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Weitere Neigung rum Verkehrsstreik.

dabei sechzig neE M-torrn, bis inzwischen aus den oberen Stockwerken foitgcr.ommen waren, um vor der Kornmifsion verborgen zu werde«;.

die Dampspfeifeu der Fabrik Marm geblasen u«:a sic Türen mehrerer Werkstätten seien geschlos­sen worden. Als die Kommission in der attge- meinen Verwirrung die neue Untersuchung üc- gani'.n, wurden angeblich 52 neue Motoren und 211 Schrauben gefunden, die vorher nicht vor- lMNdeu gewesen seien. In einer Fabrik in Ber­lin, die Hugo StinneS gehören soll, waren sechs Stockwerke zu durchsuchen. Es wurde verein­bart, drei Stockwerke aai Vormiltag und drei am Nachmittag in Augenschein zu nehmen. Bei der ersten Untersuchung liest ein Offizier absichtlich unter einem Tische etwas liegen. Am Nachmittag begab er sich selbst auf die Suche danach nach den Räikmen, die bereits kontrolliert wäret«. Er fand

Roch keine Entscheidung.

Berlin, 11. Januar. (PrjvatteleMamm.) Der erweiterte Vorstand des deutschen Eisen­bahnerverbandes hat in zweitägigen Beratungen zu dem durch den Sechzehnerausschutz unb die Regierung zustande geko«nmenen Berhandlungs- crgebnis Stellung genommen. Die vollständig unzureichenden Zugeständnisse und die auf der Eisenbahnerorganisation lastende graste Ber- antwortung veranlassen den erweiterten Vor­stand, vor der endgültigen Beschlustfassung erst noch entsprechende Schritte zur völlige«« Klärung der Sachlage zu unternehmen. Der schluß steht demnach noch aus.

Preußisches Landrsfteuergesctz.

Berlin, 11. Januar. (Privat-Telegramm.) Der Haupiausschuß der preutzischen Landesver- sammluna har die Durchberatung des preußi­schen Landessteuergesetzes abgebrochen und einen Unterausschuß eingesetzt, der gemein­sam mir der Regierung ein knapp gehaltenes Notgesetz entwerfen soll. Die endgültige Re­gelung bleibt dem neuen Laichtag Vorbehalten.

Bur der KZichsrssirrmg.

«Süneraldirektor Heineken als Botschafter?

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 11. Januar.

Wie derUnited Telegraph" hört, ist der Rücktritt des Generaldirektors Heineken vom Norddeutschen Lloyd darauf zurück­zuführen, datz ihm von der Regierung ein Ange­bot in den diplomatischeuDienst gemacht wurde. Die deutsche Regierung wünscht Heine­ken als deutschen Botschafter nach Washington zu entfenben. Dem Vernehmen nach hat Heineken aber die Negierung in letzter Stunde gebeten, von einer Kandidatur seiner Person absetzen zu wollen, doch hofft die Regierung, Heineken zu einer Aenderung seines Entschlusses zu vcran- lassen. (Diese Meldung ist nicht ganz klar. Wenn Herr Heineken den Botschasterposten nicht annehmen wollte, lag darin also kein Grund für den Rücktritt von seinem Direktorposten.)

Wechsel im Auswärtigem Amt.

Berliv, 11. Januar. (Privat - Telegramm.) Wie verlautet, ist als Nachfolger Geheimrat Schüler» als Personalchef im Auswärti­gen Ami der GrsandÜ Dr. Rosen in Aussicht genommen.

Zis ZessIdMsrfkszr«.

Stoeikabsichk der Eisenbahner im Westen?

(Privat-Telegramm.)

Frankfurt a. M., 11. Januar.

Die Eisenbahner des rheinisch-wepfälischcu Industriegebiets firrd mit dem Angebot des Reichs Verkehrs Ministeriums nicht zufrieden und wollen sich mit den bisher gemachten Zuge­ständnissen nicht beruhigen. Der Eisenbahner- Aktionsausschuß ter vier großen EisenSahnerver- bände erklärte in einem Telcgramln dem Eisen- bahnerunsschuß in Berlin, daß die bisherigen Verhandlungen htt rheinisch-westfälischen Jndu striegebiet die größte Aufregung hervorgerufcn haben. Er w a r n e deshalb, das Abkommen ab- zuschließen. Die Folgen wären unabsehbar. Die Eisenbahner des Westens seien nicht gewillt, sich damit zufrieden zu geben. Eine neue Aktion stehe in Aussicht. Gegen die Streikabsichten des radikalen Flügels der Eisenbahner im besetz­ten Gebiet hat die Alliierten-Kom mission eine Verordnung erlassen, die die Aufrechterhalttlng des Eisenbahnbetriebes nIS SicherungSmatznühme für die Besetzung befiehlt.

