheitliche Schul tindersürsorg« ix Verbindung mA den Derfi-berunaS- und ÄochLftchrtSännern. Gtadtarzt Dr. Aimme- na« er »Offenbar stellte bäbei fest, daß üe Ze!! der Statistik schon vor dem Kriege vorüber