Berlin, 11. Januar.

Die am Montag mittag stattgefundcne Sitzung des Rcichskabinetts hat gutem Vernehmen zu- folge die Z « st i m m u n g des Kabinetts zu den Vorschlägen des Finanzministers gebracht, wonach das durch die neuen Bcamten- Gehaiftsi-LLHvirHcn entstehende Defizit uah-P, sieben Milliarden Mark ausschließlich durch neue Steuern zu decken sei. Die Tarjfer- höhmigSvorlage des Reichsverkehrsminißeriums sieht, nach einer zuverlässigen Information auS parlamentarischer O.nelle, eine bis hundertpro­zentige Erhöhung des Eisenbahn-Per- sonenlarifs und eine bis achtftgprozrntigc Erhöhung der Gütertarife fiafselweise vor. Die Vorlage wird noch in diesem Monat dem Reichstag zur Beratung zugehen.

Der Sparsamkeits-Diktator.

Berlin, 11. Januar. (Privattelogramm.)

Andern sich neuaufbauen kann. Vermeiden wir, daß sich das Ausland noch weiter von uns zu- rückzieht, handeln unb leben wir in dem Glau­ben, daß, wenn es uns gelingt, zu ertveiterten Äuslandsbeziehimgen zu gelangen, wir uns aus unserem Finauzelend retten können. G. 13.

Unter friMicker Kontrolle.

Heimlicher Da» vo« Flugzeugen?

(Privat-Tclc gr amm.)

Paris, 11. Januar.

Im Petit Journal werden nach dem Bericht eines Offiziers der Ueberwachungskom- misfion mehrere Vorgänge erzählt, die als Beweis dafür dienen sollen, datz in Deutsch­land heimlich der Bau von Flugzeugen be­trieben werde. In Fürstenwalde haben angeblich die Offiziere der Ueberwachnngskommission zwei Stunden nach der Durchsuchung einer großen Fabrik ganz unerwartet und gegen den Rat ses deutschen Verbindungsoffiziers eine zweite Kon­trolle unternommen. Als das Auto mit den fran-

Zer Fssa»«chof.

Stand der Ansiedlung des Geländes.

«uf Grund einer von aUc a Fraktionen de» Stadt verordnete». Aer^aninitung «nterretcHnetrn DringitchtertSanfrag- gab -«tn der gestrlgerrSitz. ,»ngd-LSiad'parla>i:en«eAnftiiirn»g-nüb»»d«» Stand der BrstedelungdeeFasauerrhofgelSade«.

Mit einer Schiebung begann die gestrige erste Sitzung der Stadtverovoneterrverfaiumchunig im neuen Jahre: Zwischen Vie ersten beiden Punkte der Tagesordnung tourte eine Anfrage üb« die Bestedlung dos FasaueuhvfS eingeschoben. Der sozialdemokratische Stadtverordnete Haupt gab zunächst der Befürchtung in weilen Kreisen der Bevölkerung Ausdruck, die Aufteilung des von der Stadt erworbenen Fasaneichvfs könnte ins Stocken geraten sein. Heute sind auf dem Ge» (äniae nur Pflöcke zu sehen, mit denen Straßen abgesteckt too-rden sind. Vielfach ist man durch den Gedanken beunruhigt, die Aufteilung gehe in diesem Jähre überhaupt nic;t mehr vor sich, ja, es geht sogar Das Gerücht, das ganze Gelände werde dem früheren Pachter wieder zur Bearbei- tirng zur Verfügung gestellt: Oberbürgermeister Scheide mann knüpfte bei fein« Beantwor­tung der Airfrage an eine letzte Bemerkung des Vegrürtders der Änftage an, er hoffe, daß an diesem Gerücht nickfts Wahres sei. In der Tat sei 'die Angelegenheit nicht ins Stocken gÄommen. Die zur LieacbeÄung der Fasanenhos-Angewgen- [ieit im September eingesetzte Unterkommifswu habe sich sofort damit beschäftigt. Sttaßenvau. LichtMflchr und

VersorWng mit Wasser mußten geregelt werden, bis int Rovencher grundsätzlich der Der-kauf der Bauplätze mtt» die Verpachtung von DauWWrten festgetogt wurde. Dann tot tobe in elttech M'üeinfchMstluheu Sitzung der Baugeuossxnschaften, die für die Besiedelung in Betracht kommen, mit allen gegen eine Stimme eine Gesellschaft m. b. H. gegründet. Zur gleichen Zeit, da sich die StadtverordnetenbersammL'.ns mit dem Fasanenhof beschäftigt so fuhr der Oberbürgermeister fort werden in einem an­deren Saale des Rathauses die endgültigen Richtlinien fefigelegt, und es besteht die Hoff­nung. daß die Verteilung desFafaucux hofs noch im Januar besttnrmt vougenom- men wird. Die Gefahr, daß das GeWnde brach liegen bleibt, besteht nicht. Wenn Not am Manu sein sollte, dann allerdings würde der bisherige Pächter das Gelände noch einmal bearbeite«. Auf diese Aaren LluSsührungen hin verlieh der Stadt­verordnete Haupt nur noch dem Wunsche Worte, die Slädwerw-altuug möge von der letz­teren Maßnahme ans keinen Fall Gebrauch machen. Das würde finanziell nicht zum Nrrtzeq der Sthdt Kassel seiu. '

Durchsuchung einer Schule.

Berlin, 11. Januar. (Prtvättelegra-mm.) Die UeberwachungUomimssion erzählt auch in ihrem Bericht, daß in einer Eemeindeschule Flug­zeugmaterial versteckt sei. Zunächst seien nur 125 auf den Aborten versteckte Magnete ge­sunden worben, bann aber geriet die Kommis­sion mit Hilfe eines deutschen Polizeiosftziers an ein verschlossenes Zimmer, wo nach der Erfta- rttita der Lehrerin ihre Tochter kra.ts liege, und fand fünfzehn Schrauben, dreißig Magnete und eine Menge Höhenmesser und'Kemvasse versteckt. Die Lehrerin (immer nach Angaben der srairch- ftftfceit Zeitung) sagte, daß dies als U n t e r - richtsmaterial diene und reichte eine Scha­denersatzklage auf zwethuuderttausend Goldma.'k ein wegen des ihr durch die Kommission zugc- sügten Schadens. (Man muß die Geschichten mit aller Vorsicht ausnehmen unb erst eine Er­starrt ng der deutschen Regierung autoarten.)

Sie schlechte RrMrzlage.

Neue ELsuern und Höher» Fahrpreise.

(Prkvat-Tclegramm.)

Ierrtsche Einsamkeit.

Die Erfolge der Andern.

Die Gefahr, daß die von der Entente beab­sichtigte wirtschaftliche Isolierung cin- tritt, rückt für Deutschland in ständig größere Nähe. Die uns umgebenden Wirtfchastszentren erholen sich, bauen sich aus und vereinigen durch einen Zusammenschluß untereinander ihre Kräfte. Frankreich etutoicfelt sich zufetzends. England sucht seine eh en tätige Stellung in der Weltwirtschaft zurückzueriangen, während es öte neuen Gewinne dem Bestände organisch en'.sügt. Die Vereinigten Staaten treiben wirtschaftliche Machtpolitik, Japan sammelt alle Kräfte, tiber den Stand seiner Kriscugefahr hinwegzukom-men, Italien hat die Kraftprobe auf die Festigkeit sei­ner staatlichen und wirtschaftlichen Struktur gut de standen, Spant .m wird in den ersten Ansangs- stadien ein wohlhabendes Land und auf dem Balkan sucht man der eigenen Schwache durch eine wirtschaftliche und politische Solidarität eine Basis abzugetoiimen, Belgien ist erstaunlich lei­stungsfähig, Holland unb Norwegen finden für ihre ungünstige Finanzlage Sparsamkeit und Deckuugsmtttel. Deutschland, Polen und Rußland sind diejenigen Staaten, die sich in

Die Sanitats-Kolonnen.

Am Ende Dor Tagesordnung wurde d$* wei­tere dringliche Anfrage. diesmal D« Freien bür­gerlichen Bereinigung, behandelt: .Wie steht es mit der Uebernahme des Kranken­transportwesens in Kassel auf die Stadt bsziehungsweise ans die Feuerivehr?" Stadtver­ordneter Geck verwies 'darauf, daß das Kranken» transportwescn seit Jahrzehnten in bester Weis« durch die Sanitätswlvnnc-n vom Roten Kreuz ausgeküihrt worden ist. Durch eine Mitteilung in her Presse ist es plötzlich der Feuerwehr über­tragen worden. In ein« Zu sch rüst an die Stadt betonen nun die SanitAskoilvnnen, daß der Stadt das Kranken trau sporttoeseu in eigener Siegte erheblich teurer kommen wird als bisher, wo es ehrenamtlich ausgefiihrt wurde. Die Frage an den Magistrat geht MM dahin, warum er das KrankenttansporLvefen ko mm unalisiert und die Stadtverordnetenverstrmmlnnig nicht be­fragt hat, bevor eine solche Maßnahme ergriffen würbe. Der Leiter der GesundHeitsSo-mnMion, Itadtarzt Geh. Mebtzinalrwt Dr. Heinemann stellte fest, daß der Vertrag mit den Scmitäts- kolonnen schon Ende 1919 ordnungsmäßig zum 1. Januar 1921 geknndiitt worden ist.- Nach der Errichmng der GrstrndhettsSommifsion am 1. April 1920 habe sich diese sowohl als der Mag-- strat für Aufrechterhaltung her Kündigung ent» schlossen. Der hinzugezvgene Branddirektor er» starte, daß er mit einer zu diesem Zwecke ans» gebildeten Abteilung der Feuerwehr vollständig imstande fei; ohne Material und Personal zu vermehren, das Krankentransportwesen zu über­nehmen. Auf diese Weife hübe die Stadt na­türlich weiter keine K-Sfiem Die nicht übermäßig beschäftigte Feuerwehr könne «umringend be­schäftigt werde«. In kein« Weife guträffznb sei, daß die BeLanurmachung so aufgesaßt werden konnte, die SanitätsTclennen dürften das Kran- kenttanSporttoesen nickst wehr ausführen. Der neue Vertrag, den die SsitttMtzoHo-rmen vorge­legt hatten, habe eine Erhöhung der Satze um das Dreifache vrogeschen Die Ersparnis durch Vie Reerreaelmg, von bei im Augenblick irgend welche

Kosten nicht zu erwarteu sind, sei also eine bedeutende. Pflicht des Ge» ifundheitsamtes sei, die SanitätskoLonnen zu ta>

Wertere Prvtofte.

Berlin, 11. Januar. (Privaftelc-ftamm.) Dem Vorstand des dcutflhen Eiscnbahncr- b u n d e S liegen aus mehr als achtzig Ortsgrup­pen Beschlüsse vor, gegen die als ungenügend be­zeichneten Zugestänbiiiffe der Regierung an die Gjsenüahuer zu protestieren und den beschlossenen Eisenbahnerstreik durchzusetzen. Der Vorstand des deutschen Eisenbahnerbunbes hat feine nächste Sitzung auf beit 17. Januar nach Berlin einbe- rufen. In ihr wird die Entscheidung fal­len. ob neue Verhandlungen mit dem Reichsver- fehrsminister aufgenommen werden solle« um die Gehalt, und Lohnzugeständniffe um 50 Pro­zent zu erhöhen, oder ob der Generalstreik Beschkutz steht demnach noch ans.

Kommissionen, Ratschlagen, Anküiidigunaen und 1 Maßnahmen zum Wiederaufbau, Tue keine Maß- ' nahmen hierzu sind, erschöpf«!. Rußland steht: hierbei außer aller Debatte, Einmal gewinnen, wir keinen Einblick in die rusH'chen Verhältnisse . unb kennen so das Verhältnis von Leistung und Verfall nicht, zum andern ist Rußland eine Wel' 1 an sich, in dem Sinne, als man sich mit dem eige­nen Märkte zwar nicht genügen lassen kann, daß man aber Rohstoffangebote zu machen har, die den Wettmarft zwingen, Rußlauid aufzusuchen. Polen ist ein erst in Zukunft kaUulierbarer Fak­tor. Bleibt demnach Deutschland allein. Allein im wahrsten Sinne!

Fraglos sind die Schwierigkeiten, mit denen. Deutschland zu kämpfen fyaf, um sich aus der Knebelung, in der es liegt, einporzurichlen, über­aus groß. Es muß aber immer weder betont ' werden, daß man nickst einmal die elementarsten ; Ltaßnahmen vornimmt, um eine Besserung her- . bei zuführen. Grundbedingung für unseren Wie-. derausbau ist die Perrünoung der Wahrheit! 1 Man unterläßt cs nicht nur, den breiten Sch ich- . ten Der Bevölkerung die Wahrheit zu überrnit- , teln, man sucht auch Tie Tatsachen noch zu ver- ttttchen. Gruudbediugung für unseren Wieder­aufbau Wäre eine einheitliche wirtschafts­politische Autzenlinic. Wir tun aber alles nur Erdenkliche, um das Gegenteil hiervon zu er­reichen. Während die eine Partei mit Fraukr>ich liebäugelt, sucht die andere Partei den Halt und Wiederaufbau in Rußland zu erlangen. Wir b.v bcn Kreise, die «roch immer von Großhritanmen die Einsicht der Veriruuft erwarten und solche, öie mit den Vereinigten Staaten gehen wollen Und das alles sind nickst private Meinungen, das sind öffentlich v«trcte-ie oder widerlegte polittsche Richhmgem So treiben wir eine Zickzackpolitik, die uns überallals nicht gutgläubig" hinstellci: muß. Man wird nie wissen, wie man eigentlich mit uns daran ist, und so dürfte bei einem Ein­st alten dieses Kurses das Endergebnis für uns sein, daß man und aus dem sich langsam schlie­ßenden Kreise herausdröngt, daß Gsbiete, die es heute noch immer für vorteilhaft ansehen, mit uns in engerer Derbiirdung zu stcheir, mißtrauisch gemacht, sich miderweitig binden.

Was wir zu einem Wiederaufbau dringend bsdürfen, ist die Zurückeilaugung ber Achtung £>$8 Ansehens und oes Vertrauens der Andern. Was wir in dieser Richtung beginnen, ist 0er Ausbau der Nichtachtung uns des Mißtrauc.iL! Ist man sich denn in Dculschsand nicht darüber im Klaren, daß Deutschland dem Auslande völ­lig miverständlich geworden ist, und daß Meiern- gen Kreise, mit denen wir zu rechnen haben. M- mit beginnen, an die Märchen zu glauben, die man von feiten der Entente mit ebensoviel Ge­schick wie KoftenanKvand verbreitet hat?! Ter Deutsche gilt als ehrlich, als nüchtern, als erfüllt von einem einheitlichen Fleiße, wie Redlichkeit. Heute sieht der Lkusländer in den Zeitungen die Berichte über die dauernden Eigcniumsberau- bungen, er erlebt feit nunmehr zwei Jahren eine Ttreikhetze ohne Ende, er mackst in feinen oeitt- schen GefchästSbeziehunaen die bittersten Erfah­rungen; er glaubt endlich, daß die Deutfchen vom HSchssten Meitze zum höchsten Nichtstun und zur Unredlichkeit über gegangen sind. Eine würdige Haltung wäre das Nst-vendigste, was wir dem Auslände entgegen zubringen hätten, nicht aber die Abfchlüssc zweifelhafter Gefchäste, wie sie von manchen großstädtifchen F-irn'en getätigt werben? iwd die Handhabung der AußenhandÄsbeziehun- gen zum Gegensatz zu allem Treu und Glauben >m Handelsverkehre. Notwendig ist, dem Aus­land« zu zeigen, daß das ganze deutsck-e Volk in der Berkörveruug eines in sich geschlossenen Wil­lens den Wiederaufbau erstrebt, daß mau Drb= nuitg und Ruhe schaffen will, datz man Zustän­den zustrebt, die eine Grundlage der Sicher­heit bieten, aus deren Basis das Vertrauen der

Der Finanzlontrollcnr Karl, der als Kommissar für bas Reichsfinkmzwescn nach Berlin berufen üstschen Offizieren in bie Straße einbog, hätten worden ist, hatte bisher noch keine Gelegenheit seine Tätigkeit aufzunchmen. Wie von uurerrich

teter Seite mit geteilt wirb, hat Reichskommissar Karl fein Programm der Regierung bereits vor zwei Monaten zu Entscheidung vorßelegt. Die Entscheidung ist aber immer wieder hinausgczö- gert worden. Durch das Drängen der Lcsfcut- kichkeit ist bie Reichsrrgierung veranlaßt worden, wenigstens zu erklären, daß die Entscheidung über das Programm in nächster Zeit erfolgt.

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